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Datenarchiv abrufen bei Facebook und Twitter

Datenarchiv abrufen bei Facebook und Twitter

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Ob Facebook Skandal oder Datenschutz Grundverordnung – es gibt viele Gründe, sich etwas mit den Daten, die im Internet erfasst werden, zu befassen. Viele soziale Netzwerke bieten bereits die Möglichkeit, weite Teile der eigenen erhobenen und gespeicherten Daten einzusehen. Wir möchten euch die Funktion anhand von Facebook und Twitter zeigen.

Euch interessiert neben Facebook und Twitter auch noch andere Dienste? Hier findet ihr eine Anleitung zu Instagram und eine für Apple.

Datenarchiv abrufen

Beide soziale Netzwerke bieten bereits seit längerer Zeit die Möglichkeit an, die Sammlung der eigenen Dateien herunterzuladen. Dabei erstellen beide Netzwerke ein eigenes Archiv, das ihr anschliessend bequem offline speichern könnt. Die Archive enthalten jede Menge Daten unterschiedlichster Art, leider sind sie nicht besonders übersichtlich aufgebaut. Dennoch lohnt sich ein Blick – um so etwas über die Funktionsweise des Netzwerks herauszufinden.

Die Downloads müssen separat angefordert werden, erst nach eurer Anforderung erstellt Facebook / Twitter das Archiv für euch. Je nachdem wie lange – und aktiv – ihr bereits dabei seid, variiert sowohl die Wartezeit bis zum Download als auch die Grösse der heruntergeladenen Datei.

Facebook – Datenarchiv abrufen

Klickt auf einer beliebigen Seite rechts oben auf den Pfeil in der Statusleiste der Facebook Seite. Das Symbol befindet sich direkt neben euren Benachrichtigungen. Wählt dort Einstellungen aus.

Facebook Einstellungen
Facebook Einstellungen

Relativ unscheinbar, aber immerhin auf der ersten Seite, findet ihr unten einen Textlink mit der Beschriftung «Lade eine Kopie deiner Daten herunter».

Facebook Daten herunterladen
Facebook Daten herunterladen

Facebook informiert euch auf der folgenden Seite wie folgt:
Erhalte eine Kopie von den Inhalten, die du auf Facebook geteilt hast.
Dies ist eine Kopie persönlicher Informationen, die du auf Facebook geteilt hast. Um deine Informationen zu schützen, bitten wir dich, dein Passwort neu einzugeben, um zu bestätigen, dass es sich um dein Konto handelt.

Auf dem grünen Button darunter könnt ihr euer Archiv anfordern. Nach dem Klick auf den Button müsst ihr euer Facebook-Passwort eingeben. Ein sinnvoller Schutz – so können potentielle PC-Mitbenutzer nicht einfach komplett eure Facebook Daten laden, wenn ihr noch eingeloggt seid.

Danach wird der Download erstellt. Facebook informiert euch via E-Mail sobald der Download verfügbar ist, über die selbe Seite könnt ihr euer Archiv dann herunterladen.


Twitter – Datenarchiv abrufen

Auch das soziale Netzwerk Twitter bietet eine derartige Funktion, dort ist sie jedoch ein wenig versteckter. Öffnet eure Einstellungen durch einen Klick auf euer Profilbild in der Menüleiste und wählt anschliessend Einstellungen und Datenschutz aus.

Twitter Einstellungen
Twitter Einstellungen

Im linken Menü klickt ihr jetzt auf die Option «Meine Twitter Daten». Anschliessend müsst ihr euer Passwort eingeben – ebenso wie bei Facebook ein Schutz vor ungewolltem Datenklau.

Twitter Meine Daten
Twitter Meine Daten

Auf der neuen Seite findet ihr ganz unten zwei interessante Informationen. Einerseits könnt ihr euch ansehen, wie Twitter euch in Werbegruppen einteilt, andererseits könnt ihr ganz unten euer Datenarchiv anfordern. Nach dem Klick auf den Button öffnet sich ein Popup, die Vorgangsweise ist ident wie bei Facebook. Sobald das soziale Netzwerk euer Archiv erstellt hat, werdet ihr per E-Mail informiert und könnt eure Daten herunterladen.

Datenarchiv von sozialen Netzwerken – und jetzt?

Grundsätzlich sieht die kommende DSGVO eine derartige Downloadmöglichkeit für alle Internetdienste vor. Das hat zwei Gründe. Einerseits könnt ihr so erfahren, was die Netzwerke tatsächlich über euch abspeichern. Wie viel Sinn diese Information birgt, muss letztlich jeder selbst entscheiden. Denn viel mehr Möglichkeiten, als euch darüber zu empören oder das Netzwerk zu verlassen, habt ihr nicht. Andererseits soll dadurch aber der Austausch von Daten ermöglich werden, eine grundsätzlich sehr interessante Idee. Ein Beispiel: Ihr mögt nach Jahren von Runtastic zu Strava umziehen? Aktuell gibt es hier keine Möglichkeit, ihr verliert eure Daten. Hier wird vom sogenannten Lock-In-Effekt gesprochen. Derartige Funktionen sollen diesen Effekt, in ferner Zukunft, reduzieren. Um hier wirklich erfolgreich zu sein, bedarf es aber auch – nicht verpflichtender – Import Funktionen bei Konkurrenz-Diensten.

 

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Jan Gruber Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler - Unser Geek aus Wien

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