So schützt du deine Daten auf deinem Smartphone: 8 Tipps

So schützt du deine Daten auf deinem Smartphone: Meine 8 Tipps

Das Smartphone ist für immer mehr Menschen der Dreh- und Angelpunkt in unserem Leben. Umso schlimmer ist es für viele, wenn sie ihr Smartphone verlieren, wenn es kaputtgeht, oder wenn sie einen Virus/Trojaner oder andere unschöne Dinge auf das Smartphone gespielt bekommen. So schützt du deine Daten auf deinem Smartphone, soll eine kleine Anleitung dazu sein, wie das du dein geliebtes Gerät absichern kannst. Denn Vorbeugen ist viel besser als nachsehen.

Wie schützt du deine Daten?

Das Allerwichtigste ist, wie einleitend erwähnt, dass du dir Gedanken über deine Daten machst, wo die liegen, wer Zugriff auf diese hat und vor allem wo und wie sie du sichern kannst.

1. Backup, Backup, Backup

Deshalb, denkt erst einmal an euer Backup. Etwas vom Ersten, nachdem erfolgreichen Einrichten eines neuen Smartphones, sollte das Thema Backup sein. Dafür solltest du dich aber nicht nur auf eine Möglichkeit stützen.

Ein Backup sollte funktionieren, es nützt nichts, wenn du nur Daten speicherst, diese musst du auch wieder zurückspielen können. Bei einem Backup kann auch einmal etwas schieflaufen, deshalb ist es immer gut, wenn du mehr als nur ein Backup hast.

Backup - macht mehr Backups
Backup – macht mehr Backups

Deshalb rate ich dir, erst einmal auf die Backup-Lösung von deinem Smartphone-Hersteller zusetzten. Bei deinem iPhone ist dies die das iCloud Backup. Bei Android-Geräten bieten mittlerweile die meisten Hersteller eine eigene, ähnliche Lösung an. So hat Huawei, OPPO und auch Samsung ihre eigene Cloud für das Speichern euer Daten. Ein gewisser Teil dieser kannst du auch in die Google Cloud sichern. Da musst du dich ein wenig schlaumachen.

Als zweites Backup kannst du auf Cloud-Anbieter setzen, bei denen du ein Abo hast, es regelmässig händisch machen oder auch über ein eigenes NAS (Netzwerkspeicher-System) gehen.


2. Schütze dein Smartphone mit einer starken PIN

Dein Smartphone wird durch einen Fingerabdruck oder einem Gesichtsscan freigeschaltet? Das ist, je nach Hersteller und verwendeter Technik, sehr sicher. Alternativ ist dein Smartphone noch über einen PIN-Code (meist nur vierstellig) oder irgendwelche Muster (unter Android) geschützt.

Schütze dein Smartphone mit einer starken PIN
Schütze dein Smartphone mit einer starken PIN

Als Apple damals den sechsstelligen PIN aktiviert hatte, hab ich meinen gleich gewechselt. Vor ca. zwei Jahren kam dann noch der alphanumerische Code dazu. Seit es den gibt, nutze ich ihn auch.

Natürlich ist das Eingeben von vier oder auch sechs Stellen viel bequemer und kann auch mit einer Hand getätigt werden. Sicherheit heisst aber auch meistens, einen etwas unbequemeren Weg zu bestreiten. Somit lebe ich sehr gut mit dem Umstand.


3. Sichere Passwörter

Neben einer sicheren PIN, um auf das Smartphone zuzugreifen, spielen natürlich auch generell sichere Passwörter eine Rolle.
In der heutigen Zeit, in der wir so viele verschiedene Konten, Dienste und anderes haben, was mit einem Passwort geschützt ist, solltest du dir Gedanken über einen Passwort Manager machen.

Sofern du das noch nie getan hast, hier im Blog findest du meinen Beitrag, warum du einen Passwort Manager nutzen solltest. Auch findest du meinen Testbericht zum 1Password, meiner Lösung, auf die ich setze. Sowie eine kurze Erklärung, worauf du achten solltest, wenn du auf 1Password 8 wechseln möchtest.

1Password 8
1Password 8

Es gibt aktuell überhaupt kein Grund, warum du nicht auf einen Passwort Manager setzten, solltest. Sollte der Grund das Geld sein, das du nicht aufbringen kannst, oder willst, dann schau dir KeePass an, eine kostenlose Open Source Lösung.

4. 2FA, immer wenn möglich

Neben der Wahl eines sicheren Passwortes ist auch das Aktivieren einer 2FA IMMER Pflicht. Damit verstärkst du nochmals den Login zu den von dir genutzten Diensten.

Sollte jemand Zugriff auf deine Login-Daten bekommen, dann könnte dieser jemand sich einloggen und Schindluder treiben. Deshalb sollte immer, sofern möglich, ein zweiter Faktor aktiviert werden.

Zwei Faktor Authentifizierung
Zwei Faktor Authentifizierung

Wenn du dich hierzu näher einlesen möchtest, auch dazu habe ich einen Beitrag hier im Blog. Im #GeekTalk Daily Podcast findest du regelmässig Hinweise auf Dienste, welche neu auch auf 2FA setzten.


5. Nutze ein VPN

Ein weiterer Tipp, damit du deine Daten und dein Handeln im Netz besser schützen kannst, ist der Einsatz eines VPN. VPN, ein Virtual Privat Network, ist eine Art Tunnel von deinem Smartphone (oder auch jeglichen anderer Gerätschaften) direkt zum Dienst, einer App oder auch einer Webseite, einem Blog wie diesem hier, den du ansteuern möchtest. Damit verhinderst du, dass Fremde mitlesen/mitverfolgen können, was du im Netz so tust. Natürlich nur ganz in einfach gesagt.

Hierfür gibt es verschiedenste Lösungen, die du nutzen kannst. Das wichtigste auch hier, wähle deinen Anbieter mit bedacht. Auch hier gilt es, ein wenig Geld in die Finger zu nehmen, um einen «sicheren» Dienst zu nutzen, bei dem du nicht das Produkt bist. Vor allem aber auch, weil vielfach die kostenlosen Lösungen sehr langsam sind.

Zwei Tipps, die ich dir hier habe, inkl. einem tollen Rabatt: GhostVPN oder nordVPN.

Nutze ein VPN
Nutze ein VPN

Das möchtest auch hier kein Geld ausgeben und/oder kannst es nicht. Dann empfehle ich dir (das tue ich auch sonnst) den Einsatz einer FRITZ!Box, über diese kannst du dir ein privates VPN einrichten und surfst dann immer über das heimische Netzwerk.


6. Führe Updates durch!

Updates sind wichtig: Die Betriebssysteme und die Apps, welche du täglich nutzt, die sind allesamt anfällig. Kein System ist Fehlerfrei, wo Menschen arbeiten, da entstehen auch Fehler oder sie wurden einfach noch nicht gefunden.

Führe stets Updates durch
Führe stets Updates durch

Diese werden, sofern entdeckt, auch meist rasch gestopft und mit einem Update ausgeliefert. Deshalb empfehle ich, den meisten von euch, diese auf automatisch zu stellen. Sowohl die Betriebssystem-Updates (hier eine Anleitung dazu), aber auch die der Apps (hier eine Anleitung dazu). Vor allem die letzteren, denn da kommen in letzter Zeit recht viele Updates. Zumindest auf der iOS-Seite haben sich die App-Updates mit Bugfixes erhöht. Das heisst nicht, dass es da mehr Fehler/Löcher gibt. Nein, in den meisten Fällen sind App-Entwickler einfach fleissiger und können solche auch besser beheben.


7. Datenschutz Einstellungen ausmisten!

Apps nehmen sich vielfach sehr viele Rechte heraus. Unter iOS geht das schon länger und zum Glück kommt, mit Android 13 und den dazugehörigen Updates bei den einzelnen Herstellern auch auf der Seite immer mehr Möglichkeiten dazu.

Beim ersten Start einer App solltest du immer gut überlegen, ob eine App auch wirklich all die Zugriffe benötigt. Lieber einmalig initial «Nein» sagen und später die Möglichkeit freischalten, wenn dann die App nicht wirklich funktioniert, als später festzustellen, dass der Entwickler Daten besitzt, die du nicht hättest teilen wollen.

Datenschutz & Sicherheit Einstellungen
Datenschutz & Sicherheit Einstellungen

Da durch Updates gewisse Entwickler den Apps plötzlich wieder freigaben, zurückgeben solltest, du von Zeit zu Zeit die Datenschutz Einstellungen durch strählen. Ich räume hier, alle paar Wochen radikal auf.

Hier im Beitrag beschreibe ich dir das, wie dir das auch gelingen kann. Auch wenn ich das anhand vom iPad beschreibe, funktioniert da natürlich auch mit einem iPhone und, das meiste auch auf deinem Android-Smartphone.


8. Kaufe dir alle paar Jahre auch mal aktuelle Hardware

Der nächste Tipp kommt etwas komisch von demjenigen, der euch regelmässig ermahnt, eure Smartphones ruhig drei, vier oder gar fünf Jahre lang zu nutzen. Dennoch, auch bei der Hardware muss, von Zeit zu Zeit, ein Update her.

Die Technik entwickelt sich rasant. Nicht nur die Anzahl an Gigabits beim RAM oder die Megapixel bei den Foto-Linsen. Auch wenn hier, so einige Hersteller sich mit den regelmässig längsten/grössten, was auch immer, messen möchten.

Welches Smartphone ist Wasserdicht?
Welches Smartphone ist Wasserdicht?

Als Beispiel: Im iPhone hast du die sicherheitsrelevanten Informationen auf einem speziellen Chip, das gilt auch für die Daten zum Fingerabdruck und des Gesichtsscans. Analog dazu machen es diverse andere Hersteller genauso.
Doch nicht nur die Hersteller sind auf dem Gebiet fleissig, auch die Menschen mit nicht ganz so schönen Absichten treiben ihr Unwesen hier fleissig voran.

Deshalb solltest du auch deine Hardware von Zeit zu Zeit mit einem Update versehen. Nach einigen Jahren fällt ein Smartphone aus dem Update-Rahmen. Das gilt beim Betriebssystem (unter Android) meist schon recht schnell und beim iPhone, nach vielen Jahren auch.

Fazit zum Schützen DEINER Daten auf dem Smartphone!

DEINE Daten sind wichtig, zu deinen Daten solltest du Sorge tragen. Ich kann den Satz «ich habe doch nichts zu verbergen» nicht mehr hören! Du musst nichts verbergen, aber du musst zu deinem digitalen ICH genauso Sorge tragen, wie du es auch zu deinem Körper tust. Auch wenn ich einen abgetrennten Arm nicht gleich mit einem verloren Instagram Account gleichsetzen würde, gibt es dennoch Analogien.

Sei mal ehrlich zu dir, wie viele der 7 Punkte oben setzt du heute schon um? Wäre es nicht an der Zeit, vielleicht den einen oder anderen Punkt noch dazuzunehmen? Go4it, setze es nicht auf die Liste der Dinge, welche du im nächsten Jahr nicht tun willst, beginne gleich damit.

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