Kennst du das? Du siehst diese coolen Setups von YouTubern mit zwei, drei oder noch mehr Monitoren und denkst dir: Das will ich auch! Mehr Bildschirmfläche bedeutet oft mehr Produktivität und eine bessere Übersicht. Die gute Nachricht: Wenn du ein MacBook oder einen Mac mini und ein iPad besitzt, hast du bereits alles, was du für einen zweiten Bildschirm benötigst. Apple macht es nämlich erstaunlich einfach, dein iPad als erweiterten Monitor zu nutzen. Wie du auch dein iPad als zweiter Bildschirm nutzen kannst, das zeige ich dir hier im Beitrag.
Für den Fall, dass du nicht gerne liest, findest du unten meine Video-Anleitung dazu.
Warum überhaupt ein zweiter Monitor?
Inhaltsverzeichnis
Ein zweiter Monitor kann deine Arbeitsweise pushen. Egal, ob du Code schreibst und die Vorschau auf dem anderen Bildschirm siehst, Referenzmaterial beim Schreiben im Blick behältst oder einfach nur deine Fenster besser organisieren möchtest – die Vorteile liegen auf der Hand. Und das Beste: Dein schickes iPad kann mehr als nur ein Tablet sein!
iPad als zweiter Bildschirm: So einfach geht es | Zwei Wege zum Ziel
Typisch Apple, gestaltet sich die Einrichtung deines iPads als externer Bildschirm erfreulich intuitiv: Dir stehen gleich zwei überraschend unkomplizierte Wege offen, um deinen Mac-Desktop im Handumdrehen zu erweitern.
Weg 1: Über die Systemeinstellungen
- Öffne die Systemeinstellungen auf deinem Mac (das Zahnrad-Symbol im Dock oder über das Apple-Menü, links oben hinter dem Apfel).
- Navigiere zum Menüpunkt Displays.
- Hier siehst du deine aktuellen Bildschirm(e). Klicke auf das «+» Symbol (ein Dropdown-Menü) und wähle da dein iPad aus der Liste der verfügbaren Geräte aus. In meinem Fall war das mein iPad mini.
- Schwupps – dein iPad sollte nun als Erweiterung deines Mac-Desktops fungieren!
Wichtig: Die richtige Anordnung!
Standardmässig platzierte Apple das neue Display bei mir auf der linken Seite. Wenn dein iPad aber – wie bei mir – rechts oder an einer anderen Position steht, musst du das anpassen, damit der Mauszeiger sich natürlich bewegen lässt.
- Klicke in den Display-Einstellungen auf den Button Anordnen.
- Du siehst nun eine schematische Darstellung deiner Monitore. Ziehe das Symbol für dein iPad einfach an die Position, an der es sich physisch neben oder unter deinem Hauptbildschirm befindet (bei mir war es rechts unten).
- Lass die Maustaste los und klicke auf Fertig.
- Wenn du jetzt mit der Maus über den Rand deines Hauptbildschirms fährst, erscheint der Zeiger auf dem iPad. Perfekt! Du kannst nun Fenster einfach per Drag & Drop auf das iPad ziehen.
Weg 2: Über das Kontrollzentrum (der schnellere Weg!)
Noch einfacher und schneller geht es über das Kontrollzentrum deines Macs:
- Klicke auf das Kontrollzentrum-Symbol (die zwei Schieberegler) in der Menüleiste oben rechts auf deinem Bildschirm.
- Suche nach der Option Bildschirmsynchronisierung (das Symbol mit den zwei überlappenden Rechtecken). Wenn dein iPad bereits einmal verbunden war, kann es sein, dass das Symbol bereits den Namen deines iPads anzeigt.
- Klicke darauf und wähle dein iPad aus der Liste aus.
- Die Verbindung wird sofort hergestellt. Du hast denselben Effekt wie über die Systemeinstellungen, nur viel schneller erreicht!
Um die Verbindung zu trennen, gehst du einfach wieder denselben Weg über das Kontrollzentrum und klickst erneut auf dein iPad, um die Auswahl aufzuheben.
Das coole Extra: Apple Pencil Unterstützung
Das absolute Highlight, wenn du einen Apple Pencil besitzt: Du kannst ihn auf dem iPad verwenden, um mit macOS zu interagieren! Ziehe ein Fenster, beispielsweise die Systemeinstellungen, auf dein iPad. Plötzlich wird macOS auf dem iPad Touch- bzw. Pencil-sensitiv. Du kannst mit dem Pencil durch Menüs scrollen, Schaltflächen antippen oder in entsprechenden Apps sogar zeichnen und schreiben. So simpel, so einfach, so praktisch!
Kleiner Exkurs: AirPlay mit Samsung Smart Monitoren
In meinem Video habe ich auch kurz gezeigt, dass nicht nur iPads, sondern auch AirPlay-fähige Monitore als drahtlose Displays genutzt werden können. Ich habe zum Beispiel einen Samsung Smart Monitor M5, der AirPlay integriert hat. Wähle ich diesen im Kontrollzentrum aus, wird der Mac-Bildschirm dorthin erweitert.
Bei grösseren, externen Monitoren, die via AirPlay verbunden sind, kann es manchmal zu einer leichten Verzögerung (Lag) kommen, ich gehe davon aus, dass die daran liegt, weil mehr Daten übertragen werden müssen. Für einfache Anzeigen, Präsentationen oder um einen Film laufen zu lassen, funktioniert das aber richtig gut. Auch hier kannst du die Anordnung der Monitore in den Systemeinstellungen anpassen.
Mein Fazit zum iPad als zweiter Bildschirm: Probier es aus!
Wie du siehst, ist es kinderleicht, dein iPad in einen vollwertigen zweiten Monitor für dein MacBook oder deinen Mac mini zu verwandeln. Apple hat hier wirklich mitgedacht und eine nahtlose Integration geschaffen, die deinen Workflow spürbar verbessern kann. So kannst du einfach und vor allem auch kostengünstig einmal ausprobieren, ob dir das Arbeiten mit einem zweiten Monitor auch wirklich liegt. Denn viele von euch haben sicherlich ein iPad bei sich herumliegen oder im regen Gebrauch.

