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IP Webcam: Android-App macht aus Smartphone Überwachungskamera

IP Webcam: Android-App macht aus Smartphone Überwachungskamera

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In einem Land vor unserer Zeit… Ok, vielleicht nicht ganz so weit, aber vor genau 8 Jahren lud der Blogger und mein geschätzter Kollege Martin Rechsteiner ein Video hoch. Android – IP Webcam (hier kommt ihr zum Video) hat zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels fast eine halbe Million Klicks erreicht. Wir dachten uns nun, dass es vielleicht Zeit für eine Auffrischung wäre, denn bis heute wird das Video recht gut geklickt. Daher kann eine kleine Aktualisierung in Textform ja nicht schaden.

IP Webcam: Altes Smartphone zur Überwachungskamera umbauen

Ich fange also erst einmal am Anfang an und werfe die Frage in den Raum: Was macht die IP Webcam App eigentlich? Das ist recht einfach zu beantworten, denn der Name der App aus dem Google Play Store (damals noch AppLand, welcher heute im pokipsie.ch Blog integriert ist) verwandelt euer Smartphone in eine Netzwerkkamera, die über das Internet zugänglich ist. So könnt ihr relativ leicht über einen Webbrowser auf die Bilder zugreifen, die euer Smartphones dann sendet.

Interessant könnte das vor allem dann werden, wenn man vielleicht noch ein altes Smartphones mit Android-Betriebssystem übrig hat. Allerdings gibt der Entwickler an, dass die Systemanforderung je nach Gerät variieren. Daher sollte man schon darauf achten, ob sich die App überhaupt auf dem eigenen Gerät installieren lässt, da der russische Entwickler keinerlei Angaben zum Betriebssystem macht.

IP Webcam
IP Webcam
Entwickler: Pavel Khlebovich
Preis: Kostenlos

IP Webcam: Das Video zur App

Features der IP Webcam App für Android-Smartphones

Die Features, die die App bietet, sind natürlich in den letzten Jahren stark angewachsen und unterscheiden sich mittlerweile auch deutlich von der Version, die Martin in seinem YouTube-Video vor 8 Jahren aufzeigt. Unter anderem gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit, seine Videos direkt in der Cloud zu sichern. Entweder auf einem eigenen FTP-Server oder sogar in der Dropbox. Auch Modi für Baby- oder Tierkamera-Funktionen sind hinzugekommen. Eine ausgewählte Liste an Features des Herstellers liest sich wie folgt.

  • Automatischer Video Upload zu Dropbox, SFTP, FTP und E-Mails mit dem Fileloader Plugin
  • Diverse Web Renderer stehen im Webinterface zur Auswahl: Flash, Javascript und andere
  • Videoaufnahmen in den Formaten: WebM, MOV, MKV oder MPEG4 (on Android 4.1+)
  • Audio streaming als wav, opus oder AAC (AAC requires Android 4.1+)
  • Bewegungserkennung mit Geräuscherkennung und Tasker Integration
  • Anzeige von Datum, Zeit und Batteriestatus als Overlay
  • Sensordatenerfassung und Anzeige als Grafik im Webinterface
  • Videochat support (nur Videostream für Windows über einen universellen MJPEG-Video-Streaming-Treiber)
  • Cloud Benachrichtigungen oder Aufzeichnungen bei Bewegungserkennung oder Geräuschen mit Ivideon
  • Umfangreiche Babykamera und Tierkamera Funktionen: Nachtsicht, Bewegungserkennung, Geräuscherkennung

So richtet ihr IP Webcam für Android-Smartphones ein

Die Einrichtung hat sich ebenfalls verändert, zumindest optisch. Das Grundkonzept dahinter allerdings nicht. Zu allererst sollte die App natürlich heruntergeladen und installiert werden. Habt ihr das gemacht, könnt ihr nach einige weiteren Einstellungen eigentlich recht schnell starten.

Zuerst müsst ihr während der Einrichtung der App einen Benutzernamen und ein Passwort wählen, damit eure Verbindung zur IP Webcam auch entsprechend geschützt ist. Das macht vor allem dann Sinn, wenn ihr von weiter ausserhalb auf das verbundene Smartphone zugreifen wollt. Danach muss man nur noch den Knopf für «Server starten» klicken und es kann eigentlich losgehen.

Die Einstellungen direkt im Browser
Die Einstellungen direkt im Browser

Das Smartphone fungiert nun als Mini-Server, der das Videobild über die Kamera bereitstellt. Die IP-Adresse dazu findet ihr im Display deines Smartphones in der Anzeige des Videobildes am unteren Rand. Diese Adresse muss man nur noch im Browser eingeben und sich mit seinen zuvor gewählten Nutzerdaten einloggen. Dann ist man schon mit seinem zur IP-Kamera umgebauten Smartphone verbunden.

Natürlich kann man noch viele weitere Einstellungen vornehmen. Unter anderem die Aufnahme nur bei Bewegung aktivieren, Audioaufnahmen zu machen oder natürlich die Qualität der Ausgabe einstellen. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig.

Das Beispielbild
Das Beispielbild

Thema Sicherheit

Etwas solltet ihr bedenken. Einer der grössten Nachteile von Android Smartphones sind die fehlenden Updates und generell die Sicherheitspolitik. Da die App rückwärts kompatibel ist bis runter zu Android 4.1 (funktioniert aber nicht auf allen Smartphones) kann es da schon sehr alte Knochen mit dabei haben. Somit natürlich auch Smartphones mit uralten OS und teilweise brisanten Sicherhietslöchern. Somit solltet ihr es euch zwei Mal überlegen ob und welches alte Android Smartphone ihr für die Funktion nutzen möchtet.

IP Webcam in der bezahlten Version

IP Webcam
IP Webcam
Entwickler: Pavel Khlebovich
Preis: CHF 3.52

Die App gibt es auch in einer bezahlten Variante. Interessanterweise hat die kein «pro» oder ähnliches im Namen, einzig im Logo seht ihr den Unterschied. Der innere Bereich vom Logo ist nicht grau sondern in einem feinen Blauton gehalten.

Der Unterschied ist eine zusätzliche Taskr Integration sowie die Möglichkeit, die Benutzeroberfläche anzupassen. Taskr ist eine sehr mächtige und praktische Automatisierungssoftware.

Fazit zur IP Webcam App

Die IP Webcam App war vor acht Jahren und ist auch heute noch eine einfache und praktische App. Das Design hat sich über die Jahre geändert (zum Glück) und einige Funktionen sind mit dazu gekommen. Wer temporär etwas beobachten möchte, ein Kind beim schlafen, ein Hund zu Hause oder auch einfach ein Livebild vom eigenen Daheim möchte, der ist mit der App gut bedient.
Wenn ihr die Tipps oben vom Thema zur Sicherheit beachtet und das Smartphone, welches die Kamera spielt, direkt an die Steckdose hängt (oder mit einem Akku-Paket verbindet) könnt ihr die Kamera auch über einen längeren Zeitraum nutzen.

 

Marcel Laser Als großer Technik-Fan begeistern mich Smartphones und Gadgets bereits seit vielen Jahren. Nebenbei spiele ich viel auf nahezu allen Konsolen, am PC und auf dem Smartphone. Abseits der Technik beschäftige ich mich mit Japan, Animes/Mangas und bin leidenschaftlicher Motorradfahrer.

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