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Samsung Gear VR mit Controller

Samsung Gear VR mit Controller

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VR ist das nächste grosse Ding, AR sowieso – solche und sinnverwandte Aussagen erhalten wir mittlerweile seit Jahren aus der Unterhaltungsindustrie. In Sachen Virtual Reality gibt es drei grosse Anbieter: Oculus, mittlerweile von Facebook gekauft, Valve bzw. Steam und HTC. Oculus bietet seine Technologie seit längerer Zeit auch für andere Hersteller – wie Samsung – an. Wir haben die neue Samsung Gear VR mit Controller ausprobiert.

Samsung Gear VR mit Controller

Für die Entwicklung der eigenen VR-Brille setzt der Hersteller Samsung auf die Expertise von Oculus. Ein Geheimnis ist diese Kooperation nicht, vielmehr nutzt Samsung den Namen auch für die Promotion des Produkts. Die erste Gear VR wurde bereits Ende 2015 für damals USD 100.- veröffentlicht. Viele Vorbesteller des damals aktuellen S6 erhielten die Brille kostenlos.

Für alle die es eventuell verpasst haben: Hier kommt ihr zum Testbericht des Samsung Galaxy S9+.

Über die Jahre hat sich das Produkt kontinuierlich weiterentwickelt, die meisten Änderungen beschränken sich aber auf den Anschluss und die Grösse der Brille an sich. Wer jetzt denkt die Brille wurde kleiner, irrt sich – im Gegenteil: Die Brille wurde deutlich grösser. Das liegt an der Technik. Anders als andere VR-Headsets hat die Gear VR keine eigene Hardware. Display und Rechenleistung kommen von dem damit verbundenen Smartphone. Dieses wird in die Front der Brille gesteckt und via Stecker mit der Brille verbunden. Aufgrund dieser Abhängigkeit ist der Preis deutlich niedriger als bei (eigenständigen) Headsets, auf der anderen Seite ist aber auch die Kompatibilität deutlich beschränkt.


Lieferumfang

  • Gear VR
  • Controller
  • Kopfhalterung
  • Adapter
  • Kopfhörerkabel
  • zwei AA-Batterien
Lieferumfang
Lieferumfang

Das neue Modell unterscheidet sich vor allem im Lieferumfang zu seinen Vorgängern. Erstmals liegt der Brille auch ein eigener Controller bei. Ein richtiger und wichtiger Schritt von Samsung – denn der Controller ist für die Bedienung absolut essentiell.

Insofern ist neben dem Headset und der Bedienungsanleitung auch ein Controller enthalten.


Verarbeitung

Die Verarbeitung des Headsets an sich ist auf einem hohen Niveau. Das Gehäuse besteht aus hartem, dunkelgrauem Plastik, die innere Vorderseite – die auf dem Gesicht aufliegt – ist mit Schaumstoff ausgekleidet. Das Headset wird nur mit einem horizontalen Band am Kopf gehalten. Die vordere Halterung und der Ladeanschluss sind stabil verarbeitet, die Klappe lässt sich einfach öffnen.

Der Controller ist ebenfalls gut verarbeitet, das Touchpad am oberen Teil ist sehr reaktionsfreudig. Ingesamt macht das komplette Paket einen (überraschend) hochwertigen Eindruck.

Leistung

Die Leistung des Headsets zu bestimmen ist eigentlich nicht möglich, da hier das eingesetzte Smartphone zum Tragen kommt. Um also eine faire Bewertung abzugeben, muss ich auch das Smartphone nennen: Wir haben das Headset mit einem Samsung Galaxy S8 ausprobiert. Der kontraststarke QHD-Bildschirm mit einer Auflösung von 2960 x 1440 ist perfekt für die Nutzung in einem VR Headset geeignet, damit liegt das Display in Sachen Auflösung teilweise deutlich über dem, was die Konkurrenz fix verbaut. Nichtsdestotrotz ist auch hier das Pixelraster, vor allem bei langsamen Bildwechseln, immer noch deutlich erkennbar.

Die Brille kommt ohne Stromversorgung aus, sie wird via Anschluss über den Akku des Smartphones versorgt. Dadurch ergibt sich ein nicht unwesentliches Problem: Der Akku des Smartphones wird sehr stark belastet. Lange Spielsessions oder Filme mit Überlänge können ein erhebliches Problem darstellen. Dazu muss auch die starke Hardware des S8 sehr stark rechnen, um die Bilder entsprechend darstellen zu können. Das Smartphone wird spürbar warm – was angesichts der Anbringung direkt vor dem Gesicht auch dem Träger während der Anwendung störend auffallen kann.

Handhabung

Das Smartphone ist schnell in die Brille eingesetzt, das Headset einfach auf dem Kopf angebracht. Obwohl das Headset mit Handy gerne über einen halben Kilo wiegt, sitzt die Brille stabil und dennoch angenehm, das Gewicht sitzt klar auf dem vorderen Teil des Kopfs und wird durch das Band nur unwesentlich verteilt. Im Zweifel gibt es zusätzlich auch ein Band, das über den Kopf gespannt werden kann, in unserem Test wurde dies aber nie benötigt. Brillenträger müssen keine Probleme befürchten. Einerseits kann via Drehrad die Sicht eingestellt werden, andererseits ist das Display weit genug vom Kopf entfernt. So haben auch etwas ausladendere Brillengestelle locker Platz unter dem Headset.

Sobald das Smartphone eine Verbindung erkennt, startet die Oculus App und bietet euch dort diverse Anwendungen und den App Store an. Im Vergleich zum Vorgänger müsst ihr nicht auf fummelige Drehräder auf der Seite der Brille zurückgreifen – die Steuerung erfolgt ausschliesslich über die Fernbedienung. Sie wird via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden und kann auch als Zeigegerät genutzt werden. Insofern kommt das Touchpad nur bei Spielen wirklich zum Einsatz, ansonsten ist mit Hilfe der Zeigefunktion alles gut und vor allem auch intuitiv steuerbar.


App Store

Ein besonders wichtiger Punkt beim Thema VR ist natürlich der Inhalt – und in diesem Sinne auch der App Store. Mit der Gear VR erhaltet ihr Zugriff auf den App Store von Oculus. Einerseits ist dieser wirklich gut für die Bedienung in VR ausgelegt, andererseits ist das Angebot vergleichsweise gross. Ingesamt rund 600 Apps werden angeboten, neben vielen Spielen gibt es auch diverse Medienplayer – so wie seit kurzem beispielsweise auch Plex.


Technische Daten

  • Abmessungen: 207.8 x 122.5 x 98.6 mm
  • Gewicht: 345 Gramm
  • Linsen: 42mm mit 101 ° Sichtfeld
  • Kompatibilität: Verwendung mit Galaxy S6, S7, & Note 5
  • Farbe: schwarz

Fazit

Die Samsung Gear VR bietet einen kostengünstigen Einsteig in das Thema Virtual Reality. Für um die CHF 150.- erhaltet ihr ein gut verarbeitetes, stabiles Headset. Der beiliegende Controller, der auch einzeln erworben werden kann, wertet die Experience deutlich auf. Durch das Konzept – das Smartphone wird in die Brille eingesetzt – ergeben sich aber leider Nachteile im Hinblick auf die Kompatibilität, den Akku-Verbrauch und die Wärmeentwicklung.

In Sachen Anwendungen kann der Nutzer auf das grosse Angebot des Oculus Stores zurückgreifen. So gibt es jede Menge Spiele und Medienanwendungen, die in der virtuellen Realität genossen werden können.

 

Jan Gruber Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler - Unser Geek aus Wien

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