Apple – Wo ist -Bildquelle Apple.com

«Wo ist?» Netzwerk – Was ist das genau?

Die AirTags kennen sicherlich die meisten von euch, liebe Lesenden? Ein relativ neues Gadget in der Apple Welt, welche auf einer Technik aufbauen, die es schon seit vielen Jahren bei Apple gab. Früher hiess es noch «Find My iPhone», welches mit dem Ausbau der Möglichkeiten in «Wo ist?» umgetauft wurde. Doch was steckt da genau dahinter?

Technisch gehe ich hier nicht allzu stark in die Tiefe, ich möchte das so einfach wie möglich erklären.

«Wo ist?» Netzwerk – Was ist das genau?

Über viele, viele Jahre hatte Apple mit «Find My iPhone» einen extrem spannenden und einzigartigen Dienst für seine Nutzerschaft im Hintergrund am Arbeiten. Wer sein iPhone verloren hatte oder wem es geklaut wurde, bekam damit ein sehr praktisches Werkzeug in die Hand, um es wieder aufzufinden. Für die damalige Zeit wegweisend und Apple typisch, es lief einfach im Hintergrund mit und hatte es im Notfall zur Hand.

Mit den Jahren hat dann auch Huawei und Samsung und später auch Google einen eigenen Service dazu aufgebaut.

Mit der Zeit baute Apple den Dienst immer weiter aus und es folgten nach den Macs auch die Kopfhörer aus dem Apple Universum, welche auf der Plattform getrackt wurden. Natürlich funktioniert das auch mit den iPads dieser Welt und der Apple Watch.

Voraussetzung für «Wo ist?»

Die Voraussetzung für die «Wo ist?» Funktion ist einzig, dass das eigene Gerät (iPhone, iPad, Apple Watch und co.) mit der Apple ID verknüpft sind. Das passiert automatisch beim Kauf und Inbetriebnahme des Produktes.

Die Technik hinter «Wo ist?»

In regelmässigen Abständen trackt sich euer Gerät und merkt sich damit, wo es zu welchem Zeitpunkt genau war. Unterwegs macht dies zum Beispiel euer iPhone, welches auch immer gut informiert ist, welches weitere Gadget ihr noch bei euch habt. So sind unter anderem eure Apple AirPods, die beim Musikhören, mit eurem iPhone verbunden und kann somit gleich mitgespeichert werden.

Der ganze Vorgang passiert natürlich direkt auf eurem Gerät und die gespeicherten Daten, welche an die iCloud übermittelt werden, passieren das Internet natürlich erst, wenn sie verschlüsselt wurden.

Wenn euch jetzt ein Gerät abhandenkommt (nehmen wir zum Beispiel hier in AirTag), gibt dieses in regelmässigen Abständen immer noch seinen Standort weiter. Ist es kein Gerät, welches über eine eigene SIM oder eSIM verfügt und somit nicht eigenständig ins Nezt kann, sucht es sich andere Apple Geräte.

Kommt ein andere Apple-Nutzer an eurem Gerät vorbei, gibt euer AirTag die Info mit dem aktuellen Zeitstempel und dem Ort an die iCloud weiter. Da der AirTag euch gehört, werdet ihr dann gleich informiert, wenn dem so ist und ihr könnt entsprechend reagieren.

Spannend ist die Technik auch, dass umso mehr Geräte mit «Wo ist?» auf dem Markt sind, umso genauer wird das Ganze. Damit setzt Apple auch ein paralleles Netzwerk, neben dem Mobilfunk und Internet auf. Ähnliche dem LoRa-Netzwerk oder Thread für Smart Home / IoT-Produkten.

Das «Wo ist?» Netzwerk

Ein Netzwerk ist nur so gut wie seine Nutzenden und wird natürlich bei einer grösseren Anzahl an Nutzenden immer wie interessanter. Umso mehr Apple Nutzer an deinem Gerät vorbeigehen umso höher ist die Chance, dass du es schnell wieder findest.

Da wir, das grosse Glück haben, in einem Land zu leben, dass einen sehr hohen Apple-Anteil hat (dieser schwankt je nach Erhebung über oder unter 50 Prozent) ist die Chance natürlich besonders hoch.

So nutzte ich meine Tile-Tags (in meinem Momentum 3 Kopfhörer und ähnlichen Produkten) nie wirklich, da ich hier in meiner ländlichen Umgebung kaum andere Nutzer hatte.

Die Chance, dass jemand mit einem iPhone, iPad, einem Mac oder ähnlichen Apple Geräten vorbeiläuft ist hier bei uns sehr hoch. Das macht das Apple «Wo ist?»-Netzwerk auch so spannend.

«Wo ist?» geöffnet für Drittanbieter

Ein interessanter Move war sicherlich auch die Öffnung des Netzwerkes für Drittanbieter. Mit dem Launch der AirTags hat Apple auch gleich bekannt gegeben, das Netzwerk von «Wo ist?» für Drittanbieter freizugeben.

Das hat Apple zum einen sicherlich gemacht, um zukünftigen Klagen von Anbietern wie Tile und Co. den Wind aus den Segeln zu nehmen. Genauso aber mit dem Hintergedanken, des grösseren Netzwerkes. Apple hat, mit dem AirTag genau ein Produkt auf dem Markt, mit der Öffnung des Netzwerkes können, aber alle Hersteller, die möchten eine solche Komponente in ihren Produkten verbauen.

Ich denke hier an Zubehör-Hersteller, Kopfhörer Anbieter, Rucksack Hersteller und weitere Kategorien.

Jedes dieser Produkte trägt dazu bei, dass sich das Netzwerk vergrössert und somit Erfolgschancen deutlich steigern.

Wo werden die Daten gespeichert?

Ein AirTag und entsprechend andere Gadgets, die die «Wo ist?» Technologie in sich vereinen, nutzt NFC, fürs Koppeln, und kommuniziert über Bluetooth mit anderen Geräten.

Die Informationen, der verwendeten Apple-ID und Ähnliches wird in verschlüsselter Form hinterlegt und in der iCloud abgeglichen. Womit dann auch der/die Besitzer/in informiert wird, wenn ein verloren gemeldetes Gerät gefunden wurde.

Fazit zum «Wo ist?» Netzwerk

Der Dienst «Wo ist?» läuft auf all meinen Apple Geräten im Hintergrund und ohne mein Zutun. Das schätze ich sehr und möchte ich auf keinen Fall vermissen.

Wir benötigen den Dienst auch sehr regelmässig, zum Beispiel, wenn wir aus dem Haus gehen und meine Frau ihr iPhone nicht findet. Schnell, das iPhone antippen und den Ton auslösen und schon piepst, das sonnst auf Stumm geschaltete Smartphone munter vor sich hin.

Vor vielen Jahren hat meine Frau auf dem Weg in den Urlaub ihr iPhone im Flugzeug verloren, dank «Wo ist?» konnten wir dann der Fluggesellschaft mitteilen, wo es ist und sie hat es zwei Tage später wieder erhalten.

Ich möchte den Dienst auf jeden Fall, wie schon erwähnt, nicht mehr vermissen.


AirTag

Der AirTag ist ein kleines und sehr praktisches Apple-Gadget. In etwa so gross wie ein CHF 2.- Stück und doppelt so dickt, wie eine CR2032 Knopfzellenbatterie. Diesen bekommt ihr, aktuell zumindest, nur in der Farbe Weiss, und auf Wunsch auch mit einem Emoji versehen.

Zu kaufen gibt es diese für CHF 35.- einzeln oder für CHF 119.- in einem vierer-Pack. Die Emoji-Gravur ist kostenlos. Natürlich findet ihr hierfür auch eine grosse Anzahl an Zubehör-Produkten in allen möglichen Preisklassen.

Wofür benötigt ihr einen AirTag?

Einen AirTag ist von sich aus ein sehr undankbares Gadget, zumindest, solange wie du es nicht benötigst. Solange du keine Tasche verlierst, kein Koffer gestohlen wird, in dem du einen AirTag verstaut hast, wirst du diesen einfach vergessen.

Das ist aber auch gut so, es ist wie bei «Wo ist?» auf dem iPhone, dem iPad oder am Mac. Solange es du nicht benötigst, funktioniert das einfach.

Mit dem AirTag könnt ihr euren Rucksack zum Wandern, den Everyday Bag mit all euren Gadgets, den Ferienkoffer, euer Auto oder auch andere, wichtige Produkte absichern. Drüben im lebesmart.ch Blog habe ich euch eine Anleitung fürs E-Bike / Fahrrad mit einem AirTag versehen.

Bildquelle – Headerbild: Apple.com

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