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Suunto Spartan Wrist HR

Suunto Spartan Wrist HR

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Mit der Spartan Wrist HR von Suunto und dem integrierten Pulsmessung schlisset der Finnische Hersteller endlich wieder auf zu den anderen üblichen Verdächtigen auf dem Markt. Vor einigen Jahren hatte ich eine Suunto 2 im Test und hab diese auch gerne genutzt. Bis auf das kleine Details vom zusätzlichen Brustgurt was mich jedesmal stark nervte. Deshalb bin ich dann bei meiner Nutzung auf die Produkte aus dem Hause TomTom ausgewichen.
Doch nun liefert Suunto eine neue Ausgabe der beliebten GPS Trainingsuhr aus und deshalb wollte ich mir die etwas genauer anschauen.

Suunto Spartan Wrist HR

Erhältlich ist die Uhr in verschiedenen Farben, glaub, rosa und eine in schwarz. Für das letztere habe ich mich entschieden, vor allem da ich (und mein Sportler-Freund) die Uhr nicht nur für den Sport Eingesetz haben. Da ist natürlich ein dezentes Schwarz schon am passendsten. Doch mit den Farben ist noch nicht Schluss, die Spartan Familie umfasst insgesamt drei Produktlinien sowie in jeder dieser noch Untermodelle. Hier müsst ihr euch schon genau einlesen, welche der Modelle die passendste für euch ist. Nur die Wrist HR Modelle verfügen auch über einen Herzfrequenzmesser.

Wichtig hier im Vergleich ist natürlich, dass es sich bei der Suunto um eine Professionelles Wearable für Sportler handelt, die etwas mehr aus den Daten auslesen möchten. Deshalb ist ein Vergleich mit einer Apple Watch, einer Fitbit oder ähnlichem natürlich nicht ganz angebracht und/oder sollte dann auch richtig in den Kontext gezogen werden. Ich hoffe ich schaffe den Spagat hier in meinem Testbericht.


Lieferumfang

  • Suunot Smartwatch
  • Ladekabel
  • Bedienungsanleitung
Lieferumfang
Lieferumfang

Verarbeitung

Einmal ausgepackt gehört die Uhr gleich mal über das mitgelieferte USB-Kabel direkt an eine Stromquelle verbunden. Wenn ihr gleich Zeit habt, hängt ihr sie am Besten direkt an einen PC oder Mac. Von da aus könnt ihr euch auch gleich die dazu passende Software von der Hersteller Webseite laden. Die dazu gehörige URL findet ihr in der Kurzbeschreibung. Auf der Webseite findet ihr dann möglich Softwaren vor aus der ihr die für euch passende auswählen könnt. Hier wäre natürlich schöner, wenn alles in einer App abgedeckt wäre, doch mit der Unterteilung kann man natürlich Gewicht sparen.

Die Verpackung selber ist schön und schlicht gehalten. Alles in schwarz, passend zu meiner Spartan. Die Uhr selber ist, wie es sich für ein Wearable mit GPS Integration und genügend Akku Power gehört auch wuchtig. Wuchtig heisst aber nicht gleich störend. Optisch spricht sie mich an, das flache Glas was dann gleich in die abgeschrägte Umrandung übergeht wird einzig von den vier «Erkern» unterbrochen. Diese sind jeweils auf der Position 12, 3, 6 und 9 angesiedelt.
Das Armband ist fest verbaut und ist aus weichem, leicht matten Silikon gefertigt. Die Art von Silikon, die ich nicht wirklich mag, da sie jeden noch so kleinen Staubpartikel an sich nehmen. Fürs Sport machen ist Silikon natürlich praktisch da, andere Materialien durch das Schwitzen natürlich leiden würden. Bei einem Wearable in dem Preissegment (UVP CHF 499.-) würde ich mir einfach ein bisschen ein «besseres» Silikon wünschen. Das Band wirkt irgendwie ein bisschen «billig» und wird somit der sonnst tollen Uhr gerecht.

Wenn die Uhr dann mit Storm versorgt ist, nehmt ihr euch am besten mal die Einstellungen vor. Zum einen könnt ihr kleines, grundlegendes wie die Sprache in der App auf dem Rechner vornehmen. Umfangreicher wird es aber dann auf der Smartwatch selber.

Bedienung

Damit ihr die Einstellungen der Uhr vornehmen könnt, müsst ihr euch zuerst einmal mit den Bedien-Elementen vertraut machen. Dazu habt ihr grundlegend zwei verschiedene Möglichkeiten. Begonnen mit den drei grosszügigen Knöpfen auf der rechten Seite oder aber über das Touch-Display. Nach unten gewischt findet ihr die Aktivität, TrainingErholung und nach oben das Training, Navigation, Logbuch, Stoppuhr und die Einstellungen.
Das navigieren via Touch fällt mir doch deutlich einfacher, vor allem, da ich das zurück gehen über die Knöpfe nur möglich ist, indem man jeweils wieder ganz nach oben im Menü geht. Per «von links nach rechts wischen» funktioniert das ganze viel schneller und auch intuitiver.

Wenn es dann endlich auf den Weg zum Fitness geht und ihr eine Sportart tracken möchtet, habt ihr eine grosse Auswahl zur verfügung. Insgesamt habt ihr

Die Technik

Bei den verbauten Sensoren ist vor allem derjenige, der zu der Pulsmessung führt das interessanteste. Hierbei setzt Suunto auf den biometrischen PerformTek von Valencell. Verbaut ist er, wie üblich bei Smartwatches an der Unterseite der Uhr. Die LED-Sensoren messen mithilfe des Lichtes das Volumen des Blutflusses in euren Arterien.
Wer die Uhr einmal über der Kleidung tragen müsst, könnt ihr sie dennoch mit einem optionalen Brustgurt via Bluetooth verbinden. Somit seid ihr generell frei, heisst beim Sport könnt ihr auf die Genauigkeit vom Brustgurt setzten – sofern das für euer Training von Nöten ist. Und im täglichen gebrauch sonnst den integrierten nutzten.

Sofern ihr für euren Sport und euer Training ein sehr genaues Resultat haben möchtet, dann solltet ihr nach wie vor auf den Brustgurt setzten. Da werdet ihr nicht drum herum kommen.

Die Ortung passiert über GPS und GLONASS. Diese funktioniert schnell, zumindest hätte ich keine merklichen Verzögerung beim Start einer Trainingseinheit bemerkt. Dennoch habe ich das Gefühl dass die TomTom Wearables die ich bis anhin nutzte dennoch einen ticken schneller sind.

Navigation

Doch mit der Suunto Spartan könnt ihr nicht nur eure Verläufe tracken, ihr könnt sie auch als ein kleines Navigationsgerät nutzen. Dabei könnt ihr bi sau 15 Routen «abspeichern» und aufrufen. Dies geht am einfachsten sicherlich direkt in der Smartphone App und übertrag diese dann an die Uhr.
Sehr praktisch ist natürlich auch das abspeichern des aktuellen Standorts als ein POI. So findet ihr auch euer Auto nach der Wanderung/dem Training wieder.

Akku

Bei der Haltbarkeit vom Akku ists natürlich immer eine Frage der Nutzung. Wenn ihr intensiven Sport betreibt und alles per GPS mit tracken lässt, dann ist die Zeit natürlich kürzer als wenn ihr nur eure Schritte zählen lassen. Für das zweite ist dann aber natürlich die Anschaffung nicht ganz passend. Doch kommen wir zurück zu den Werten. Bei voller GPS Nutzung gibt der Hersteller 8 Stunden an. Ich selber bin nicht auf so viel Sport an einem Stück gekommen, aber mein lieber Kollege dem ich es ausgeliehen hab, der ist nah an den Wert gekommen. Hier könnt ihr aber auch nochmals ein, zwei stunden sparen wenn ihr etwas mit den Einstellungen spielt. Die GPS-Ortungsfrequenz könnt ihr von sekündlich auf alle 10 Sekunden stellen und schon seid ihr mit ein bis zwei Stunden mehr Akku dabei. Zusätzlich könnt ihr noch einen Energiesparmodus auswählen und da auch nochmals ein bis zwei Stunden oben drauf bekommen. Ihr seht also, genau lässt sich das ganze nicht definieren und je nach Sportart und deren Dauer könnt ihr hier etwas rum experimentieren.
Ganz das Gegenteil ist, wenn ihr die Smartwatch als eigentliche Uhr verwendet. Dann kommt ihr auf ganze 10 Tage Leistung.

Was mir nicht ganz so gefällt ist, dass Suunto wie ein jeder andere Hersteller von Smartwatches/Fitness-Wearables seinen eigenen Lade-Conector baut.


Technische Details

  • Grösse: 50 x 50 x 13.8 mm
  • Gewicht: 74 g
  • Display: 320 x 300 Pixel
  • GPS: GPS, GLONASS, A-GPS, SiRF starV
  • Material: Lünette aus Edelstahl – Armand aus Silikon
  • Wasserdicht: bis zu 100 m
  • Akku Laufzeit: 8 bis zu 40 Stunden
  • Armband: Austauschbar

Fazit

Über die Optik der Uhr lässt sich streiten. Das ist wie immer Geschmacksache. Im schwarzen Modell fällt es meiner Meinung nach nicht so auf, bei der blauen und rosa farbenen (auf der Webseite gibt es auch ein weisses Modell) dann schon eher. Hier schaut das ganze von unten betrachtet schon ein wenig unschöner aus. Doch sind wir mal ehrlich von da aus schaut man sich die Uhr in den seltensten Fällen an, denn diese gehört an das Handgelenk. So lange sie nicht geladen werden muss.
Die Sportuhr besticht durch das schöne und grosse farbige Display. Die ganzen eingebauten Features wie die Unterstützung von bis zu 80 verschiedenen Sportarten, dem Triathlon- und Multisport-Modus und der Möglichkeit auch Intervall-Trainigs zu absolvieren gefallen mir genauso gut wie das automatische erkennen von runden im Schwimmbad.

Weitere Apps könnt ihr nicht auf die Uhr laden. Die Uhr ist mit einem eigenen Betriebssystem ausgestattet und kann somit keine Android Wear oder ähnliche Apps nutzen. Heisst, das Wearable macht genau das was es soll. Es begleitet euch beim Sport und das ohne jeglichen Schnick-Schnack.
Dafür gibt es in gewissen abständen Firmware Updates vom Hersteller selber. Darüber werden neue Kleinigkeiten hinzugefügt und vor allem auch vorhandene Bugs ge-fixt.

Zu kaufen gibt es die sportliche Uhr bei Brack und für unsere deutschen/österreichischen Leser bei Amazon.

 

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Martin @pokipsie Rechsteiner

Familienvater, Gadget-verrückter/süchtiger, Podcaster, Blogger, Youtuber. Liebt LEGO, Cloud, Coaching

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