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Huawei Watch Fit im Test – Nach vier Monaten im Einsatz

Huawei Watch Fit im Test – Nach vier Monaten im Einsatz

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Als ich die Watch Fit von Huawei das erste Mal gesehen hab, dachte ich wer das wohl verbrochen hat. Das ist nicht böse gemeint, von Huawei bin ich mir die chic'en Smartwatches mit dem runden Display gewohnt.
Zusammen mit den Huawei FreeBuds Pro habe ich, das P30 Pro NEW Edition sowie die Huawei Watch Fit zum ausgiebigen Ausprobieren erhalten.

Nach vier Monaten im Einsatz

KategorieHerstellerFirmware Version
SmartwatchHuawei1.0.2.10

Nun möchte ich euch, nach etwas mehr als vier Monaten im fleissigen Test mein Urteil zu der Wearable-Smartwatch Kreuzung niederschreiben.
Rund um die Weihnachten scheinen sich die Huawei Watch FIT Armbänder wohl sehr gut verkauft zu haben. So hat mein Video dazu, unten eingebunden, innert wenigen Tagen nochmals 2'000 zusätzliche Views bekommen.


Lieferumfang

  • Huawei Watch FIT
  • Stromkabel
  • Bedienungsanleitung
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verpackung

Die Verpackung ist Huawei typisch sehr einfach gehalten. Vorne seht ihr gleich das Wearable abgebildet mit seinem eigensinnigen Design und dem dazu passenden Watchface.

Auch seht ihr gleich unterhalb der Gadget-Bezeichnung, dass es sich um einen animierten Fitness-Coach handelt, welcher mit einer lang anhaltenden Batterie ausgestattet ist und über ein 1.64″ AMOLED Display verfügt.

Die Verpackungsvorderseite
Die Verpackungsvorderseite

Auf der Rückseite verrät euch der chinesische Hersteller noch ein paar Details zu der Watch FIT und wofür die Watch Fit gedacht ist. Hier wird natürlich nochmals auf die langlebige Batterie hingewiesen. Insgesamt findet ihr 12 animierte Fitness-Kurse, 96 Workout Varianten und ein GPS-Sensor ist direkt in der Uhr verbaut. Das heisst, ihr könnt auch unabhängig von eurem Smartphone die GPS-Daten erfassen. So verspricht es zumindest Huawei, wie genau, dass dies funktioniert, beschreibe ich euch etwas weiter unten noch.

Schön zu wissen ist natürlich auch, dass die Watch FIT wasserdicht ist, bis zu 5 Bar. Dies sind ca. 40 Meter Wasser zwischen der Uhr und dem Wasserspiegel. Das heisst, ihr könnt damit ohne Probleme unter die Dusche und eure Pools damit.

Die Verpackungsrückseite
Die Verpackungsrückseite

Im Inneren der Verpackung findet ihr das Wearable selber prominent in der Mitte eingelassen. Darunter, links und rechts sind zum einen die Bedienungsanleitungen und das Stromkabel verpackt. Besonders auf das Stromkabel solltet ihr gut Acht geben, denn es ist eine Spezialanfertigung. Heisst, wenn ihr das nicht dabei habt, dann wird's eher schwierig, euere Watch FIT aufzuladen. Dies ist leider bei den ganzen Wearables und Smartwatches ein generelles Problem.

Der grosse Vorteil bei der HUAWEI Watch FIT, der integrierte Akku hält lange an. Somit könnt ihr auch mal drei, vier Tage ohne Problem, sogar mit einem nur zu 60 Prozent geladenen Wearable aus dem Haus gehen. Das hat mir schon bei der Watch GT 2 so gut gefallen.

Verarbeitung

Wie in meinem Unboxing und Konfigurationsvideo gesagt hab, die Uhr wirkt auf den ersten Blick sehr klein. Auch wirkt sie klobig (durch das längliche Design). Das Wearable macht auf den ersten Augenblick auch einen recht einfachen, um nicht gleich billigen, Eindruck zu sagen.

Dies natürlich immer im direkten Vergleich mit einer (vom Material her) wertigeren Apple Watch, aber auch im Vergleich zu den grossen Smartwatches von Huawei, welche wirklich sehr gut verarbeitet sind. Hier muss man aber natürlich auch den Widerstand im Portemonnaie mit einberechnen. Beginnen die grossen Uhren meist über CHF 250.- startet die HUAWEI Watch Fit schon bei knapp CHF 100.-.

Seitliche Ansicht des Wearables
Seitliche Ansicht des Wearables

Nach meinen ganzen vier Monaten kann ich bei der Verarbeitungsqualität nichts Negatives berichten. Auch das anfänglich sehr schlicht wirkende Armband ist im Dauereinsatz nicht negativ aufgefallen. Dennoch hätte ich, vor allem im Herbst, oder jetzt im Winter gerne ein Lederarmband dran gehabt.

Im Video dazu könnt ihr sehen, dass dies nicht ganz einfach ist und somit wird's auch schwieriger hierfür eine grössere Auswahl an möglichen Armbändern zu finden. Hier würde ich mir wünschen, dass Huawei in der nächsten Version ein Standardmässigen Armbandanschluss bringen wird. Ansonsten gibts nichts zu meckern, das Armband ist einfach, liegt aber gut an am Arm.

Display

Beim Display setzt Huawei auf ein AMOLED Screen. Dieser ist 1.54″ gross und länglich in seiner Form. Somit ist klar, ihr bekommt hier keine typischen, runden Zifferblätter angeboten. Die vorhandenen von Huawei gestalteten Watchfaces sind alle für das längliche Display optimiert.

Die Huawei Watch FIT
Die Huawei Watch FIT

Was ich aber gleich gewechselt habe ist das Standard-Display, welches Huawei auch auf der Verpackung prominent bewirbt. Klar, es fällt auf und es zieht auch Aufmerksamkeit auf sich. Doch für mich fehlen da einfach wichtige Informationen, welche ich auf einen Blick haben möchte. Vor allem, da in der Nacht ein leichtes anheben von der Hand nicht gleich zum Aktivieren des Displays führt. In der Nacht brauch ich immer die zweite Hand um das Display mit Hilfe vom Knopf zu aktivieren.

Der einzige Bedienungsknopf
Der einzige Bedienungsknopf

Durch den Tag sind die Handbewegungen grösser und somit aktiviert sich das Display auch von selbst.

Die Bedienung und die Fitnessfunktion

Wie schon bei ihren anderen Smartwatches setzt auch hier Huawei nicht auf Android Wear. Da Trump aktuell noch immer seine Macht gegen das Unternehmen stellt, ist dies natürlich ein Vorteil, somit kann der Hersteller nach wie vor seine Smartwatches vertreiben überall, wo sie möchten. Vor allem, da sie auch ohne Probleme mit anderen Smartphones zurechtkommen.
Mittlerweile gibt es auch eine App für iOS und somit ist auch da die Kompatibilität gewährleistet.

Ein paar shortcuts
Ein paar shortcuts

Wenn ihr von oben nach unten wischt, bekommt ihr ein paar Kurzbefehle angezeigt. Dazu gehören:

  • Den Nicht störten Modus
  • Always-On-Modus aktivieren
  • Ihr könnt euer Smartphone suchen lassen
  • Wecker aktivieren
  • In die Einstellungen wechseln

Wenn ihr aber von unten nach oben, in das Display hinein wischt, landet ihr in den Benachrichtigungen.

Nach links oder rechts wischen und ich wechselt zwischen den einzelnen Modis. Das ist zum einen die aktuellen Fitness-Daten, ein Musikplayer, das aktuelle Wetter, der Stress-Pegel, und die Herzfrequenz Messungen.

Über die Einstellungen könnt ihr das Display (die Watchfaces) anpassen. Dazu kommt der nicht stören, und die Trainings Einstellungen. Natürlich lässt sich das Wearable auch ausschalten oder Neustarten oder zurücksetzten.

Auf der rechten Seite findet ihr den einzigen Knopf. Ein Druck darauf und kommt in das Menü:

  • Training
  • Trainingsdatensätze
  • Trainingsstatus
  • Herzfrequenz
  • SpO2
  • Aktivitätsaufzeichnungen
  • Schlaf
  • Stress
  • Atemübungen
  • Musik
  • Benachrichtigen
  • Wetter
  • Stoppuhr
  • Timer
  • Wecker
  • Taschenlampe
  • Telefonsuchen
  • Einstellungen

Beim Training findet ihr eine Auflistung von verschiedenen Sportarten. Hier sind aber nur die Grundsportarten hinterlegt. Ganz unten könnt ihr weitere, wie Krafttraining, Spinning, Yoga, Boxen und so weiter hinzufügen. Neben den normalen Sportarten, gibt es auch verschiedenste Fun-Aktivitäten, zu denen neben Tanzen auch Angeln zählt.

Das Menü
Das Menü

Bei der Herzfrequenz Messung muss ich – auch hier vor allem wieder im direkten Vergleich mit den grösseren Smartwatches von Huawei und anderen Herstellern – sagen, dass die ermittelten Werte nicht ganz so akkurat sind. Hier geht es aber auch wiederum nicht um eine exakte Wissenschaft, somit sind die Werte ein guter Ansatz für eure Trainingseinheiten.

Die Verbauten Sensoren
Die Verbauten Sensoren

Somit komm ich dann auch schon zu den «Kursen». Im Trainingsmenü findet ihr neben normalen gehen und den oben genannten Sportarten auch sogenannte animierte Fitness Coaches die dich durch eure Aufgaben führen. Neben diversen Fitnesskursen gibt es auch spezielle Laufkurse. Da muss ich, als noch nicht Sportler sagen, die haben es teilweise doch recht in sich. Aber es sollen ja auch Herausforderungen sein und keine Spaziergänge.

Akku

Das Huawei eigene Betriebssystem, in Kombination mit dem stromsparenden ARM-SoC bringt eine lange Akku-Lebensdauer mit sich. Ich kann euch nicht mal sagen, ob es sieben, acht oder gar 10 Tage sind. Das interessiert mich auch nicht, denn ein solcher Wert ist bei einem jeden Nutzer total unterschiedlich. Je mehr Sport ihr macht, je mehr ihr den integrierten GPS-Chip nutzt, umso mehr Akku braucht das Gerät. Sollte logisch klingen?

Das proprietäre Ladekabel
Das proprietäre Ladekabel

Ich für mich hab das Kabel im Büro deponiert und wenn ich sehe, dass der Akku gegen die 20 Prozent heruntergeht, docke ich das Wearable an das Kabel an. Im Schnitt passiert das so alle ein, bis eineinhalb Wochen. Anhand von dem Wert könnt ihr sicherlich erahnen, ich mache nicht so lange und intensiv Sport, als dass der Akku stark durch das GPS-Signal leiden würde.

Das integrierte GPS-Signal

Somit sind wir auch gleich beim GPS-Signal. Die ersten Wearables waren noch angewiesen auf das GPS-Signal von eurem Smartphone. Mittlerweile verfügen fast alle Wearables und Smartwatches, die etwas auf sich halten, über integrierte GPS-Tracker. Die Ergebnisse, welche sie ermitteln ist natürlich wie überall unterschiedlich.

Ihr könnt euch auch sicherlich vorstellen, dass ein GPS-Tracker in einem CHF 100.- Gadget einfacher daher kommt als einer, welcher das mehrfache kostet.

Das integrierte GPS-Signal
Das integrierte GPS-SignalLiebe SwissLiebe Swiss

Ich starte die Trainings jeweils schon beim Verlassen vom Haus / Büro. Hier kommt der GPS-Chip, in der Huawei Watch FIT, schon manchmal ins Straucheln und sucht über viele Sekunden nach dem Signal.
Sobald ich das ausserhalb von einem Haus tue, ist das kein Problem da wird das Signal schnell gefunden und das tracken kann auch gleich beginnen. Lustig wird es aber, wenn ich das Training mal verpass zu deaktivieren. Wenn das Wearable dann im Haus das Signal misst, dann kommen lustige Routen zusammen (siehe Screenshot oben).

Eigentlich stand in den Herbstferien und auch über Weihnacht Neujahr ein Besuch bei meinen Eltern an. Da wären wir wandern im Schnee spazieren gegangen. Dabei hätte ich dann auch die GPS-Funktionalität in den Bergen austesten können. Vor allem um zu sehen, wie genau es da funktioniert. Das werde ich aber, nach Möglichkeit sicherlich im kommenden Sommer nachholen, wenn wir dann wieder in die Ferien dürfen.


Technische Details

  • Grösse: 46 x 30 x 10.7 mm
  • Gewicht: 21 g
  • Display: 1.64″ mit einer Diagonale von 41,6 mm
  • Display Art: AMOLED
  • Auflösung: 456 x 280 Pixel bei 326 ppi
  • Material: Kunststoff / Elegant-Edition aus Metall
  • Speicher: 4 GB
  • Bluetooth: 5.0
  • Sensor: Beschleunigungssensor, Gyroskop, Herzsensor und Sauerstoffsättigung-Sensor
  • Wasserdicht: bis zu 40 Meter
  • Farben: Graphit Black, Sakura pink oder Mint Green

Fazit

Dank seinem länglichen Display kann die Huawei Watch FIT – beim richtigen Watchface – deutlich mehr Informationen anzeigen. Das ist einer der Gründe, warum ich eckige Smartwatches mag. Somit hab ich auch das längliche Design der Huawei FIT zu schätzen gelernt.

Natürlich darf man das Wearable nicht mit einer grossen Smartwatch vergleichen. Mit der Watch FIT hat Huawei hier einen guten Spagat, zwischen einem Fitnesstracker und einer Smartwatch geschaffen. Auch, wenn ich mir beim Material eher Metall als Kunststoff gewünscht hätte.

Doch bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis hat hier Huawei ein praktisches und günstiges Wearable auf den Markt gebracht, dass für Gelegenheitssportler und jeden, der sich keine Smartwatch kaufen mag ein tolles Gadget ist.

*Eventuelle Kauf Links können Spuren von Affiliate enthalten.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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