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Samsung Galaxy S9+

Samsung Galaxy S9+

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An der diesjährigen MWC waren von den grossen Namen nicht wirklich viele Vertreten. Mit einem Stand schon, aber ein neues Smartphone hat neben Sony, Wiko nur Samsung vorgestellt (gut, ich weis ein paar kleine Chinesen und NOKIA haben ich jetzt aussen vor gelassen). Das war natürlich ein Glück für die zahlreichen kleineren Hersteller. Doch Samsung hat mit seinem neuen Flaggschiff doch einigen die Show gestohlen.
Zum einen mit dem neuen Feature in der Kamera – ich komme weiter unten drauf zurück – und natürlich auch durch eine fehlende Notch.

Samsung Galaxy S9+

Das erste was ich dachte, als ich das Galaxy S9+ aus der Verpackung genommen hab, war ein WOW. Mit der Materialwahl und dem guten Griff hat Samsung gleich einen Stein im Brett bei mir. Das S9+ fühlt sich extrem wertig und toll an.
Doch beginnen wir wie immer erst mal beim Inhalt vom Smartphone-Karton.


Lieferumfang

  • Samsung Galaxy S9+
  • Strom Adapter
  • USB-C- auf USB-C-Kabel
  • USB-C- auf microUSB-Adapter
  • USB-C- auf USB-A-Adapter
  • Kopfhörer
  • Bedienungsanleitung
  • SIM-Kartentool
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verarbeitung

Bei der Verpackung hat sich im Vergleich zu seinen Vorgängern nicht viel getan. Doch sind wir mal ehrlich, was will man da noch gross anders machen. Hier hatte Huawei in den letzten Jahren fleissig experimentiert ist jetzt aber mittlerweile auch beim Apple-/Samsung-Standtard gelandet. Lässt sich einfach am besten Stapeln und lagern.
Schon die Verpackung macht einen gewohnt guten Eindruck. Ein schwarzer Karton mit einem auffällig, blauem S9+ in glänzender Schrift. Dazu noch die Speichergrösse und der komplette Name «Samsung Galaxy S9+» mehr findet ihr nicht auf der Vorderseite.

Dafür im inneren wie ihr oben anhand des Lieferumfangs sehen könnt doch etwas mehr als bei anderen Herstellern. Zum einen ist da der USB-C- auf microUSB-Adapter. Diesen könnt ihr einsetzen wenn ihr mal kein USB-C-Kabel zur Hand habt. Das kann heute noch passieren, doch in ein, zwei Jahren werden wir auf noch mehr Gerätschaften den neuen Standart vorfinden. Darauf freu ich mich schon sehr. Etwas ungewohnter ist der zusätzlich beigelegte USB-C- auf USB-A-Adapter. Damit könnt ihr zum Beispiel herkömmliche USB-Sticks oder externe Festplatten direkt mit eurem neuen Smartphone verbinden. Für was das praktisch ist, muss ich euch sicherlich nicht sagen.

Hier kann ich euch natürlich wärmstens die von Samsung selber empfehlen. Seit Jahren fahre ich mit der SSD T-Serie sehr gut. Sei es für schnelle Datenübertragung, ein express Backup oder was auch immer. Einfach sicher und zu dem schauen sie auch noch gut aus. Bei der neusten Generation könnt ihr sogar auf den USB-C- auf USB-A-Adapter verzichten, denn da liegt zusätzlich ein USB-C- auf USB-C-Kabel bei. Ein solches könnt ihr natürlich auch für die ersten beiden nach kaufen.

Wir bleiben bei Samsung, kommen aber wieder zurück zum Smartphone selber.

Gewohnt einmal rund ums Smartphone findet ihr auf der rechten Seite den Ein- und Ausschalt-Knopf. Diesen gepaart mit dem Lautstärke-leiser-Button ergibt übrigens einen Screenshot, merkt euch das, ihr werdet ihn sicherlich mal gebrauchen können.
Unten am Smarpthone wird's schon etwas unruhiger. Befindet sich links doch ein rundes loch, gefolgt von einem abgerundeten Rechteck und einem länglichen, auch abgerundeten Schlitz. Zuerst ist das der 3.5 mm Klinkenstecker. Kennt ihr den noch? Darüber haben wir – liebe Kinder – früher Kopfhörer und externe Audio-Wiedergabegeräte angeschlossen. Spass beiseite, bei Samsung gibts noch den Klinkenstecker und das ist für all diejenigen die einen brauchen sicherlich sinnvoll. In der Mitte ist es der USB-C-Port und rechts im schmalen Schlitz versteckt sich der Lautsprecher. Dazwischen ist noch ein feines Loch für das erste Mikrofon.
An der Linken Seite ist der – nein ich schreib darüber nichts – Bixby-Knopf und eine Lautstärke-Wippe.
An der Oberseite ist dann noch der SIM- und microSD-Kartenschaft in einer Kombination und das sekundäre Mikrofon verbaut.

Display

Hier bekommt ihr von Samsung ein 6.2 Zoll grosses, gebogenes Display geboten. Bei der Technik setzt hier Samsung nach wie vor auf OLED und aufgelöst wird der Screen mit 2'960 x 1'440 Pixel bei einer Pixeldichte von 529 ppi. Das ganze ist schon sehr aufregend. Vor allem – wenn man sich mal daran gewöhnt hat – das gebogene Display.

Toller, gebogener Screen
Toller, gebogener Screen

Ich weiss, damals mit dem S6 EDGE hatte ich doch eine deutlich längere Eingewöhnungszeit als jetzt beim S9+. Vor allem wenn man sich an die doch deutlich dünneren Ränder gewähnt hat lernt man das Display zu schätzen.
Wenn man dann auch noch die ganzen Features hinter dem gewölbten Display rum spielt natürlich um so mehr. Doch auch ohne die macht das Display einfach nur spass.

Prozessor

Die Leistung für die tägliche Arbeit entnimmt das S9+ dem Samsung eigenen Exynos 9810 Prozessor. Dazu kommen noch ganze 6 GB RAM. Das ich kein Fan von Benchmarks bin, sollten meine Leser langsam wissen. Denn auch wenn ein Smartphone laut den Werten einen hohen Wert aufweisen, kann es in der alltäglichen Nutzung zu rucklern oder anderen Fehlern führen.
Wie immer bei meinen Smartphone Tests belasse ich das Smarpthone in den ersten drei bis vier Wochen im Zustand wie es der Hersteller mir auferlegt. Heisst ich nutze hier den Samsung eigenen Tochwiz-Launcher. Nach den vier Wochen habe ich dann auf meine geliebten Microsoft Launcher gewechselt. Das positive gleich zuerst, mit beiden Launchern hatte ich keine wirklichen Ruckler feststellen können.

In den letzten Jahren hat auch Samsung stark am eigenen Launcher gearbeitet. Es gibt nicht mehr so viele vor installierte Apps und somit auch ein besseres Nutzererlebnis.

Akku

Auch in Sachen Akku hat sich in den letzten Jahren viel getan. Bei Androiden Smartphones werden ja schon seit Jahren «riesige» Massen an Milliamperestunden verbaut. Mittlerweile mit den neusten Android Version wird da auch deutlich mehr raus geholt. Je nach Hersteller kommt auch noch die KI hervor und hilft euch beim Strom sparen.
Samsung hat dem S9+ ganze 3'500 mAh spendiert. In meinen test über die letzten Woche hat der Akku sehr gut mit gemacht. Natürlich immer unter den richtigen Einstellungen.
Das Ergebnis von knapp etwas über neun Stunden hängt natürlich stark von den verwendeten Apps, Diensten und Hintergrundaktivitäten ab. In meinem Fall hab ich es vor allem fürs unterwegs Fotos machen, diese gleich in die Cloud laden und intensive GPS-Nutzung gebraucht. Hier bin ich richtig happy mit dem Ergebnis, tolle Arbeit Samsung.

Der Akku
Der Akku

Die letzten Wochen war ich doch öfters mit dem SGS9 + unterwegs für mein BahnhofsFoto-Projekt. Dabei habe ich mit dem S9+ die Bilder gemacht und gleich über den Hotspot vom iPhone die Bilder via der App hochgeladen. Zum Navigieren habe ich auch gleich die App genommen und hab somit kräftig GPS-Aktivität erzeugt. Nach meiner längsten Tour 5 1/4 Stunden hatte der Akku noch ganze 17  % Leistung in sich versammelt. Dabei habe ich aber während der Navigation jeweils die Display-Helligkeit stark zurück geschraubt. Auch wenn ich mit dem Ergebnis für die BahnhofsFoto's zufrieden war – daheim ging das Smartphone gleich auf eine Ladestation mit Induktion – bekomm ich hier z.B. beim Huawei P20 Pro doch deutlich mehr Akku bis weit in den zweiten Tag hinein.

Kamera

Einleitend habe ich geschrieben, dass Samsung einigen die Show gestohlen hat an der MWC 2018. Das nicht weil das Galaxy S9 im vergleich zum Vorgänger Modell ein riesiger Fortschritt ist. Vor allem passierte das durch die eingebaute Kamera. Samsung hat als erster Hersteller eine Kamera mit variabler Blende verbaut. Das bedeutet für euch, dass umso kleiner die Blendenzahl ist, ihr mehr Licht auf das Kameramodul bekommt. Im Umkehrschluss gilt natürlich, umso grösser die Blende, umso mehr Hintergrundunschärfe bekommt euer Bild.
Wenn ihr mehr Lichtstärke braucht für ein Foto geht die Blende automatisch auf f1.5 und wenn genügend Licht vorhanden ist, gehts auf f2.4 zurück.

Die beiden Linsen und der Fingerprint
Die beiden Linsen und der Fingerprint

Zum einen eine Dual 12 MP auf der Rückseite und eine 8 MP auf der Vorderseite. Im Jahre 2018 ist ja die Kamera, der Part am Smartphone/Phablet bei dem sich die Hersteller vor allem noch ganz arg bekämpfen. Über viele Jahre war Apple da führend, teilweise um welten. Doch seit etwa zwei, drei Jahren gelingt es Produzenten wie Samsung und in im letzten und vor allem diesen Jahr vor allem Huawei da grosse Schritte zu machen.

Wenn alles klappt werden wir hier im Blog auf die Kamera noch etwas detaillierter eingeben.

Audio

Wenn wir schon gerade beim Thema sind, auch bei den verbauten Speakern hat sich in den letzten Jahren extrem was getan. Auch hier haben die grossen Namen in den letzten Jahren deutlich aufgeholt und verbauen immer besseren Sound. Das ist natürlich auch wichtig, da Smarpthones immer mehr Bereiche übernehmen im alltäglichen Leben. Ich möchte heute zum Beispiel kein Smartphone mehr mein eigen mehr nennen, dass keine Stereo-Speaker verbaut hat. Ein Spruch den ich vor Jahren schon mal gemacht habe und sich immer wieder zeigt, dass der Schritt richtig war.

Das wichtigste für alle 3.5 mm Klinkenstecker-Freunde, Samsung hat auch in diesem Jahr noch am alten Stecker festgehalten. Heisst für euch da draussen, ihr braucht keinen Adapter ein zusetzen wie bei anderen Herstellern üblich. Wenn ihr aber schon einen Bluetooth fähigen Kopfhörer besitzt dann kann euch das egal sein.

Der Sound kann sich definitiv sehen lassen und wird eigentlich nur noch vom iPhone 8 Plus oder iPhone X übertroffen – zumindest von den Geräten die ich hier bis anhin im intensiven Test hatte. Auch bei Telefonanrufe bekommt ihr eine gute Qualität geboten und auch die verbauten Mikrofone tun ihren Dienst wie sie sollten.


Technische Details

  • Grösse: 158.1 x 73.8 x 8.5 mm
  • Gewicht: 189 g
  • Display: 6.2″
  • Auflösung: 2'960 x 1'440 Pixel mit einer Pixeldichte von 529
  • CPU: Octa-core (4×2.7 GHz Mongoose M3 & 4×1.8 GHz Cortex-A55)
  • RAM: 6 GB
  • Speicher: 64 / 128 oder 256 GB
  • Kamera vorne: 8 mp
  • Kamera hinten: Dual 12 mp
  • Akku: 3'500 mAh
  • Betriebssystem: Android 8.0.0

Betriebssystem

Am Betriebssystem hat sich nichts geändert. Wie bei jedem neuen Modell bekommt man auch erst mal das «aktuellste» Android geboten.

Spannend ist sicherlich die «Allways on Display»-Funktion vom SGS 9+. Damit könnt ihr nicht nur die Uhrzeit und das Datum permanent auf dem Display anzeigen sondern auch noch weitere Informationen.
Dazu gehören zum Beispiel neue Anrufe, neue eMails, einen Monatskalender, ein Logo etc..

Etwas unschön ist der Zustand, dass Samsung auch im Jahre 2018 noch viel Software und Funktionen direkt beim Kauf vorinstalliert ausliefert. Was mir aber wiederum gefällt ist dass TouchWiz mittlerweile visuell grosse Fortschritte gemacht hat. Schaut das ganze doch viel übersichtlicher und geordneter aus und die Farben sind nicht mehr ganz so wild wie früher.


Fazit

Das Samsung Galaxy S9+ ist ein tolles Smartphone. Vor allem wenn man – wie ich – von einem S6 EDGE kommt. Da hat sich in den letzten beiden Jahren sehr viel getan, somit einem jeden der einen ähnlich grossen oder noch grösseren Schritt wie ich vor sich hat ist ein Update aufs neue Modell geraten. Da könnt ihr nicht viel falsch machen.
Natürlich, wenn ihr vom letztjährigen Modell her kommt, ist der Schritt in diesem Jahr deutlich geringer.

Alles in allem ist das Samsung Galaxy S9+ aber ein tolles Smarpthone. Mit einem genialen Display- und Ton-Erlebnis. Es ist ein Handschmeichler. Auch wenn so viel und auch noch abgerundetes Glas im Spiel ist, es ist nicht rutschig. Das konnte ich mehrfach bei meinen Wanderungen feststellen. Das egal ob ich, rutschige Finger von der Hitze oder dem Abwaschen im Brunnen/Fluss hatte.

Toller, gebogener Screen
Toller, gebogener Screen

Ach ja, auf der linken Seite findet ihr auch noch einen Bixby Button, den lass ich bewusst mal aus. Das der vor allem weil Bixby aktuell nach wie vor nur in Englisch, Koreanisch und chinesisch zur verfügung steht.

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Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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