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Crosscall TREKKER-X4 Test

Crosscall TREKKER-X4 Test

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Im heutigen Testbericht möchte ich euch das Crosscall TREKKER-X4 etwas näher bringen. Ein Outdoor-Smartphone, das unter anderem durch die etwas aufgebohrter Kamera punkten möchte. Gleich vorneweg, einen direkten Vergleich zu aktuellen Kamera-Smartphone-Top-Modellen werdet ihr hier nicht finden. Der Testbericht ist gänzlich auf die Nische ausgelegt, in der sich das französische Unternehmen, angesiedelt hat.

Outdoor Smartphone mit viel Zubehör

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Android Smartphone Crosscall 9

Was mir, neben den europäischen Wurzeln, vor allem gefallen hat, ist das umfangreiche Zubehör-Sortiment, welches Crosscall mit seinen Smartphones ausliefert und die sie zusätzlich noch im Angebot haben.

Wer hier im Blog schon ein paar Jahre mit liest, weiss, ich bin kein wirklicher Fan von Selfiesticks. Das liegt unter anderem aber vor allem auch daran, dass diese meist günstig und sehr anfällig sind. Crosscall hat selber ein Selfie Stick im Angebot und dieser ist wirklich toll verarbeitet und funktioniert mit dem X-LINK Standard auch perfekt zusammen.


Lieferumfang

  • TREKKER-X4
  • Strom-Adapter
  • USB-A- auf USB-C-Kabel
  • SIM-Karten-Tool
  • Kopfhörer
  • X-Blocker
  • Crosscall-Band zum Umhängen
  • Bedienungsanleitung
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verpackung

Die Verpackung des TREKKER-X4 ist ein richtig wuchtiges Stück an stabilen, schwarzen Karton. Daran erkennt man gleich, den grösseren Umfang, vom Smartphone selber und man könnte auch gleich den Zubehör-Umfang erahnen.

Chic umgesetzt ist auch, die Art und Weise, wie, dass ihr die Schachtel öffnet. Diese wird nämlich leicht schräg angehoben und aufgeklappt. Damit kommt dann auch gleich das Smartphone hervor und ihr könnt gleich einen Blick auf dieses erhaschen.

 

Des Weiteren findet ihr in dem Verpackungsumfang, neben dem Smartphone selber, dem Strom Adapter und dem Kabel natürlich auch ein SIM-Karten-Tool. Auch bekommt ihr einen Kabelgebundenen In-Ear-Kopfhörer mit ausgeliefert.

Wer dann noch etwas weiter gräbt, in der Verpackung, findet noch einen X-Blocker, was genau dieses kleine, stabile Stück Kunststoff kann, dazu komm ich etwas weiter unten nochmals zu sprechen.

Verarbeitung

Das 5.5″ Smartphone ist ein wuchtiges Gerät, das muss es aber auch sein, denn ihr möchtet euer Outdoor-Smartphone auch gut geschützt wissen. 162,6 x 82 x 12,85 mm sind die Äusseren-Masse des Boliden.

Natürlich ist das Smartphone auch geschützt vor Staub und Wasser. Das TREKKER-X4 ist IP68 zertifiziert, was das beduetet könnt ihr hier nachlesen. Doch dem setzt Crosscall noch einen obendrauf. Das Smartphone ist auch dem MIL STD 810G unterlegen und kann somit aus einer Höhe von bis zu zwei Meter auf einen Steinboden fallen, ohne, dass ihr euch Gedanken darüber machen müsst.
Dies schlägt sich natürlich auch beim Gewicht nieder. Bringt es ganze 254 g auf die Waage. Die zusätzliche Stärke der Aussenhülle wird mit einer Glasfaserverstärkung und dem Einsatz von Metall gewonnen.

Der Fingerabdrucksensor
Der Fingerabdrucksensor

Nicht nur Staub und Wasser, das Smartphone hält es bei extremen Temperaturen aus. So ist die Angabe vom französischen Hersteller in einem Range von – 25 Grad bis zu + 50 Grad angesiedelt. Im letzten Jahr, bei der Präsentation des ersten Crosscall Tablets, dem Core-T4 zeigten sie dieses im inneren von einem Eisklotz.

Wenn wir uns das Smartphone etwas genauer anschauen, dann fallen gleich zwei Punkte auf. Zum einen findet ihr seitlich auf der rechten Seite einen Finger-Abdrucksensor, für das schnelle und bequeme einloggen in euer Smartphone und gleich darunter ist ein dedizierter Kamera-Auslöse-Knopf angebracht. Dieser ist leicht schroffiert, sodass ihr ihn auch besser lokalisieren könnt.
Solltet ihr keinen separaten Kamera-Knopf benötigen? Crosscall erlaubt es euch, diesen mit einer anderen Funktion zu hinterlegen.

Der dedizierte Kamera-Knopf
Der dedizierte Kamera-Knopf

Oben und unten findet ihr jeweils eine kleine, mit einer Schraube versehene Gummilasche angebracht. Oben befindet sich der 3.5 mm Klinkenstecker und unten der USB-C-Port wieder. Diese beiden Ports werden damit von Staub, Wasser und anderen Unannehmlichkeiten geschützt.

An der Linken Seite sind noch zwei weitere Elemente verbaut. Zum einen die beiden Lautstärke-Knöpfe und dann noch der kombiniert SIM-/SD-Karten-Slot. Wenn ihr den zusätzlichen Speicher nicht benötigt, könnt ihr auch eine zweite SIM-Karte einbauen.

Der Dual-SIM/SD-KartenSlot
Der Dual-SIM/SD-KartenSlot

Rückseitig findet ihr die auffällige Kamera-Linse (dazu komm ich aber etwas weiter unten noch detaillierter zu sprechen) und zwei Lautsprecher-Ausgänge.
Neben der Kamera-Linse fallen einem aber auch gleich noch die drei silbernen Ringe und der mittlere-Punkt auf. Auch dazu komm ich etwas weiter unten noch zu sprechen. Dieser Zugang hört übrigens auf den Namen X-LINK.

Auf beiden Seiten findet ihr zwei leichte Erhöhungen, fast über die komplette Höhe. Diese sind fein gelöchert und fühlen sich dadurch leicht griffiger an. Das ist ein nettes Detail, dass einem vor allem bei feuchten/nassen Händen in der Bedienung sehr positiv auffällt.

Display

Das 5.5″ grosse IPS-LC-Display wird mit einer Full-HD-Auflösung (1'920 x 1'080 Pixel) ausgegeben und hat eine Pixeldichte von 400 ppi. Darüber hat Crosscall ein, aus der fünften Generation stammendes Gorilla Glass gepackt.

Dieses findet ihr dezent vertieft, einen knappen Millimeter nach innen versetzt, sodass ihr beim flach auf das Display legen nicht gleich Angst um euer Smartphone haben müsst.

Die Frontseite mit der Kamera
Die Frontseite mit der Kamera

Das Erfreuliche am Display ist aber sicherlich, dass sich der Bildschirm auch mit feuchten Händen und gar mit Handschuhen bedienen lässt.

Wer beim TREKKER-X4 die Screen-to-Body-Radio ermitteln möchte, ist hier sicherlich falsch. Denn dank des grossen Rahmens und dem Schutz, welchen das Smartphone bietet ist da natürlich einiges an Material rundherum.

Die Frontseite unten
Die Frontseite unten

Was ich ein wenig schade finde, dass das «C» unten, das Crosscall Logo nicht als Bedienelement umgesetzt ist. So habs ich mich doch mehrfach dabei erwischt, da geklickt zu haben.

Prozessor

Im Smartphone selber gibt ein Qualcomm Chip den Takt an. Hierbei handelt es sich um den Snapdragon 660 OctaCore Prozessor der mit 2.2 GHz taktet und von einem 4 GB RAM Riegel unterstützt wird.

Beim internen Speicher kommen 64 GB zusammen, was in Anbetracht der hochauflösenden Kamera sicherlich nicht wirklich allzu viel ist. Doch dieser lässt sich, sofern nötig, mit einer microSD Karte um bis zu 512 GB ausbauen. Hier müsst ihr euch natürlich entscheiden, ob ihr eine zweite SIM-Karte verbauen möchtet, oder eine Speichererweiterung. Der seitlich links befindliche Slot kann nur zwei Karten aufnehmen.

Akku

Beim Akku hat sich der französische Hersteller, beim X4, für einen starken 4'4400 mAh entschieden. Das klingt nach viel, ist aber natürlich auch immer sehr individuell zu beurteilen.
Wenn ihr viel draussen Arbeitet oder euch viel draussen aufhaltet und das Display ständig in voller Helligkeit laufen habt, dann braucht das natürlich mehr Akku.

Insgesamt bin ich mit der Akku-Leistung durch den Tag gekommen. Ich muss aber auch sagen, dass ich bei meinem Outdoor-Smartphone lange nicht so viele Dienste/App laufen hab und deutlich weniger Pushmeldungen aktiv hab, wie bei meinen normalen Smartphones. Dafür nutzte ich vielfach die Ortungsfunktionen, bei Video Aufnahmen aber auch beim Fotografieren und beim Navigieren.

Kamera

Oben schon angedeutet. Am dominantesten auf der Rückseite ist sicherlich die Optik, wie Crosscall die Kamera-Linse in das Smartphone eingebettet hat. Diese schaut ein wenig aus, wie ein auf dem Kopf stehender Tropfen oder der «Pin» vom Google Maps Logo.

Die grosszügige Linse
Die grosszügige Linse

Crosscall spricht bei der Rückkamera von einer 12 mp Kamera die sich auf 4K Videos versteht. Speziell betont Crosscall hier die Möglichkeit die Kamera, als Action Cam zu nutzen. Dafür ist die Kamera-Linse mit einem Weitwinkel ausgestattet, der Aufnahmen bis zu 170 Grad erlaubt. Dies funktioniert beim Fotografieren und beim Filmen.

Unten in der Spitze ist noch eine zusätzliche Linse verbaut, rechts unter einem transparent-milchigen Schutz noch ein Dual-LED-Blitz. Seitlich findet ihr, noch zwei separate Sensoren.

Die verbaute Kamera-Linse auf der Rückseite ist mit einem 9-Achsen-Gimbal ausgestattet, das erlaubt es ihr, auch bei schnellen und ruckartigen Bewegungen ein relativ ruhiges Ergebnis zu liefern. Hierzu fehlt mir der Brustgurt um das ganze Mal während einer Fahrt im Wald über Stock und Stein zu testen.
Beim Filmen greift die Linse auf 30 fps (Bilder pro Sekunde) zurück, wer mehr möchte, kann auf Full-HD ausweichen und erhält dann 120 fps. Damit lassen sich auch gut Zeitlupen Aufnahmen generieren.

X-LINK und das Zubehör

Gleich unterhalb der Kamera, nach dem grosszügigen «C» (Crosscall Logo) findet ihr den oben kurz angesprochenen X-LINK Zugang.
Dabei handelt es sich um einen proprietären Anschluss vom französischen Hersteller.  Diese ist magnetisch und hält bis zu 900 Gramm gewichtige Produkte zusammen.

Der X-LINK
Der X-LINK

Darüber lassen sich weitere praktische Zubehör Produkte anbinden. Über eines davon, den Crosscall X-Stick werde ich nächstens hier im Blog berichten. Damit lässt sich auch ein externes Battery-Pack anbringen, ein SD-Card Reader anschliessen. Es gibt aber auch Doking-Stationen fürs Büro, im Auto oder ein einfaches Kabel und noch einiges mehr.

Der X-Blocker
Der X-Blocker

Doch es geht auch analoger, ohne die X-LINK-Schnittstelle. Seitlich hat der Hersteller zwei etwa ein Zentimeter lange und ein Millimeter breite- und tiefe-Öffnung anbgracht. Damit schliesst ihr den, im Zubehör beigelegte, X-Blocker an schon könnt ihr weitere Gadgets mit anbringen. Dazu gehört eine Brustgurt-Halterung für das Filmen in Action-Situationen oder eben, der schon erwähnte X-Stick.

Der X-Blocker montiert
Der X-Blocker montiert

Audio

Wer hier im Blog mit liest, weiss, dass ich, wenn ich Podcast oder Musik höre, oder einen Film/Serie geniesse meistens einen Kopfhörer auf dem Kopf hab. Alternative nehme ich Streaming Boxen über AirPlay oder Bluetooth, um den Ton auszugeben. Somit ist für mich der Lautsprecher nicht so relevant.

Dennoch habe ich natürlich die verbauten, nach hinten raus gehenden Lautsprecher, für euch ausprobiert.

Der Klang ist ein wenig dumpf, nicht so klar, wie man ihn von anderen Smartphones her gewohnt, ist. Das kommt sicherlich auch ein wenig davon, dass auch die Lautsprecher einen Wasserschutz haben müssen.

X4 Sensors

Wie die meisten Hersteller von Android Smartphones bringt natürlich auch Crosscall eigene Apps mit aufs Smartphone. Ich kann euch aber gleich beruhigen, das sind deren nicht viele. Es sind nämlich deren nur eine Handvoll.

Über X-Story, muss ich nicht viele Wörter verlieren, darüber habe ich hier im Blog schon einmal berichtet. Hier im Testbericht TREKKER-X4 möchte ich euch nur kurz die zweite App anstreifen.

X4 Sensors ist eine sehr spannende App. Wie ihr unten, in den technischen Details sehen könnt, hat das Smartphone so einige Sensoren verbaut. Das ist nicht unnormal, heutige Smartphones sind ein Sammelsurium von praktischen Sensoren. Nur bekommt ihr bei den meisten Smartphones davon meist gar nichts mit.
Vielfach sind die Sensoren inaktiv oder werden nur für den Hersteller selber genutzt, sei es für gewisse Aktionen und Funktionen oder dann auch in bei einer eventuellen Reparatur.

Anders bei Crosscall. Ihr seid, mit der App X4 Sensors nämlich in der Lage, sämtliche Werte und Auswirkungen der Sensoren optisch darstellen zu lassen. Da gehören die folgenden Punkte dazu:

  • Thermometer
  • Hygrometer (Luftfeuchtigkeit)
  • Kompass
  • Accelerometer (Beschleunigung)
  • Barometer
  • Alti (Höhenmeter)
  • GPS
  • Näherungssensor
  • Helligkeit
  • Bluetooth
  • Netzwerke (WLAN)
  • Batterie
  • UV

Solltet ihr also mal ein solches Smartphone in die Finger bekommen, dann ist die App wirklich ein Blick wert.


Technische Details

  • Grösse: 162,6 x 82 x 12,85 mm
  • Gewicht: 254 g
  • Prozessor: Qualcomm SnapDragon SD660
  • RAM: 4 GB
  • Speicher: 64 GB
  • Display: 5.5″ IPS Corning Gorilla Glas 5
  • Auflösung: 1'920 x 1'080 Pixel
  • Kamera Front: 8 mp
  • Kamera Rückseite: 4K (30 FPS) und FullHD (120 FPS) Action-Cam mit 170° Winkel
  • GPS: GPS, A-GPS, Glonass, Baidou, Galileo-Unterstützung
  • NFC: Ja
  • WLAN: 802.11 a a/b/g/n/ac MU-MIMO
  • Bluetooth: 5.0 LE
  • Sensoren: Umgebungslichtsensor, Finger-Abdrucksensor, Gyroskop, Kompass, Näherungssensor, Barometer, Thermometer, UV-Sensor
  • Schutz: IP68 (hier beschrieben)
  • Akku: 4'400 mAh
  • Android: 9
  • Farbe: Schwarz

Fazit zum Crosscall TREKKER-X4

Einer jeden Person, welcher ich das Crosscall Outdoor Smartphone gezeigt hab, war ziemlich schnell klar, dass das Telefon stürze überleben kann. Zum einen das grosse Eigengewicht um die 250 g herum aber auch die Art und Weise, wie die Ummantelung vom Smartphone aufgebaut ist, vermag zu überzeugen. Natürlich musste es auch den einen oder anderen extra Flug unternehmen, um sich zu beweisen.

Was mir besonders gut gefällt, ist, dass die Handschuhfunktion auch wirklich funktioniert hat. Das ist nicht, wie bei einigen anderen Mitbewerbern, ein Marketing-Gag. Egal ob es die dicken Winter-Handschuhe sind die ihr beim Schlitteln oder Skifahren nutzt oder dünne, gelismelte (Handgestrickte) Handschuhe sind. Genauso erfreulich funktioniert es im Sommer am Pool oder wenn es mal regnet.

Das TREKKER-X4 Smartphone
Das TREKKER-X4 Smartphone

Natürlich bedient sich das Crosscall TREKKER-X4 nicht ganz so flink, wie ein aktuelles Flaggschiff mit 6, 8 oder gar 12 GB RAM, auch löst die Foto-App nicht ganz so rasch aus. Hier ist definitiv noch etwas potenzial da für Crosscall, um die Leistung zu steigern und diese mit einem kommenden Firmware Update auszuspielen. Doch man muss immer den Anfangsbereich für dieses Nischen-Smartphone sehen. Da passt die Kombination auf jeden Fall.

Das Hand-Band
Das Hand-Band

Kleiner Pro-Tipp für alle, die fleissig QR-Codes scannen. Früher unter Windows Phone und seit einigen Jahren auch beim iPhone üblich, findet ihr die Möglichkeit auch hier. Dazu müsst ihr in der Kamera App (X-Cam) unten rechts in die Einstellungen wechseln, und da «QR-Codeleser» aktivieren.

Der geschützte USB-C-Hub
Der geschützte USB-C-Hub

Ach ja, wenn ihr mal Radio hören möchtet, im Smartphone ist eine UKW-Antenne verbaut und Crosscall liefert die dazu passende App mit. Zumindest, solange wir noch UKW haben, könnt ihr darüber Radio hören.

*Eventuelle Kauf Links können Spuren von Affiliate enthalten.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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