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Zerotech Dobby – die Selfie Drohne Testbericht

Zerotech Dobby – die Selfie Drohne Testbericht

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Drohnen haben wir hier immer wieder mal. Vielfach leider nur kurz, dafür umso intensiver. Die letzte, über die ich einen Testbericht geschrieben habe, ist nun aber doch schon etwas länger her. Damals war es die DJI Phantom, eine der ersten aus der Reihe.

Zerotech Dobby

Die Drohne von oben
Die Drohne von oben

Heute möchte ich euch die «Dobby» von Zerotech vorstellen. «Dobby» ist deutlich kleiner, hat aber einige der Features, welche die grosse mit sich bringt, auch integriert. Einen direkten Vergleich der beiden kann und will ich nicht machen. Zum einen, weil die DJI, die ich hatte, schon einige Jahre auf dem Buckel hat, aber auch, weil ich keine aktuelle DJI zur Hand habe.
Dazu kommt natürlich noch der Preis-Unterschied. Somit wäre ein direkter Vergleich auch nicht angebracht.

Ein grosses Dankeschön geht an Brack.ch, die mir die Selfie Drohne während meiner Testzeit zur Verfügung gestellt haben.

Wie bei Smartphones und anderen Gadgets muss man auch nicht immer alles vergleichen. Schliesslich hat jedes Gadget seinen eigenen Kunden-/ Interessenten-Kreis. Die kleine von Zerotech hat sich auf Selfies spezialisiert und will euch und eure Freunde/Kollegen aus luftiger Höhe aufnehmen.

Aber alles zu seiner Zeit, gehen wir doch mal über zum Lieferumfang.

Gleich vorneweg, ein Beispiel-Video und ein paar Beispiel-Bilder werde ich euch noch nach liefern hier im Testbericht und auf dem YouTube Kanal. Jetzt, wo das Wetter langsam wieder wärmer wird kommt der Geek auch langsam wieder aus seinem Keller gekrochen.


Lieferumfang

  • Zerotech Dobby Drohne
  • USB auf USB-C Kabel
  • USB-C- auf microUSB-Adapter
  • Ladestation
  • Akku
  • Stromadapter
  • Bedienungsanleitung

Verarbeitung

Die Drohne ist unglaublich klein. So findet sie sowohl auf einer Männer- als auch auf einer Frauenhand gut Platz. Bei einem Grössenvergleich mit aktuellen Smartphones ist sie doch etwas kleiner als mein iPhone 6S Plus aber in etwa baugleich dem Huawei Nova Smartphone. Für den schnellen Transport lässt sie sich auch einfach in der Hosentasche eurer Jeans verstauen. Damit solltet ihr in etwa eine Grössenvorstellung haben.

das USB auf USB-C-Kabel und der microUSB Adapter
das USB auf USB-C-Kabel und der microUSB Adapter

Wenn ihr die Verpackung öffnet, kommt euch gleich die Drohne entgegen. In deren «Bauch» ist das USB auf USB-C Kabel verstaut – an dem Platz, wo normalerweise der Akku verbaut ist. Was mich gleich überrascht hat, war, dass der Akku über einen USB-C-Port geladen wird. Das Ganze im positiven Sinne, denn endlich findet der neue Standard auch ausserhalb der Smartphone- und Tablet- (sowie MacBook/Ultrabook) Welt einen Platz. Weniger gefällt mir, dass ich ein zweites Kabel – welches über einen microUSB-Port verfügt – mitnehmen muss, wenn ich den integrierten Speicher der Kamera auslesen möchte – oder ich muss den beigelegten Adapter nutzen. Da ich eh meist ein microUSB Kabel im Rucksack habe, blieb mein Adapter gleich in der Schachtel. Ich hätte zu viel Angst, diesen zu verlieren.

Nachdem ihr die Bedienungsanleitungen entfernt habt, kommen im unteren Bereich dann noch die kompakte Ladestation, der Akku, der oben schon erwähnte microUSB- auf USB-C- und der Strom-Adapter zum Vorschein. Das wäre es dann aber auch schon mit dem ganzen Zubehör. Die einzelnen Teile sind schön untergebracht und aufgebaut, so mag ich es.

Doch jetzt widmen wir uns doch einmal der Dobby selber.

Akku

Der kleine, verbaute Akku ist mit seinen 970 mAh nicht wirklich gross. Bei den knappen Ausmassen der Drohne und dem leichten Gewicht wäre es aber sicherlich auch schwierig gewesen, mehr einzubauen.
Dennoch könnt ihr im Idealfall (laut Hersteller auf 0 Meter über Meer) bis zu 9 Minuten lang fliegen. Sobald ihr Bilder oder Videos damit macht oder sogar die Tracking-Funktion nutzt, verringert sich die Flugzeit selbstredend um einige Minuten.

Dank der USB-C-Schnittstelle und dem passenden Adapter könnt ihr den Akku aber schneller aufladen als bei anderen Modellen.

Kamera

Die verbaute Kamera in der Dobby löst mit 13 mp auf. Mit dem Modul könnt ihr bis zu 1080p Full-HD-Videos machen. Je nachdem, wie ihr euer Video machen möchtet, müsst ihr die Kamera vor dem Flug ausrichten. In der App wird zuerst definiert, ob die Drohnen-Kamera auf euch zeigen soll oder von euch weg.

Zerotech Dobby - die Selfie Drohne

An der Dobby selber könnt ihr vier verschiedene Stufen für den Winkel des Objektives wählen. Von geradeaus ab der Drohne bis im 90° Winkel ganz nach unten. Für Filme, bei denen die Drohne von euch weg in die Höhe schnellt.

Natürlich darf man das Resultat nicht mit einer mindestens doppelt so teuren DJI und ähnlichen Produkten vergleichen. Das Sony-Kameramodul IMX135 Exmor R bringt gute Ergebnisse sofern die Drohne stabil steht. Hier fehlt halt das Gimbal. Nach meiner Erfahrung würde ich auf das automatische stabilisieren was euch der Dobby anbietet verzichten.


Erstkonfiguration

Die App, welche ihr euch für die Dobby aus eurem App Store laden müsst, nennt sich «Do.Fun».

[appbox appstore id1107265394]

[appbox googleplay com.zerotech.cameratime]

Als erstes legt ihr euch einen Account bei Zerotech an und loggt euch damit in der App ein. Die App selber scheint noch nicht ganz fertig zu sein. Es gibt einen Stream, in dem andere Nutzer ihre Bilder/Videos der Dobby hochladen können. An dem ändert sich aber leider auch nach einigen Tagen nichts. Ein Bereich «Mine», wo mein Account abgebildet wird. Findet ihr zwei Punkte vor, «College» und «Forum» diese beiden sind mit «Coming soon» betitelt. Für mich stellt das kein Problem dar, denn ich möchte in der App vor allem eines: Die Drohne damit fliegen.

Dazu muss man einfach in der Mitte unten auf den runden Button drücken. Von da aus geht es durch den Assistenten, den muss ich euch nicht erklären. Denn er ist recht einfach gehalten.
Sobald ihr euch durch den kompletten Konfigurationsmodus gearbeitet habt, geht es dann auch schon an den ersten Flug. Kleiner Tipp: Macht die Konfiguration am besten gleich draussen. Dann könnt ihr auch gleich das GPS Kalibrieren und somit sofort starten.


Steuerung via der App

Ist die App erst mal konfiguriert, geht es an die Steuerung.
Als erstes solltet ihr nach der Konfiguration den Namen der Drohne und das vergebene Passwort ändern. Ihr möchtet ja nicht, dass ein fremder Dobby Besitzer (oder sonst ein Idiot) eure Drohne mit dem Standard-Zugang übernimmt.

Die Steuerung in der Do.Fun App
Die Steuerung in der Do.Fun App

Das Steuern der Drohne funktioniert auf drei verschiedene Arten: «Motion Sense», «Sticks» oder mit «Safe Sticks». Die drei Modi schaut ihr euch am besten in Ruhe an und entscheidet euch dann für euren Favorit.
Ich habe die Navigation mit dem Gyroskop ausprobiert. Das funktioniert zum Glück nur dann, wenn ihr den Finger auf dem Display habt – sobald ihr den entfernt, steuert ihr die Drohne nicht mehr. Das hat den Vorteil, dass ihr die Kontrolle nicht verliert, wenn ihr mal abgelenkt seid und das Smartphone in die falsche Richtung bewegt. Schlussendlich habe ich mich aber für die Sticks entschieden, so wie ich es von Computerspielen her kenne.
Des Weiteren könnt ihr noch das GPS-Signal kalibrieren und das WLAN Frequenz-Band ändern.

Der Wechsel von Foto auf Video funktioniert genauso einfach wie in eurer priorisierten Foto-App. Auch die Aktivierung der verschiedenen Tracking Funktionen sind selbst erklärend.


Technische Details

  • Grösse ausgeklappt: 145 x 135 x 36.8 mm
  • Grösse zusammengefaltet: 135 x 67 x 36.8 mm
  • Gewicht: 199 g
  • Sensoren: GPS und Sonar
  • WLAN: Dualband 2.4 GHz- und 5 GHz-Frequenz
  • Speicher: 16 GB
  • Akku: 970 mAh
  • Flugdauer: maximal 9 Minuten (auf 0 M.ü.M.)
  • Flugradius: 100 m

Fazit

Am meisten gefällt mir das Starten der Drohne von der Handfläche aus. Auf genau dieser kann die Drohne dann auch wieder landen, wenn ihr sie wieder zurückholen müsst. Das Ganze funktioniert ganz einfach über einen Button direkt in der App.

Was nicht ganz so einfach ist, ist das Filmen der fliegenden Drohne mit einer Kamera in der Hand und das gleichzeitige Navigieren der Dobby mit der App. Aber das ist auch logisch und nicht unbedingt das, was man macht, wenn man mit der Drohne hantiert. Schliesslich will man damit ein Foto/Video machen und nicht sich beim Foto/Video machen filmen.

In der App habt ihr auch immer einen Blick auf die aktuell Ladung des verbauten Akkus sowie dem GPS- wie auch WLAN-Signal. Beides Punkte, die ihr im Auge behalten solltet.

Die kleine Dobby von Zerotech ist eine coole, kleine Drohne. Wenn man bedenkt, was sie alles kann und welche Funktionen sie mit sich bringt, dann ist sie auch noch recht günstig, vor allem im Vergleich zu den grösseren Modellen wie der DJI Mavic und ähnlichen Modellen. Natürlich darf man das so nicht vergleichen, denn die Modelle haben meist ein Gimbal an der Kamera verbaut und bringen somit ein viel ruhigeres und meist auch klareres Bild hervor.
Wer eine kleine und einfache Drohne sucht, sollte sich die Dobby einmal etwas genauer anschauen. Mir gefällt dieses extrem kompakte Design, mit dem ich sie einfach in der Hosentasche mitnehmen kann, wenn ich mit meinen Mädels spazieren oder wandern gehe.

Drohne für die Hosentasche
Drohne für die Hosentasche

Ich würde mir aber noch einen dazu passenden zweiten oder gar dritten Akku kaufen, damit macht die Drohne gleich noch länger Spass.

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Martin @pokipsie Rechsteiner

Familienvater, Gadget-verrückter/süchtiger, Podcaster, Blogger, Youtuber. Liebt LEGO, Cloud, Coaching

Comment(2)

  1. Toller Testbericht, sehr neutral und sachlich – das gefällt mir sehr. Leider werden diese Selfie Drohnen oft fälschlicherweise mit den „großen“ Kameradrohnen verglichen. Super, dass Sie hier differenzieren. Ihrem Fazit kann ich nur zustimmen.

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