Plex Test 2022

Plex Test: nach Jahren in intensiver Nutzung

Das Thema Media-Center begleitet mich schon seit Ende des letzten Jahrtausends. Wenn auch damals noch in den Kinderschuhen und in ganz rudimentärer Form. Anfangs der 2000er-Jahre kamen dann die ersten LAN-Partys und die ersten «grossen» eigenen Server, welche wir bei uns in der Wohnung stehen hatten. Damals hatte ich eine DVD-Sammlung von weit über 2'000 Stück, welche wir in fleissiger Nacht-Arbeit digitalisiert hatten. Das waren natürlich nur Backups und ich habe diese nie weiter gegeben.

PS: nächstens gibt es im #GeekTalk Podcast eine Sonderfolge zum Thema Plex, abonniert euch am besten gleich den Podcast.

Alle deine Medien in einer App

Warum überhaupt ein Media-Center? Die Antwort ist ganz einfach, zumindest ich möchte, all meine Median zentral haben um von überall Zugriff, auf sie zu haben. Zusätzlich habe ich diese auch gerne alle physisch bei mir und nicht in einer Cloud. Aber das ist kein Muss.

Das schöne, Plex kann dir all das geben.

Die Plex Suche über alle Quellen
Die Plex Suche über alle Quellen

Noch besser, Plex kann fast mit allen Daten umgehen, du bist aber nicht gezwungen, alles zu nutzen. So habe ich zum Beispiel meine gesamte Musik im Plex Universum. Ich nutze sie aber kaum, das ist mehr ein Backup für mich. Denn Musik konsumieren wir von Apple Music. Genauso verhält es sich mit den Fotos. Ich kann unsere Fotos in Plex anschauen, muss ich aber nicht, dies ist mehr ein Backup von den Fotos auf der iCloud und allen anderen Foto-fähigen Geräten.

Kurzer Recap, zur Geschichte rund um Plex

Plex wurde im Jahre 2008 gegründet und ist seit fast zu dem Zeitpunkt auch auf dem einen oder anderen Server/NAS von mir aktiv.
Gestartet hat aber alles schon ein Jahr davor, als Hobby-Projekt und noch unter dem Namen OSXBMC.

Damals noch als «Anschluss» zu dem ehemaligen XBMC, welches heute auf den Namen Kodi hört.

Nach dem offiziellen Start unter dem neuen Namen ging es Schlag auf Schlag und Plex, sowie dessen Umfang wurde immer breiter.


Was kann Plex alles für dich tun?

Du hast Filme und Serien auf einem NAS gespeichert. Deine Fotos und die Musik auf einer externen Festplatte-/ SSD-Speicher? Dann musst du diese immer «mühsam» zusammensuchen. Nicht so, wenn du die Quellen deiner Medien Plex verrätst.

Noch besser, Plex besucht die Quellen auch regelmässig im Nachgang und schaut nach, ob es Neue Medien gibt, welche sie für dich indexieren können.

Plex: Filme und Serien

Du hast Filme oder Serien auf deinem NAS, deiner externen Festplatte oder einem SSD-Speicher?
Diese sammelt Plex für dich und trägt sie in das Verzeichnis ein. Das Praktische daran, wenn deiner Datei, sagen wir jetzt einmal es ist der Film «Monty Pythons – Das Leben des Brian», gewisse Metadaten fehlen, dann organisiert Plex diese für dich.
Dies passiert durch eine automatische Abgleichung mit IMDB und weiteren Datenbanken.

Plex Test – Die Meta-Daten
Plex Test – Die Meta-Daten

Auch sammelt Plex zusätzliche Daten, wie ein Trailer und Ähnliches und reichert diese in Plex an. Damit kannst du dir vor dem Konsumieren schon einmal einen Trailer anschauen oder dir die Bewertungen von IMDB, Rotten Tomatoes und so weiter anschauen.
Natürlich kannst du auch die Schauspieler, welche in dem Film oder der Serie mitwirken, antippen und siehst weitere Filme, wo diese mitspielen. Halt alles so, wie du es von Apple TV+, Disney+, Netflix und anderen Diensten her kennst.

Zusätzlich, zu deinen eigenen Werken findest du auch eine Reihe von kostenlosen Filmen, welche Plex für dich lizenziert hat und somit legal angeschaut werden können. Vieles davon ist richtig alt und es hat ein paar tolle Klassiker dabei. Vieles ist aber auch «nur» auf Englisch.

Plex: Fotos

Mit Plex Fotos kann es dein Media-Center, mit all deinen Bildern aufnehmen. Hast du die Quellen eingepflegt, sucht Plex auch regelmässig nach deinen Bildern in den angegebenen Speicherorten.

Ich lade einmal die Woche meine neuen Fotos direkt vom iPhone und speicher diese auf meinem NAS ab. Das Verzeichnis auf dem NAS habe ich in Plex integriert und somit landen die Bilder wiederum automatisch in meiner Plex-Sammlung. Das Gleiche mache ich mit Bildern und Kurzvideos von meinen Android-Smartphones.

Das müsste ich jetzt nur noch automatisiert bekommen. Das würde sicherlich irgendwie gehen, ich müsste mir nur einmal die Zeit nehmen, das anzuschauen.

Plex: Musik

Oben habe ich meine frühere Obsession für DVDs erwähnt. Ich hatte nicht nur über 2'000 Filme auf Scheibe, nein, ich hatte auch knapp 3'000 Musik-CDs. Ich weiss, ein kleiner Spinner, aber ja, ich hatte ja sonnst keine Hobbys.

Auch diese habe ich damals, zum Beginn der 2000er-Jahre, digitalisiert. Zu Beginn hatte ich diese nur in iTunes genutzt. Später dann darin auch mit einer besseren Qualität versehen. Dank iTunes Match ging das damals perfekt.
Ich müsste mal schauen, ob dies immer noch möglich ist, dann könnte ich es nochmals auf neuen Stand bringen.

Als Backup habe ich auch meine Musik in Plex und wer weiss, wenn Apple Music (oder generell das Internet) mal nicht funktionieren würde, hätte ich dann ein Weg, dennoch Musik zu hören.

Plex: Podcast

Auch die Podcast-Funktion habe ich immer als Backup genutzt. Irgendwie hatte ich mal das Gefühl, meine Podcasts, die ich Tag täglich konsumiere, irgendwo für später noch speichern zu wollen. Zum Glück hat Plex diesen Bereich mittlerweile wieder geschlossen. Denn dieser Bereich hat mir vor allem nur etwas, nämlich viel Speicher gefressen.

Trotz meines Backup-Fetisches irgendwo muss man einen Schlussstrich ziehen. Somit dankeschön an Plex, dass ihr mir diesen Entscheid abgenommen habt.

Die Detail-Übersicht und wo du den Film findest
Die Detail-Übersicht und wo du den Film findest

Gibt es Alternativen zu Plex?

Zum Start von Plex, war das Feld von möglichen Alternativen noch deutlich grösser. Eine der alten, die es überlebt hat, ist, das oben bereits genannte Kodi. Im Blog zur Software läuft auch heute immer noch einiges. Knapp einmal im Monat erscheint da ein Artikel. Selbst habe ich schon länger keine Überschneidungen mehr mit Kodi gehabt und kann deshalb auch nicht allzu viel dazu sagen.

Eine weitere Alternative ist Jellyfin. Jellfin gibt es erst seit 2018, die Plattform hat vor allem in der Corona- und vor allem der dazugehörigen Lockdown-Zeit einen grossen Aufschwung mitgemacht.
Der Ansatz ist derselbe wie bei Plex, die App soll es dir einfach machen, deine Medien im ganzen Netzwerk auf ein optisch schön angereichertes System zu bringen. Auch hier findest du, für das jede Plattform einen entsprechenden Client.


Fazit zu Plex

Nach einigen Auf und ab, ist auch nach 14 Jahren Plex noch mein Favorit, wenn es um die Verwaltung meiner Medien geht. Mein Fokus liegt hier vorwiegend bei meinen zahlreichen Serien und Filmen. Genau da spielt die Plattform auch seine Stärken aus.

Angeschlossen an IMDB, Rotten Tomatoes und weitere Dienste sammelt Plex dir alle wichtigen Daten zusammen zu deinen einzelnen Filmen und Serien. Ich habe überall schöne Cover-Bilder, Hintergrundbilder, die passenden, deutschsprachigen Trailer und natürlich umfangreiche Informationen zu den einzelnen Schauspielern, Regisseuren und natürlich auch weiteren Filmen in denen die einzelnen Personen mitgewirkt haben.

Die Plex Detailansicht
Die Plex Detailansicht

Das schöne, mit Plex Discover, bringt mir die Software nicht nur meine eigenen Filme/Serien als Empfehlungen auf den Start-Bildschirm. Nein, ich kann auch Content von Disney+ und weiteren Streaming Diensten einfliessen lassen.

Einmal eingerichtet sucht der Server, welchen ich auf einem NAS laufen habe, in regelmässigen Abständen nach neuem Content in meinem Netzwerk. So habe ich eine Ordner-Struktur für meine Bilder, eine für meine Musik und natürlich auch für meine Filme und Serien.

In regelmässigen Abständen lade ich meine Bilder aus der iCloud runter und genauso von meinen Google Smartphones. Diese kopiere ich dann direkt in die entsprechenden Verzeichnisse und somit habe ich immer ein lokales Backup. Das Gleiche gilt natürlich bei den Filmen. Sollte ich da wieder mal etwas Neues haben, geht es direkt auf mein Film-NAS.

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