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Monument – Die eigene Foto-Cloud für zu Hause

Monument – Die eigene Foto-Cloud für zu Hause

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Kickstarter ist eine geniale Plattform, dort finden sich helle Köpfe mit genialen Ideen wieder. Monument war eine solche Idee. Begonnen hat es am 17. Februar 2016, als das Projekt online ging. Kurze Zeit später habe ich es entdeckt und gleich mein Geld in die Richtung geworfen. Wie vielfach bei Kickstarter, vergeht dann eine längere Zeit, bis das Produkt schlussendlich beim Kunden landet.

Monument

Nach meinen schlechten Erfahrungen mit dem Jolla Tablet wollte ich mich eigentlich nicht mehr per Crowdsourcing an einem neuen Produkt beteiligen. Doch ich war auf der Suche – und Monument schien mir genau die Lösung parat zu haben.
Ich mag die Cloud und nutze sie auch fleissig. Ich besitze mehrere hundert GB an Fotos. Diese würd ich gerne selbst gehostet bei mir in den eigenen vier Wänden wissen. Deshalb hat mich der Monument auch gleich begeistert.
Doch beginnen wir wie gewohnt in den Testberichten hier im Blog mit dem Lieferumfang.


Lieferumfang

  • Monument
  • Strom-Adapter
  • Bedienungsanleitung


Verarbeitung

Der Monument kommt in einer schlichten Kartonschachtel daher, eingepackt in einem durchsichtigen Kunststoff, der zuerst vom Karton getrennt werden muss. Anschliessend wird der Karton Umhang vom braunen Innen-Karton gelöst und dann aufgeklappt.

Aber grundsätzlich stört mich das bei einem Kickstarter Produkt überhaupt nicht. Auch wenn ich ein absoluter Verpackungsfetischist bin, hier wollte ich einfach möglichst schnell mein finales Produkt in den Händen halten.

Einmal die Hülle weggeschoben und den Karton aufgeklappt, schon kommt euch der Monument etwas Papierkram ins Blickfeld. Dazu gehören ein Dankschreiben an alle Kickstarter-Unterstützer und natürlich eine Bedienungsanleitung.

Der Monument selber ist gleich darunter in einem einfachen Kunststoff-Sack eingepackt. Daraus befreit, klappert das kleine Gadget gleich noch ein wenig. Das liegt daran, dass im Festplatten-Schacht hinten ein Karton mit dem Strom-Adapter deponiert ist.

Der Monument ist sehr einfach verbaut. Die Kanten sind nicht ganz die feinsten, es ist aber nicht so, dass man sich daran schneiden würde. Der verwendete Kunststoff ist simpel und matt gehalten. Somit kann es auch keine lästigen Fingerabdrücke geben.

An der Vorderseite findet ihr rechts einen länglichen, senkrechten Schlitz für die SD-Karte und eine Betriebs-LED. Die linke Seite ist frei von Anschlüssen, auf der rechten findet ihr unten den Ethernet-Port ausgespart. Auf der Rückseite kommt ihr definitiv nicht am Festplatten-Schacht vorbei – denn der ist nötigerweise grosszügig – sowie links den ganzen anderen Anschlüsse. Dazu gehören die beiden USB- und der HDMI-Port. Natürlich ist da auch noch der Zugang für den Strom oben am Rand angebracht.

Erste Konfiguration

Monument
Monument
Preis: Kostenlos

Nun gilt es, den Monument mit Strom, Netzwerk (via Ethernet-Kabel) und mindestens einer Festplatte zu verbinden. In meinem ersten Versuch habe ich die erstbeste externe Festplatte verbaut, die mir gerade in die Finger kam.
Sobald er am Strom hängt, geht es auch gleich los und der Monument startet seinen Dienst.

Damit ihr ihn überhaupt konfigurieren könnt, müsst ihr ihn als erstes mit einem HDMI-Kabel an euren Fernseher oder einen Monitor anbinden. Darauf sehr ihr dann auch die einzelnen Schritte der Konfiguration. Gesteuert wird das Ganze über die – von euch vorher installierte –  Smartphone App.

Wie heutzutage vielfach üblich, musste zuerst gleich mal ein Firmware Update installiert werden. Das könnte dem Monument in nächster Zeit noch das eine oder andere Mal passieren, da in den nächsten Wochen/Monaten noch einige Updates ausgeliefert werden .
Das HDMI Kabel könnt ihr nach der Konfiguration getrost wieder in eurer Schublade verschwinden lassen. Denn die Ausgabe an einen externen Monitor / den Fernseher ist erst für ein späteres Update angedacht.

In der App selber findest du links unten den Tab mit allen Fotos, die auf deinem Monument liegen. Als zweiter Tab folgen deine von dir erstellten (oder zukünftig erstellten) Alben. Gefolgt vom dritten Tab, mit der ganzen «Magie» und dem vierten mit den Einstellungen.

Gleich vorweg, die Android und iOS Apps sind nicht auf dem gleichen Entwicklungsstand. Habt ihr auf der iOS App schon die meisten Funktionen frei geschalten, folgen diese bei Android erst noch in den nächsten Wochen. 

Ein Album ist schnell erstellt. Ihr klickt auf die dafür vorgesehene Schaltfläche, wählt die Bilder, die ihr in dem Album haben möchtet und klickt auf weiter. Anschliessend gebt ihr dem Album einen passenden Namen und schon ist das Album erstellt.

Doch kommen wir zum Tab «Browse», da sollte die Magie des Monuments wirken. Darauf war ich natürlich am meisten gespannt. Kann ich doch in meiner iCloud einfach und schnell nach Gesichtern, Orten oder anderen Kriterien suchen und werde da auch meist sehr schnell fündig.
Unterteilt ist das ganze in:

  • Time Machine
  • Favoriten
  • Weltkarte
  • Gesichter
  • Kameras

Time Machine ist keine Backup Funktion, wie dies ein versierter Mac Nutzer eventuell vermuten würde. Dahinter versteckt sich ein Blick in die Vergangenheit: Ihr könnt Bilder anschauen, die vor einem, zwei, drei oder noch mehr Jahren an dem selben Tag gemacht wurden. Eine Dienstleistung, die viele von euch über externe Tools/Apps einsetzen – was widerum bedeutet, dass noch mehr Dienste Zugriff auf eure eigenen Bilder haben.
Die Favoriten muss ich euch sicherlich genauso wenig erklären wie die Weltkarte. Die Gesichter-Funktion ist noch etwas verhalten. Ich denke aber, umso mehr Bilder ich da drauf kopiere, umso schneller/besser wird auch diese werden.
Als extrem praktisch empfinde ich den letzten Punkt. Ich sehe eine Auflistung aller Kameras, mit deren Hilfe ich Bilder gemacht habe, die auf dem Monument liegen. Wenn ich hier zum Beispiel Bilder für meine Testberichte brauche, die mit dem Huawei P9 gemacht wurden, dann finde ich sie sehr schnell und einfach.

Auch freuen würde ich mich, wenn die App später vielleicht mal eine deutschsprachige Bedienoberfläche bekommt.


Technische Details

  • Grösse: 145 x 145 x 53 mm
  • Farbe: schwarz
  • Festplatten: platz für zwei extrene USB Platten
  • Konnektivität: Ethernet, 2 x USB, 1 x HDMI

Fazit

In erster Linie bin ich happy, dass mein Kickstarter Projekt, der Monument, endlich bei mir ist. Gerade bei einem solchen Produkt, das sich ständig weiterentwickelt, war ich mir schon vorher im Klaren darüber, dass es noch die eine oder andere Baustelle geben kann.
Die Unterstützer wurden auch während der Entwicklungszeit auf dem Laufenden gehalten, dass gewisse Funktionen erst nach der Auslieferung der Hardware noch kommen werden.

Ausserdem freue mich ich auf die ganzen Importfunktionen, die noch folgen werden. Gerne würde ich meine ganzen Fotos direkt von meinem NAS oder einer externen Festplatte importieren lassen. Auch würde ich meine ganzen Bilder am liebsten noch heute aus der Google Cloud abziehen und ins Monument importieren lassen.

Der Monument
Der Monument

Doch was ich mir am meisten wünschen würde, wäre eine Funktion, die mir doppelte Bilder anzeigt und mir dabei aber auch sagt, welches die originale Datei ist und welche die Kopie. Sprich, immer die grössere Datei im besseren Format.

Ich freu mich schon, zu sehen, wie sich das Projekt weiterentwickelt. Ich werde euch zu einem späteren Zeitpunkt sicher darüber informieren, ob der Monument wirklich meine Alternative zu der allsamt präsenten Cloud geworden ist.

Als nächstes muss ich mich vorerst um Festplatten kümmern. Wenn ihr da Tipps für mich habt, schreibt es mir doch in die Kommentare oder meldet euch via Social Media bei mir.

Kaufen

Zu kaufen gibt es den Monument aktuell nur direkt über die eigene Webseite und nur als Pre-Order.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Familienvater, Gadget-verrückter/süchtiger, Podcaster, Blogger, Youtuber. Liebt LEGO, Cloud, Coaching

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