Home Testberichte Navigation TomTom VIO Testbericht
TomTom VIO Testbericht

TomTom VIO Testbericht

1

Ihr seid öfters mit dem Fahrrad, dem Töffli (Moped für unsere nicht Schweizer Leser) oder dem Roller unterwegs und müsst von Zeit zu Zeit auf fremden Strecken fahren? Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, um das zu bewerkstelligen. Mit dem TomTom VIO bringt der Navigations-Hersteller ein interessantes Gadget auf den Markt.

TomTom VIO

Das VIO ist klein, rund und kommt in verschiedenen Farben daher. Dazu gehören rot, rosa, blau, hellgrün, gelb, schwarz und weiss. Die Farben sind nich grell sondern im einem hellen Pastellton gehalten.
Bevor wir zu den Funktionen vom VIO kommen, erst mal ein paar Details und das erste Hands-On.


Lieferumfang

  • TomTom VIO
  • Silikon-Hülle
  • Halterung für den Rückspiegel
  • microUSB auf USB Kabel
  • Werkzeug für die Montage
  • Bedienungsanleitung
Alle Einzelteile im Überblick
Alle Einzelteile im Überblick

Verarbeitung

Das VIO ist von der Grösse (dem Durchmesser) etwa mit einem Hockey Puk zu vergleichen. Auf der Oberfläche ist das VIO ein glattes und flaches Produkt, vom Rand nach hinten geht die Form schön gewölbt auf die Mitte zu. Somit liegt das kleine Roller Navi sehr gut in der Hand. Auch lässt es sich einfach und schnell in eurer Tasche oder euren Rucksack verstauen.

Das 2.4″ Display ist umgeben von einem einen Zentimeter breiten weissen Rand. Auf der Rückseite findet ihr einige Schrauben über die die Rückseite an der Front verankert ist. Zentral findet ihr das Loch in dem das VIO an die Halterung gemacht wird. Oben der Grosszügige Ein- und Ausschalt-Knopf und unten verdeckt der microUSB Port. Darüber wird der integrierte Akku aufgeladen, damit ihr auch unterwegs fleissig fahren könnt. Da microUSB noch sehr verbreitet ist, müsst ihr so auch keine Angst haben einmal ohne Strom da zu stehen.

Überzogen mit der Silikon-Kappe ist das VIO Wasserdicht und somit bereit auch bei nicht so schönem Wetter genutzt zu werden. Insgesamt ist das Navi gut verarbeitet.

Display

Das Display reagiert auf Touch Bedienung und ist mit 2.4″ sehr kompakt. Dennoch bekommt ihr genügend Informationen für die Navigation durch eure Stadt.

VIO mit der Silikon Hülle
VIO mit der Silikon Hülle

Zentral findet ihr die Karte abgebildet. Oben und unten findet ihr zwei Info-Bereiche. Am oberen Rand zeigt es euch die geschätzte Ankunftszeit an. Im unteren Bereich findet ihr die Anzahl Meter/Kilometer bis zu eurem nächsten mal bei dem ihr nach links oder rechts abbiegen müsst. Das war es dann schon auch.
Auf der Karte selber findet ihr weitere Detail Informationen wie ihr von TomTom Navi's gewohnt seid. Einmal sind das die Stau- oder Unfallmeldungen. Aber auch Blitzanlagen, sofern die in euren Land aktiviert/erlaubt sind.

Akku

TomTom gibt bei der Betriebsdauer einen Wert von bis zu fünf Stunden an. Dieser Wert hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Ganz stark hängt es natürlich davon ab, wie gut, dass das GPS-Signal ist. Auf abgelegenen Strecken oder auch in der Grossstadt kann es doch das eine oder andere mal vorkommen, dass ihr etwas mehr Power für das auffinden eurer Person braucht.

Bei meinen Tests und meinen Fahrten durch die ländliche Gegend wo wir uns hier befinden bin ich immer gut über die Runden gekommen und vier bis vier einhalb Stunden habe ich jeweils locker erreicht.


Was kann das TomTom VIO?

Wenn ich mich durch eine Fremde Stadt navigieren lasse, dann meist mit dem Smartphone und zumindest beim iPhone auch gerne in Kombination mit der Apple Watch. Der grosse Vorteil dabei ist, dass ich nicht auf das Display schauen muss und dank unterschiedlicher Vibration merke wohin ich gehen muss.

Doch manchmal ist ein Blick auf dein Display sehr praktisch unter anderem auch um zu sehen was sich links und rechts in meiner Umgebung befindet. Hier springt das VIO ein.
Das VIO ist quasi ein Display was die Informationen vom Smartphone wiedergibt. Zusätzlich verfügt es über ein eigenes GPS-Modul. Das hat zwei grosse Vorteile, das Ergebnis ist genauer und es schont euren Smartphone Akku immens. Die Navigationsdaten werden von eurem Smartphone via Bluetooth an das runde Display übergeben.

Navi Montiert an meinem Jopo Fahrrad
Navi Montiert an meinem Jopo Fahrrad

Wie ich auf das kleine Navigations-Gadget gekommen bin? Zum einen, da ich in letzter Zeit mit meinen Mädels öfter mit dem Fahrrad unterwegs bin und natürlich durch meinen Besuch an der IFA in Berlin (hier mein Beitrag dazu). Beim Navigieren auf dem Fahrrad hat mich immer genervt, das ich anhalten musste um nach zu schauen wo ich nun wieder lang fahren muss. Auch habe ich es mit dem Stativ von Takeway Ranger an Fahrrad Lenker befestigt. Doch für die Navigation ist mir mein iPhone 6S Plus einfach zu gross.
Das verwenden vom Auto-Navi habe ich auch überlegt, doch da kommt dazu, dass es zum einen zu gross ist, aber auch nicht wasserdicht. TomTom hätte spezielle Motorrad-Navigationsgeräte im Angebot. Diese sind mir fürs Fahrrad aber zu teuer und zu umfangreich in deren Funktionen.

Navi Montiert an meinem Jopo Fahrrad
Navi Montiert an meinem Jopo Fahrrad

Erstkonfiguration

‎TomTom VIO
‎TomTom VIO
Entwickler: TomTom
Preis: Kostenlos
TomTom VIO
TomTom VIO
Preis: Kostenlos

Die dazugehörige App bekommt ihr im Google Play Store für euer Android Smartphone oder auch im App Store für iPhone/iPod touch's kostenlos zum runterladen. Anschliessend dürft ihr euch ein Konto bei TomTom anlegen und euch dann mit dem Navi verbinden. Für die Konfiguration benötigt ihr eine aktive Bluetooth Verbindung. Durch die Einstellungen führt euch ein Assistent in einzelnen Schritten.

Mir gefiel, dass man die Katen und dessen Farben sehr stark diversifizieren kann. Zum einen passend zum Silikon Überzug auf der Rückseite oder einfach nach eigenem Geschmack.

In der App bekommt ihr gleich die Karte zu Gesicht. Wenn ihr – nicht wie ich mich im unterirdischen Bunker – befindet zeigt sie auch gleich eure aktuelle Position auf der Karte an.
Links oben hinter den drei Punkten im Kreis ist das Menü versteckt. Hier drin speichert ihr eure Favoriten ab. Schaut euch die letzten Ziele an oder plant eure Routen. Auch findet ihr da die Einstellungen und einen Support Bereich.

Erst Anwendung

Einmal konfiguriert und verbunden, kann es los gehen. Mit den beiden beigelegten Halterungen ist das VIO einfach und schnell am Fahrrad/Roller montiert. Dazu findet ihr einen kleine Adapter-Kofp den ihr direkt an eurem Rückspiegel vom Roller anbringen könnt. Als zweites, noch eine grössere Halterung für das direkte anbringen an eurem Roller-/Fahrradlenker. Das zweite war für mein finnisches Bike zu gross bemessen. Deshalb hab ich es, während meiner Tests am Korb vorne am Jopo Bike angebracht.

Dazu könnt ihr das mit gelieferte, kleine Werkzeug nutzen. Praktisch für Haushalte die noch nicht so mit Werkzeugen ausgerüstet sind.

Angebracht wird das ganze durch eine leichte Dreh-Bewegung. Aufstecken und ein viertel im Kreis drehen. Nach der knappen Umdrehung fühlt sich das VIO nicht wirklich fest an, doch wenn ihr ein wenig daran rüttelt, bemerkt ihr, dass es gut fest hält.


Fazit zum TomTom VIO

Wenn ihr etwas genauer anschauen möchtet: Mit einem doppelten tappen auf dem Display zoomt ihr euch weiter in die Navigation hinein. Hinaus geht es durch ein nochmaliges Antippen vom Display.

Ansonsten ist das Roller-Navi total simple in der Anwendung. Durch den einzigen Button ist die Bedienung vom VIO total einfach gehalten. Die ganzen Einstellungen nehmt ihr am Smartphone vor und müsst euch somit durch keine Navi-Menü-Führung Kämpfen, die meist eher komplizierter gehalten sind.

Ein Navi ist immer nur so gut wie sein Datenmaterial. Auf der Strasse und in uns fremden Städten haben wir bis anhin sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem Kartenmaterial. Hier in der Pampa, wo wir wohnen ist das Kartenmaterial auf den Haupt und Nebenstrassen gut abgebildet. Sobald es aber in den Wald geht wo es keine Teerstrassen mehr gibt, wird es natürlich mager. Das geht aber nicht nur TomTom so, auch die Apple, Google oder auch dem Kartenmaterial von NOKIA. Aber hierfür ist das VIO natürlich auch nicht konzipiert.

Ein grosser Vorteil in der Navigation mit dem VIO ist sicherlich, dass die Berechnungen vom Weg in Richtung Ziel durch das integrierte GPS schnell und Akkuschonend gemacht werden.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

Comment(1)

  1. Schöner Bericht…hat mir auch schon auf YouTube gefallen und hat mich nun beim gestrigen Kauf des VIOs unterstützt.Bin schon sehr gespannt..
    Ich fahre nur eine 50ccm-Maschine/klein/Retrodesign , sodass ich keine Kraftfahrstraßen nutzen darf ( hier in Deutschland )…erkennt das VIO/Kartenmaterial dies mittlerweile? Aber trotzdem ist mir das Vio natürlich einen Versuch wert ! Zum Retroroller sowieso sehr stylish…
    Nochmals Danke für die ausführliche Einführung in das VIO / TOMTOM-Produkt , allzeit gute Fahrt in der Schweiz und beste Grüße aus Wuppertal / Deutschland…weiter so !!!!

LEAVE YOUR COMMENT

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.