Home Testberichte Mikrofon Sony ECM-W2BT Test vom Mikrofon und dem ECM-LV1 Lavaliermikrofon
Sony ECM-W2BT Test vom Mikrofon und dem ECM-LV1 Lavaliermikrofon

Sony ECM-W2BT Test vom Mikrofon und dem ECM-LV1 Lavaliermikrofon

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Ich war lange auf der Suche nach einer alternativen Lösung für mein VLOG-Setup. Mit den Wireless Go von Rode wurde ich nie wirklich warm. Es hat mir immer eine kleine Komponente gefehlt dabei. Nun hat vor einiger Zeit Sony ein spannendes, neues Mikrofon gezeigt. Das Sony W2BT mit dem ECM-LV1 Lavaliermikrofon als Zusatz und wie könnte es nicht anders sein, fast parallel dazu hat auch Rode die zweite Generation ihrer kleinen Funkstrecke vorgestellt. Doch zu dem komme ich ein anderes Mal zu sprechen.

Sonys kleine Funkstrecke

KategorieHerstellerSoftware Version
MikrofonSonyDirekt Kauflink*

Auch wenn die internen Mikrofone in Kameras und Smartphones heute immer besser werden, wir sind uns hoffentlich klar, dass für guten Content auch ein externes Mikrofon zum Einsatz kommen muss.
In meinen ganzen Mikrofon-Tests hier im Blog findet ihr dazu einige Modelle. Am einfachsten ist es, in den meisten Fällen, wenn man ein Mikrofon vom gleichen Hersteller hat wie die Kamera, sofern das etwas taugt.
Deshalb wollte ich mir das Sony W2BT Mikrofon etwas genauer anschauen.


Lieferumfang

  • Sender und Empfänger
  • Tote Katze
  • USB-A- auf USB-C-Kabel
  • 3.5 mm- auf 3.5 mm-Klinkenkabel
  • Transportbeutel
  • Bedienungsanleitung
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verpackung

Zu der Verpackung kann ich euch so gut wie gar nichts sagen. Ich habe von Sony ein Vorserien-Produkt erhalten und das ist in einem einfachen, weissen Karton verstaut. Auch wurde es schon von einem anderen Tester eingesetzt.

Verarbeitung

Das Sony W2BT besteht aus zwei Einheiten.
Einmal ist dies der Empfänger, welcher direkt auf den Blitzschuh eurer Sony-Kamera aufgesteckt wird und dann noch der Sender. Diesen könnt ihr direkt am T-Shirt, an eurem Hemd oder auch am Gurt / der Hose anklemmen und schon ist er einsatzbereit.
Alternativ könnt ihr, direkt an der Sendeeinheit noch das Sony ECM-LV1 Lavaliermikrofon anstöpseln und seid damit ein wenig flexibler. So lässt sich das Mikrofon auch deutlich besser verstecken. Denn der 67.6 x 30.6 × 19 mm grosse Sender am T-Shirt / Hemd fällt dann doch schnell mal negativ auf.

Der Empfänger – Die Verarbeitung

Am Empfänger findet ihr zwei LEDs, und zwei Regler. Mit diesen könnt ihr den Empfänger aktivieren und mit dem Zweiten wechselt ihr zwischen den verschiedenen Mikrofonen hin und her. Hierfür müsst ihr wissen, ob euer Kamera analog oder digital den Ton überträgt. Ich habe in meinen ersten Versuchen auf digital gesetzt und mich dann gewundert, dass das Mikrofon meine Stimme nicht mit aufzeichnen wollte.
Gegenüber findet ihr, unter zwei Gummiabdeckungen einen 3.5 mm Klinkenport und einen (Achtung, haltet euch fest) einen microUSB-Port fürs Aufladen der Einheit. Der Klinkenport ist ein Mikrofon-Ausgang und den braucht ihr, wenn eure Kamera weder digital noch analog den Ton an die Kamera übertragen kann.

Die beiden LEDs zeigen euch einmal den Ladestatus des Empfängers an und dann auch noch den Link-Status. Damit meint Sony die Verbindung der beiden Einheiten.

Rückseitig ist eine kleine Öffnung vorgesehen, über die ihr auch den Ton mitschneiden könnt. Dies ist praktisch in Interview Situationen, wenn ihr euch hinter der Kamera befindet. Genauso aber auch beim Filmen von Unboxing Aufnahmen und ähnlichem.

Das Mikrofon – Die Verarbeitung

An der Sendeeinheit, welche etwas schmaler, dafür aber länglicher verbaut ist, gibt es auch einiges zu entdecken. Der Mikrofon / -Sender hat unten einen länglichen Clip, mit dessen Hilfe ihr diesen an eurem Hemd oder T-Shirt befestigen könnt. Mit seinen 27 g hängt dieser dann aber doch etwas runter.

Auf der rechten Seite sind auch hier zwei Schieberegler angebracht. Der obere ist für das Ein- / Ausschalten. Mit dem Zweiten lassen sich die einzelnen Levels auswählen:

  • 0 dB
  • – 10 dB
  • – 20 dB

Auch unter einer Gummiabdeckung findet ihr hier ganz unten einen weiteren (Achtung, ich wiederhole mich, haltet euch fest) microUSB-Port.

Am unteren Rand ist dann noch der 3.5 mm Klinkenport verbaut und ein integriertes Mikrofon. Damit könnt ihr die Sende- / Mikrofoneinheit eigenständig benutzen oder auf ein Lavaliermikrofon zurückgreifen. Gleich daneben befinden sich die zwei gleichen LEDs mit den gleichen Funktionen, wie schon beim Empfänger beschrieben.

Zum weiteren Lieferumfang gehört auch noch eine Tote Katze, die sich aufstecken lässt, sowie ein 3-5 mm auf 3.5 mm Klinkenkabel in ganz kurz.

ECM-LV1 Lavaliermikrofon – Die Verarbeitung

Wie oben beschrieben gibt es auch noch die Möglichkeit, die Funkstrecke direkt mit einem Lavaliermikrofon umzusetzen. Dieses ist, im Vergleich zu anderen, welche ich bis jetzt getestet hatte doch recht gross.
Dafür aber findet ihr beidseitig Öffnungen für am Mikrofon und somit kann es auch Stereo aufzeichnen. Direkt am Mikrofon ist auch ein typischer Clip angebracht, womit es sich einfach und schnell montieren lässt.

Ist der Clip einmal montiert, könnt ihr das Mikrofon so ausrichten wie ihr eine Aufnahme umsetzten, möchtet. Vertikal oder horizontal lässt sich die Aufnahme machen. Wie sich das auf die Aufnahme auswirkt, das hört ihr euch am besten direkt in meinem kleinen Video zum Mikrofon an.

Das fix angebrachte Kabel und der Stecker sind angenehm fein ausgefallen. Doch leider auch deutlich kürzer als das – zum Beispiel – bei meinem Zoom F1-LP ausgefallen ist. Damit hat man kein Problem vom Hosengurt bis zum Hemd / T-Shirt, doch wenn man mal etwas weiter unten ansetzen möchte, könnte es dann doch knapp werden.

Auch hier legt Sony einen kleinen Windschutz mit dazu. Keine Tote Katze, aber solch einen kleinen Schaumstoff Aufsatz. Hier bin ich gespannt, wie lange, dass es geht, bis dieser verloren geht.

Reichweite und Latenz und Akku

Sony gibt an, dass das ECM-W2BT Mikrofon eine Reichweite von bis zu 200 Meter hat. Dies natürlich nur bei freier Sicht zwischen Kamera und Mikrofon und auch nur, wenn ihr nicht allzu viele Störende andere Wellen in der Umgebung habt.
Damit die Latenz hier schön synchron bleibt, hat Sony den Qualcomm aptX Low Latency Codec verbaut.

Für meine Einsätze sind solche Reichweiten kein Thema. Ich befinde mich in den meisten Fällen kaum mehr als zwei bis vier Meter, maximal sechs Meter entfernt von der Kamera. Da aktuell keine IFA und MWC stattfinden darf, konnte ich es leider auch nicht in Ausseneinsätzen testen.
Da stehen wir jedes Mal vor grösseren Herausforderungen. Vor allem, da an solchen Orten viele Störquellen vorhanden sind und somit Kabelgebundene Geschichten meist interessanter sind.

Das Mikrofon und der Empfänger
Das Mikrofon und der Empfänger

Kommen wir noch zum Thema Akku. Bei Mikrofon-Lösungen und generell beim Filmen ist das immer grosses Thema. Vor allem, da der Sender und der Empfänger nicht mit tauschbaren Batterien läuft, sondern mit einem integrierten Akku.

Das Mikrofon ist mit neun Stunden richtig schön ausdauernd. Damit sollten auch lange Arbeitstage an Messen zu überstehen sein. Anders schaut es beim Empfänger aus, dieser kann nur drei Stunden mitarbeiten, bevor er wieder ans Ladekabel muss. Etwas Positives gibt es dabei aber auch. Wenn ihr ihn auf einem passenden Sony Kamera nutzt, wird der Empfänger über den Blitzschuh mit Strom versorgt. So könnt ihr ihn dann insgesamt 18 Stunden lang nutzen.

Ach ja, Sender und Empfänger sind übrigens beide Spritzwasser- und Staub-geschützt. Jetzt wäre es schön, wenn auch die Kamera so gut geschützt wäre.

Aufnahmen und auf was ihr achten solltet

Bei Aufnahmesituationen müsst ihr einfach IMMER sehr gut darauf achten, wie das Mikrofon und der Empfänger eingestellt sind. Schade ist hier sicherlich, dass insgesamt die Verarbeitungsqualität nicht ganz so hoch angesiedelt sind.

Die beiden Einheiten sind umkleidet mit einfachem Kunststoff, das ist nicht schlimm. Was aber weniger gut ist, sind die vier verbauten Regler. Diese haben leicht spiel und der Druckpunkt / Schiebepunkt (gibt es das Wort überhaupt) ist sehr einfach. Ganz fein knackst es beim Verschieben der Regler, anhand denen man sich orientieren kann. Dennoch könnte das Ganze einfacher sein.

Dazu kommt, dass die beiden LEDs je Einheit sehr schwach hinterleuchtet sind. Bei mir im «dunklen» Büro kein wirkliches Problem, doch sobald man nach draussen geht, beginnt der Kampf damit. Mein Trick, ich halte die beiden Einheiten kurz in meinen Gadget-Rucksack, da habe ich genügend Schatten.

Die beiden Regler
Die beiden Regler

Beim Empfänger könnt ihr zwischen drei Verschiedenen Modis wählen:

  • MIC
  • RCVR
  • MIX

Beim Ersten nimmt das Mikrofon einzig und alleine den Ton der gefilmten Person auf. Im RCVR-Modus wird nur der Ton vom internen Mikrofon am Empfänger berücksichtigt. Beim MIX-Modus wählt die Funkstrecke ein Mix der beiden Mikrofone.

Um das Ergebnis von einem Interview aufzuzeichnen, solltet ihr das Lavaliermikrofon einsetzen. Das Ganze wirkt dann auch optisch etwas schlanker und professioneller.

Am Sack angeklippt
Am Sack angeklippt

Sony bewirbt den Sender / das Mikrofon auch dafür, um mehr als eine Person aufzuzeichnen. Dazu nutzt ihr den kleinen Clip (der fürs Verstauen angedacht ist) einfach am Sender und schon steht dieser in einem schrägen Winkel vor euch. So, dass er beide Personen gleichzeitig aufzeichnet.

Als externes Mikrofon für zwei Personen
Als externes Mikrofon für zwei Personen

Die Tote Katze

Sony liefert dem ganzen Paket auch noch eine tote Katze mit. Ganz schön gelöst, der Aufsatz wird direkt im 3.5 mm Klinkenport angesteckt. Damit hält der Windschutz sehr gut fest. Damit er auch nicht wegrutscht hat Sony ein Plastikkonstrukt daran angebracht. Dieses lässt sich somit auch mit aufstecken.

Tote Katze mit Klinken-Stecker
Tote Katze mit Klinken-Stecker

Dieses empfiehlt es sich immer dabei zu haben. Das geht mit dem mitgelieferten Transportbeutel auch sehr gut. Denn sobald ihr unterwegs Aufnahmen machen möchtet und etwas Wind herrscht, seid ihr froh darüber.

Tote Katze montiert
Tote Katze montiert

Technische Details

WasEinheiten
Grösse Empfänger34 × 28.7 × 53 mm
Grösse Mikrofon67.6 x 30.6 × 19 mm
Gewicht Empfänger27 g
Gewicht Mikrofon27 g
Gewicht Laveliermikrofon13 g
RichtcharakteristikMono, Kugelcharakteristik
Akku Empfänger3 Stunden (Ladezeit ca. 1.5 h)
Akku Mikrofon9 Stunden (Ladezeit ca. 3 h)
Bluetooth5
ReichweiteBis zu 200 m

Fazit zum Sony ECM-W2BT

Natürlich möchtet ihr jetzt auch noch wissen, wie die Audio-Qualität von den ganzen Aufnahmen geworden sind. Das ist, wie so bei vielen eine Frage des Geschmackes und was man damit erreichen möchte. Als Podcaster und Mensch der doch das eine oder andere Video gemacht hat, kann ich nur sagen, Audio ist wichtig, Audio ist essenziell.

Wenn ihr ein Video schaut, möchtet ihr viel lieber nur Full-HD-Auflösung haben anstelle von einem schlechten Ton. Denn der Ton ist extrem wichtig. Auch wenn die meisten Menschen da draussen sehr visuell geprägt sind, ein guter Film braucht einen guten Ton. Damit lassen sich Informationen viel besser transportieren. Das Sony ECM-W2BT ist ein einfaches, günstiges und vor allem auch praktisches Mikrofon für unterwegs. Wer viel reist und Videos macht, zwischendurch auch mal ein Video-Interview unterwegs aufzeichnen möchte, der wird mit der mobilen Lösung eine gute Alternative haben zu bestehenden Produkten auf dem Markt.

Praktisch für den Transport
Praktisch für den Transport

Ich wünschte mir, dass generell die Mechanik der Schieberegler etwas hochwertiger wären, genauso wie die LED, welche etwas mehr leuchten dürfte. Am Mikrofon könnte man diese auch nach hinten platzieren, so würden intensiver leuchtende LEDs nicht störend im Video rüberkommen.

Zu kaufen gibt es das Mikrofon übrigens hier bei Brack*.

*Eventuelle Kauf Links können Spuren von Affiliate enthalten.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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