Home Testberichte Mikrofon Sennheiser MKE 200 Test – Kompakt, flexibel und Audio-gewaltig
Sennheiser MKE 200 Test – Kompakt, flexibel und Audio-gewaltig

Sennheiser MKE 200 Test – Kompakt, flexibel und Audio-gewaltig

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Im letzten Herbst hat mich das MKE 200 von Sennheiser erreicht und in der Zeit habe ich das kompakte Richtmikrofon ausgiebig getestet. Das neue, kompakte MKE 200 von Sennheiser ist perfekt geeignet für ein schmales Video Equipment. Es braucht kein Akku und es wiegt unter 50 g, was will man noch mehr?
Wie sich das Mikrofon über die letzten Monate im Dauertest geschlagen hat, das beschreibe ich euch hier in meinem Testbericht.

Kompakt, flexibel und Audio-gewaltig

KategorieHersteller
MikrofonSennheiser

Das Schöne am Mikrofon, es ist ein Richtmikrofon und nimmt somit genau das auf, was sich direkt vor dem Mikrofon befindet.
Das MKE 200 ist vor allem aber auch «tubbeli sicher». Ihr müsst nicht an die Batterie denken, ihr könnt/dürft/sollt keine Einstellungen am Mikrofon selber vornehmen, ihr müsst einzig und alleine das Mikrofon mit eurer Kamera oder dem Smartphone der Wahl verbinden und schon seid ihr einsatzbereit.


Lieferumfang

  • MKE 200 Mikrofon
  • CL 35 TRS auf TRS-TRS-Spiralkabel
  • CL 35 TRRS auf TRS-TRRS-Spiralkabel
  • MZH 200 Fellwindschutz (Tote Katze)
  • Verschliessbarer Transportbeutel
  • Bedienungsanleitung
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verpackung

Auf der Verpackung bekommt ihr an der Front das Mikrofon auf einer Kamera präsentiert. Da seht ihr schon einmal die kompakte Bauweise vom Mikrofon. Links wird euch die MKE-Serie genauer vorgestellt, auf der rechten Seite sind es die Details zum Lieferumfang und dem Mikrofon selber.

Auf der Rückseite geht der deutsche Hersteller nochmals auf die Mikrofon-Art ein. Dabei wird vor allem nochmals das Richtmikrofon sowie der intern verbaute Shock-Mount erwähnt.

Was ich auch sehr sympathisch findet, als grosser Fan von tollen Verpackungslösungen, im inneren findet ihr wiederverwendeter Karton, der sich leicht entsorgen lässt und kaum Plastikabfall.  Toll gemacht, Sennheiser.

Verarbeitung

Heute möchte ich mal andersherum beginnen. Vor mir liegt nämlich gerade der kleine, seidig-weiche Stoffbeutel. Dieser liegt dem Lieferumfang bei und darin lässt sich das Mikrofon, die Tote Katze und die beiden Kabel perfekt transportieren.
Zusätzlich habe ich da drin auch noch einen 3.5 mm Klinken auf Lightning- und einen 3.5 mm Klinken auf USB-C-Adapter verpackt. Somit habe ich immer gleich für beide Smartphone Plattformen den passenden Adapter dabei.

Alles perfekt im Beutel verstaut
Alles perfekt im Beutel verstaut

Mein Tipp dazu: legt zuerst die beiden kleinen Adapter und die zwei blauen Kabel in den Beutel, anschliessend die Tote Katze und obendrauf das Mikrofon selber. So bleiben alle Teile immer gut im Beutel drin, auch wenn die Kordel mal nicht so gut zuhält.
Dies hat sich zumindest bei mir über die letzten Monate fleissig bewährt.

Da ich sie schon erwähnt hab, kommen wir nun direkt zu den kleinen, blauen Kabeln. Praktisch finde ich auch, dass das Kabel fürs Smartphone mit einem Label versehen ist. Natürlich sieht man den Unterschied auch, wenn man etwas genauer hinschaut. Doch so ist für ungeübte auch viel angenehmer.
Den Unterschied könnt ihr jeweils auf der Seite ohne dem Schraubmechanismus. Hat es da drei schwarze Ringe, dann handelt es sich um ein TRRS-Kabel. Eines das im Smartphone landet. Das normale Kabel, welches in der Kamera landet, verfügt nur über zwei schwarze Ringe.

Die beiden Mikrofonkabel
Die beiden Mikrofonkabel

Zwei Dinge an den Kabel gefallen mir extrem gut. Zum einen das Spiralkabel, womit das Kabel sehr kurz gehalten  ist, im Notfall aber um bis das fünffache in die Länge gezogen werden kann.
Der zweite Punkt ist der Schraubmechanismus damit hält das Kabel fest am Mikrofon und ihr könnt es nicht mehr ungewollt herausziehen.
Die geknickte L-Form der vier Kabelenden ist bei solch einem kompakten Kabel natürlich auch sehr passend.

Der Fellwindschutz
Der Fellwindschutz

Auch wenn die Tote Katze – oder wie Sennheiser sie nennt der Fellwindschutz – schön geschmeidig ist, solltet ihr nicht zu viel damit herumspielen. Denn sie haart, wie die meisten toten Katzen, doch immer wieder.
An dem Fellwindschutz findet ihr eine kleine Lasche mit dem Sennheiser Brand dran. Diese könnt ihr dazu nutzen, um sie aufzuhängen.

Ansonsten kann man nichts Negatives zu der toten Katze sagen. Drüber gestülpt wird sie von vorne nach hinten und schon hält sie fest am Mikrofon. Vor allem aber erledigt sie ihren Job wirklich hervorragend.

Für alle unter euch, welche den Audio-Input manuell ansteuern, der Windschutz verringert den Ton um ca. 15 dB.

Montiert auf der Kamera
Montiert auf der Kamera

Das Sennheiser MKE 200 ist super leicht und fällt im Rucksack kaum auf. Von seiner physischen Grösse aber auch vom Eigengewicht. Es bringt nur 48 g auf die Waage.

Verarbeitet ist es, Sennheiser typisch, gut. Ihr findet daran weder Spaltmasse noch ungeschliffene Kanten. Unten dran ist ein Blitzschuh Adapter für die Montage direkt an der Kamera eurer Wahl. Genauso aber auch an praktischen Gadgets wie zum Beispiel dem ULANZI U-Rig Pro, welches ich euch drüben im YouTube Kanal in einem Video vorgestellt hab. Hier gibt es natürlich zahlreiche Lösungen, wo ihr das Mikrofon montieren könnt.
Genauso gut findet es seinen Platz am Extension Rod vom DJI Osmo Pocket oder auch am SmalRig Cage und ähnlichem.

Das 1/4" Gewinde
Das 1/4″ Gewinde

Alternativ lässt sich das Mikrofon auch auf ein normales Foto-Stativ schrauben, einem Gorilla Pod oder allem was ein 1/4″ Gewinde hat. Dafür ist untern am Blitzschuh auch noch ein Gewinde

Der 3.5 mm Klinkenport an der Vorderseite
Der 3.5 mm Klinkenport an der Vorderseite

Das Beste habe ich mir zum Schluss aufgehoben. Der 3.5 mm Klinkenport ist vorne angebracht. Untypisch? Ja, wenn man kompakte mini Mikrofone von Rode und anderen Herstellern anschaut, gehen diese Kabel immer nach hinten raus.

Mit dem Fellwindschutz
Mit dem Fellwindschutz

Damit schliesst das Mikrofon auf den grossen und Kompakt-Kameras fast passgenau mit dem Display ab und ihr kommt nicht ungewollt an das Kabel.


Technische Details

  • Grösse: 69 x 60 x 39 mm
  • Gewicht: 48 g
  • Richtcharakteristik: Supernieren-Charakteristik
  • Audio-Übertragungsbereich: 40 – 20.000 Hz
  • Grenzschalldruckpegel: 120 dB
  • Anschluss: 3.5 mm Klinkenstecker

Fazit

Das Sennheiser MKE 200 ist für mich das perfekte, kompakte Mikrofon für alle Menschen da draussen, die VLOGS mit ihrem Smartphone machen oder sich mehr Audio-Qualität bei Kamera Aufnahmen wünschen.
Natürlich mit Mikrofon-Lösungen, wie dem Rode VideoMic Pro R, einem Sennheiser MKE 440 oder ähnlichen könnt ihr hier nochmals mehr herausholen. Doch da seid ihr dann auch schnell mal beim doppelten oder gar dreifachen Preis.

Dazu kommt, dass diese mehr Platz benötigen und beim Reisen, oder auch nur bei kleinen Ausflügen immer Mangelware ist. Die kompakten Masse schlagen sich auch beim Gewicht nieder, bringt es nur 48 g auf die Waage.

Das Mikrofon von hinten
Das Mikrofon von hinten

Bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis ist nicht nur die Audio-Aufnahme und der integrierte Shock-Mount beeindruckend. Auch der Windschutz mit der toten Katze obendrauf liefert tolle Ergebnisse.

Auszeichnung

Nach den Momentum True Wireless 2 In-Ear-Kopfhörern ist das MKE 200 Mikrofon das zweite Gadget von Sennheiser, welches meinen «Meine Wahl» Auszeichnung erhält.
Überzeugt hat mich der flexible Einsatz am Smartphone oder der Kamera gepaart mit dem kompakten Design und dem dennoch günstigen Preis, welchen Sennheiser hier aufwirft.

Ich werde das Mikrofon weiter für meine mobilen Aufnahmen verwenden und damit sicherlich auch die eine oder andere #GeekTalk Daily damit aufzeichnen, wen ich mal nicht im Studio bin.

Meine Wahl - Pokipsie Network Award

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Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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