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EPOS│SENNHEISER GSP 370 Test

EPOS│SENNHEISER GSP 370 Test

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Das Gaming-Headset EPOS│SENNHEISER GSP 370 möchte durch guten Sound und vor allem eine lange Akku-Laufzeit punkten. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen und habe es über die letzten Wochen für euch ausgiebig getestet.

Gaming Headset mit viel Akku

KategorieHersteller
KopfhörerEPOSSennheiser

Vor allem getestet hat es aber meine grösste Tochter. Sie hat das unschöne Wetter in den Herbstferien und einen kleineren Unfall dazu genutzt, hier im Büro, das eine oder andere Spiel zu spielen.
Meine zweite Tochter hat Parallel die Logitech Lightspeed G733 Kopfhörer getestet, dazu bald auf mehr, hier im Blog zum nachlesen.


Lieferumfang

  • Headset GSP 370
  • USB-A- auf microUSB-Kabel
  • USB-Dongle
  • Bedienungsanleitung
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verpackung

In weiss gehalten mit dem typischen Sennheiser blauen Streifen auf der Unterseite. So kommt die Verpackung daher, womit man auch gleich die Zugehörigkeit und die gewohnte Qualität assoziiert wird.

Auf der Vorderseite bekommt ihr vor allem das Produkt von voller Grösse zu Gesicht sowie dessen Name und Funktionsweise «Wireless» in dem Fall vom GSP 370. Unten links kommen noch zwei wichtige Funktionen zum Vorschein. Einmal, dass die Verbindung auf einer «Low Latency Connection» basiert und genauso wichtig, «100 Stunden Laufzeit» wird einem hier versprochen.

Seitlich bekommt ihr dann einen teil der technischen Details zu Gesicht. Diesen widme ich mich wie üblich etwas weiter unten im Testbericht.

Auf der Rückseite kommen dann noch weitere Details aufgelistet, dies in sieben verschiedenen Sprachen. Dazu gehört zum Beispiel die minimale Latenzzeit bei der kabellosen Nutzung.
Auch das Noise-Cancelling-Mikrofon wird angesprochen die berühmte Sennheiser Klangqualität.

Das Headset selber findet im Inneren des Kartons in einer speziell gespritzten Kunststoffhülle seinen Platz. Hier würde ich mir für die Zukunft eine umweltverträglichere Lösung wünschen. Sowas kann man heute auch gut mit Karton oder ähnlichem Lösen.

Es wurde heiss
Es wurde heiss

Verarbeitung

Kommen wir zur Verarbeitungsqualität des Produkts selber. Der Dongle ist ein knapper Zentimeter kürzer als der von uns parallel getestet Logitech Lightspeed G733 Kopfhörer. Auch farblich ist er schwarz deutlich unauffälliger. Hier entscheidet aber sicherlich auch der eigene Geschmack über gut oder nicht. Mir gefällt es auf jeden Fall, dass es ein relativ kompakter Dongle ist.

Was mir gleich nach dem Auspacken aufgefallen ist, es kommt sehr viel, Kunststoff zum Einsatz. Das ist grundlegend nicht schlecht und auch nicht verkehrt. Doch er fühlt sich ein wenig günstig/billig an. Dies gilt vor allem für die Übergänge, auf den Flächen fällt es kaum negativ auf.

Das Mikrofon und den EPOS Brand
Das Mikrofon und den EPOS Brand

Als sehr angenehm haben meine Tochter, wie auch ich, die weichen Ohrpolster empfunden. Diese sind auch nach einer oder knapp zwei Stunden in Nutzung noch sehr annehmen auf, oder um die Ohren zu ertragen.
Die Ohrmuschel selber hat leicht spiel und lässt ich dezent nach oben und unten, sowie ganz leicht seitlich bewegen. Sodass sich der GSP 370 Kopfhörer gut an die eigene Kopfform anpassen kann.

Der Kopfhörerbügel
Der Kopfhörerbügel

Im Kopfbügel findet ihr vier schmale «Kissen», die mit einem weichen Material gefüllt sind.
Was mir beim Bügel sehr gut gefällt, er lässt sich sehr weit ausziehen. Solltet ihr also schon einmal einen Gaming-Kopfhörer gekauft haben, der euch nicht passte, hier beim GSP 370 könntet ihr mehr Glück haben.

Das Lautstärkerad
Das Lautstärkerad

An der rechten Ohrmuschel findet ihr einzig und alleine den angenehm gross ausgefallenen Lautstärkeregler. Dieser ist in etwa so gross wie ein CHF 2.- Geldstück. Dieser reagiert auch sehr schnell und präzise in seinen kleinen Abstufungen auf den gewünschten Input. Diese ist aber erst seit dem letzten Update des Kopfhörers so. Vorher hatte der Regler einen spürbaren Delay, was sehr nervig war und warum ich meist den Kopfhörer vom Kopf genommen hab, anstelle erst die Lautstärke runterzuregeln.

Der Mikrofonarm
Der Mikrofonarm

An der linken Ohrmuschel ist dann schon mehr dran. Zum einen – und da bin ich wieder ein wenig enttäuscht – der nicht abnehmbare Mikrofon-Hals. Ein ca. drei Zentimeter breites Stück ist mit Silikon umgeben und ist sehr flexibel.
Damit könnt ihr den Mikrofon-Arm einigermassen in Position bringen und ihn näher an den Mund oder auch mal etwas weiter weg bewegen.
Natürlich lässt sich der Mikrofon-Arm auch nach oben an den Kopfhörer-Bügel hochklappen.

LED-Licht, microUSB-Port und Regler
LED-Licht, microUSB-Port und Regler

Unten dran findet ihr noch einen schlanken LED-Streifen. Gleich daneben ist der microUSB-Port fürs Versorgen mit Strom und für den Anschluss für ein Firmwareupdate. Als drittes Element findet ihr da noch den Ein -ausschalt-Regler.
Diesen empfinde ich als sehr knapp und klein. Sogar meine Tochter hatte Mühe, diesen richtig zu treffen. Hier hätte ich mir einen etwas breiteren Regler gewünscht.

Akku

Auf der Verpackung verspricht der Hersteller EPOS ganze 100 Stunden Akku-Nutzung. Dies ist natürlich eine richtige Ansage aus Dänemark.
Auch hier muss ich nochmals einen Vergleich zum Logitech Lightspeed G733 Kopfhörer setzen. Der Logitech Kopfhörer kommt auf gerade mal 29 Stunden. So viel kommuniziert zumindest der Hersteller, was ich selber noch testen muss.

Ich habe nie die Stoppuhr gestellt bei der Nutzung vom Headset. Was ich (und wir) aber beim GSP 370 anders machen als bei anderen Headsets, wir schalten dieses hier selten bis nie aus. Oder sagen wir es einmal so, wir müssten es nicht.

Wie einleitend erwähnt habe ich nie mit der Stoppuhr gemessen. Doch bei meinen Tests bin ich jeweils weit über 80 Stunden gekommen und das ist natürlich schon eine Ansage, damit kann der EPOS│SENNHEISER Gaming Kopfhörer wirklich punkten.
Die Ergebnisse sind natürlich auch immer abhängig von der Umgebung und der Lautstärke mit der ihr eure Inhalte und Spiele konsumiert.

EPOS│SENNHEISER Logo
EPOS│SENNHEISER Logo

Software EPOS Gaming Suite

Löblicherweise bekommt das GSP 370 Updates spendiert. In meiner Testzeit waren das deren zwei an der Zahl. Interessanterweise werden diese aufgeteilt.

Es gibt Updates für die Software, anschliessend folgen Firmware Updates zum einen für den Dongle und einen für das Headset selber. Ein Update der EPOS Software muss mit einem Neustart vom Computer abgeschlossen werden. Solche Schritte mag ich überhaupt nicht, sind aber bei Windows nach wie vor Realität.

Für das Installieren der neusten Firmware beim Dongle, müsst ihr diesen aus dem USB-Port entfernen. Beim Kopfhörer fehlt dann logischerweise die Funkverbindung und ihr müsst ihn mit dem beigelegten USB-A- auf microUSB-Kabel verbinden. Dazu könnt ihr natürlich auch jedes andere, noch herumliegende Kabel dieser Gattung dazu verwenden. Mittlerweile habe ich von den microUSB-Kabeln nur noch drei im Büro und daheim verteilt. Ansonsten überall Lightning und vor allem UBS-C-Kabel eingesetzt.

Hier hätte ich mir von EPOS gewünscht, dass man auch auf den aktuellen USB-C-Standard setzt. Der, hier im Beitrag mehrfach erwähnte Logitech Lightspeed G733 Kopfhörer verfügt zum Beispiel über einen solchen USB-C-Port.

Der Mikrofonarm
Der Mikrofonarm

Audio

Bevor ich zum Klang des Headsets komme, möchte ich euch kurz etwas zum verbauten Mikrofon-Arm am Headset erzählen.

Gleich vorneweg, die Klangqualität des Mikrofons ist wie bei den meisten Gaming Headsets eher mau. Damit will ich die Qualität nicht schlechtreden. Für den Austausch mit euren Kontrahenten oder auch euren Mitspielern ist das natürlich mehr als genügend.

Wiederum praktisch, aber auch schon fast Standard ist natürlich, dass beim Hochklappen vom Mikrofon dieses auch stummgeschaltet wird. So könnt ihr schnell und einfach auf stumm gehen um eine Pause ein Zulegen oder einfach mal nicht zu kommunizieren.

Kommen wir zurück zur eigentlichen Audio-Erfahrung. Diejenige welche aus den beiden Ohrmuscheln kommt. Ist das GSP 370 von der Optik her fast schon etwas langweilig, schwarz und ein wenig grau bietet die Klangqualität deutlich mehr Farben.

Das Headset
Das Headset

Die Klangqualität ist ausgeglichen, nicht wie Gaming Headsets-typisch nur mit einem Fokus auf die Tiefen. Die Höhen sind klar ausgebildet und die Bässe sind auch vorhanden. In den Einstellungen der EPOS Gaming Suite legt ihr fest, ob ihr ein 2.0 oder ein 7.1 Surround Sound haben möchtet. Auch bei der Nachhall vom Klang lässt sich über einen Schieberegler individuell einstellen, zumindest im 7.1-Modus.
Ist der Sound beim 2.0-Modus klar auf eure beiden Ohren fokussiert, bekommt ihr im 7.1-Modus einen deutlich verteilteren Ton zu Ohren. Dieser wirkt dann nicht mehr so präsent, ist aber – je nach Aufnahme (ich höre aktuell Manfred Man Earth Band) – sehr schön im Raum verteilt und ihr hört die (in meinem Fall gerade) Gitarren-Solis schön von links nach rechts und hinten rum wieder zurück.

Natürlich kommt der Sound nicht an meine Bowers & Wilkins PX7 oder meine MOMENTUM True Wireless von Sennheiser heran. Das müssen sie aber, als Gaming Headsets auch nicht, genau dafür habe ich ja dann die eben genannten.


Technische Details

  • Grösse: 241 x 230 102 mm
  • Gewicht: 284 g
  • Reichweite: 10 meter
  • Akku: 100 Stunden
  • Farbe: schwarz

Fazit

Sollte ihr beim Spielen einen Stream zur Verfügung stellen wollen, dann rate ich euch, ein zusätzliches Mikrofon zu kaufen. Die Audioqualität vom integrierten Mikrofon Arm ist dafür eher nicht geeignet. Natürlich könnt ihr damit starten und euch auch erst später, wenn ihr das Streaming dann auch durchzieht ein anständiges Mikrofon kaufen.

Das komplette Headset
Das komplette Headset

Mit dem USB-A-Dongle könnt ihr euch übrigens nicht nur mit eurem PC verbinden, die Verbindung funktioniert auch bei einer PS 4 (oder der bald kommenden PS 5).
Einziger Unterschied am PC habt ihr, mit der oben angesprochenen EPOS Gaming Suite, die Möglichkeit viel feinere Details einzustellen.

Der Produktnamen Brand
Der Produktnamen Brand

Toll ist sicherlich das hier EPOS fleissig am Kopfhörer weiter arbeitet in Form von Anpassungen, welche via Firmware Update nachgeliefert werden.
So hätte ich zum Beispiel bis vor einem Monat noch schreiben müssen, dass das Delay bei der Lautstärkeregelung unzumutbar sind. Dem ist nun, zum Glück, nicht mehr so.

Gefallen haben wir an der langen Akku-Laufzeit gefunden und der Möglichkeit – zumindest am Computer – detailreiche Einstellungen vorzunehmen.
Wer ständig mit der Akku-Leistung seines Gaming Headsets kämpft, der könnte in den EPOS│SENNHEISER GSP 370 einen guten Kandidaten für seine nächsten Gamingkopfhörer finden.

Der Mikrofonarm
Der Mikrofonarm

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Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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