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Sennheiser Momentum True Wireless 2 im Test

Sennheiser Momentum True Wireless 2 im Test

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Ich mag In-Ear Kopfhörer ohne Kabelanbindung, das habt ihr sicherlich schon mitbekommen wen ihr hier schon etwas länger mit liest im Blog. Im letzten Jahr habe ich für euch die Momentum True Wireless von Sennheiser ausgiebig testen und anschliessend hier im Blog darüber berichten dürfen. Ende März kamen dann die neuen Momentum True Wireless 2 in den Verkauf und seit dem Zeitpunkt bin ich diese fleissig am testen.

Mehr Qualität durch ANC Integration?

Kategorie Hersteller Software Version
Kopfhörer Sennheiser Android und iOS 3.1.0

Wie ich im ersten, News-Beitrag schon berichtet hatte, war ich sehr gespannt auf den Test. Die Audioqualität, vom ersten Modell hat mir sehr gut gefallen. Deshalb war ich sehr gespannt, wie das nun mit ANC anhören wird.


Lieferumfang

  • Ladebox
  • MTW 2 Kopfhörer
  • Silikon-Ohradapter-Set in vier Grössen
  • USB-A- auf USB-C-Kabel
  • Bedienungsanleitung
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verpackung

Ausgeliefert werden die kleinen Knubbel-Kopfhörer in der typischen schlichten Sennheiser Verpackung. Blau und weiss dominieren die Box und in schwarz bekommt ihr die ganzen Details präsentiert, die euch zu einem Kauf bewegen können.
Beginnend bei einem stylischen Abbild der beiden In-Ear-Kopfhörer und den Hauptfeatures. Dazu gehört das smarte Pausieren, die Touchbedienung, die Kompatibilität zu den Sprachassistenten auf eurem Smartphone, die Aktive Geräuschunterdrückung und die Leistung der integrierten Batterie.

Auf die einzelnen Punkte und was sie genau bedeuten, gehe ich weiter unten genauer ein. Was mich freut, Sennheiser hat, wie so oft auf ihre Community gehört und hat bei ein paar Punkten deutlich nachgebessert. Aber auch dazu weiter unten.

Verarbeitung vom Momentum True Wireless 2

Wer schon einmal ein Produkt aus dem Hause Sennheiser in den Fingern hatte, weiss dass deren Verarbeitung top ist. Das war schon beim Vorgänger so und ist natürlich auch hier der Fall.

Die beiden Ladeboxen
Die beiden Ladeboxen

Die Box ist nach wie vor dezent gehalten und mit einem Stoff überzogen. Das hat den grossen Vorteil, dass sie nicht wie die glänzenden Boxen der Mittbewerber schnell zu Kratzern neigen. Muss man aber natürlich auch mögen, hier entscheidet wie vielfach auch der persönliche Geschmack. Im Gegensatz zu der ersten Version ist die neue Box in einem dunkleren Grau gehalten. Das hat sicherlich auch den Vorteil, dass leichte Verschmutzungen nicht so schnell zu sehen sind.

Die beiden Earbuds
Die beiden Earbuds

Auch bei den Earbuds gibt es einen Unterschied. Diese sind physisch auch etwas schlanker ausgefallen. Dies geht sogar so weit, dass die «L» und «R» Beschriftung auf den Earbuds kleiner ausgefallen ist.
Damit ANC auch funktioniert, benötigen die kleinen Kopfhörer auch genügend Informationen von der Aussenwelt. Im Gegensatz zum ersten True Wireless Kopfhörer, der nur zwei feine Aussparungen für das Mikrofon hat befinden sich auf der neuen Version ganze 10 Löcher.

Die neue Ladebox

Die Ladebox selber ist minimal kompakter. Fällt einem im normalen Einsatz nicht auf, einzig beim ganz genau hinschauen und direkten Vergleich mit der ersten Box. Der grössere Unterschied ist sicherlich das neue Scharnier. Dieses ist ein-einhalb mal so breit wie beim ersten Modell. Das der Deckel der ersten Version leicht wackelt, nach so vielen Monaten in der Benutzung ist mir bis anhin gar nicht aufgefallen.

Die beiden Ladeboxen von hinten im Vergleich
Die beiden Ladeboxen von hinten im Vergleich

Mit dem breiteren Scharnier beugt, der deutsche Hersteller, dem sicherlich etwas vor. Was mir weniger gefällt ist, dass sich die Ladebox nicht mehr ganz so weit nach hinten aufklappen lässt. Mit solch dicken Fingern wie ich sie mein eigen nenne, gelang das herausnehmen der Earbuds beim Vorgänger etwas einfacher. Ich muss aber auch sagen, hätte ich es nicht so gekannt wie in der ersten Version wäre mir das wahrscheinlich auch nicht aufgefallen.

Ladebox geöffnet
Ladebox geöffnet

Interessant zu sehen ist, dass das weisse Sennheiser-Logo auf der Deckel Innenseite geschrumpft ist. Dies fällt – im direkten Vergleich – mit dem ersten Modell richtig auf. Analog zu der oben genannten «R» und «L» Beschriftung auf den Earbuds.

Die Ladebox ohne Inhalt
Die Ladebox ohne Inhalt

Nach wie vor verfügt die Ladebox über ein Magnet im Deckel und dem unteren Teil, so dass dieser gut zusammenhält und nicht so einfach aufgeht. Zusätzlich ist jeder der beiden Earbuds mit zwei mini-Magneten an die Box gehaftet. So dass ihr stark schütteln könnt, ohne dass diese aus der Box fallen.

Der hinterlegte QR-Code, am Boxen-Boden, ist im Gegensatz zur ersten Box auch weiss hinterlegt. Damit lässt der sich wahrscheinlich besser auslesen. Bevor ihr es jetzt aber versucht, lasst es. Darin sind nur Daten rund um die Produktion hinterlegt, mit denen ihr eh nichts anfangen könnt.


Active Noise Cancellation

ANC ist in aller Munde, wenn man heut zu Tage einen neuen Kopfhörer kauft dann sollte man sich die Technologie definitiv etwas genauer anschauen. Es kommt natürlich auf den Einsatzzweck an.
Wer alleine wohnt und am Abend einfach etwas gute Musik mit dem Kopfhörer geniessen möchte, der benötigt diese Technologie nicht unbedingt.
Wer aber Morgens und Abends mit dem Zug oder Bus unterwegs ist und es gerne etwas ruhiger haben möchte, für den ist ANC sicherlich keine verkehrte Wahl. Genauso wer gelegentlich oder viel Fliegen muss.
Für mich ist klar, ohne einen ANC-Kopfhörer flieg ich nicht mehr, wer das einmal mit erlebt hat, will es nicht mehr missen.

Die beiden Earbuds
Die beiden Earbuds

Der ANC-Modus ist sehr angenehm, ihr vernehmt einen Wechsel in diesen am Anfang durch ein feines Knacksen in den Ohrmuscheln und ab dann gehts leiser zu und her.
Natürlich ist das Ergebnis, im direkten Vergleich mit einem Momentum 3 Kopfhörer, einem On-Ear Kopfhörer der eure Ohren komplett bedeckt ein anderes Erlebnis. Dennoch hört ihr damit deutlich weniger von tieferen, monotonen Geräuschen. Solche, wie es eben in einem Zug oder Flugzeug gibt.

Wie einleitend schon erwähnt, gefällt mir die Audioqualität von den kleinen Kopfhörern sehr gut. Spannend ist, dass die neuen doch etwas leiser sind. Leiser ist das falsche Wort, ich versuch es als weniger Voluminös zu beschreiben. Dennoch ist der Sound gewaltig, sie bieten eine wärmere Tonalität und einen dezenteren aber sehr angenehmen Bass.
Auch die Höhen bewegen sich sehr angenehm, auch bei fast voller Lautstärke klirrt hier gar nichts. Sennheiser, das habt ihr toll gemacht. Zu verdanken haben wir das dem dynamischen 7 mm Treiber.


Den Akku verdoppelt?

Eines der Themen ist sicherlich das Thema Akku. Hab ich beim Vorgänger Modell, die kommunizierten vier Stunden jeweils gut erreicht kommen in der Version zwei schon bis zu sieben Stunden auf den Tacho.
Das kann natürlich sehr angenehm sein, je nachdem wie man Kopfhörer nutzt. Wenn man sie nur braucht um die ca. halbe bis eine Stunde bis zur Arbeit zu pendeln, dann spielt das keine Rolle. Dazu kommt noch der Akku in der Ladebox, damit könnt ihr die Kopfhörer nochmals drei mal aufladen.

Die Ladebox
Die Ladebox

Um den gesamten Akku wieder auf zu laden, benötigt ihr ca. 1.5 Stunden an der Steckdose. Wenn es mal schnell gehen muss, innert 10 Minuten bekommt ihr 1.5 Stunden Wiedergabezeit in die Earbuds. Somit könnt ihr auch am morgen früh, vor dem aus dem Haus gehen nochmals kurz nachladen. So dass es zumindest noch für den Arbeitsweg reicht. Das finde ich praktisch, für alle, die über Nacht verpasst haben auf zu laden.

Die «Entladungen» im Case vom ersten Modell waren immer wieder nervig. Auch gab es beim ersten Modell noch keinen solch ausgeprägten Schnelllademechanismus.

Der neu eingesetzte Bluetooth Chip hat ein verbessertes Power-Management. Der neue Chip versetzt die beiden Buds jeweils in einen tieferen «Tiefschlaf». So dass sie im Case nicht so rasch an Akku verlieren wie der Vorgänger.

Die beiden Ladeboxen von oben im Vergleich
Die beiden Ladeboxen von oben im Vergleich

Ich kann euch nicht auf sagen, ob die Akku Leistung wirklich verdoppelt wurde. Was ich aber während meiner ganzen Testzeit niemals hatte, waren leere In-Ear-Buds in der Ladeschale, wenn ich sie nutzen wollte.
Immer wenn ich ins Büro komme, steck ich die Stoffüberzogene Ladebox kurz an das Kabel. Somit hatte ich bis heute nie Probleme mit einem leeren Akku.


Unterschied Momentum True Wireless & True Wireless 2

Die beiden Ladeboxen
Die beiden Ladeboxen

Hier könnt ihr euch die Unterscheide der beiden Modelle etwas genauer anschauen.

Momentum True Wireless Momentum True Wireless 2
Grösse der Ladebox 78.6 x 45 x 35 mm 76.8 x 43.8 x 34.7 mm
Gewicht gesamt 69.8 g 70 g
Lautsprechertyp dynamischer Treiber 7 mm dynamic Treiber
Codecs SBC, aptX, pptx Latenzverringerung, AAC SBC, AAC, aptX™
Unterstützte Profile A2DP, AVRCP, HSP, HFP A2DP, AVRCP, HSP, HFP
Bluetooth 5.0 5.1
Akku 650 mAh bis zu 7 Stunden – mit Box bis 28 Stunden
Ladezeit ca. 1.5 Stunden 1.5 Stunden für eine komplette Ladung

Sennheiser Smart Controll App

Die App ist die gleiche, wie schon beim Vorgänger, auch der grosse Momentum 3 Kopfhörer wird darüber angesteuert.

Damit könnt ihr nicht nur die Einstellungen vornehmen oder den Equalizer verstellen sondern auch die Firmware Updaten.

Zum ersten Koppeln müsst ihr die Kopfhörer erst einmal in eure Ohren stecken. Anschliessend auf beide Earbuds gleichzeitig einen Finger für drei Sekunden drauf halten.


Die Bedienung der Kopfhörer mit Touch

Bedient werden die Kopfhörer über Touch. Links und rechts sind die Befehle jeweils anders.

Rechts hab ihr zum Beispiel den Sprachassistenten, die Transparent Hearing- und ACN-Funktion welche ihr aktivieren könnt. Lange gedrückt halten dreht die Lautstärke auf.
Links sind es standardmässig die typischen Steuerungsfunktionen und beim lange gedrückt halten minimiert ihr die Lautstärke.

Was ich mir immer noch wünsche, ist ein iOS Widget und/ oder eine 3D-Touch-Funktion mit dem ich schnell ANC und den Transparent Hearing Modus aktivieren oder auch wieder abschalten kann.

Individuelle Anpassung
Individuelle Anpassung

Die einzelnen Befehle, welche beim Tippen und länger gedrückt halten hinterlegt sind, könnt ihr in der dazugehörigen App auch einfach an euren Bedürfnissen anpassen.


Momentum True Wireless 2 auf Werkseinstellungen zurückstellen

Müsst ihr, aus welchem Grund auch immer, eure Momentum True Wireless 2 Kopfhörer auf den Werkszustand zurücksetzen, dann geht das ganze einfach.

Zuerst müsst ihr die Ladebox via dem mitgelieferten UBS-A- auf USB-C-Kabel mit Storm versorgen. Als nächstes legt ihr die beiden Earbuds in die Ladeschale und haltet euren Zeige- und Mittelfinger auf die beiden Köpfe. Dies für ganze 30 Sekunden lang und schon sind die beiden Earbuds zurück gesetzt.

Jetzt entnehmt ihr diese aus der Ladebox und sie befinden sich im pairing-Modus. Die auf der Earbuds Unterseite befindliche kleine LED blinkt wechselnd in roter und blauer Farbe.


Technische Details

  • Grösse: 76.8 x 43.8 x 34.7 mm
  • Gewicht Ladebox: 58 g
  • Gewicht pro Earbud: 6 g
  • Gewicht total: 70g
  • Lautsprechertyp: Sennheiser 7mm dynamic driver
  • Codecs: SBC, AAC, aptX™
  • Bluetooth: 5.1
  • Akku: bis zu 7 Stunden – mit Ladebox bis 28 Stunden
  • Ladezeit: 1.5 Stunden (in 10 Minuten 1.5 Stunden Abspieltest)
  • Wasserdicht: IPX4 (Erklärung von den ganzen Zertifikaten)

Was mir jetzt noch fehlt

Die neuen In-Ear-Kopfhörer sind nahezu perfekt. Was mir jetzt noch fehlt, sind zwei kleine Punkte.
Ich hätte gerne eine Unterstützung für Wireless Charging. So könnte ich die Ladebox alternativ im Büro auf eine dazu passende Ladematte zu legen und müsste nicht erst das Kabel dazu heraus kramen.
Etwas was ich sehr gerne mache ist nur einen Earbud zu nutzen. Zum einen, um etwas von der Umgebung mit zu bekommen. Aktuell vor allem natürlich daheim von den Kindern. Aber auch um so einen Earbud nach dem anderen wider mit Strom zu versorgen.

//Update: Sennheiser hat sich bei mir noch gemeldet:
Der rechte Earbud hat die Master-Verbindung zum Smartphone. Der linke Earbud kann sich nur mit dem rechten verbinden. BT unterstützt technisch gesehen nur Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Im Smartphone sieht man dadurch nur eine BT Verbindung zu den Earbuds.

Fazit zu den Momentum True Wireless 2

Ich war schon von der ersten Version der Momentum True Wireless Kopfhörer begeistert. Die Soundqualität hat beim ersten Wurf schon überzeugt und ist nach wie vor besser als einige der Mittbewerber (wenn nicht gar allen – ich hatte sie ja nicht ganz alle).

Headerbild für die neuen In-Ear-Kopfhörer
Headerbild für die neuen In-Ear-Kopfhörer

Was mich aber gestört hat, war definitiv der Akku und der Umstand, dass sich die Earbuds sich in der Ladeschale jeweils «entladen» haben. So hab ich die Earbuds jeweils nicht direkt in die Ladeschale gelegt, sondern auf dem Schreibtisch beim Monitorständer platziert, wenn ich sie kurz ablegen musste.
In der zweiten Version hat Sennheiser das Akku-Management deutlich über arbeitet und holt somit bis zu sieben Stunden aus den einzelnen Knubbels raus. Durch die Steigerung von der Akku Leistung muss ich sie beim Podcast konsumieren auch nicht wechselnd in die Ladeschale legen (wie oben beschrieben) und hab dennoch genügend Power.

Die beiden Modelle im Vergleich
Die beiden Modelle im Vergleich

Die hervorragende Soundqualität des Vorgängers hat Sennheiser durch die Ergänzung mit ANC und dem neuen 7 mm Treiber nochmals steigern können. Der Bass ist noch ausgeglichener und die Höhen schlagen nicht aus nach oben.
Auch das hören von Podcasts ist damit sehr angenehm. Wer dennoch die Audioausgabe etwas anpassen möchte, kann dies in der Android- / iOS-App tun.

Auszeichnung

Beim letzten Mal fehlte wenig, dieses Mal darf ich aus voller Überzeugung den Sennheiser Momentum True Wireless 2 die «Meine Wahl»-Auszeichnung vergeben.
Ein sauberer Klang, eine schnelle Verbindung und bis zu sieben Stunden Power i love it.

Meine Wahl - Pokipsie Network Award

Mehr Informationen zu unseren Auszeichnungen könnt ihr hier nachlesen.

*Eventuelle Kauf Links können Spuren von Affiliate enthalten.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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