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Sennheiser MOMENTUM Free

Sennheiser MOMENTUM Free

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Vor kurzem habe ich euch die CX Sport In-Ear-, sowie die PCX 550 Over-Ear-Kopfhörer vom deutschen Hersteller Sennheiser hier im Blog vorgestellt. Gleichzeitig hat mich ein weiterer Sennheiser Kopfhörer für meine Tests erreicht.
Vom Prinzip her ein gleicher Kopfhörer, wie der oben erwähnte Sport-Kopfhörer, einfach etwas eleganter und weniger auf Sport ausgerichtet. Das zeigt schon der Unterschied in der Präsentation und natürlich der Transportbox. Bei den CX Sport ists eine Neopren-Tasche und hier ists ein edles Ledercase, dazu aber weiter unten etwas mehr.

MOMENTUM Free

Das richtige Momentum muss erreicht werden um etwas voran zu bringen. Bei den grossen On- und Over-Ear-Kopfhörern ist Bluetooth schon seit längerem sehr verbreitet und auch gut umgesetzt. Bei den In-Ear Kopfhörer ist das ganze noch nicht all zu lange eine wirkliche Option.
Doch das weglassen des 3.5 mm Klinkensteckers (beim iPhone im Jahre 2016 beim iPhone 7 und iPhone 7 Plus) und bei Herstellern wie Huawei mit dem Mate 10 Pro oder P20 Pro im letzten Jahr brachte das ganze deutlich näher an den Kunden. Sicherlich hat es auch vorher schon Lösungen gegeben aber durch den Wegfall der Schnittstelle wird einem das auch viel schneller bewusst.


Lieferumfang

  • Kopfhörer
  • USB- auf microUSB-Ladekabel
  • Ohradapter-Set (XS, S, M, L)
  • Transporttasche
  • Bedienungsanleitung
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verarbeitung

Die Verpackung vom Momentum Free Modell ist typisch rechteckig gehalten. Auf der Frontseite bekommt ihr ein schönes Bild eures neuen Kopfhörers präsentiert und ein paar der wichtigsten Daten, respektive Features. Darin, schön in Schaumstoff gebetet, findet ihr zum einen das Kabel und die Transportbox. Letztere ist in rund gehalten und aus Leder gefertigt. Wenn ihr die beiden aus dem Schaumstoff geholt habt geht es ans öffnen des Reisverschlusses an der Lederbox. Der Verschluss geht fast einmal rund herum und wird dann nach hinten weg geklappt. Im ersten Augenblick hat man fast das Gefühl bei den Momentum Free handelt es sich um ein Hals- oder Ohren-Schmuck. Ist es doch optisch sehr schön aufgebahrt und gleichzeitig auch gut geschützt bei nicht Gebrauch.

Auch wenn mir die Box, dessen Verarbeitung und die Aufmachung extrem gut gefällt, ich hätte sie mir lieber etwas kompakter gewünscht. Wenn man schon solch platzsparende Kopfhörer sein eigenen nennen darf, will man die Unterwegs auch kompakt mit nehmen.
Gut, das hat sich nach ca. zwei Wochen im Einsatz bei mir auch geändert. Die Box schlepp ich unterwegs nicht mehr mit, die nutzte ich zu Hause noch, wenn ich mal andere Kopfhörer dabei habe. Das Leder-Etui schaut schon sehr toll aus auf dem Schreibtisch oder meinem Gadget-Gestellt für die Kopfhörer. Unterwegs bleiben die Momentum meist in meinen Ohren.

Sennheiser hat die beiden Kopfhörer mit einem Magneten versehen. Vom der Idee her eine geniale. Wenn ich gerade mal keine Musik höre, dann lass ich den Momentum auf die Schulter runter baumeln und die halten dann automatisch zusammen.
Das Problem dabei ist einzig, die verbauten Magnete sind schwach. Damit sie zusammen halten muss man sie aktiv zusammen halten. Durch die eher schwache Magnet-Leistung hält es dann auch nicht all zu gut zusammen sobald etwas Bewegung ins Spiel kommt. So bleibt ihr schnell mal irgendwo hängen damit zum Beispiel schon beim abziehen eines Rucksacks einer Schultertasche oder ähnlichem.

Insgesamt ist der Kopfhörer in einem schwarz-rot-Ton gehalten. Die Farbe rot ist aber nur leicht angedeutet und somit sehr dezent, dennoch auffällig. Die beiden In-Ear-Teilchen haben eine glänzende Kunststoff Oberfläche die aber erstaunlicherweise kaum Fingerabdrücke annehmen. An der Aussenseite findet ihr ein silber-glänzendes und glitzerndes Sennheiser Logo wieder. Wie bei In-Ear-Kopfhörern üblich liegen dem Set auch eine Adapter-Reihe von drei unterschiedlichen Grössen bei.
Der Aufbau ist, wie einleitend schon geschrieben, den CX Sport sehr ähnlich. An dem Verbindungskabel ist zum einen die Batterie auf der linken aber auch die Fernbedienung auf der rechten Seite angebracht. Über die Fernbedienung könnt ihr die Start- und Pause- sowie Laut- und Leise-Funktion ansteuern. Ein längeres drauf drücken löst den Sprachassistenten eures Smartphones aus.
Wie bei dem Sportkopfhörer ist auch hier der Akku-Part etwas grösser. Aufgeladen wird dieser direkt auf der Rückseite der Fernbedienung. An deren Rückseite findet ihr unter einem Silikon-Deckel auch den microUSB-Port. Diese Abdeckung lässt sich aber nur mit etwas Frickelei öffnen.

Akku

Der verbaute Lithium-Polymer-Akku bringt etwa 85 mAh mit sich. Das klingt nach wenig, bringt euch aber im täglichen Einsatz eine Laufzeit von ca. sechs Stunden. Soviel gibt zumindest der Hersteller vor und das kann ich – mit meist sehr leisem Musik und Podcast Genuss – unterschreiben.

Der verbaute Akku
Der verbaute Akku

Dazu trägt natürlich auch der Bluetooth 4.2 Standart bei. Wenn ihr im Besitz eines iPhones seid, dann ist das schon seit vielen, vielen Jahren Standard. Bei Androiden müsst ihr natürlich schauen ob ihr eine solche Kompatibilität habt. Sollte euer Smartphone noch auf eine Bluetooth Verbindung 3.x oder gar 2.x setzten dann ist das nicht schlimm. Der Standard ist abwärtskompatibel, doch dann weichen die Ergebnisse bei der Bluetooth Nutzung natürlich ein klein wenig oder deutlich davon ab. Aber das soll kein Hinderungsgrund für einen Kauf sein, denn mit dem neusten AAC (für iPhone) und  Apt-X, Apt-X LL Standard seid ihr auf der sicheren Seite was die Zukunft anbelangt. Hier habt ihr eine kristallklare Übertragung vom Ton garantiert.

Der microUSB Port
Der microUSB Port

Audio

Dann wollen wir den Kopfhörer auch mal von einer anderen Seite betrachten. Bis jetzt ging es um seine Leistung und sein aussehen, bei einem Kopfhörer ist natürlich der Klang etwas vom wichtigsten.
Auch wenn ich immer dazu rate nach Möglichkeit einen Kopfhörer erst mal an zu testen bevor ihr ihn kauft, denn ein jeder hört anders, möchte ich euch dennoch ein paar Beobachtungen meinerseits mitgeben.

Die Fernbedienung
Die Fernbedienung

Wenn ihr die richtigen Stöpsel auf die Kopfhörer gepackt habt, dann füllt der Momentum euer Innenohr gut aus. Das ist natürlich auch wichtig, wenn ihr von der Active-Noise-Cancelling-Funkiton profitieren möchtet. So werden beim eingeschalteten Kopfhörer die Umgebungsgeräusche sehr gut von eure Ohren fern gehalten. Das so gut, dass ihr beim überqueren einer Strasse am Besten einen Kopfhörer entfernt, damit ihr den Verkehr auch mit bekommt.

Positiv für mein Hörempfinden, die Kopfhörer verzichten auf ein übermässig Integration von Bässen. Dafür punktet der Kopfhörer vor allem bei den Höhen.

Fürs Anpassen der Grösse
Fürs Anpassen der Grösse

Captune App

CapTune
CapTune
Preis: Kostenlos
CapTune
CapTune
Preis: Kostenlos

Wie es sich heute gehört, verfügt der Kopfhörer auch über eine App (für Android oder iOS). In dieser könnt ihr detailliert den EQ ansteuern und für euch anpassen. Das ganze funktioniert aber nur bei Musik die ihr zum einen lokal auf eurem Android-/iOS-Smartphone habt oder über die Streaming Lösung Tidal konsumiert. Solltet ihr auf Spotify, Apple Music oder YouTube Music setzten dann könnt ihr euch die App sparen. Bei der lokalen Musik gibt es aber noch eine Einschränkung. Gekaufte Musik mit einem DRM Schutz kann die App nicht wiedergeben. So bei mir geschehen, eigentlich ist meine Musiksammlung von genau diesem befreit (da selber gerippt) aber durch die Nutzung von iTunes Match habe ich wohl da einen feinen DRM-Schutz drauf.


Technische Details

  • Gewicht: ca 40 g
  • Bluetooth: bis zu 10 Meter
  • Impendanz: 28 Ohm (Passiv), 480 Ohm (aktiv)
  • Schalldruckpegel: 118 dB
  • Audio Codec: apt-X, apt-X LL, SBC

Fazit

Für das konsumieren von Musik und Podcasts oder auch Hörbücher eignet sich der Momentum Free bestens. Klar, schöne Töne ohne übertriebenen Bass und dann schaut er auch noch wirklich stylisch aus. Dazu kommt die schön gestaltete Box fürs aufbewahren beim nicht gebrauch.
Einzig bei der Telefonie Funktion muss ich den Kopfhörern leider ein klein wenig Abzug geben. Hier komm ich zwar sehr gut rüber, meine Stimme klingt voluminös und annehmen doch die Person mit der ich telefoniere wirkt jeweils etwas dumpf und leicht weit weg. Nichts woran man sich nicht nach zwei, drei Sätzen gewöhnt, doch wenn man anderes gewohnt natürlich nicht ganz ideal.

Momentum Free mit Box
Momentum Free mit Box

Somit probiert doch mal die edel wirkenden Kopfhörer selber mal aus und bildet euch euren eigenen Eindruck wenn ihr auf der suche nach einem neuen In-Ear-Kopfhörer seid. Wenn ihr sie auch noch für den Sport einsetzten möchtet, dann schaut doch mal rüber in mein Testbericht zum CX Sport Modell.

*Eventuelle Kauf Links können Spuren von Affiliate enthalten.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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