Home Testberichte Konsolen Nintendo SNES Classic Mini Testbericht
SNES Classic Mini Testbericht

SNES Classic Mini Testbericht

1

Vergangenes Jahr traf Nintendo mit dem NES Classic Mini gleich mehrmals einen Nerv. Die Neuauflage der Retrokonsole wurde vom gesamten Markt sehr positiv aufgenommen – und war rasch ausverkauft. Die Preise am Gebrauchtmarkt stiegen ins unermessliche, Nintendo kam mit der Produktion nicht nach und stellte letztlich die Konsole sogar ein. Mit dem SNES Classic Mini gibt es jetzt die nächste Neuauflage eines Retro-Klassikers.

SNES Classic Mini

Wieder präsentiert Nintendo das klassische Design der Konsole, gepackt in ein deutlich kleineres Gehäuse mit modernen Schnittstellen. Der Spieler erhält ein Gesamtpaket mit allem was zum Spielen benötigt wird inklusive 21 vorinstallierter Spiele. Nach wie vor gilt leider: Das wars. Nintendo sieht es nicht vor, dass Spiele nachgerüstet werden. Weder gibt es einen Einschub für Speichermedien, noch gibt es eine Internetverbindung. Trotzdem muss auf Multiplayer zumindest nicht verzichtet werden – mit einem zweiten Controller ist lokales Multiplayer im Splitscreen problemlos möglich. Hier könnte sich so manch moderne Konsole noch ein Beispiel nehmen ,…

So erfolgreich der NES Classic Mini auch war, kritikfrei war das Gerät – auch Abseits des Verfügbarkeits-Problems – nicht. Nintendo hat die Kritik am ersten Gerät offensichtlich gehört – und sich dieser angenommen. Neben Verbesserungen bei der Hardware gibt es auch ein paar kleine aber feine Details bei der Software, zudem punktet die Konsole durch die Spielauswahl. Viele bekannte Klassiker sind enthalten. Zudem gibt es einen Bonustitel – Star Fox 2 wurde nie offiziell veröffentlicht und wurde so zur Legende. Jetzt erscheint der Titel erstmals exklusiv für die SNES Classic Mini. Trotz der guten Spieleauswahl bleibt eine Kritik berechtigt: Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Anzahl der Spiele deutlich reduziert – und das obwohl es unzählige Titel auf dem Super Nintendo gab.


Lieferumfang

  • Konsole
  • Zwei Controller
  • HDMI-Kabel
  • Micro-USB-Kabel
Lieferumfang
Lieferumfang

Die Spiele

21 Spiele sind vorinstalliert. Dabei handelt es sich um:

  • Contra III The Alien Wars
  • Donkey Kong Country
  • EarthBound
  • Final Fantasy III
  • F-ZERO
  • Kirby Super Star
  • Kirby's Dream Course
  • The Legend of Zelda: A Link to the Past
  • Mega Man X
  • Secret of Mana
  • Star Fox
  • Star Fox 2
  • Street Fighter II Turbo: Hyper Fighting
  • Super Castlevania IV
  • Super Ghouls 'n Ghosts
  • Super Mario Kart
  • Super Mario RPG: Legend of the Seven Stars
  • Super Mario World
  • Super Metroid
  • Super Punch-Out!!
  • Yoshi's Island

Erneut liegt kein USB Netzteil bei, das Gerät kann aber mit jedem beliebigen USB-Netzteil oder gar eine Powerbank betrieben werden. Hingegen erfreulich: Der zweite Controller ist gleich im Lieferumfang enthalten.

Design

Beim Design orientiert sich Nintendo natürlich an der originalen SNES, es gibt aber auch abseits der Größe erhebliche Unterschiede. Natürlich sind andere Anschlüsse an der Rückseite verbaut, aber auch der Anschluss für die Controller ist ein anderer. Um das Front Design nicht völlig zu verändern verbergen sich die echten Anschlüsse hinter einer Zierblende. Sowohl die Powertasten als auch die Reset Taste sind tatsächlich funktional, anders als der Slot für die Cardridges. Da dieser nicht benötigt wird ist der Slot voll verbaut.

Die Controller sehen, abgesehen vom Anschluss, den originalen zum verwechseln ähnlich, haptisch gibt es aber Unterschiede. Das Plastik der modernen Controller wirkt etwas rauer – das erhöht zwar die Griffigkeit, ist aber dennoch ein spürbarer Unterschied zu den alten Controllern. Alles in allem aber nur Detailkritik – Nintendo gab sich auch hier wieder sehr Mühe auch die Optik der alten Konsole aufrecht zu erhalten.


Verarbeitung

Die Verarbeitung lässt keinerlei Wünsche offen. Neben dem liebevollen Design wirkt die Konsole sehr wertig verarbeitet. Das gilt auch für mögliche Sollbruchstellen wie die vorne befindliche Klappe oder die Tasten auf der Konsole. Auch der Controller fühlt sich nach gewohnter Nintendo Qualität an – das Gehäuse ist massiv, die Tasten besitzen einen guten Druckpunkt und sind präzise zu bedienen.

Handhabung

Die Installation ist äußerst einfach – Konsole mit einem Netzteil und dem TV Gerät wieder HDMI verbinden und los geht’s. Auf Wunsch einfach den zweiten Controller anschließen und die unterstützen Spiele auch zu zweit spielen. Selten war die Einrichtung einer Konsole einfacher.

Im Unterschied zum Vorgänger gibt es eine wichtige Verbesserung: Die Länge der Controller Kabel. Damit muss die Konsole nicht mehr zwingend direkt neben dem Spieler stehen, wenngleich der Bewegungsradius natürlich dennoch stark limitiert ist.

In Sachen Software gab sich Nintendo wieder sehr Mühe. Die Bedienung ist einfach und schnell, die Ladezeiten angenehm niedrig. Für eine optisch gelugene, und wenig pixelige, Darstellung sorgt die PixelPerfekt Engine, zudem gibt es die Möglichkeit Spiele jederzeit zu speichern und auch zurück zu spulen. Hier muss jeder Spieler für sich entscheiden, ob er diese Features auch nutzen möchte. So praktisch sie auch seien mögen – letztlich ändert sich dadurch das Spielerlebnis. Titel wie Megaman werden dadurch deutlich einfach und weniger nervenraubend. Für geduldlose Spieler wie mich, die Megamen sonst nie durchgespielt hätten, ein Vorteil – auch wenn mir klar ist, dass es quasi schon fast cheaten ist. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es leider: Trotz europäischer Version stehen alle Titel nur in englischer Sprache zur Verfügung.


Fazit

Super, Nintendo! Auch wenn es wie ein Widerrspruch klingt: Retro ist modern. Mit der SNES Classic Mini macht der Hersteller vieles richtig – mehr noch als mit dem Vorgänger. Eine wirklich gelungene Retrokonsole zum fairen Preis – die ich gerne empfehlen würde, leider aber, ähnlich wie der Vorgänger, fast nicht zu bekommen ist / war. Nintendo hat zwar Besserung gelobt – und möchte auch den Vorgänger wieder produzieren – dennoch ändern diese Wünsche leider wenig an der aktuellen Verfügbarkeit.

Frontblende
Frontblende

 

MerkenMerken

Jan Gruber Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler - Unser Geek aus Wien

Comment(1)

  1. Fast vergessen wie geil Super Metroid war/ist – schon zig Stunden ins Spiel versenkt.
    Vor allem sieht man die Details und die Grafik heute mit anderen Augen – vor allem ich als Grafikdesigner bin hin und weg davon. Von Sound brauch man erst garnicht zu reden ;D

LEAVE YOUR COMMENT

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.