Home Testberichte Kamera IP-Kamera D-Link DCS-8000LHV2 – Die Kurze smarte mit dem langen Namen
D-Link DCS-8000LHV2 – Die Kurze smarte mit dem langen Namen

D-Link DCS-8000LHV2 – Die Kurze smarte mit dem langen Namen

0

Vor drei Jahren habe ich euch hier Blog die Omna 180 HD Kamera vorstellt. Dies war die erste HomeKit kompatible Kamera auf dem Markt. Leider aber auch die letzte aus dem Hause D-Link. Somit gleich vorneweg. Die kurze Kamera von D-Link mit dem unsäglich langen Namen ist leider nicht kompatibel zu Apple's smartem zu Hause. Kurz nachdem Apple HomeKit Secure vorgestellt hat, vermeldete D-Link damals auch, dass sie keine Unterstützung dazu planen.
Dafür beherrscht sie von Haus aus IFTTT, den Google Assistant und Alexa, wer auf die Assistenten setzt wird sich sehr schnell mit der kleinen Kamera anfreunden können.

Die kurze smarte

Kategorie Hersteller Software Version
IP Kamera D-Link Android: 1.10.2 – iOS: 1.10.1

Die kurze smarte mit dem langen Namen, im Titel oben habe ich das ganze ein wenig abgekürzt. In Gänze hört die Kamera auf den Namen «D-Link DCS-8000LHV2 Mini Full HD Wi-Fi Camera». Ich frag mir immer wieder, wer auf solch lange – und in der Masse – nicht merkbare Namen kommt. Nennt das Ding doch einfach «D-Link smart WiFi Cam» oder so was.

Als ich das Paket zum ersten Mal geöffnet hatte, war ich überrascht über dessen kompakte Grösse. Gespannt war ich dabei auf die Hitzeentwicklung. Da es der Omna – die ich übrigens noch täglich im Einsatz habe im Büro – doch schnell mal nach dem Einschalten heiss wurde.


Lieferumfang

  • Kamera
  • Wandhalterung
  • Schrauben und Dübel
  • Stromkabel – microUSB
  • Bedienungsanleitung

Verpackung

Die Verpackung ist vor allem in einem freundlichen blau-Ton gehalten.
Auf der Vorderseite seht ihr nicht nur die Kamera, sondern auch gleich die wichtigsten Funktionen. Dazu gehören die Auflösung, das Erkennen von Personen, Cloud-Aufnahme Tages- und Nachtmodus sowie angereicherte Pushmeldungen. Dazu gesellen sich noch die drei smarten Dienste, welche die Kamera unterstützt.
Auf der Rückseite werden die oben genannten Punkte nochmals etwas genauer umschreiben und ihr findet noch den Hinweis auf die Android- und iOS-App.

Im Inneren findet ihr – in der typischen umweltfreundlichen Produkt-Schale – die ganzen Einzelteile der Kamera. Dass D-Link sich hier nach wie vor treu bleibt, muss man ihnen auch anrechnen. Das gefällt mir sehr gut!

Meine erste Euphorie, über die kompakten Ausmasse der Kamera, hat mich dann sehr schnell verlassen, als ich den microUSB-Port auf der Rückseite der Kamera entdeckt hatte. Was wiederum toll gelöst ist, um den microUSB-Stecker herum ist der weisse Kunststoff mit etwa ca. 5×5 mm deutlich breiter als bei anderen Kameras. Das lässt den Stecker deutlich stabiler am Gadget haften, das schätze ich schon an der Omna. Nichtsdestotrotz, liebes D-Link, microUSB im Jahre 2020, das geht gar nicht!

Verarbeitung

War bei der Omna noch Aluminium die Wahl der Ummantelung, ist es bei der DCS-8000LHV2 Mini ein einfaches Kunststoff. Um die einleitende Frage nach der Hitzeentwicklung zu beantworten: Die mini IP-Kamera bleibt deutlich kühler im Betrieb. Das liegt sicherlich auch am Kunststoff, der die Wärme weniger leitet als es Alu tut.
Im direkten Vergleich zur oben genannten wirkt sie dadurch aber auch gleich deutlich weniger wertig.

Doch das soll euch nicht abschrecken, denn die Kamera wird im Normalfall einmal montiert und ab dann habt ihr keinen Grund mehr, damit rum zu spielen. Ein Vorteil hat es auf jeden Fall, die Kamera ist extrem leicht, das gilt auch für den mitgelieferte Wandhalterung.

Die Kamera
Die Kamera

Die Wandhalterung ist im gleichen Weisston gehalten und ist genauso aus Kunststoff gefertigt. Um sie zu montieren, bringt ihr erst einmal die schwarze Platte direkt mit den beigelegten Schrauben an. Die Kamera selber steckt ihr dann einfach – ohne das Stromkabel – in die Halterung. In dessen Boden findet ihr Aussparungen für die Abluft. Auch die feine Aussparung für den Reset-Knopf ist durch die Halterung erreichbar. Auch nach hinten findet ihr eine grosszügige Aussparung für das Stromkabel. Durch das breite Loch habt ihr ein wenig Spiel beim Aufstecken der Kamera.
Dank der flexiblen Halterung lässt sich die Kamera auch in einem 90° Winkel an der Wand oder an einer Decke montieren. Hier kommt euch dann die Software entgegen, damit das Bild dennoch richtig herum anzusehen ist.


D-Link DCS-8000LHV2 Mini und seine Sensoren

Die DCS-8000LHV2 Mini ist mit einem IR LED- sowie einem Licht-Sensor ausgestattet. Es ist ein Mikrofon für die Audio-Aufnahmen integriert und der Full HD Sensor hat eine Frame Rate von 30 fps.

Weg vom technischen Geschwafel, hin zu den Fähigkeiten, welche die Sensoren haben.
Der Licht-Sensor achtet auf die Umgebung und wechselt, bei Bedarf die Kamera in den Nachtmodus. Das IR LED hilft bei der Erkennung der im Kamera-Feld befindlichen Personen und mit dem Mikrofon bekommt ihr neben dem Bild auch einen aktuellen Ton/Gespräche mit, die die Kamera aufzeichnet.


KI Technologie

Wie oben schon erwähnt, USB-C ist im Jahre 2020 ein Muss. Im Jahr 2020 gibts ein weiterer Faktor den immer mehr Gadgets begleitet. Das ist die KI, die Künstliche Intelligenz. Alternativ, wenn nicht übersetzt, auch artifizielle Intelligenz genannt. Und mit genau einer solchen ist auch die DCS-8000LHV2 Mini ausgestattet. Hier muss ich aber ein klein wenig weiter ausholen.

Früher hab ich die D-Link Kameras gefeiert (sagt man heute so, hab ich mir sagen lassen), weil sie ihre Aufnahmen Lokal auf einer microSD-Karte, direkt auf ein NAS oder als «Live-Stream» direkt aufs Smartphone/Tablet gestreamt haben. Später kamen dann erste Versuche mit Speichern der Videos in der Cloud dazu. Hier bin ich jeweils ein klein wenig skeptisch. Nicht, dass ich D-Link nicht trauen würde, aber meine Aufnahmen aus den eigenen vier Wänden hätte ich schon gerne auch bei mir.
Ein Vorteil von der Cloud Speicherung ist wiederum aber auch wieder, dass Einbrecher die Kamera nicht mit nehmen können. Es hat also alles seine Vor- und Nachteile.
Einzig Apple HomeKit Secure Video würde ich hierfür nutzen, wie ich es auch mit der Logitech Circle 2 mache. Doch leider hat sich D-Link gegen eine solche Integration entschieden.
Das ist vor allem deshalb schade, weil sie bei der omna 180 noch auf HomeKit Unterstützung gesetzt haben und ich die Kamera bis heute bei mir im Büro im Einsatz hab.

Ein Vorteil der Cloudspeicherung, bei der kleinen Kamera ist sicherlich, dass die Berechnung der Künstlichen Intelligenz in der Cloud passiert. Dadurch wird die Kamera deutlich weniger warm als es bei der omna 180 der Fall war. Liegt aber sicherlich auch noch am verwendeten Material, welches keine komplette Alu-Ummantelung mehr ist.


Anbindung an das Smarte zu Hause

Wenn ihr auf den Google Assistant oder ein Amazon Alexa Sprachassistent setzt, dann könnt ihr die Kamera in dessen Ökosystem integrieren. Zusätzlich ist sie auch über den Dienst IFTTT erreichbar.

Das 7" Display
Das 7″ Display

Damit lassen sich spannende Verknüpfungen erstellen. Wie zum Beispiel, sobald die Kamera einen Menschen aufnimmt, geht im Büro die Lampe an und das in einer roten Farbe. Zusätzlich startet der Sonos Speaker mit einem vorher definierten Musikstück oder Ähnliches.

Wem das nicht genug ist, die Kamera ist neu auch ONVIF-Standard Profil S (Open Network Video Interface Forums) kompatibel. Hier muss ich ehrlich sein, von dem Standard hab ich bis anhin noch nicht wirklich all zu viel gelesen/gehört.


MyDlink App

mydlink
mydlink
Entwickler: D-Link Corporation
Preis: Kostenlos+
‎mydlink
‎mydlink
Entwickler: D-Link International
Preis: Kostenlos+

Die App gibts kostenlos für Android und iOS im jeweiligen App Store. Sie bietet Platz für alle aktuellen smarten Gadgets aus dem Hause D-Link. Dazu gehören Gadgets aus den folgenden Kategorien:

  • Kamera
  • Stecker
  • Sensor
  • Hub

Oben in der App seht ihr (sofern vorhanden) gleich eine erste Kamera und könnt waagerecht durch die ganzen Kameramodelle scrollen. Oben rechts über das Zahnrad lassen sich die einzelnen Kameras und Verknüpfungen selbst sortieren, sodass alles in der für euch passenden Reihenfolge angezeigt wird.
Gefolgt von den Verknüpfungen und den One-Tap Konfigurationen (dazu etwas weiter unten mehr).

Gerät hinzufügen
Gerät hinzufügen

Hier im Testbericht geh ich, vor allem, auf die Einstellungen der Kamera-Einstellungen ein. Auf die Kamerabilder könnt ihr direkt tippen und schon landet ihr in der Detailansicht der jeweiligen Kamera. Wenn ihr etwas mehr sehen möchtet, empfiehlt es sich, das Smartphone quer zu halten. Dann wird das Bild fast im Vollbild angezeigt.
Unten über das Kamera-Symbol könnt ihr ein Bild direkt auslösen, zum Beispiel wenn etwas Spannendes passiert, oder eine Person sich im Raum aufhält, die es nicht sollte. In dem Fall rate ich euch aber das Symbol rechts zu nutzen. Mit dem Symbol der beiden Kreise könnt ihr nämlich eine lokale Aufnahme starten.
Mit einem Klick, auf das Symbol mit den 9-Quadraten kommen noch zwei zusätzliche Einstellungen zur Kamera zum Vorschein. Einmal ist es die Übertragung vom Ton, welchen ihr Aktiveiern oder auch deaktivieren könnt. An zweiter Stelle ists die Einstellung zur Video-Auflösung. Hier habt ihr HD und Full-HD zur Verfügung.
Wenn die Internet-Leitung, die ihr nutzt, genügend potent ist, kann es sich lohnen die 1080p Version zu wählen. So bekommt ihr natürlich ein detaillierteres Bild bei der Überwachung.

WLAN und Standort wählen
WLAN und Standort wählen

Automationen

Wenn ihr noch weitere smarte Gadgets aus dem Hause D-Link nutzt, könnt ihr diese natürlich miteinander verknüpfen. Als Beispiel könnt ihr, bei einer entdeckten Bewegung via der Kamera, die Sirene auslösen. Oder umgekehrt, wenn der Fenster-/Tür-Sensor ausgelöst wird, startet die Kamera gleich mit einer Aufnahme.

One-Tap

Die One-Tap-Funktion
Die One-Tap-Funktion

Im Bereich One-Tap habt ihr verschiedene, einfache vorgefertigte Konfigurationen zum Abfeuern. Diese müsst ihr aber – wenn ihr möchtet – einmalig konfigurieren und aktivieren. Ich handhabe das zum Beispiel so, dass wenn ich ins Büro komme den One-Tap «Zuhause» aktiviere und beim Verlassen wieder auf «unterwegs» Wechsele. So kann ich es verhindern, dass während dem ich im Büro bin alle paar Sekunden eine Pushmeldung versandt wird, wenn ich mich bewege.
Des Weiteren gibt es auch noch einen Panik-Button und eine Funktion fürs Schlafen gehen etc..

Erst einmal aber ein Firmware Update
Erst einmal aber ein Firmware Update

Wie kommt ihr an eure aufgezeichneten Bilder und Videos

Wenn ihr selbstständig aus der App heraus Bilder macht, dann müsst ihr die etwas anders suchen, als gewohnt.
Wichtig, die automatisch aufgezeichneten Bilder / Videos landen natürlich in der Cloud (sofern ihr diese nutzt). Unter Android und iOS gibt es hier unterschiedliche Wege, wie ihr an die Dateien kommt.

Die Bilder und Videos unter iOS

iOS ist ein einfaches System und somit auch für jeden schnell einsetzbar. Bilder und Videos landen IMMER direkt in der Apple eigenen Fotos App. Somit auch die von euch initiierten Bilder und Videos.

Die Bilder und Videos unter Android

Bei Android ist das anders komplizierter freier. Hier können App-Entwickler direkt auf den internen Speicher zugreifen und in dem Fall MyDlink App tut dies der Hersteller auch.
Somit landen die Bilder auch nicht direkt in zum Beispiel der Galerie bei Samsung oder Huawei Smartphones, oder beim Verwenden von Google's Foto dort, sondern in einem Unterordner und noch einem solchen im Android eigenen Dateisystem. Das klingt für den Durchschnitt Nutzer etwas komplizierter, wenn ihr das einmal gemacht habt, findet ihr euch aber schnell zu Recht.

Videos im Dateimanager
Videos im Dateimanager

Die Fotos

Zuerst müsst ihr euch einmal dem Smartphone eigenen «Dateimanager» ausfindig machen. Hier in dem Ordner «Bilder» findet ihr ganz unten den Bereich «Selten verw. Fotoalbum». Wiederum in diesem ist ein Unterordner «mydlink» angelegt. Darin sind die Fotos abgelegt.

Die Videos

Die Bewegtbilder, findet ihr direkt im Dateimanager im Unterordner «Video». Da müsst ihr ein bisschen weniger wühlen gehen.

Sobald ihr regelmässig selbstständig Bilder oder Videos macht, wird der «mydlink» Ordern auch direkt im Bilder Ordner angezeigt.

Wie oben schon beschrieben, das ganze klingt zu Beginn komplizierter als es schlussendlich ist. Man muss nur wissen, wo man suchen muss und solltet ihr das einmal vergessen. Denkt dran, mein Testbericht bliebt über Jahre online, das werdet ihr auf jeden Fall wieder finden.


Technische Details zur D-Link DCS-8000LHV2

  • Grösse: 95 x 43 x 37 mm
  • Gewicht: 59 g
  • Kabellänge: 1.5 m
  • Video Auflösung: 1'920 x 1'080 Pixel
  • Video Format: H.264
  • Bewegungserkennung: Ja inkl. Personenerkennung
  • Nachtmodus Abstand: bis zu 5 Meter
  • SmartHome Integration: Amazon Alexa, Google Assistant

Fazit zur D-Link DCS-8000LHV2

Wenn man mal, von der «vermeintlichen» Künstlichen Intelligenz absieht, überzeugt die neue, kompakte Kamera von D-Link. Via der App bekommt ihr direkt eine Pushmeldung, sobald im Blickfeld der Kamera etwas passiert. Mit einer Auflösung von 1'920 x 1'080 Pixel ist das Bild auch schön detailliert.

Toll wäre sicherlich, wenn ich die Bilder direkt in Google Fotos speichern könnte (sofern man den Dienst überhaupt nutzt). Beim ersten Mal sucht ihr da sonnst sicherlich ein Weilchen lang, bis ihr die Fotos gefunden habt. Das Gleiche gilt für die aufgezeichneten Videos direkt aus der App heraus. Für alle, die nur das Fazit hier im Testberichte gelesen haben. Oben, direkt unter der MyDlink App, findet ihr den Weg zu euren Bildern und Videos.

Die kurze smarte
Die kurze smarte

Die mini Kamera wäre perfekt, wenn sie auch noch Apple HomeKit Secure Video unterstützen würden. Doch wie einleitend beschrieben, gibt es ja noch andere Systeme und Plattformen. Somit ist für alle, die eine kompakte Kamera suchen, um zum Beispiel einen Raum, ein Büro oder ein Gang zu überwachen, die kleine Kamera eine sehr gute Wahl.

Aber heh, D-Link, warum verbaut ihr im 2019/2020 noch einen microUSB-Port?

//UPDATE: D-Link hat auf mein Testbericht reagiert und eine Antwort zum microUSB-Kabel hinterlassen:

«Der verbaute microUSB-Stecker dient der Stromversorgung, die höhere Datenübertragungsrate von USB C kommt daher nicht zum Tragen. Auch ein Ausleiern des Steckers infolge von “Falsch-Herum-Reinstecken” ist durch das stabile Gehäuse eher unwahrscheinlich. Wie sie selbst schreiben, haftet der Stecker ja auch stabiler am Gadget, als dies bei anderen Kameras der Fall ist. Ein weiteres Plus ist: braucht der Nutzer ein Netzteil mit längerem Kabel, ist microUSB günstiger.»

*Eventuelle Kauf Links können Spuren von Affiliate enthalten.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

LEAVE YOUR COMMENT

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.