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Cololight STRIP Test – Günstiger LED Strip mit HomeKit-Unterstützung

Cololight STRIP Test – Günstiger LED Strip mit HomeKit-Unterstützung

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Seit vielen Jahren setzte ich bei der Beleuchtung im Büro, aber auch daheim auf Produkte die über den Zigbee Standard kommunizieren. Das sind vor allem Philips Hue oder IKEA-LED-Lampen. Letztere haben vor zwei Jahren Schwung in den Markt gebracht und vor allem bei den Preisen ein wenig gedreht. Vor kurzem habe ich im Netz den Cololight STRIP und den Cololight PLUS entdeckt. Im heutigen Testbericht gehe ich erst einmal auf die Strips ein, ein Test zu den Cololight PLUS findet ihr hier im Blog zum Nachlesen.

Das Besondere an den Cololight STRIP, ein jedes LED lässt sich einzeln ansteuern und der Strip benötigt kein Netzteil, der Strom über einen USB-Port genügt der Leuchtquelle.

Versteht alle drei Sprachassistenten

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Neben dem Preis hat mich vor allem die Integration der drei Sprachassistenten neugierig gemacht. Die LED-Strips gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen. Einmal mit 30 LEDs und einmal mit 60 LEDs pro Meter.

Je nach Anwendungsfall eignet sich das kleinere oder das mehr bestückte besser. Der Strip mit 60 LEDs ist nicht nur heller aufgrund der doppelt so vielen Lichtquellen. Beim 60 LED-Strip setzt der Hersteller auf 800 Lumen, beim 30 LED-Strip auf 400 Lumen. Lumen ist die Bezeichnung für, wie viel licht pro Zeiteinheit abgegeben wird.
Dadurch, dass mehr LEDs pro Strip verbaut werden, wirkt das abgegebene Licht auch gleichmässiger.


Lieferumfang

  • LED Strip
  • WLAN-Controller mit USB-Kabel
  • Verbindungskabel vom Controller zum LED Strip
  • Bedienungsanleitung
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verpackung

Vorne auf der Verpackung könnt ihr es schon erahnen, der LED-Strip kann ein jedes einzelne LED separat ansteuern. Damit lassen sich verschiedene Szenarien durchspielen, die wir uns weiter unten im Kapitel zu der App noch etwas genauer anschauen.

Auf der Verpackungsrückseite bekommt ihr nochmals die ganzen Vorzüge vom Cololight LED Strip aufgezeigt und mit grossen Logos wird nochmals die Verständigung mit allen drei Sprachassistenten angesprochen.

Nach dem Öffnen vom Karton kommt euch gleich die Bedienungsanleitung entgegen. Darunter findet ihr den LED Strip, aufgerollt auf eine Kunststoffrolle das Verbindungskabel und der WLAN-Empfänger. Mehr hat es nicht drin und mehr braucht es auch nicht.
Aus Umwelttechnischer Sicht wäre es sicherlich toll, wenn der Hersteller den LED Strip auf eine Karton-Rolle legen würde und nicht auf eine aus Kunststoff. Da diese kleine Rolle nach dem Auspacken meist gleich im Abfall landet.

Verarbeitung

Der LED Strip als solches ist wasserdicht, es IP65 zertifiziert und könnte somit, theoretisch, auch an feuchten, Orten eingesetzt werden. Wichtig ist aber, dass der WLAN Controller und die Stecker nicht Wasser-geschützt sind, somit mein Tipp, tut dies nicht. Der LED-Strip ist für den Indoor Einsatz gedacht.

Einen direkten Vergleich zu den LED-Strips von Philips Hue ist schwierig zu ziehen. Die Cololight sind auf jedenfalls etwas kleiner, wenn auch nur minim. Das verwendete Material ist auch ein anderes, aber auch hier nicht dramatisch anders.

Das Ende eines jeden Strips ist wiederum ein wenig anders gehalten. Sind die Connectoren bei Philips Hue noch im «LED-Schlauch», ich weiss, ein doofer Name, aber mir kommt kein besserer in den Sinn, schauen diese bei Cololiht heraus. Da man LED-Strips generell fest verklebt und auch nicht damit herumhantiert sollte das auch kein negativer Einfluss haben, denke ich zumindest.

Die LEDs von Cololight lassen sich über die App einzeln ansteuern. Dennoch agieren diese, bei gewissen Mustern in kleinen Gruppen. Wenn ihr könnt, solltet ihr, bevor ihr Teilstücke davon entfernt mal ein wenig herumspielen und schauen, wo ein guter Schnittpunkt wäre, sofern ihr nicht schneiden müsst, weil kein Platz mehr vorhanden ist.


Erstinbetriebnahme

Je nachdem wo ihr den LED Strip einsetzen möchtet, könnt ihr die Stromzufuhr anders regeln. Hinter dem Fernseher oder einem Display nutzt ihr am besten gleich den da vorhandenen, freien USB-Port. Sollte das nicht der Fall sein, braucht ihr ein Netzteil, dass mindestens 5 V und 2.4 A Ausgangsleistung bietet. Schaut euch am besten Mal ältere Smartphone/Tablet Netzteile an, die ihr noch im Besitz habt.

Bitte verwende ein USB-Netzteil mit mind. 2.4 A Ausgangsleistung und falls benötigt, nur aktive USB-Verlängerungen. Ansonsten kann es zu Problemen in der Lichtdarstellung kommen. Da steckt ihr das Kabel mit dem WLAN-Dongle ein.

WLAN-Dongle
WLAN-Dongle

Am WLAN Dongle findet ihr zentriert den Ein-Ausschaltknopf. Links und rechts daneben jeweils eine feine Öffnung. Mit der linken Öffnung könnt ihr das Modul zurücksetzen, mit der Hilfe einer Büroklammer. In der rechten Öffnung befindet sich das eingebaute Mikrofon, hier solltet ihr nicht unbedingt mit der Büroklammer rein.

Als Nächstes kommt das kürzere Verbindungskabel zum Einsatz. Die Seite mit dem USB-A-Stecker kommt in den Dongle und der feinere Stecker in den LED Strip. Bitte achtet dabei auf den feinen Pfeil, welcher euch die richtige Seite anzeigt und wendet dabei keine Gewalt an.

Jetzt sollte der Strip gleich zu leuchten beginnen.

Nun müsst ihr mit der Cololight App die Installation der einzelnen Produkte vornehmen. Dazu müsst ihr einfach dem Prozess in der App folgen.

Die Cololight App

Cololight
Cololight
Entwickler: LifeSmart, Inc.
Preis: Kostenlos
‎Cololight
‎Cololight
Entwickler: LifeSmart, Inc
Preis: Kostenlos

Jetzt gilt es den LED Strip erst einmal zu beruhigen, denn dieser blinkt, seitdem er mit Strom versorgt ist relativ hektisch umher. Das bekommt ihr hin, indem ihr den Strip einmalig mit eurer Android oder iOS App koppelt und diesen dann darüber ansteuert.

Nachdem ihr die App gestartet habt, müsst ihr erst einmal ein Konto in der Hersteller Cloud anlegen. Etwas unschön ist, dass das Passwort nur zwischen 6 und 12 Zeichen haben darf. Hier muss der Hersteller unbedingt nachbessern. Als Fan von Passwörtern mit 60 Zeichen Plus möchte ich da mein Konto schon ein wenig besser gesichert wissen.

Würde ich den LED-Strip nur via Siri ansprechen wollen, könnte ich mir die Installation in der App sparen. Dank HomeKit Code kann ich den Strip auch direkt in Apples HomeKit einbinden. Da ich mich aber zusätzlich dem Weg über den Google Assistant nicht verschliessen möchte, brauche ich den Weg über die App.
Doch auch für zukünftige Updates der Firmware brauche ich die App.

Bedienung in der App

Die App selber ist, sagen wir mal, etwas gewöhnungsbedürftig. Zumindest passt es zum Produkt, welches auch sehr farbenfroh und wild sein kann. Ich muss aber auch sagen, dass ich nicht wüsste, wie viel anders man es machen könnte, ohne bestehende Licht-Apps zu imitieren. Der Mensch ist einfach ein Gewohnheitstier. Da ich das ganze aber auch über die Sprache Steuern kann, ist das für mich nicht wichtig.

Um zwischen den einzelnen Farbmoids zu wechseln, müsst ihr einfach von links nach rechts wischen.

Der Party-Modus

Neben dem manuellen Wechsel der einzelnen Modis könnt ihr auch den sogenannten Party-Modus einsetzen. Dafür müsst ihr das Mikrofon aktivieren.
Dieses befindet sich im WLAN Modul und das kann via der App freigeschaltet werden. Hier würde ich einen separaten Regler an der Hardware noch sympathisch finden, wie es Google z.B. an seinen Smart Speakern hat. Sodass man das Mikrofon manuell deaktivieren kann.

Sobald der Party-Modus aktiv ist, beginnt auch gleich der LED-Streifen zu leuchten. Diese schön, nach dem Rhythmus der Musik. An dem haben meine Mädels ihre grosse Freude.


Smart Home Integration

Einleitend hab ich geschrieben, dass neben der Einzel-Ansteuerung der LEDs mir besonders gut gefällt, dass sich der LED STRIP auch mit allen drei Sprachassistenten versteht.
Wie ihr zu den einzelnen Möglichkeiten kommt, das möchte ich euch hier kurz erklären.

Google Assistant

Google Home
Google Home
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

Damit ihr den Cololight STRIP in euer smartes Google zu Hause einbinden könnt, braucht ihr nur die Google Home App.
Wenn ihr schon andere smarte Gadgets nutzt, oder zum Beispiel die Google Nest Produkte, dann kennt ihr die App ja bereits.

Zuerst verbindet ihr euren Cololight Account mit Google Home und stattet dieses mit der entsprechenden Berechtigung aus. Anschliessend fügt ihr die einzelnen Produkte zu eurem Google Smart Home System und fügt es anschliessend dem von euch gewählten Raum zu.

Die einzelnen LED-Elemente
Die einzelnen LED-Elemente

Amazon Alexa

Amazon Alexa
Amazon Alexa
Entwickler: Amazon Mobile LLC
Preis: Kostenlos
‎Amazon Alexa
‎Amazon Alexa
Entwickler: AMZN Mobile LLC
Preis: Kostenlos

Die Integration bei Amazons Sprachassistenten Alexa bedingt den Alexa Skill vom Hersteller. Ist der einmal aktiviert, müsst ihr die beiden Accounts miteinander verbinden.
Dann könnt ihr den LED Strip hinzufügen und anschliessend über die App steuern und natürlich auch via Sprachbefehl.

Apple HomeKit / Siri

Die schnellste Integration gelingt ins Apple Ökosystem. Dazu müsst ihr in der Apple Home App nur den auf der Anleitung aufgedruckten HomeKit Code einscannen und schon könnt ihr über den LED Strip verfügen. Einmal in den (virtuellen) Raum packen, wo ihr ihn habt und mit einem Namen versehen und schon ist er bereit.


Verlängerung des LED-Strips

Das Starterset mit 30, aber auch das mit 60 LEDs ist zwei Meter lang. Wie üblich bei solchen LED Streifen könnt ihr auch den von Cololight nach einem jeden einzelnen LED individuell abtrennen. So, dass er auf die von euch gewünschte Länge auch wirklich passt.

Die Connectoren
Die Connectoren

Aber auch der umgekehrte Weg funktioniert. Die zwei Meter der Grundausstattung lassen sich verlängern. Beim 30 LED-Modell bis auf acht Meter und das 60 LED-Modell kann bis sechs Meter ausgeweitet werden.
Ein wichtiger Hinweis dabei ist aber sicherlich, dass ihr nach vier Meter LED Streifen einen weiteren USB-Port zur Verfügung haben müsst. Beim 30 LED-Modell kommt ihr bis auf acht Meter, ohne eine zweite Stromquelle. Weiter reicht der Strom nicht aus, welcher über den USB-Port gezogen werden kann. Wie überall hat das natürlich so seine Vor- wie auch Nachteile. Die LED Streifen von Philips hue lassen sich erweitern, bedingen aber auch einem gröberen Netzteil, für das man erst einmal Platz haben muss.


Technische Details

  • Grösse: 2'000 x 13 x 3 mm
  • WLAN-Verbindung: im 2.4 Ghz Bereich
  • Kabellänge: 140 cm
  • Farbspektrum: RGBW
  • LED-Lebensdauer: 30'000 Stunden
  • Leuchtstärke: 60 LEDs/m: 800 Lumen, 30 LEDs/m: 400 Lumen
  • Smart Home Anbindung: Apple HomeKit, Amazon Alexa, Google Assistant

Fazit

Aktivieren lässt sich der Stripe über den am WLAN-Modul befindliche Button. Gemütlicher ist es natürlich über die App und noch einfacher mit dem Sprachassistenten eurer Wahl.

Auch sehr gut gefällt mir die Verknüpfung mit dem Elgato Stream Deck. Darauf könnt ihr eigene Befehle hinterlegen und dann bei Bedarf direkt vom Schreibtisch aus abfeuern. Ich nutze dafür, vor allem die beiden Befehle für heller und dunkler. Ein- /Ausschalten mach ich über den Sprachassistenten, auch den Farbwechsel, sofern ich einen haben möchte. Doch, die feinere Regulierung der Helligkeit geht dann doch besser/schneller via den beiden Tasten.

Der LED Streifen
Der LED Streifen

Mit dem Cololight bekommt ihr eine einfache Alternative zu Philips Hue und den LIFX-Strip Produkten. Vor allem aber preislich kann es interessant werden.

Zu kaufen gibt es die Cololight Strips übrigens drüben bei BRACK*.

Was ich mir jetzt einfach noch wünschen würde, wäre eine Integration ins Homey-System. Da ein jedes Smart Home Produkt seine eigene Bridge hat, empfinde ich den Homey als ein sehr praktisches Gateway. Der Vorteil beim Cololight hab ich nicht noch eine Bridge dazwischen, diese ist direkt im WLAN-Modul verbaut.

Mittlerweile haben übrigens meine Mädels die neuen LED-Strips für sich entdeckt. Die Bedienung mit dem Sprachassistenten war der Grund und deshalb sind sie nun mal für ein paar Wochen daheim im Einsatz, bis ich sie wieder ins Büro schmuggeln kann.

*Eventuelle Kauf Links können Spuren von Affiliate enthalten.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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