Home Testberichte Hausautomation Google Nest Hub 2 – Die ersten Eindrücke nach zwei Wochen im Einsatz
Google Nest Hub 2 – Die ersten Eindrücke nach zwei Wochen im Einsatz

Google Nest Hub 2 – Die ersten Eindrücke nach zwei Wochen im Einsatz

0

Vor knapp einem Monat hat Google den Schweiz-Start, vom 4. Mai 2021 kommuniziert, nun ist ein langer Monat rum und ich kann euch ein wenig über meine ersten Erfahrungen mit dem Smart Hub berichten.
Seit vielen Jahren bin ich ein grosser Fan von Sprachassistenten. Diese digitalen Assistenten nutze ich von morgens bis abends ganz fleissig für alle möglichen Aufgaben. Seit Langem vertrete ich auch die Meinung, dass an einem solchen Assistenten ein Display eine tolle Option ist. Je nach Aufgaben, die ich dem digitalen Assistenten Stelle möchte ich ein visuelles Feedback bekommen.

Hier kommt ihr direkt zum ersten Hands-On Video

Neuer Assistant mit Dispaly

KategorieHerstellerFirmware Version
Smart HomeGoogle248666

Nach knapp zwei Jahren bekommt der, mit einem kleinen Touch-Bildschirm versehene Nest Hub ein Update spendiert. Per 07. April hat Google endlich mit den Gerüchten aufgeräumt und den Schweizer-Start durchgegeben.

Zu den wichtigsten Neuerungen zählen sicherlich das zusätzlich verbaute Mikrofon und die Integration der Radartechnologie Soli. Für mich aber noch viel wichtiger, die Integration vom Zukünftigen Smart Home Standard Threads.

Wer es genauer wissen möchte, hier im Beitrag findet ihr eine Tabelle zu den Unterschieden des Google Nest Hub und Google Nest Hub 2.


Lieferumfang

  • Nest Hub
  • Stromadapter
  • Bedienungsanleitung


Grösse, Display und Design

An der Grösse und am Design hat Google nichts geschraubt. Das ist auch bei der Farbwahl so, hier habt ihr die Wahl zwischen Carbon und Kreide. Wie schon beim Nest Audio, welches Google im letzten Herbst vorgestellt hat, setzt der Suchmaschinenriese auch hier aus recycelten Kunststoff. Insgesamt ist 54 Prozent vom Gerät aus solchen gefertigt.

Das Display ist mit seinen 7″ immer noch sehr kompakt gehalten und hat eine Auflösung von 1'024 x 600 Pixel aufzuweisen.

Somit ändert sich an den Massen auch nicht wirklich viel. 180 x 120 mm ist nach wie vor die Tatsache.

Die Verpackungsrückseite
Die Verpackungsrückseite

Neue Lautsprecher und Prozessoren, aber keine Kamera

Im inneren hat es sich dann doch etwas verändert. Neu findet ihr einen 43.5 mm Treiber verbaut. Google verspricht hier schon einmal 50 Prozent mehr Bass als beim Vorgängermodell.
Da ich den neuen Sprachassistenten einige Tage im Voraus testen konnte, kann ich es zumindest so weit bestätigen. Der Klang ist mehr, zum einen im Volumen aber auch im Bass klingt nach mehr. Das war aber auch nötig, wie ich finde. Meine Frau hört über den original Nest Hub, in der Küche (trotz neben dran stehendem Sonos Speaker), viel Musik und Radio darüber.

Die Nest Hub 2 Rückseite
Die Nest Hub 2 Rückseite

Auch die Verarbeitung von Befehlen könnte schneller passieren. Führt Google neu einen Quad-Core-ARM-CPU mit 1.9 GHz im inneren mit sich.

Da wir unsern original Nest Hub in der Küche nutzen, fand ich es immer schon schade, dass dieser keine Kamera integriert hat. Für schnelle Videotelefonie in der Küche wäre das perfekt. Auch beim neuen Nest Hub 2 verzichtet Google auf diesen. Dazu komm ich etwas weiter unten nochmals zu sprechen.


Schlaftracking – DAS grosse neue Feature

Schlaftracking ist ein Feature, dass immer mehr Menschen für sich entdecken. Hierfür nutzen diese unterschiedliche gute Lösungen und somit schlägt sich das dann auch auf die Ergebnisse nieder.

Google löst das beim Nest Hub 2, nicht mit einer Smartwatch oder einem Fitness-Wearable (da hat sich wohl der Kauf von Fitbit zu lange hingezogen), sie setzten auf Soli. Soli ist eine Radartechnologie, die wir zumindest in den Gerüchten schon vor längerem Mal mitbekommen haben. Diese entstanden durch die Freigabe der Technologie durch die amerikanischen FCC.

In Zusammenarbeit mit den drei am Hub verbauten Mikrofonen und dem Soli Sensor analysiert Google euren Schlaf. Doch damit ist noch nicht genug, Google hat im Hub auch einen Temperatur-, einen EQ- und einen Umgebungslichtsensor verbaut. Damit kann der Suchmaschinenriese euch am nächsten Morgen ausführliche Daten zu eurem Schlaf bereitstellen.

Diese werden natürlich in der Google Fit App zusammengetragen und tragen dann, mit dem ermittelten Schritten, dem Gewicht und sonstigen Werten zu einer grossen Anzahl an Fitness-Datensammlung über eure Person bei.

Der Vorteil für euch, der Wecker geht nicht gleich mit voller Energie los. Google will euch sanft und der aktuellen Schlafphase entsprechend aufwecken.
Wichtiges Detail: Per Kleingedrucktem hält sich Google die Option offen, den Schlafsensor und seine Tätigkeit nachträglich zu monetarisieren. Beurteilen mag ich das nach so wenigen Tagen noch nicht.

Der Nest Hub 2, Die Front
Der Nest Hub 2, Die Front

Soli  ist zurück

Doch mit dem Soli kann Google noch viel mehr als nur eure Schlafqualität messen. Bekannt mag der Sensor dem einen oder andern von euch vielleicht auch noch vom Google Pixel 4 sein.

Der Soli Sensor erlaubt es euch, den Nest Hub 2 mithilfe von Gesten zu steuern. Hier kommt dann, als gutes Beispiel, der Einsatz in der Küche wieder zum Vorschein. Mit «Motion Sense» steuert ihr den Sprachassistenten direkt mit euren Händen. Dazu zählen zum Beispiel das pausieren oder weiter spielen von Musik/Podcasts und so weiter.

Das Miniradar im Sensor sendet elektromagnetische Wellen ab. Treffen diese auf, zum Beispiele eine Hand, merkt, dass der Sensor und tastet diese genauer ab. Damit soll Google sogar die Dichte des ermittelten Objekts, die Form, dessen Oberflächenstruktur und noch mehr ermitteln können. Klingt fast schon wieder gruselig, wenn es nicht so cool wäre.

Hier wird es der Test aufzeigen, wie gut das ganze funktionieren wird. In diversen Pixel 4 Testberichten hat die Funktion richtig schlecht abgeschnitten.

Soli am Nest Hub 2 funktioniert, doch man muss es ein wenig üben. Das Tempo, mit dem ihr euch an dem Display nähert, ist dabei entscheidend. Wenn ihr die flache Hand langsam ans Display haltet, dann reagiert der Sprachassistent nicht. Ihr müsst eure Hand schon mit einem gewissen Tempo gegen das Display halten.

Das ist klar, weil sonnst jedes Mal, wenn ihr etwas am Display machen möchtet, dieses pausiert, deshalb meinte ich oben, ihr müsst üben am Anfang.


Die wahre neue Stärke – Meiner Meinung nach

Natürlich gibt es auch Neuigkeiten zum Thema Smart Home, im neuen Google Nest Hub 2. Wie schon sein Vorgänger greift er auf:

  • WLAN 802.11 b/g/n/ac im 2.4 und 5 GHz Bereich
  • Bluetooth (neu in der Version 5.0)
  • Google Chromecast-Technologie

Zurück. Das heisst, ihr könnt alle eure Smart Home Produkte, die ihr bisher genutzt habt auch weiteren direkt über das Touch-Display oder via Sprache ansteuern.

Gewünscht hätte ich mir natürlich eine Zigbee-Hub (Erklärung, was ist Zigbee) Integration für das direkte ansteuern von Lampen und anderen smarten Geräten und das möglichst lokal, ohne über Googles-Server umzukehren. Dies hat leider nicht geklappt, doch noch viel interessanter ist die Threads Integration. Und wenn wir es genau betrachten wird ja – sofern alles kommt wie es sollte – Thread genau genommen solche Hubs wie den genannten Zigbee überflüssig machen.

Der Nest Hub 2, die seitliche Ansicht
Der Nest Hub 2, die seitliche Ansicht

Threads ist der neue Standard den IKEA, Apple, Google, Samsung und co. geschaffen haben für zukünftige Smart Home Produkte. Dies ist für mich der heimliche wirkliche Star vom neuen Nest Hub 2.
Damit bin ich auch nicht traurig über die fehlende Zigbee-Hub-Integration. Denn mit dem neuen Protokoll fallen endlich diese unsäglichen Smart Home Hubs weg.

Wichtig zu wissen, Threads ist integriert im Google Nest Hub 2, aber es ist aktuell noch nicht aktiv. Dieses muss Google mit einem Firmware Update erst noch freischalten. Wer somit dachte, mit dem neuen Nest Hub in die Welt von Thread einsteigen zu können, den muss ich aktuell noch enttäuschen.


Google Nest Hub 2 und der Schweizer Preis

Per heute, Mittwoch findet ihr den Google Nest Hub 2 im Google eigenen Shop und bei ausgewählten Partnern zu kaufen.
Preislich schlägt der Google Nest Hub mit CHF 99.99 (EUR 99.-) zu Buche. Das ist wiederum ein wirklicher Kampfpreis, für einen Sprachassistenten mit Bildschirm.

Jetzt bin ich natürlich gespannt, ob die erste Generation drastisch im Preis sinken wird, was diese dann wiederum interessant machen könnten. Ansonsten würde ich auf jeden Fall zum Nest Hub 2 greifen.


Podcasts hören mit dem Google Nest Hub 2

Wer mich ein wenig verfolgt, hat sicherlich schon einmal mitbekommen, dass ich ein grosser Fan von Podcasts bin. Das nicht nur, weil ich selber auch ein Podcast Produzent bei MediaKlang bin, mir macht das Medium Podcast eine grosse Freude.

Podcasts hören am Google Nest Hub - Die Sprachbefehle
Podcasts hören am Google Nest Hub – Die Sprachbefehle

Natürlich könnt ihr auch mit dem Google Nest Hub nicht nur Musik und Radio hören. Ihr könnt damit auch ganz einfach Podcasts geniessen.
Um einen Podcast zu starten, müsst ihr einfach «Ok, Google, Spiel, #GeekTalk Daily auf Google Podcasts ab» in die Richtung vom Google Nest Hub sprechen und schon startet dieser. Das funktioniert natürlich nicht nur mit dem #GeekTalk Daily Podcast, das geht mit jedem anderen Podcast genauso gut.

Das ist nicht der einzige Sprachbefehl, den ihr für den Google Assistant nutzen könnt. Alle weiteren Befehle findet ihr drüben im Podcatcher.ch Blog zum Nachlesen.


Technische Details

  • Grösse: 177.4 x 120.4 x 69.5 mm
  • Gewicht: 558 g
  • Display: 7″ Touchscreen
  • Auflösung: 1'024 x 600 Pixel
  • Lautsprecher: 43.5 mm Treiber
  • Sensoren: Umgebungslichtsensor, Temperatursensor und Soli Sensor (Radartechnologie)
  • Kabellänge: 150 cm
  • Farben: Kreide oder Karbon

Erstes Fazit zum Google Nest Hub 2

Hier im Blog findet ihr einen ausführlichen Testbericht zum original Google Sprachassistenten mit dem integrierten Display. Nun haben wir seit knapp zwei Wochen den Nest Hub 2 von Google im täglichen Einsatz.

Was ich jetzt schon mal bestätigen kann, ja, der Lautsprecher ist voluminöser, man hört, dass hier mehr rauskommt und das ist sicherlich nicht verkehrt.

Natürlich, wenn ihr ihn einzig und alleine als Sprachassistenten braucht, dann ist das nicht wichtig. Sobald ihr aber darüber Musik hört, dann seid ihr froh, um das etwas mehr an Volumen. Nachdem Ärger, rund um unsere Sonos-System, hören meine Mädels fast ausschliesslich über den Sprachassistenten von Google Musik in der Küche.

Somit wird, nach meinem Test, der Nest Hub 2 sicherlich in die Küche wandern und das ältere Modell ins Büro.

Google Nest Hub 2
Google Nest Hub 2

Seit das neue Modell hier bei uns ist, beschweren sich meine Töchter und meine Frau immer mehr, dass der Küchen Nest Hub sie nicht mehr wirklich versteht. Es scheint, als wäre der ältere Sprachassistent, eifersüchtig auf das neue Modell.

Was ich mir wirklich gewünscht hätte, dass Google dem smarten Assistenten etwas mehr RAM oder einen potenteren Prozessor verpasst hätte. Auf Sprachbefehle reagiert der Assistent zeitnah, wie gewohnt bei anderen Sprachassistenten.

Leider aber reagiert das Display bei der Bedienung genauso träge wie das vom Vorgänger-Modell. Hier hege ich aber nach wie vor die Hoffnung, dass Google auch noch etwas Softwareseitig schrauben kann. Die Hoffnung stirbt doch bekanntlich zuletzt.

Zum Schlaft-Tracking melde ich mich noch mal separat, da muss ich noch ein paar weitere Tests machen.

 

Für alle, die keinen Sprachassistenten mit Anzeige haben möchten: Hier findet ihr meine ersten Eindrücke mit dem Nest Audio, welches Google im letzten Herbst vorgestellt hat. Ein angenehmer Klang und den Google Assistant integriert.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

LEAVE YOUR COMMENT

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.