Die beiden Gadgets aus dem Set

FRITZ!Box nur welche? Und was für ein FRITZ!Repeater darf es sein?

Immer wieder erreichen mich Fragen, zu meinen Testberichten rund um die AVM Produkte. Das Berliner Unternehmen AVM hat mittlerweile ein sehr breites Produktsortiment. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich nun schon mit deren Produkten. Auch ich muss gestehen, ich blicke da teilweise (wenn auch meist nur kurzzeitig) nicht immer ganz durch. Vor allem die gefühlt unterschiedliche Bezeichnungen der einzelnen Produkte kann zur Verwirrung beitragen. Doch hier im Beitrag zeige ich dir, auf was du achten solltest.

Wie ist das jetzt mit der Namensgebung?

Du hast schon eine FRITZ!Box, die seit Jahren einen guten Dienst verrichtet und möchtest jetzt das Netzwerk etwas ausweiten, damit du auch im Keller, im oberen Stockwerk oder auf dem Sitzplatz/Balkon Netz hast? Dann gibt es bei AVM verschiedenste Lösungen im Angebot. Dank der Mesh-Technologie von AVM ist das Erweitern des eigenen Netzwerks auch ein Kinderspiel.

Das Ganze benötigt keine 10 Minuten deiner Zeit. Die meiste davon geht für die richtige Positionierung und dem Ausmessen der Geschwindigkeit drauf. Die Kopplung ist mit zwei Knopfdrücken getätigt.

AVM: Router Namen

Produktnamen sind immer so eine Sache. Firmen können es ihren Kunden einfach machen, oder sie komplett damit verwirren. Bevor wir zu den einzelnen Namen der Produkte kommen, musst du erst einmal die vier grundlegenden Kategorien kennen:

  • VDSL-Router
  • Fiber (Glasfaser-Router)
  • Kabel-Router
  • LTE / 5G-Router

Glasfaser und Kabel haben jeweils, wie die traditionellen VDSL-Router, eine Wi-Fi-ax Anbindung und somit das WLAN der neusten Generation mit verbaut. Doch bei der 5G Box ist das nicht der Fall, das ist die einzige, welche noch kein neues WLAN-Modul verbaut hat.

Verwirrend ist, für den normalen Kunden, dass nur auf dem FRITZ!Box 7590er-Modell die Ergänzung zu ax mit drauf hat. Warum so inkonsequent, denn die Kabel wie auch die FRITZ!Box Fiber verfügen beide über eine ax-Schnittstelle.

Die Antwort hierfür ist relativ einfach. Wenn es die jeweilige Box nur in einer Wi-Fi-6 (ax) Version gibt, dann fällt der Begriff unter den Tisch. Wenn aber AVM, parallel, noch eine «ältere» Box, mit dem vorgängigen WLAN-Standard im Sortiment hat, dann grenzen die Berliner die beiden Produkte mit dem Hinweis ab. So einfach ist es. Das heisst für euch, im Idealfall schaut ihr euch immer nach der ax-Version um.

AVM: Repeater Namen

Woher kommen die Namen bei den FRITZ!Repeater? Das ist auch immer wieder eine Frage, die mich erreicht und gleichzeitig auch die Zweite hinten nach, welcher dann jetzt der richtige ist.

Die Zahl hinter den Repeater Namen stammt von der kumulierten (theoretisch maximalen) WLAN-Geschwindigkeit.

Bei AVM startet das Spiel mit dem 600er, geht über den 1200er und 2400er, zum 3000 und bis zum FRITZ! Repeater 6000.
Wer damit nicht allzu viel anfangen kann, der schaut am besten einmal hier im Beitrag (AVM WLAN-Repeater – welcher passt zu mir?) vorbei.

In einfach gesagt: Der kleinste ist für einfaches Internet auch im letzten Ecken, zum Beispiel, um Smart Home-Gadgets auch in der Besenkammer anzubieten. Sobald mehr Menschen ins WLAN möchten, mit mehr Anforderungen wie Streaming, Computerspiele, Home Office oder Ähnliches, lohnt sich ein Blick zu den grösseren Modellen.

Ein kleiner Pro-Tipp, du kannst natürlich auch deine «alte» FRITZ!Box weiterhin behalten und diese als Repeater verwenden. Das ist natürlich vor allem im Ausblick auf unsere Umwelt sensationell. Natürlich solltet ihr diese nicht gerade da platzieren, wo ihr am meisten Performance benötigt. Aber anstelle eines FRITZ!Repeater 1200 oder gar dem FRITZ!Repeater 600 macht sich die alte Box auf jeden Fall sehr gut.


Kann ich verschiedene FRITZ! Produkte mischen?

Das ist sehr davon abhängig, was genau du mit dem WLAN machen möchtest und ein wie schnellen Internet-Plan, dass du bei deinem Provider bestellt hast. Auch ist immer die Frage, was du aktuell schon für Produkte im Einsatz hast.

Du musst nicht immer alles neu kaufen, es lohnt sich hier also immer gut hinzuschauen. Solltest du zum Beispiel noch kein Glasfaser-Zugang haben, aber das wissen, dass sich dies in den nächsten Monaten oder Jahren ändert, kann es sich lohnen genau hinzuschauen. Da kann es sich auch lohnen schon etwas Grösseres zu kaufen, um auf die spätere Situation schon vorbereitet zu sein und dann nicht nochmals investieren zu müssen.

In der Situation kann es sich auch lohnen, erst einmal beim etwas «älteren» Modem, der FRITZ!Box 7490 (als Beispiel) zu bleiben und eher hinten dran beginnen mit dem Aufrüsten.

Es lohnt sich aber auf jeden Fall, einmal zu schauen, wie schnell das dein Internetzugang ist, welches dank deines Providers aus der Wand tröpfelt und ob das Modem, welches gleich dahinter ist, dieses auch stemmen mag. Es bringt hier nichts, bei einem alten (auch wenn es noch tipptopp funktioniert, Modem zu bleiben, wenn du dadurch gar nicht alles ausschöpfen kannst.

Voraussetzung Familie

Wenn du eine Familie hast und die Kinder langsam aber sicher immer mehr Aufgaben am Tablet / Notebook zu erledigen haben, dann kann es sich lohnen, gleich grösser einzusteigen. Immer mehr geht übers Netz, seien es Recherchen in der Suchmaschine oder auf YouTube oder Ähnliches und der benötigten Bandbreite.

Dazu kommt, dass zwischendurch das Netz auch für Mama und Papa noch stabil genug laufen sollte, oder die Kleinste vielleicht gerade parallel mit der Grossmutter FaceTime-Video machen möchte.

Headerbild Mitteilungseinstellungen
Headerbild Mitteilungseinstellungen

Voraussetzung Home Office

Du bist alleinstehend oder in einer Beziehung und einer oder beide dürfen von zu Hause aus arbeiten? Auch hier ist eine stabile und schnelle Leitung immens wichtig. Es gibt nichts Schlimmeres als abgehackte Konferenzgespräche, Unterbrüche, weil das WLAN nicht bis zum hinteren Teil der Wohnung reicht.

Dazu kommt, dass nicht immer alle gleichzeitig das Netz benötigen. Mit einer FRITZ!Box und den entsprechenden Repeatern kannst du einzelnen Geräten mehr «Rechte» geben, damit sie Vorfahrt haben. Sofern das Netz einmal an den Anschlag kommen sollte.

Voraussetzung Home Office und Familie

Kommt das Home Office und die Familie zusammen, dann muss ich wohl nicht aufführen, was genau dann die perfekte Lösung wäre. Hier ist besonders wichtig, dass ihr den einzelnen Rechnern (Arbeitscomputer und Schul-Tablet) die nötigen Prioritäten verleiht.

Auch Video-Chats nur in Verschlüsselt
Auch Video-Chats nur in Verschlüsselt

Hier empfehle ich euch auf jeden Fall auf Wi-Fi ax zu wechseln, sofern das Budget-technisch möglich ist.


Routerzwang in der Schweiz

In der Schweiz haben wir leider immer noch Routerzwang. Viele Provider stellen dir das Modem und du darfst kein anderes verwenden. Technisch wäre das ohne Probleme möglich, doch leider erlaubt es die Gesetzeslage in der Schweiz, dass der Provider dir vorschlagen darf/kann, was du für ein Gerät nutzt.

Dem kannst du einfach und schnell durch Bridging Herr werden. Du kaufst dir eine aktuelle FRITZ!Box, mit oder ohne Modem und «schaltest» diese direkt hinter den Zwangs-Router. Beim Provider-Router deaktivierst du das eigene WLAN (du willst ja keinen Störsender im eigenen Haus/Wohnung) und lenkst das volle Internet an die FRITZ!Box weiter.

So haben wir das über die letzten 15 Jahre gemacht, bis ich auf LTE / 5G Internet im eigenen Daheim umgestiegen bin. Das funktioniert auch perfekt und ist schnell umzusetzen. Einzig, was dann leider nicht funktioniert sind gewisse Funktionen wie das eigene VPN der FRITZ!Box nutzen etc.

Das schmerzt natürlich, doch damit kann ich wenigstens auf alle anderen angenehmen Funktionen der FRITZ!Box zurückgreifen. Plus ich habe Hardware, für die ich über viele Jahre Updates ausgespielt, bekomme von AVM.

Mit oder ohne Modem?

Eine wichtige Frage, welche sich hier immer wieder stellt, ist sicherlich die nach der richtigen FRITZ!Box hinter dem Router-Zwang-Modem. Warum sollte ich mir eine FRITZ!Box mit Modem kaufen, wenn ich dieses doch nicht benötige?

Vor allem, da AVM mit der FRITZ!Box 4060 ein solch tolles Produkt, welches genau dafür geschaffen ist, im Angebot hat?

Frontansicht der Routers
Frontansicht der Routers

Die Antwort ist ganz einfach: Du weisst, dass in ein paar Monaten oder einem Jahr du einen Glasfaser-Anschluss in dein Haus gestellt bekommst. Oder du wirst per Vertragsende den Provider wechseln und kannst nachher bei dem die FRITZ!Box dennoch direkt nutzen? Dann kann es sich lohnen eine entsprechend geeignete FRITZ!Box zu kaufen, auch wenn du am Anfang die Funktion gar nicht benötigst.

Hier muss ich drei Provider positiv erwähnen. Zum einen ist das die Swisscom, Init7 und Teleboy. Alle drei haben keinen Routerzwang und du kannst das Produkt nutzen, was du möchtest. Letzterer bietet übrigens sein Abo direkt auch schon mit einer FRITZ!Box an.


Fazit, warum AVM?

Wenn du diesen Text, bis jetzt, aufmerksam durchgelesen hast, dann hast du sicherlich schon ein wenig eine Ahnung, was jetzt kommen könnte.

Seit Jahren nutze ich sehr gerne Produkte aus dem Hause AVM. Wer meinen Blog ein wenig verfolgt, der hat sicherlich schon mitbekommen, dass ich es mag, wenn Produkte langlebig sind. Genauso, dass ich es mag, wenn Gadgets regelmässig Updates, zwecks Sicherheit und teilweise auch mit neuen Funktionen ausgeliefert bekommen. Dies trifft bei AVM beides zu.

Immer wieder berichte ich hier im Blog, oder auch drüben im #GeekTalk Podcast, was dies für neue Möglichkeiten sind. Als Nächstes, grösseres Update, wird uns mit FRITZ!OS 7.5 ein neues Design zur Verfügung gestellt. Das Ganze wirkt moderner, flacher und aufgeräumter, obwohl sich ansonsten nicht allzu viel (von der Bedien-Logik) geändert hat.

Hier für den Blog und den YouTube Channel teste ich auch immer wieder mal alternative Lösungen. Bei uns daheim haben wir uns auf die AVM Produkte eingeschossen.
Im Büro nutze ich, parallel auch noch andere Lösungen. Meine Haupt-Leitung für die Blogs und den Podcast habe ich über meine FRITZ!Boxen umgesetzt.

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