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Samsung QLED Q9 55-Zoll Fernseher

Samsung QLED Q9 55-Zoll Fernseher

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Mögt ihr euch noch an mein Testbericht zum LG Fernseher erinnern? Das ist gut 1.5 Jahre her und nach dem Test ging es wieder zurück auf unseren alten Samsung FullHD Fernseher den wir uns im Jahre 2007 gekauft haben.
Das wird wohl auch der Grund sein, warum wir in dem knappen Jahr nach dem Test bis zum Erhalt vom heute hier vorgestellten QLED Q9 Samsung TV kaum mehr in Richtung des Fernsehers geschaut hatten. Gut, da wir ja eh, seit über 17 Jahren keinen TV-Anschluss mehr haben ist logisch, dass wir den Fernseher kaum nutzten. Natürlich haben wir noch unsere rund 2′ 000 Filme und Serien auf dem Media-NAS und auch Netflix läuft – zumindest bei mir im Büro – fast permanent im Hintergrund. Doch das lineare Fernseher Erlebnis haben unsere Kinder gar nie mit bekommen.

QLED – tiefes schwarz

Kategorie Hersteller Software Version
Fernseher Samsung 1202

Dennoch machen auch Filme, Serien und Netflix Klassiker auf einem grossen Fernseher deutlich mehr spass als nur auf dem Smartphone oder dem Tablet. Somit war es ende des letzten Jahres wiedermal an der Zeit, einen aktuellen Fernseher aus zu probieren.
Da der Fernseher im Anschluss an unseren Test wieder zu Samsung zurück geht haben wir uns gegen eine Wandmontage entschieden. Das wäre aber definitiv unser Favorit gewesen. Dazu aber etwas weiter unten mehr.

Samsung hat im letzten Jahr an der IFA seinen neusten, 8K-Fernseher vorgestellt. Dieser kann mit Unterstützung der Cloud (AI) jeglichen Content hochskalierten auf 8K. Wir haben uns bei unserem Test für die aktuelle, 4K Reihe mit QLED-Technologie entschieden.

Lieferumfang

  • Samsung TV
  • Standfuss
  • Stromkabel
  • Fernbedienung mit Batterien
  • Bedienungsanleitung

In unserem Fall haben wir noch eine Soundbar dazu testen können. Diese gibts optional dazu zu kaufen oder wenn man Glück hat bekommt man eine in einem Bundle nach geworfen. Somit Augen offen beim TV Kauf.

Der Fernseher, der Receiver und die Soundbar
Der Fernseher, der Receiver und die Soundbar

Verarbeitung

Angeliefert wurde das ganze auf einer Holzpalette direkt bis vor die Haustüre. Ab da hiess es dann den grossen, riesig grossen Karton nach oben zu schleppen. Zusätzlich noch den L-förmigen Karton mit der Soundbar und dem Subwoofer drinnen.

Die Montage

Der Fernseher, die externe Box mit den ganzen Anschlüssen, die Kabel, die Fernbedienung und natürlich auch das beigelegte Papier mit der Anleitung ist schön sorgfältig verpackt, so dass beim Transport natürlich auch nichts schief gehen kann. Einmal die vordere Seite vom Karton herauspressen und schon lässt sich das ganze aufklappen und den Fernseher auf zum Beispiel den Tisch legen. Dazu legt ihr am besten eine Wolldecke oder etwas ähnliches darunter, damit die Displayseite keinen Schaden nimmt.

Anschliessend heisst es nach der Anleitung hinten am Fernseher den «Hals» vom Standfuss zu befestigen und dann den Fuss selber an zu schrauben. Das ganze geht mit den beigelegten Schrauben alles innert Minutenfrist.
Den Fuss anschrauben müsst ihr natürlich nur, wenn ihr ihn auf ein Möbel, ein Sideboard oder etwas ähnliches stellen möchtet.
Wenn für euch für eine Wandmontage entscheidet, dann müsst ihr natürlich nach der Anleitung von dieser Vorgehen.

Die Ein-Kabel-Lösung
Die Ein-Kabel-Lösung

Bei der Wandmontage kommt natürlich das «ein-Kabel-Prinzip» besonders gut zur Geltung. Das meinte ich oben mit dem Favorit. Dazu kommt, dass das eine Kabel was von der – ich nenn sie jetzt mal – Connect Box hoch zum Fernseher geht, in leicht transparent gehalten ist. Solltet ihr in einem Eigenheim wohnen könnt ihr natürlich auch gleich eine kleine Rille in die Wand machen, das Kabel verlegen und anschliessend das ganze wieder zu Spachtel. Natürlich bedingt das, dass ihr die Wand jetzt komplett neu streichen müsst, doch für eine perfekte Optik ist das kein falscher Weg.

Unten dran empfiehlt es sich auf jeden Fall ein niedriges Sideboard hin zu stellen wo ihr dann auch die restlichen Gadgets unterbringen könnt. Dazu gehören zum Beispiel die TV-Box (wer noch lineares Fernseh schaut), eine Spiele Konsole wie die Nintendo Switch oder die Microsoft XBox, ein eigenes Media Center oder ein Blu-Ray-Player.
Diese schliesst ihr dann über HDMI direkt an der doch recht grossen Box vom Samsung TV an. Als ich den Fernseher ausgepackt hatte war ich schon etwas geschockt von der grossen und vor allem auch gewichtigen Connect Box. Vor allem wenn man den Fernseher an der Wand montiert und das Kabel wie oben beschrieben sogar noch in der Wand verschwinden lässt. Da muss man die Connect Box auf jeden Fall in einem Möbel verstecken. Dazu müsst ihr aber beachten, dass die Box doch auch warm, wenn nicht sogar heiss werden kann. Heisst wenn ihr sie in einem Sideboard verstaut, müsst ich schauen, dass das Loch nach hinten raus nicht nur Platz für die ausgehenden Kabel bietet. Da durch sollte auch noch etwas Luft kursieren können. Auch müsst ihr vorab testen, ob dann die Fernbedienung noch gut funktioniert, der dazugehörige Sensor ist in der Box verbaut.

Das Setup

Wenn der Fernseher seinen Platz gefunden hat, egal ob an der Wand oder auf dem grossen aber schlanken Fuss, dann ists an der Zeit ihn das erste mal ein zu schalten. jetzt gehts gleich durch ein paar Einstellungen hindurch und schon könnt ihr mit dem schauen / konfigurieren los legen. Der aufmerksame Leser hat oben sicherlich mit bekommen, dass wir kein lineares Fernseh schauen. Somit hab ich natürlich ein Teil der Einstellungen umgehen können. Die Sendersuche und anschliessende Sendersortierung ist mir so erspart geblieben.

Der Fernseher und die Soundbar
Der Fernseher und die Soundbar

Dafür durfte ich aber Apps / Dienste sortieren die schon fix fertig mit dem TV ausgeliefert werden. Hier bietet euch Samsung eine schöne Anzahl Möglichkeiten an.

YouTube und Netflix sind auf heutigen Wiedergabe-Gadgets kaum mehr weg zu denken. Auch wenn ich meine Apple TV anhängen und beide konsumieren könnte das muss heute auch ohne gehen. Dazu aber im Fazit noch einen Ausblick auf die Entwicklung.

Bedienung, Dienste und Apps

Bedient wird der Fernseher über die beigelegte Fernbedienung, eurer Stimme oder einer App für Android und iOS.

Smart Remote - Samsung SmartTV
Smart Remote - Samsung SmartTV
Entwickler: TINAC Inc.
Preis: Kostenlos+

In den letzten – gefühlt – 15 Jahren hat Samsung bei fast allen Fernsehgeräten die gleiche grosse, schwarze Fernbedienung beigelegt. Zumindest immer wenn ich einen Samsung Fernseher in freier Wildbahn gesehen hab, hab ich diese Fernbedienung entdeckt. Somit war ich natürlich nicht un-happy, dass jetzt eine neue, kleinere beigelegt wurde. Diese ist auch nicht mehr aus schwarzen Kunststoff, sondern aus Alu gefertigt. Auch hat Samsung hier auf viele unnötige Tasten verzichtet.
Zum Thema verzichtet, da gibt es auch ein ziemlich negatives. Denn die Fernbedienung hat zwar noch einen Mute-Button, aber keine Lautstärkeregelung mehr. Das finde ich dann doch ein eher wichtiges Feature einer Fernbedienung. Evtl. haben wir die auch einfach nicht gefunden, sollte dem so sein, lasst es mich bitte wissen.

An vorinstallierten Apps findet ihr die folgenden:

  • TV plus
  • Netflix
  • YouTube
  • Prime Video
  • Google Play Movies & TV
  • Zattoo
  • Sky
  • ex Libris
  • SmartThings
  • Gallery
  • Internet
  • Rakuten TV

Unter TV plus findet ihr das TV Programm in unseren Fall haben wir das natürlich gleich von der Startleiste entfernt. Netflix, YouTube, Prime Video, Google Play, Zattoo, Sky und ex Libris muss ich euch sicherlich nicht erklären. Rakuten ist ähnlich wie Amazon eine riesige Online Shopping Plattform die bei uns weniger bekannt ist, in Frankreich aber zum Beispiel eine Riesen Nummer ist. Das Rakuten TV ist somit das «Prime Video» äquivalent.
SmartThings ist die Smart Home Plattform von Samsung. Darüber könnt ihr alle smarten Produkte von Samsung ansteuern und verwalten. Mit der Gallery greift ihr auf eine grosse Anzahl Bilder von Samsung zurück die ihr für den Bildschirm nutzen könnt. Das tolle daran, der Fernseher Empfang auch Push-Nachrichten von den Smart Home Produkte. Seid ihr zum Beispiel am Gletten (Bügeln) und schaut dazu einen Film – wie das anständige Hausmänner tun – zeigt euch rechts oben die Pushmeldung an, dass die Waschmaschine mit dem aktuelle Vorgang durch ist und ihr eine neue einlegen müsst. Das finde ich extrem sexy. Das gleiche gilt natürlich auch für den Staubsauger wenn der im oberen Stock mit saugen durch ist, bekommt ihr auch dazu eine Meldung.

Der Samsung Brand vorne in der Mitte - gänzlich unauffällig
Der Samsung Brand vorne in der Mitte – gänzlich unauffällig

Zu guter letzt kommt noch das «Internet». Dahinter verbirgt sich der Webbrowser. Das Surfen am Fernseher ist nicht wirklich ganz ideal, doch es kann Situationen geben, wo man froh darüber ist.

Wenn ihr auf einer App seit könnt ihr mit der Fernbedienung nach unten drücken. Dann habt ihr zwei Befehle: «Verschieben» und «Entfernen». Als erstes würde ich gleich mal die von euch nicht benötigten raus werfen.

Auf der linken Seite findet ihr noch weitere Punkte. Zum einen die Einstellungen vom Fernseher, eine App Übersicht, und auch die Wahl der WiedergabeQuelle.

Bei den Quellen findet ihr alle via HDMI angeschlossenen Gerätschaften. In unserem Fall ist das zum Beispiel die Apple TV, der Blu-Ray-Player oder die Nintendo Switch. Wenn euer Fernseher über WLAN oder Ethernet mit dem Haus internen Netzwerk verbunden ist, werden darin auch automatisch Freigaben gefunden. In unserem Fall sind es zum Beispiel die NAS-Systeme und sogar meine «NAS»-Freigabe auf der FRITZ!Box.
Über die an der Connect Box angebrachten USB-Schnittstellen benötigt ihr nicht einmal ein NAS-System um die Filme wieder zu geben. Einfach eine externe Festplatte mit den Filmen / Serien anschliessen und schon findet euer Fernseher den Inhalt dazu. Das gleiche gilt natürlich auch für Bilder.

Display – QLED

Das 55″ grosse Display ist einfach genial.
Nicht nur meine Frau und ich, auch unsere Mädels haben schon mehr als einmal nachgefragt, warum die Leute bei ihren Serien plötzlich nicht mehr so scharf gezeigt werden. Im Vergleich zu unserem über 10 Jahre alten Modell ist das halt schon ein Riesen Unterschied. Vor allem wenn man auch noch bedenkt, dass wir damals nicht unbedingt beim «rechts-unten-Modell» zugegriffen haben und dieser mit seinem QLED Display da natürlich schon eine andere Liga ist.
Das haben wir im letzten Jahr schon mit dem LG OLED TV merken dürfen.

Lautsprecher

Bei einem Fernseher der etwas um die CHF 2'500.- kostet erwartet man natürlich auch ein bisschen etwas an Sound. Da ich zum Test auch gleich noch eine Soundbar dazu geliefert bekommen hab, hab ich die natürlich auch gleich noch aufgestellt. Was ich aber zuerst verpasst hab, war das koppeln der Boxen. Einfach auf das Sofa gesetzt und den Fernseher eingestellt. Was glaubt ihr, wie überrascht ich war, als ich in den Einstellungen feststellte, dass die Boxen gar nicht verbunden waren.

Der Sound ist definitiv ausreichend für ein normales Wohnzimmer / Fernsehzimmer. Die Höhen wie auch die Tiefen überzeugen und wirken nicht übertrieben. Zumindest fürs normale Serien schauen oder auch mal gelegentlich einen Film anschauen haben wir die Soundbar kaum aktiviert. Das liegt aber auch vor allem daran, dass die wirklich, wirklich satte Töne von sich gibt.
Bei den Blockbustern haben wir natürlich die Soundbar genutzt, da will man ja auch einen richtigen rund-um-Sound.

Anschlüsse

Der Trend beim Fernseher – und das zeigt Samsung ganz schön mit ihren Wall Produkten – geht wie bei vielen Gadgets in den Bereich «es muss immer dünner sein». Somit etwas «erschrocken» war ich beim auspacken über die Tiefe des Fernsehers. Auch ist die Rückseite vom Fernseher eher, sagen wir mal, etwas unspektakulär. Das fällt natürlich nur dann auf wenn der Fernseher auf dem Standfuss steht und nicht an die Wand geschraubt wird.

Besonders war ich verwundert über die dicke weil ja die ganzen Anschlüsse ausgelagert wurden. Ein Vorteil habe ich aber oben schon beschrieben, dank des Umfangs konnte Samsung ein bisschen grössere Lautsprecher verbauen.

Hier werden alle externen Geräte angeschlossen
Hier werden alle externen Geräte angeschlossen

Die Anschlüsse sind, wie oben schon beschrieben in die Connect Box ausgelagert worden. Darin findet ihr:

  • 4 x HDMI (einen mit ARC)
  • 3 x USB 2.0
  • Ethernet
  • Optical Out
  • CI+-Slot
  • 2 x Antennen-Anschlüsse

Zusätzlich befindet sich auch das Netzteil direkt in der Box. Das hat den Vorteil, dass wenn daran etwas kaputt gehen sollte, dass ihr nur die Box tauschen müsst. Und so viel schneller wieder euer TV Vergnügen habt. Das fast transparente Kabel wird von der Box aus ganz schön durch den Standfuss in den Fernseher geleitet, somit fällt es wirklich kaum auf.


Technische Details

  • Bildschirmdiagonale: 55″ (138 cm)
  • Bildschirmauflösung: 3'840 x 2'160
  • Grösse mit Fuss: 1'231.2 x 789.1 x 284.3 mm
  • Grösse ohne Fuss: 1'231.2 x 707.1 x 38.9 mm
  • Gewicht mit Fuss: 23.2 kg
  • Gewicht ohne Fuss: 19.5 kg
  • Audio: Dolby Digital Plus 60 W
  • Bluetooth: Audio

Fazit

Kurz vor der CES 2019 hat Samsung in Las Vegas eine coole Ankündigung gemacht. Die meisten Fernseher der 4-, 5-, 6-, 7-, 8- und QLED-Serie (aus den Jahren 2018 und 2019) bekommen nächstens iTunes aufgespielt (die komplette Liste dazu findet ihr hier im Blog). Dazu auch noch die Möglichkeit von AirPlay 2 und HomeKit Integration.

Die Fernbedienung
Die Fernbedienung

Besonders helle Szenen sind auf dem Fernseher eine Wohltat für die Augen, ein wirklich tolles Erlebnis. Doch auch die dunklen Szenen werden deutlich angenehmer. So ists bei düsteren Serien doch nicht mehr nur alles schwarz, es gibt auch etliche Graustufen dazwischen. Wenn das Quellmedium dann auch noch in 4K vorliegt, kommt das ganze nochmals deutlich besser zur Geltung.
Ich muss jetzt nur noch das grösste Netflix Abo wieder Donwgraden. Auf dem alten Fernseher oder den Smartphones / Tablets die wir zum anschauen nutzen funktioniert 4K Content nicht.

*Eventuelle Kauf Links können Spuren von Affiliate enthalten.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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