Elektromobilität in Barcelona

Elektromobilität in Barcelona

Unsere eMobilität-Test in Berlin während der IFA 2018 ist leider etwas knapp ausgefallen. Doch dafür haben wir viele spannende Unternehmen getroffen. Für unseren Mobile World Congress Besuch in Barcelona sind wir extra einen Tag früher angereist, an diesem Tag haben wir uns die Elektromobilität in Barcelona etwas genauer angeschaut.
Damit und an den folgenden Tagen konnten wir uns ein wenig ein Bild machen von den Lösungen vor Ort machen.

Mehr zur elektronischen Fortbewegung gibt es übrigens auch drüben im BatteryBike Blog nachzulesen.

Elektromobilität in Barcelona

In fremden Städten, sofern möglich, nutzten wir beide sehr gerne die Citymapper App. Darin findet ihr neben der Bahn und Strassenverbindungen vielfach auch Taxi und Carsharing Lösungen. Seit circa zwei Jahren auch elektronische Roller oder eTrottinetts.

Citymapper ist in Barcelona vertreten und somit haben wir natürlich gleich mal einen Blick aufs Angebot geworfen. Hier fanden wir nur zwei Firmen, welche E-Roller anbieten. Wenn man aber ein wenig auf die Strassen von Barcelona blickt, dann merkt man schnell, dass deren Angebot weniger auf die Einheimischen zielt, sondern eher auf die Touristen. Denn gefühlt hat ein jeder Einwohner der tollen Stadt einen Roller, den er sein Eigen nennt. Wenn sie nicht gerade durch die teilweise gut gefüllten Strassen rasen, dann stehen sie an allen möglich und unmöglichen Stellen parkiert.

Dass wir aber keinen üblich verdächtigen aus dem eTrottinett-Bereich gesehen haben, hat uns dann doch sehr überrascht. Zumal Lime auch an der Pepcom (eine Abendveranstaltung während der MWC) vertreten war. Genauso Bird, welche ja seit letztem November auch in der Schweiz unterwegs sind. Doch zu den eTrottinetts komme ich nachher nochmals.

Vor allem am Sonntag haben wir uns die beiden eRoller Firmen etwas genauer angeschaut. Auf der Karte sieht man, wo in Barcelona man die Roller abstellen darf. Die grösste Fläche ist natürlich im Herzen der City. Unser Airbnb war knapp 4 Gehminuten von der Fira (dem Messegelände des MWC) entfernt. Rund um dieses waren in Richtung Westen die letzte Möglichkeit, wo man sie hinstellen durfte.

Wir hatten auch Glück, denn knapp hinter unserem Haus hätten auch die Ersten beiden schon stehen sollen.
Doch hier haben wir gleich auch die Grenzen solcher Apps und Dienstleistungen kennengelernt. Der vermerkte Punkt muss nicht immer zu 100 % stimmen.

Wie ihr im eingebundenen Film oben sehen könnt, haben wir da nur einen der beiden E-Roller gefunden, der Zweite war irgendwo verschollen. Passte aber auch für uns, da wir eh nur einer auf einmal fahren konnte.

eCooltra

Unser erster Versuch wagten wir mit eCooltra. Die Firma dahinter hat schon seit einigen Jahren normale Scooter im Angebot und das nicht nur für Barcelona. Deren Angebot könnt ihr auch in Lissabon, Rom, Mailand und Madrid nutzten.

Nach dem Registrieren und wenn ihr dann schlussendlich frei geschaltet sind, geht es dann auch schon los. Beachtet, das freischalten kann – vor allem, wenn es an einem Wochenende ist – schnell mal zwei, drei Tage dauern. Somit, je nach Reise vielleicht schon vorab einen Account erstellen und sich registrieren. Ansonsten geht es euch so wie mir, ich konnte den eCooltra nicht fahren, da meine Überprüfung als Schweizer länger gedauert hat, als dem Achim seine.

Wenn ihr dann in eurer App ein Fahrzeug gefunden habt, könnt ihr euch dieses reservieren. Dann habt ihr ganze 15 Minuten, um dahin zu laufen und loszufahren. Wenn ihr den E-Roller habt, dann müsst ihr ihn über die App freischalten. Dabei geht auch die Transportbox auf dem Gepäckträger auf und es kommen zwei Helme zum Vorschein. Diese sind, schön im CI von eCooltra gehalten. Einmal hellgrün und einmal hellblau. Die beiden Farben findet ihr übrigens auch an den Rückspiegeln wieder.
Für unter die Helme legen sie auch noch Haarnetze bei.

Ist der Helm einmal montiert, kann es auch schon losgehen. Für alle, die eine Vespa oder einen Roller sein Eigen nennen, werden überrascht sein. Denn wie bei einem elektronisch betriebenen Fahrzeug üblich, der eCooltra gibt kein Laut von sich. Das ist zu Beginn etwas ungewohnt, macht aber gleich von der ersten Sekunde an Freude.

Scoot

Nach Achims Fahrt mit dem eCooltra war ich natürlich sehr neugierig auf meine mit den roten Flitzern von Scooter. Wir mussten keine paar hundert Meter zurücklegen, bis wir den nächsten E-Roller gefunden hatten.

Einmal angekommen, fanden wir auch gleich ein paar Unterschiede zum Modell von vorher. Zum einen scheint der Roller nachträglich umgerüstet worden sein. Für die Bedienung hatte der Scoot Roller schon ein paar Knöpfe mehr. Auch musste das Licht selbst aktiviert werden, was beim eCooltra von allein anging, sobald der Motor an war.

Nach einer kurzen Inspektion hiess es für mich dann gleich die App zücken und den Roller buchen. Doch leider kam es dazu nicht.
Der Hintergrund ist ein einfacher. Zum einen ist die App auf Spanisch, das wäre natürlich ein einfaches für uns gewesen kurz mit dem Smartphone die einzelnen Wörter, welche wir nicht verstanden hätten zu übersetzen. Doch die grössere Hürde war, der Dienst liess nur Kunden zu aus Ländern der EU und da auch nur aus ein paar auserwählten. Die Schweiz ist da natürlich nicht dabei. Deutschland war dabei, somit haben wir es natürlich darüber versucht. Doch auch hier hakte es irgendwo dann beim Registrieren.

Somit ja, Scoot wollte nicht mit mir / uns und somit wir dann auch nicht mit ihnen. Schade hierfür, aber wer weiss, vielleicht bist du ja aus einem Land, wo es geht und du kannst ihn testen. Wenn ja, dann lass uns doch gerne einen Kommentar unten daran.
Die Roller von Scoot gibt es übrigens neben Barcelona auch noch in San Francisco und Santiago.

Reby und (YES rent und RE rent electric) – eTrottinet

Leider etwas zu spät haben wir erst von den beiden eTrottinetts Dienstleistern mitbekommen.
Reby haben wir vorwiegend im Herzen der Stadt, rund um die Rambla und auch weiter hinten Richtung Sagrada Familia gesehen. Plötzlich hatte es rund um uns herum immer wieder ein solches elektrisch betriebenes Trottinett. Doch deren Nutzung war dann doch etwas mit einer grösseren Hürde verbunden.

Das Angebot von YES rent haben wir erst im Nachhinein, beim Recherchieren von diesem Beitrag, gefunden. Deren Angebot ist aber – von unserer Sicht her – weniger das, was wir suchen. Das ist ein lokaler Anbieter mit zwei Niederlassungen, wo ihr Gerätschaften, wie eben ein eTrottinett Stundenweise mieten könnt. Das Gleiche gilt auch für RE rent electric. Die haben drei Lokale, vermieten aber auch stündlich und somit nicht flexibel.

Genauso wie bei den beiden oben musste das Konto natürlich erst einmal freigeschaltet werden. Obendrauf verlangte der Hersteller aber gleich auch mal noch einen EUR 10.- Mindestbetrag, welchen man auf das eigene Konto bei Ihnen zu deponieren hatte. Zusätzlich gingen dann noch EUR 5.- an den «Verein» dahinter. Grundsätzlich alles kein Problem, nur, wenn ihr nur ein paar Tage in Barcelona verweilt solltet ihr euch für die Dienste schon im Voraus registrieren.

Fazit zu Elektromobilität in Barcelona

Das bringt mich auch gleich zu einem meiner Punkte im Fazit. Generell gilt bei solchen Diensten, schaut euch nach Möglichkeit schon von vor der Abreise die Möglichkeiten vor Ort an. Denn es gibt nichts Nervigeres, als vor Ort auf die Freischaltung für seine erste Fahrt zu warten.

eMobiliät ist wie Sharing Economy-Dienstleistungen zwei unserer Steckenpferde, welche uns, neben dem bargeldlosen Bezahlen, immer wieder auf unseren Reisen begleitet.
Wie im Text oben schon erwähnt hat es uns verwundert, dass wir nur zwei Anbieter vorfanden. Noch mehr, dass wir auf den ersten Blick keine eTrottinetts gefunden hatten.

Der Scoot
Der Scoot

Dienste wie YES rent und RE rent electric nehme ich jetzt mal aus der Bewertung raus. Das sind angestammte, stationäre Leihorte, an denen ihr Stunden- oder Tageweise ein eTrottinett oder Ähnliches mieten könnt. Wenn wir von eMobiliät sprechen, dann möchte, ich das Ganze so nutzen, wie ich gerade lustig bin.

Da aufsteigen, wo es möglich ist und Abstellen, wo es erlaubt ist. Schlussendlich dann auch, nur für die gefahrenen Minuten bezahlen und somit extrem flexibel sein.

Sodass ich aus dem Flugzeug aussteige, aus dem Zug komme oder mit dem Auto irgendwo am Stadtrand günstiger parkiere und dann mit elektronisch geführten Fortbewegungsmitteln das Ziel erreichen kann.

Mehr zur elektronischen Fortbewegung gibt es übrigens auch drüben im BatteryBike Blog nachzulesen.

Originalbeitrag 18. März 2019

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