Tolino Epos

Tolino Epos

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eBook Reader sind praktisch, das muss ich euch sicherlich nicht mehr erzählen. Tausende von Büchern in einem kleinen, schmalen Gadget das auch noch deutlich mehr Akku beherbergt als es ein Smartphone oder Tablet kann. Nachdem ich meinen ersten Kindle noch über die Staaten direkt bestellt hatte (hier kommt ihr zu meinem Review des Kindle 3GS) hab ich nach ein paar Test von andere eBook Reader für den Tolino entschieden. Seither bin ich mit dem Tolino Vision 2 unterwegs. Damals mochte ich vor allem das flache Design und dessen Wasserdichtes Gehäuse. Das kann ja Amazon erst seit der neusten Generation bieten.
Nach mehr als drei Jahren wollte ich mir wiedermal einen neuen Tolino anschauen. Mittlerweile gibt es da ja den Tolino Vision 4 HD (Testbericht dazu folgt) und das aktuell neuste, etwas grössere Modell, der Tolino Epos.

Tolino Epos

Um genau diesen geht es im heutigen Testbericht. Auffällig am Epos ist natürlich sein grösseres Display. In den letzten Jahren haben sich die meisten Hersteller auf ein 6″ Display eingeschossen. Dennoch gibt es immer wiedermal auch den etwas grösseren eBook Reader im Verkauf und genau in die Kerbe soll auch der Epos schlagen. Doch zu der Grösse des Displays komm ich etwas weiter unten nochmals zu sprechen.


Lieferumfang

  • Tolino Epos
  • USB- auf microUSB-Kabel
  • Kurzanleitung
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verarbeitung

Verpackt kommt der Tolino Epos in einer doppelten Karton Schachtel bei euch an. Wenn ihr ihn nicht im laden kauft, sondern online bestellt kommt gleich nochmals ein Karton dazu. Diese beiden inneren Karton's sind schön gestaltetet.

Am Design hat Tolino nicht wirklich etwas geändert, aber warum auch. Warum etwas ändern was funktioniert und von den Kunden geliebt wird. Nach wie vor sind die Ecken schön und angenehm abgerundet.

Display

Wie einleitend schon erwähnt das Display vom Epos ist im Vergleich zu den 6″ Modellen grösser. Klingt auf den ersten Blick nicht nach wirklich viel mehr, macht es aber in Zahlen dann doch 69% mehr Lesefläche aus. Ich habe es jetzt nicht nachgerechnet ich hoffe da kann ich auf Tolino vertrauen.
Für euch heisst das, ihr müsst weniger oft umblättern und/oder könnt die Schrift vom Reader vergrössern ohne, dass ihr ständig am umblättern seid. Dafür stehen euch 1'872 x 1'404 Pixel zur Verfügung. Das wird sicherlich einen jeden Fan von Graphic Novels erfreuen.

Ich mag mich erinnern, bei meinem ersten – Kindle habe ich eine extra Hülle dazu gekauft die eine integrierte Lese-Lampe integriert hat. Das hat den damaligen eigentlich sehr dünnen Kindle 3GS dick und unhandlich gemacht. eBook Reader haben zum Glück mittlerweile alle eine integrierte Hintergrund-Beleuchtung.

Beim Epos geht man sogar noch einen Schritt weiter. Die integrierte Hintergrundbeleuchtung passt sich der aktuellen Tageszeit an. Die automatische Umstellung des Leselichtes könnt ihr aber auch deaktivieren. Anschliessend individuell für euch die passende Einstellung definieren. Bei Tolino nennt man dies smartLight.

Angenehm zum lesen ist sicherlich auch das verbaute E Ink Carta Display. Dieses ist nicht nur gestochen scharf (300 ppi), es ist auch matt gehalten. So könnt ihr auch bei direkter Sonneneinstrahlung annehmen weiter lesen.

Wasserdicht

Ihr lest gerne in der Badewanne? Am Strand, oder in Pool Nähe? Im Sommer draussen schön im Schatten wo die Kinder auch mal mit einer Wasserpistole hantieren? Das ist auch für den grossen Epos kein Problem. Auch er ist mit Wasserdicht und kann somit an den ganzen oben genannten Orten genutzt werden. Bis zu 30 Minuten und 1 Meter tief im Wasser hält die Aussenhülle dicht.
Für mich als Papa ideal, den es kann schnell mal ein Glas auf dem Tisch umfallen und schon badet der Reader unfreiwillig.

Akku

Wer viel und gerne liest weiss einen dezidierten eBook Reader zu schätzen. Da hilft natürlich das verbaute E Ink Display weiter. Nicht nur, dass es darauf angenehmer zu lesen ist, auch der Akku wird damit deutlich schonender behandelt. Denn das Display braucht «nur» beim umblättern kurz Strom, sobald sich die «Tinte verschoben hat», bleibt es so.

Wie schon bei den Vorgänger gibt hier Tolino eine Akku Dauer von bis zu vier Wochen an. Leider lese ich seit meinem Auto-Unfall nicht mehr ganz so oft wie früher, somit kann ich über keine «Hardcore» Test berichten. Doch aus meiner langjährigen Erfahrungen mit dem Tolino Vision 2 weiss ich, dass der Akku wirklich toll ist in dem Gerät.
Was ich mir gewünscht hätte, wäre ein USB-C Port fürs aufladen vom Tolino Epos. Wenn wir schon gerade beim Wunschkonzert sind, eine Schnellladefunktion wäre auch etwas tolles.


Software

Beim eBook Reader ist nicht nur eine angenehme Hardware, die gut in der Hand liegt wichtig. Genauso wichtig ist natürlich das Betriebssystem auf dem der Reader baut. Hier ist wichtig, das es einfach zu bedienen ist und natürlich sollte es auch simple sein, neue Bücher zu kaufen und/oder gekaufte auf seinen eReader zu laden. Da ich oben schon einen Vergleich zum Kindle gezogen habe, möchte ich hier natürlich auch das noch kurz erwähnen. Tolino setzt hier auf Offenheit. Heisst ihr könnt die Bücher über den Haus eigenen Shop kaufen und auch schon gekaute ePUB- oder PDF-eBooks direkt auf den reader laden.

Das Übertragen von vorhandenen Büchern geschieht über das verbinden mit einem Computer oder über die Tolino Cloud Synchronisation. Vom verbauten 8 GB Speicher-Riegel habt ihr ca. 6 GB für eure Bücher zur freien Verfügung. Je nachdem was für umfangreich eBooks ihr euer eigen nennt, kommt ihr so auf ca. 6'000 digitale Bücher die ihr so mit euch rum tragen könnt. So müsst ihr schon eine ganze Weile in die Ferien gehen, um einen Bücher-Notstand zu bekommen.

Doch nicht alles ist Gold was glänzt. Leider hat es Tolino auch im 2017 noch nicht geschafft Updates einfach auf den Reader zu bringen. Ein allfälliges Firmware Update müsst ihr direkt über deren Webseite runter laden und anschliessend das Gadget mit dem Computer verbinden um dieses ein zu spielen.

Updates immer noch über den Computer ein zu spielen ist leider nicht ganz so modern.


Technische Details

  • Grösse: 209 x 140 x 8.2
  • Gewicht: 260 g
  • Display: 7.8 „
  • Auflösung: 1'872 x 1'404 Pixel 300 ppi
  • Speicher: 8 GB
  • Akku: bis zu 4 Wochen
  • Sonderfunktionen: Schrifteinstellungen, Notizen und Wörterbuch
  • Farbe: Anthrazit

Fazit

Meinen oben erwähnten Wunsch nach einem USB-C-Anschluss wäre natürlich etwas für eine kommende Genration. Vor allem da ich mittlerweile mehr USB-C als micro-USB-Gadgets in Nutzung habe und so wäre es natürlich ein weitere Kabel weniger das ich in meinem Gadget-Rucksack mit nehmen muss ideal.

Noch viel lieber hätte ich aber, wenn sich der Reader via Induktion laden lassen würde. Das hat natürlich bei einem Gadget, dass je nach Nutzung alle 2-3 Wochen oder noch weniger geladen werden muss nicht unbedingt die höchste Priorität. Dennoch wäre es schön, wenn ich den Reader einfach von Zeit auf eine meiner zahlreichen Ladestationen legen könnte. Noch schöner wäre natürlich wenn ich bei meinen ganzen Ladestationen die sich über die Wohnung und dem Büro verteilen endlich die ganzen microUSB-Kabel ausstauben könnte.

Der etwas «grössere» Rand
Der etwas «grössere» Rand

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Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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