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Super Mario Odyssey

Super Mario Odyssey

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Der beliebte Klempner ist zurück. Mit Super Mario Odyssey gibt er auf der Nintendo Switch seinen Einstand. Wie so häufig auf Nintendos neuer Konsole, bricht der Hersteller quasi mit allen alten Konventionen. Mit dem neuen Capture Feature steuern wir dabei wesentlich mehr Charaktere als jemals zuvor. Aus dem 2D Jump and Run mit niedlicher Grafik wird ein 3D Abenteuer, das dennoch nicht den notwendigen Charme vermissen lässt.

Super Mario Odyssey

Bereits 1985 veröffentlichte Nintendo das erste Jump and Run der Mario Reihe. Seither entwickelte sich die Figur zur beliebtesten Videospielfigur überhaupt, zudem ist die Reihe die erfolgreichste Videospielreihe aller Zeiten. Bisher konnten über 295 Millionen Titel abgesetzt werden, außerdem erhielt der Charakter 2005 sogar seinen eigenen Stern am Walk of Fame.

Über die Jahre hat sich viel getan, trotz allem bleibt Super Mario der System Seller für Nintendo. Bei der Switch überließ der japanische Hersteller nichts dem Zufall, bereits bei der Vorstellung wurden diverse Mario-Titel angekündigt. Mit Odyssey wurde auch ein neues Jump and Run versprochen, das erst zum Weihnachtsgeschäft – und nicht zum Start der Konsole – veröffentlicht wurde.

Handlung

So viele Neuerungen es auch geben mag, bei der Story gibt es diese nicht. Alles startet wie gewohnt: Mario crasht eine Hochzeit. Der böse Bowser hat sich erneut Prinzessin Peach geschnappt und möchte diese ehelichen – Mario möchte dies natürlich verhindern. Die Intervention scheitert, Mario verliert sogar seinen Hut und Bowser flieht mit seinem Luftschiff. Das leuchtende Hutwesen Cappy sammelt den Helden auf und die beiden verbünden sich.

Im Laufe des Abenteuers reisen wir durch viele verschiedene, sehr unterschiedlich gestaltete, Welten. Dort treffen wir alte Bekannte und die Story bringt etwas Abwechslung. Ein Beispiel: In New Donk City müssen wir den Affen erstmal helfen, die Stromversorgung wiederherzustellen um anschließend ein Festival zu organisieren.

Gameplay

Das Spiel startet im schwarz-weißen Hutland, dort lernen wir die Fähigkeiten von Cappy kennen. Einerseits kann die Kappe quasi als Waffe eingesetzt werden, andererseits ermöglicht sie das groß angekündigte „Capture“ Feature. Wirft man die Kappe auf ein Monster, wird dieses kurzfristig übernommen. Diese neue Mechanik ist bereits zu Beginn des Spiels sehr stark integriert und nicht nur in Kämpfen essentiell. Bereits im Tutorial verwandeln wir uns in einen Frosch, um in dieser neuen Gestalt höher springen zu können. Ohne die Verwandlung wäre das Level nicht schaffbar. Im Verlaufe des Spiels gibt es 50 verschiedene Objekte, die wir so übernehmen können.

So capturen wir uns von Welt zu Welt und sammeln sogenannte Powermonde ein. Nach jedem Level warten wie gewohnt Endgegner, die wir mit besonderen Bossmechaniken ausschalten müssen. Auch hier beweisen die Entwickler viel Einfallsreichtum und schaffen es größtenteils, mit den neuen Mechaniken zu überzeugen. Die Powermonde benötigen wir, um unser eigenes Luftschiff wieder flugbereit zu machen. Es heißt, namensgebend, Odyssey.

Design und Technik

Die Welten sind keine klassischen Schlauchlevel mehr, vielmehr bewegen wir uns mit unseren Joy-Con durch eine offene 3D Welt. Das betrifft nicht nur die Level an sich, sondern auch die Auswahl der Welten. Letztlich ist es quasi immer möglich, zu einem Ziel der Wahl zu gelangen. Das Spiel steuert den Spieler hier bewusst nicht. Vorbei ist auch die Zeit der klassischen Leben, vielmehr verliert der Klempner nur einige Münzen statt den Game Over Screen präsentiert zu bekommen. Die Münzen benötigen wir sonst für diverse Power-ups oder beispielsweise neue Outfits.

Wie immer versteht es Nintendo, die Steuerung perfekt auf die eigenen Eingabemöglichkeiten anzupassen, mit den JoyCon steuert sich Super Mario Odyssey perfekt. Besonders beeindruckend ist die Steuerung des Huts an sich, das Werfen wird tatsächlich über den Gyrosensor der Controller realisiert. Bei vielen anderen Titeln gewinnt der Spieler schnell das Gefühl, dass der Hersteller ein unnatürliches Handling aufzwingen möchte, ganz anders bei Super Mario Odyssey. Nintendo zeigt wie immer, was mit den eigenen Controllern eigentlich alles möglich wäre und versteht es damit auch, eine beeindruckende Techdemo abzuliefern.

Ähnliches gilt für die Grafik. Zugegeben, die Möglichkeiten der Switch sind limitiert, dennoch ist der Titel ein Augenschmaus. Hier hilft die gewohnt comichafte Grafik, Mario präsentiert sich aber dennoch bunter und detailreicher denn je.

Fazit

Im Vorfeld war ich in Bezug auf Super Mario Odyssey sehr skeptisch. Nintendo kehrt altgewohnten, und geliebten, Traditionen auch hier wieder den Rücken zu. Während meine Begeisterung bei Zelda – Breath oft the Wild eher gedämpft war, kann ich sie für Super Mario Odyssey vollends entfalten. Die Reihe erhält einen neuen Anstrich, ein neues technisches Niveau und ein wirklich perfektes Gameplay. Leider ist die Hauptgeschichte nach gut 12 Stunden bereits ausgespielt, der Titel bietet aber auch ein umfangreiches „Aftergame“, welches ihr stundenlang mit dem Klempner und seinen Freunden genießen könnt.

Super Mario Odyssey ist mehr als nur ein weiterer Nintendo Titel, der ein System Seller für die Nintendo Switch sein soll – es ist DER Titel der Nintendo Switch bisher. Einerseits ist es eine gelungene Fortsetzung einer wichtigen Marke, andererseits eine tolle Demonstration, was die Switch – und deren Steuerungsmöglichkeiten – wirklich leisten kann.

 

Jan Gruber Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler - Unser Geek aus Wien

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