Watch Dogs 2

Watch Dogs 2

0

Gut 2,5 Jahre nach dem Erstlingswerk kam «Watch Dogs 2» im November 2016 aus der Ubisoft-Niederlassung Montreal zur Welt. Das Open World Third-Person Action-Adventure (geiles Wort) schreibt zwar eine neue Story aber es geht immer noch rund ums altbekannte Thema: Hacking. Ob es sich lohnt, lest Ihr in meinem Review dazu.

Watch Dogs 2

Einleitend möchte ich erwähnen, dass ich «Watch Dogs 2» NICHT mit seinem Vorgänger vergleichen werde. Obwohl ich den ersten Teil auch gespielt habe, will ich hier nicht aufzeigen, welches Spiel besser oder schlechter ist, wie es von der Fangemeinde noch und nöcher im Internet gemacht wurde. Ich berichte hier zum Beispiel über den Spielspass und die Story des Titels und mit letzterer möchte ich beginnen.


Story

Ihr spielt den Hacker Marcus alias Retr0, welcher Dank seinen Skills in die Hacker Gruppe «DedSec» aufgenommen wird. Zuerst gilt es aber, eben diese Skills zu beweisen und so steigt Ihr im Game direkt in die erste Mission ein: das Infiltrieren einer bewachten Anlage und sensible Daten klauen. Diese Mission wird auch als Tutorial verwendet und nach Abschluss ist man mit den gängigsten Steuerungselementen vertraut gemacht.

Nach dem erfolgreichen Datenklau wird an einem Strand an der San Francisco Bay Area mit den neuen Hacker Freunden zünftig und feucht-fröhlich abgefeiert. Plötzlich ist es Morgen und ihr erwacht, nur in Unterhosen bekleidet, irgendwo an einem lauschigen Plätzchen mit einem reichlichen Kater und somit endet die Einführung und ab jetzt könnt Ihr in der recht grossen, offenen Spielwelt schalten und walten wie ihr wollt. Das heisst… eines ist da vorerst noch zu erledigen, ihr seid ja bloss in den Unterschläuchen unterwegs.

Der Gegner der Hacker ist ein Tech-Konzern namens «Blume» welcher mit seiner totalitären Überwachung und Manipulationen aller Art die freien Bürger ausnützt und zu kontrollieren versucht. Das kleine Hacker Team rund um den Hauptakteur Retr0 versucht alles um die Armada von Schergen von «Blume» zu bekämpfen und den übermächtig scheinenden Konzern zu schädigen wo es nur geht und ihm den Garaus zu machen. So wahnsinnig unrealistisch scheint die Story gar nicht und zeigt schon Parallelen zu unserer Welt.


Gameplay und gaaaanz viele Gadgets

Das Gameplay ist relativ simpel, die Tastenkombinationen sind schnell drin jedoch kann man unheimlich viele coole Sachen mit coolen Gadgets anstellen als Hacker. Zum einen ist da natürlich mal euer Handy, auf welchem ihr die Missionsauswahl findet, den Soundtrack zum Game wählen könnt, das Navi ist auch ein nützliches Tool um nur einige Funktionen zu erwähnen. Das Handy ist wirklich sehr gut ins Game integriert.

Unerlässlich wie im Real Life - Das Handy
Unerlässlich wie im Real Life – Das Handy

Der Laptop darf natürlich nicht fehlen um so allerlei zu hacken: Seien es Überwachungskameras um die Missionsziele auszuspionieren. Ampeln und andere Fahrzeuge können gehackt werden um z.B. seine Flucht zu vereinfachen resp. den Verfolgern das Leben schwer zu machen. Es macht auch einfach Spass, am Strassenrand zu sitzen und an einer vielbefahrenen Strasse alle Lichtsignale auf grün zu stellen, eine Riesengaudi.

Oops, ich kann ja nichts dafür wenn die Ampel grün war
Oops, ich kann ja nichts dafür wenn die Ampel grün war

Gullideckel und Stromverteilerkasten können auf Knopfdruck explodieren resp. hochgehen, eine gute Methode um umher schnüffelnde Feinde mehr oder weniger dezent auszuschalten (man hat hier sogar die Wahl, den Gegner mit einem leichten Stromschlag nur bewusstlos zu machen oder eben…). Ein weiteres sehr lustiges Feature ist das Hacken von Handys anderer Leute. So kann man zum Beispiel Gespräche mithören oder SMS mitlesen, zum Teil sehr delikate Informationen. Des Weiteren kann resp. muss man eben diese Fussgänger beklauen, ich meine von irgendwo muss die Kohle ja herkommen…. Je nach Stadtviertel und zum Beispiel Bekleidung der Passanten kann man zünftig Kohle ab deren Konto abheben. Auch ganz witzig ist das Hacken von Geldautomaten, wo ihr den Bankkunden entweder Geld schenken könnt oder Karten einziehen. Das ganze geschieht natürlich mit dem Geld von «Blume».

Die zwei wichtigsten Gadgets sind aber das ferngesteuerte, mit Kameras ausgestattete zweirädrige Vehikel Jumper und das fliegende Auge, eure Drohne. Diese muss oder kann man nicht einfach kaufen, sondern in einem der Hacker Unterschlupfe gegen ein kleines Entgelt mit dem 3D Drucker einfach printen. Waffen werden übrigens auch alle gedruckt. Passt voll in das Genre. Mit diesen 2 wichtigen Hilfsmittel könnt Ihr z.B. Gebäude aus der Luft auskundschaften und durch Lüftungsschächte mit dem Jumper in Sperrgebiete eindringen. Man kann während solcher Aktionen zwischen Spieler, Drohne und Jumper hin und her wechseln wie man lustig ist, die Drohnen bleiben immer an dem Ort, wo Ihr sie gelassen habt.

Mit dem «Homecoming» Button kehren die ferngesteuerten Freunde automatisch zu euch zurück. Falls Wachen eure Vehikel entdecken, treten sie sie kaputt und schlagen Alarm. Also immer gut überlegen wo Ihr euer Zeugs parkiert resp. versteckt. So kann man sich zum Beispiel per Luft die Laufwege von Wachen einer Bank einprägen, mit dem Jumper im richtigen Moment in das Gebäude eindringen und dort eine elektronisch gesicherte Türe hacken, damit Retr0 ins Haus kommt. Eine gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg. Schöpfen die Wachen mal verdacht dass jemand Unerlaubtes im Gebäude ist, kommen sie zuerst mal nachschauen. Gut versteckt könnt Ihr die Gegner still und heimlich von hinten ausschalten. Aber lasst die Körper nicht einfach liegen, denn diese können und werden von anderen Wachen gesehen und wenn erst mal der Alarm ausgelöst wurde ist es ziemlich schwierig sich durch zu schiessen resp. abzuhauen oder die Mission zu beenden.

Zeitweise gibt es etwas kniffligere Aufgaben zu lösen, wo man zum Beispiel ein Wirrwarr an elektronischen Knotenpunkten richtig schalten muss, damit eine Belohnung winkt. Dafür braucht man bei Go-Kart Rennen zum Beispiel eher die Fahrer Skills.

Grundsätzlich deklariere ich «Watch Dogs 2» als Schleich Spiel jedoch hat es etwas von einer Mischung aus «Splinter Cell» mit einer Prise «GTA». Ich empfehle allen, die Mission im Stealth-Modus zu absolvieren. Erstens sind die eigenen Gadgets absolut dafür geeignet und die überlegte, ruhig Vorgehensweise macht meines Erachtens mehr Spass als sinnloses Rumgeballer (um meine tollwütige Schiesswut auszuleben habe ich geeignetere Spiele). Mir kam es auch so vor, als wenn eine Sperrzone im Alarmzustand ist, endlos viele Gegner auftauchen. Was ein Weiterkommen mit der Knarre auch nicht gerade vereinfacht.

«Watch Dogs 2» macht auch einfach Spass indem man in der open World umher cruised und allerlei Schabernack treibt. Also bei mir gingen so schon etliche Stunden drauf, welche ich eigentlich besser mit Schlafen verbracht hätte… der Morgen danach hatte seine helle Freude an mir!!

Übrigens: im Game kann man Ubisoft hacken und stösst auf einen interessanten Spiele Trailer welcher evtl. auf ein unveröffentlichtes Spiel hinweist? Wer weiss, auf jeden Fall witzig inszeniert.

Der geheime Ubisoft Trailer
Der geheime Ubisoft Trailer

Graphik

Jeder, der schon mal in San Francisco war, wird staunen und viele Quartiere, Strassen und Sehenswürdigkeiten wieder erkennen. Obwohl natürlich nicht die komplette Bay Area im Spiel Platz fand, macht es wahnsinnig Spass die Map auszukundschaften. Sei es das Silicon Valley, Alcatraz, die Golden Gate Bridge, oder die bekannten steilen Strassen und die Cable Trains, die Feinheiten sind sehr detailreich gearbeitet und geben einem ein echtes Bay Area Feeling. Wirklich echt gelungen und mit den Sightseeing Missionen sieht man so ziemlich alles Nennenswerte. Coole Sache !


Fazit

Mir persönlich hat «Watch Dogs 2» sehr gut gefallen, entgegen allen kritischen Meinungen im Internet. Ich versuche natürlich immer, meine persönlichen Eindrücke weiterzugeben und euch mein Spielerlebnis zu schildern, unvoreingenommen und ehrlich. Deshalb ist mein Tipp: Wem ich «Watch Dogs 2» ein bisschen schmackhaft machen konnte, holt es euch und bildet euch eure eigene Meinung auf den Strassen von San Francisco.

Have a lot of fun at the Bay Area
Have a lot of fun at the Bay Area

 

MerkenMerkenMerkenMerkenMerkenMerken

Andreas Sommer Vater von 3 Kindern, Playstation Zocker, Heavy Metal Freak, Bass Player, Star Wars Enthusiast, Rugby Fan, Gin Tonic Verehrer, Hobbykoch, Fasnächtler

LEAVE YOUR COMMENT

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.