Pixel Piracy

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Indie Games erfreuen sich aktuell grosser Beliebtheit. Titel wie «Stardew Valley» oder «Firewatch» gingen in den letzten Wochen in jeder Hinsicht durch die Decke. Auch unser heutiger Testkandidat kommt aus der Ecke der Indiespiele und dem Genre der Side-Scroller. Das Spiel stammt vom Entwickler Quadro Delta und wurde bereits Mitte 2015 für PC und OS X veröffentlicht. Nun erschien eine Umsetzung für die PS4 und die Xbox One, als Publisher springt hier 505 Games ein.

Pixel Piracy

Arrr – Der Spieler schlüpft, passend zum Namen des Spiels, in die Rolle eines Piratenkapitäns und übernimmt die Leitung einer Crew. Ziel des Spiels ist es, vier Piratenkapitäne samt Entourage zu besiegen. Hierfür starten wir auf einer kleinen Insel, bauen unser Schiff, heuern eine Crew an und gehen auf die Reise. Auf unserem Weg durch die Meere müssen wir zusätzlich die Bedürfnisse der Mannschaft stillen, die technischen Anforderungen unseres Schiffs erfüllen und die Angriffe der feindlichen Piraten überleben.

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Letzten Endes begibt sich das Spiel schnell in eine Spirale. Während der Kämpfe plündern wir in ziemlich pfiffigen Side-Scroller Missionen die Inseln, mit der Beute kaufen wir neue Vorräte, Ausrüstung für das Schiff und Bücher zur Ausbildung unserer (wachsenden) Crew. Während der Einsätze sammelt die Mannschaft – zumindest der Teil, der überlebt – entsprechend Erfahrung, danach können wir die Kämpfer entsprechend aufstufen. Hier liegt die wahre taktische Tiefe des Spiels begraben – die Wahl der richtigen Eigenschaften, wie Stärke, Glück, Intelligenz oder Vitalität, und die anschliessende taktische Anlage der Kämpfe entscheidet letztlich über Sieg und Niederlage. Zusätzlich müssen wir diese Attribute später auch noch mit entsprechenden Primär- und Sekundärwaffen unterstützen. Die Entwickler haben hier volle Arbeit geleistet – was anfangs sehr komplex klingt, ist äusserst intuitiv gestaltet, auch Einsteiger im Bereich Taktik sollten schnell ins Spiel finden.

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Bei der Wahl des Schwierigkeitsgrads raten wir Einsteigern eher dazu, etwas tiefer zu stapeln. Das Spiel verfügt über Permadeath, was bedeutet, dass ihr beim Tod des Kapitäns wieder komplett von vorne anfangen müsst. Für manche bestimmt eine willkommene Herausforderung, die vor allem bei Indiespielen aktuell immer wieder zum Einsatz kommt, für andere aber sicher sehr frustrierend.

Nicht nur bei der Handlung ist der Name Programm, auch bei der grafischen Umsetzung. Letzten Endes ist das komplette Spiel in, sehr liebevoller, Pixelgrafik gestaltet. Die Umsetzung ist gut gelungen, schlussendlich bleibt es aber eine grosse Geschmacksfrage, ob man sich mit dieser Gestaltung abfinden kann und will.

In Summe konnte mich «Pixel Piracy» überzeugen – ja, sogar ein wenig überraschen. Die Pixelgrafik konnte mich mit der vorhandenen Liebe zum Detail sehr überzeugen. Das Spielprinzip glänzt mit einer gelungenen Mischung aus Taktik, Tiefe und Komplexität. Ein kleiner Kritikpunkt wäre der, sich schnell wiederholende, Grundablauf – ein Problem, das Side Scroller aber generell für mich haben. Fans dieses Genres sollten auf jeden Fall zugreifen, Einsteiger, die die Grundidee reizt, können anhand des geringen Kaufpreises auch nicht viel falsch machen.

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Jan Gruber Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler - Unser Geek aus Wien

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