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Malicious Fallen

Malicious Fallen

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Fans von Anime Titeln haben es hierzulande meistens schwer. Das Angebot an entsprechenden Spielen ist zwar sehr gross – viele dieser Umsetzungen sind aber nicht im europäischen Raum erhältlich. «Malicious» ist hier eine Ausnahme, dennoch verging einige Zeit zwischen der Veröffentlichung im fernen Osten und dem Verkaufsstart in Europa. Das Remake greift jetzt sowohl die Kapitel des PS3 Ablegers als auch der PS Vita Variante auf und hievt diese auf die PS4.

Malicious Fallen

Der Einstieg in das Spiel könnte simpler nicht sein: Wir wählen nur das Geschlecht unseres Helden aus. Im Anschluss werden wir sofort in die Handlung geworfen, die langwierige Erstellung des Charakters fehlt komplett. Unsere Figur stellt das Gefäss für den Propheten dar, wir ziehen in den Kampf gegen Malicious. Die Reihenfolge, in der wir gegen die Bosse vorgehen, können wir frei wählen. Die Story ist, für Spiele dieser Art, gewohnt komplex und wird vor allem durch sehr lange Texte vorangetrieben. Zwischensequenzen oder kurze Renderfilmchen gibt es nur sehr selten, wer also wirklich hinter die Handlung steigen möchte, muss einiges an Sitzfleisch mitbringen. Das Spiel ist aber auch ohne genauere Kenntnis der Story möglich – die Stereotype sind klar verteilt: Gut gegen Böse, bis der letzte Anhänger einer Seite gefallen ist. In jedem Level treten wir gegen einen neuen, schön animierten, übermächtigen Gegner an. Zuerst konzentrieren wir uns auf dessen Gefolge und laden unsere Fähigkeiten auf, eher wir gegen den Endgegner antreten.

Sowohl das Kampfsystem als auch die Steuerung sind gut umgesetzt, durch diverse Specials und Auren verfügen die Kämpfe aber auch über überraschend viel taktischen Tiefgang. Das grösste Plus ist das wirklich gelungene Balancing – die Kämpfe sind stets ausgewogen, spannend, knapp aber dennoch schaffbar. So entsteht weder das Gefühl der Unfairness noch von zu wenig Herausforderung bzw. Übermacht des eigenen Kämpfers. Nach jedem Kampf erhalten wir neue Fähigkeiten oder Waffen, manche Level setzen gewisse Waffen voraus. Die Wahl der Waffe hat dann auch Auswirkungen auf das Gameplay oder die Taktik im Kampf an sich. So stehen über 15 Bosse und unzählige Waffen und Fähigkeiten zur Verfügung, wodurch sich eine – vor allem für Titel dieses Genres – ansehnliche Spieldauer ergibt. Zusätzlich gibt es eine Art Endlos-Modus, in dem wir gegen unzählige Bosse hintereinander antreten. In diesem Modus nutzen die Gegner auch neue, so sonst nicht eingesetzte Fähigkeiten, sodass auch hier die Motiviation entsprechend hoch bleibt.

Technisch kann sich die remasterte Version sehen lassen. Natürlich ist das Spiel im klassischen Anime Stil gehalten, Fans können in der sehr detailreichen Grafik aber bestimmt sehr aufgehen. Auch ansonsten gibt es nur einen Kritikpunkt: Die Kameraführung. Diese ist oft etwas hackelig und in manchen Situationen ein grösserer Gegner als der eigentliche Boss an sich.

Fans von Anime Titeln sollten bei «Malicious Fallen» auf jeden Fall sofort zugreifen. Ihr erhaltet ein technisch gut umgesetztes Prügelspiel mit überraschend viel Abwechslung und taktischem Tiefgang. Aber auch Neulinge könnten, aufgrund der guten Steuerung und des gut gestalteten Balancings, einen Zugang zur Materie finden – so sei auch Anfängern der Titel ans Herz gelegt.

 

Jan Gruber

Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler – Unser Geek aus Wien

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