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King of Fighters XIV

King of Fighters XIV

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Im Genre der Beat'em Ups gibt es einige bekannte Grössen, die sich im wahrsten Sinne des Wortes um die Gunst der Spieler prügeln. «Street Fighter», «Tekken» und «Mortal Kombat» sind in unserem Sprachraum wahrscheinlich die bekanntesten und erfolgreichsten Vertreter. Etwas unbekannter ist hingegen die Reihe «The King of Fighters» – eine grosse Serie des Entwicklers SNK, dessen mittlerweile vierzehnter Teil kürzlich veröffentlicht wurde.

King of Fighters XI

Die Reihe fand 1994 ihren Anfang und stellte die Vereinigung der bekannten Figuren und Elemente aus «Fatal Fury» und «Art of Fighting» dar. Die ersten Teile erschienen, wie ihre Vorgänger, für die Neo-Geo Plattform. Auf den vierzehnten Teil durften die Spieler ganze vier Jahren warten. In der Zwischenzeit hat sich viel getan – die Reihe zieht damit auf den aktuellen Konsolen ein und setzt auf einen komplett neuen Grafikstil.

Während die Vorgänger alle sehr an ihrem Anime-Look festhielten und sowohl die Kämpfer als auch die Arenen ausschliesslich in 2D dargestellt wurden, ist zumindest die Optik jetzt in der dritten Dimension angekommen. Dadurch wirkt das Spiel deutlich erwachsener als bisher. Am Gameplay selbst hat sich allerdings nichts geändert, wie bei vielen Konkurrenten finden die Kämpfe rein zweidimensional statt – aus meiner Sicht eine gute Entscheidung.

Kommen wir zur Geschichte – diese ist wie gewohnt sehr dünn, der vierzehnte Teil ist aber ein guter Zeitpunkt für Neulinge um einzusteigen. Die Geschichte startet quasi neu: Antonov, ein grosser Champion, veranstaltet ein neues Turnier. Der Spieler stellt, wie immer, sein dreiköpfiges Teams aus Kämpfern zusammen und startet in den Wettkampf. Alle paar Level bekommen wir eine kleine neue Zwischensequenz präsentiert, das wars. Als Fan von Beat'em Ups war ich nach etwas über 30 Minuten mit meinem ersten Durchgang am Ende und wurde zum Sieger des Turniers gekürt. Was jetzt den Eindruck eines geringen Umfangs erwecken möge, täuscht gewaltig – denn dies bezieht sich nur auf den Spielmodus der Story. Insgesamt kann der Titel mit enormem Umfang punkten. So stehen uns 50, sehr stark separierte, Kämpfer in über 12 Arenen in 8 verschiedenen Modi zur Verfügung.

Besonders zu unterstreichen ist die grosse Anzahl der Kämpfer. Anders als bei anderen Titeln handelt es sich hier nicht nur um die üblichen Stereotypen und deren Spiegelungen bzw. geändertem Design, jeder der Charaktere ist tatsächlich einzigartig. Neben der, klar, eigenen Optik spiel sich jeder Charakter wirklich komplett anders – es wird lange dauern, die Vor- und Nachteile aller Kämpfer entsprechend herauszuarbeiten.

Die Kämpfe selbst gestalten sich durch die grosse Auswahl der Kämpfer sehr abwechslungsreich, die Steuerung ist derer der meisten Konkurrenztitel aber sehr ähnlich und fühlt sich für den Spieler gewohnt an. Einige der Entwickler arbeiteten bereits bei «Street Fighter» mit, einige Parallelen kann der Titel eindeutig nicht abstreiten. Der Hyper Drive Modus des Vorgängers wurde gestrichen, neu ist der Max Mode, in dem der Charakter gewisse Special Moves ausführen kann.

«The King of Fighters XIV» konzentriert sich auf das wesentliche eines Beat'em Ups – nämlich grandiose Kämpfe und jede Menge Abwechslung. Der technische Refresh und das neue 3D Design hat dem Titel wirklich gut getan und war lange überfällig, die gewohnt gute Spielbalance und Ausgewogenheit konnten die Entwickler trotz allen Umfangs und der Neuerungen dennoch beibehalten. Für Fans des Genres wird der Titel für stundenlangen Spielspass sorgen!

 

Jan Gruber Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler - Unser Geek aus Wien

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