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Destiny Taken King

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Am 09.09.2014 erschien mit «Destiny» einer der damals meist erwarteten Titel für Next-Gen Konsolen.
Für die Entwicklung zeichnete das Studio Bungie verantwortlich, das sich seinen guten Ruf durch die Umsetzung der Halo-Reihe verdient hat. Ein Jahr, zwei DLC’s mit den Titeln «Dunkelheit lauert» und «Haus der Wölfe» sowie viele Patches zogen ins virtuelle Land – die Kritik der treuen Fans verstummte jedoch nicht. Diese richtete sich vor allem gegen das wenig motivierende End-Game, das häufig in ewig monotonem «Gegrinde» (Story Instanzen wiederholt durchspielen, um bessere Ausrüstung zu finden) endete. Die neue Erweiterung «König der Besessenen» soll sich vor allem auch den Wünschen der Spieler annehmen.

Destiny Taken King

Eingefleischte Spieler werden in «König der Besessenen» mit einer netten Tour durch den Turm – die Hauptanlaufstelle des Spielers – begrüßt, bei der das neue Licht-System erklärt wird und man sich etwaige anfallende Vorbesteller-Boni abholen kann. Das sog. Licht-System wurde völlig überarbeitet. Bisher war es notwendig, immer bessere Ausrüstung zu finden, die – zusätzlich zu den waffen- oder rüstungsrelevanten Attributen – noch den Wert Licht enthielt. Desto mehr Licht ein Spieler via Ausrüstung gesammelt und angelegt hatte, umso höher stieg er im Level. Dieses System ist nun Vergangenheit – der Levelanstieg funktioniert durch herkömmliches leveln bishin zu Level 40 (bisher 34), Licht wirkt sich nur noch als Verbesserung auf Angriffs- und Verteidigungswerte aus. Eine willkommene Änderung, die die Notwendigkeit des «Grindens» deutlich senkt.

Nach der Tour durch den Turm wird der Spieler in die neue Story eingeführt. Diese ist nach wie vor sehr stereotyp. Ohne zu viel spoilern zu wollen: Nachdem der Spieler in einer Vorgänger-Erweiterung einen mächtigen Gott besiegt hat, ist dessen Vater nun entsprechend verstimmt und entscheidet, seinen Sohn zu rächen. Alter Wein, neue Schläuche – besiege Gegner Superstark und nehme es anschließend mit Gegner Superstärker auf. Trotz allem ist die Story, nach wie vor, sehr stimmungsvoll und teilweise auch sehr humorig erzählt und inszeniert. Die 8 neuen Storymissionen sind schön anzusehen, packend und sorgen für gute Unterhaltung.

Natürlich erfordern die neuen, deutlich härteren und auch deutlich intelligenteren, Gegner auch eine Weiterentwicklung des eigenen Charakters – nebst einigen neuen Waffen, die entsprechend an die neuen Levelcaps angepasst wurden, erhält jede der drei Klassen auch eine neue Spezialisierung. Der neue «Sonnnenbrecher» Titan bekommt neue, größere Feuereffekte, der «Sturmbezwinger» Warlock wirft mit beeindruckenden Blitzen um sich und der «Nachpirscher» Jäger hält seine Gegner mit Energiekugeln fest.

Destiny Taken King
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Zusätzlich zu den neuen Storymissionen gibt es 4 neue Strikes (Mehrspielerinstanzen in denen wellenweise Gegner bis zum Endgegner getötet werden müssen) und einige alte Strikes (alle rund um die «Besessenen») wurden überarbeitet. Für PVP-Fans gibt es ebenso neue Kost: 8 neue Karten und 3 neue Modi. Besonders heraus stach hier der neue Modus «Rift» – eine actiongeladene 6 vs. 6 Umsetzung des bekannten «Capture the Flag» Spielprinzips.

Fazit

Mit «König der Besessenen» erhalten Fans sowie Neueinsteiger eine ausgewachsene, sehr umfangreiche Erweiterung, die nicht nur viele neue und gut umgesetzte Inhalte implementiert. Zusätzlich verstand es Bungie, einige bisherige Schwachpunkte, die stark in der Kritik der alten Spielerschaft standen, zu beseitigen. Das neue Levelsystem wirkt nachvollziehbarer und transparenter, die weiteren Spezialisierungsmöglichkeiten und neuen Strikes sorgen für mehr Umfang des stark fokusierten Endgames.

Destiny Taken King
Destiny Taken King

Eigene Meinung

In den ersten Tests, vor einem Jahr, wurde Destiny von den Kritikern sehr zwiespältig aufgenommen. Mir selbst ging es ähnlich. Ich war/bin ein großer Fan der Halo Reihe von Bungie und freute mich dementsprechend sehr auf ihren Erstling außerhalb dieser Reihe: Destiny. Doch bei allem guten Willen – auch mir war die Story einfach zu dünn und vor allem zu wirr, die normale Charakterentwicklung zu schnell am Limit und das Endgame, auf das man das Highlight setzen wollte, einfach zu schwach. Permanent nur auf der Jagd nach Items sein und „auf sein Glück“ hoffen, um noch weiter leveln zu können, war mir zu wenig. Vor allem, da das Angebot der unterschiedlichen Raids und Missionen einfach keine Abwechslung bot. Auch wenn die Änderungen in „Taken King“ ggf. etwas dünn klingen – sie sind sehr maßgeblich. Die Story fühlt sich authentischer an, zieht mich mehr in ihren Bann. Alle Figuren im Turm nehmen nun daran teil, so werden aus NPCs plötzlich Charaktere, die größtenteils auch in den Cutscenes zu sehen sind. Das neue Levelsystem ist durchgängig, man erhält mehr Loot und das Licht-System hat nach wie vor einen guten, aber reduzierten, Platz. Natürlich wurde der Spielfortschritt dadurch einfacher, was den einen oder anderen Fan sicher wieder frustrieren wird, dennoch wird das Spiel dadurch massentauglicher.

Ein Wort noch zu dem Preis: Oft wurde der UVP von 40 Euro kritisiert. Nach einem voll bezahlten Hauptspiel und bereits zwei bezahlten Addons schlägt dies natürlich ordentlich zu Buche. Dennoch finde ich es schön, dass Bungie nach wie vor Zeit und Entwicklungsarbeit in den Titel steckt. Eigenen Aussagen von Bungie zu Folge, verfolgt man hier quasi einen 10-Jahresplan. Entwickler möchten auch in dieser Zeit bezahlt werden, und wir wünschen uns gute Inhalte. Das Addon bietet enormen Umfang und wirklich gute Verbesserungen. Einige jährlich „neu“ veröffentlichte Titel aus dem Bereich der Shooter oder Simulationen bieten deutlich weniger Umfang zu einem höheren Preis. Eines steht aber auf jeden Fall fest: Für Neueinsteiger ist jetzt der beste Zeitpunkt. Die komplette Edition – Hauptspiel, die ersten beiden Addons und König der Besessenen – gibt es bereits um 60€.

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Jan Gruber Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler - Unser Geek aus Wien

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