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Power and Revolution

Power and Revolution

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Vergangenes Jahr war das Jahr der demokratischen Überraschungen. Egal ob Volksentscheide wie der Brexit, oder demokratische Wahlen wie jene in den USA – oftmals waren diese mit vielen Überraschungen und Spannung verbunden. Politik war bereits öfter in einigen guten Videospielen Thema, so versucht auch Power & Revolution dieses Thema erneut spielerisch umzusetzen.

Power and Revolution

Wir starten mit der Wahl des Szenarios in das Spiel. Hier gibt es fast 20 verschiedene Ausgangspunkte, die allesamt gut zu aktuellen politischen Themen passen. So sollen wir die Opposition zur Regierung führen, Terror bekämpfen oder Staatsschulden reduzieren. Gespielt werden kann in nahezu jedem anerkannten Land, wobei die Wahl des Szenarios die Auswahl insofern – dem Realismus gebietend – einschränkt. Eine Revolution können wir nur in Ländern führen, die als instabil gelten, Staatsschulden gar nur in zehn – als stark verschuldet geltenden – Ländern senken. Auch aktuelle Ereignisse sind integriert. So können wir uns auch um die Lage in der Ukraine, in Syrien oder im Irak kümmern. Die Wahl der Seite obliegt dabei letztlich dem Spieler – so wäre auch ein Kampf für – statt gegen – den IS möglich. Die verwendeten Namen von Parteien und Personen sind leicht verfremdet, dennoch sollte jedem sofort klar sein, wer beispielsweise Donald Dump sein könnte.

Nachrichtenmeldungen
Nachrichtenmeldungen
Kämpfe in den Strassen
Kämpfe in den Strassen

Grosser Umfang und Einbeziehung realer Ereignisse – klingt nach dem perfekten Spiel für Tycoon Fans mit einem Hang zur Politik, oder? Leider nicht ganz. Der grösste Pferdefuss des Spiels ist die Unübersichtlichkeit. Hier stellt sich die Engine selbst ein Bein. Aufgrund der enormen Menge an Features ist die Bedienung grösstenteils umständlich und sehr kompliziert. Selbst wenn es ein komplexes Tutorial gibt, schaffte ich es nicht, mir alles zu merken und alle Einstellungen wieder zu finden. Auch in den sonstigen technischen Disziplinen scheitert das Spiel grösstenteils an sich selbst. Die Grafik ist bestenfalls als minimalistisch zu bezeichnen, die Animationen von kriegerischen Akten grösstenteils extrem schwach. Ein zusätzliches Gimmik, das eigentlich nicht sein müsste. Bei Spielen dieser Art erwarte ich eine Auswertung, keine direkt dargestellte Schlacht. Wenn ein Zusatzfeature dann eher zum Stolperstein wird, würde ich dieses Feature lieber weg lassen, anstatt so weitere Flanken für Kritik zu öffnen.

Stadtplan
Stadtplan
Übernahme von Regionen
Übernahme von Regionen

«Ambition ist der Feind des Erfolgs» – dieses alte Sprichwort gilt leider in weiten Teilen auch für «Power and Revolution». Während das Spiel mit aktuellem Bezug und einem grossen Umfang punkten kann, krankt es leider bei der Steuerung und der grafischen Darstellung. Schade, denn unterm Strich wären mir weniger, dafür sauber umgesetzte, Szenarien eindeutig lieber gewesen.

 

Jan Gruber Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler - Unser Geek aus Wien

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