Geekopolis - Frankreichs etwas andere Geek-Messe

Geekopolis – Frankreichs etwas andere Geek-Messe

In der vorletzten Woche durfte ich Intel in Paris einen Besuch abstatten. Was mir dabei gezeigt wurde könnt ihr hier im Drei-teiligen Blog Beitrag nachlesen. Direkt zum Teil 1 – Teil 2 – Teil 3 – viel Spass beim reinlesen.

Geekopolis

Oder wie der Untertitel so schön beschreibt: «Das Festival bei dem ihr die Helden seid». Nachdem ich schon bei der IFS eindrückliches zu sehen bekommen hatte, ging es tags darauf gleich weiter. In einer der «Paris Expo» hallen in Porte de Versailles durfte ich vieles und eindrückliches bestaunen.

Das tolle an der Geekopolis ist, dass die Messe nicht total auf den Verkauf ausgerichtet ist. Es ging mehr darum sich zu präsentieren und den Austausch mit den Fans zu finden. Das merkte man auch an den meisten Ständen bei denen man die ganzen Produkte eifrig austesten konnte und sich mit den Herstellern direkt austauschen konnte. Vor allem bei den ganzen Spielen war es schön zu sehen, dass es zahlreiche Tische gab an denen man gleich ein neues Spiel ausprobieren durfte.
Somit hat sich auch das Publikum welches meist selber stark verkleidet war auch sehr gut mit den ganzen Ständen verbunden.

Unterteilt war die Geekopolis in verschiedene Teilbereiche:

Avalon

Avalon ist der Bereich der mittelalterlichen Fantasy-Geschichte. Von Herr der Ringe über Thrones bis hin zu den Annalen der Scheibenwelt war alles mögliche vertreten. Ritter in Rüstungen welche ein Kampfturnier abhielten gab es genauso wie Orks oder Elfen.

Dazu gab es auch diverse Buchautoren der einzelnen Kategorien welche Autogramme oder auch mal ein ausgedehntes Gespräch abhielten mit ihren Fans.

Zusätzlich gab es eine Premiere, die Kostüme der Film Trilogie «Noob» durften bestaunt werden.

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Little Tokyo

Auch die Japanische Kultur war stark vertreten. Von Mangas über Samurai-Schwertern gab es zahlreiche Accessoires aus Japan zu bestaunen. Schön gestaltete Zen-Gärten luden zum gemütlichen Lesen der neusten Manga-Comics ein und es konnte in ruhe verschiedenste Teesorten ausprobiert werden.

Natürlich konnte man sich auch in Geduld üben und ein kleiner Origami Kurs belegen.

Geekopolis - Frankreichs etwas andere Geek-Messe

Metropolis

In der Metropolis Abteilung ging es um den Bereich Science-Fiction und Comics. Stromtroopers wo das Auge hinreicht, Lichtschwerter ohne Ende und Zombies gehörten genauso dazu wie die nach ihren Idolen gekleideten Fans.

Diverse Autoren gaben auch hier ihre Autogramme und es gab intensive Gespräche mit den Fans.

Nautilus

Nautilus, oder zumindest ein detailverliebter Nachbau des U-Bootes aus dem 18. Jahrhundert lud zum Fotoshooting ein. Dampfzüge, Kräftige Maschinen und entsprechend gekleidete Menschen fanden sich im Berech der Nautilus ein.

In der Abteilung fanden sich vor allem Schmuck-Designer und Kostümbildner ein die ihre Produkte präsentierten und gleich auch zum anprobieren darboten. Wem das nicht genug war konnte noch Zeit-entsprechende Tanzschritte erlernen, mit und ohne entsprechendem Kostüm.

Geekopolis - Frankreichs etwas andere Geek-Messe

Teklab

Eine Messe voller Geeks und Nerds, da darf ein Teilbereich natürlich nicht fehlen und das ist die Technik. Das Teklab bot neben interessanten Gagdets und Zukunftstechnologien auch ganze Stände mit Retro-Produkten. So konnte ich auf fast einer jeden Spielkonsole die jemals den Markt betreten hatte ein Spiel spielen, alleine oder mit anderen Geeks. Somit in Erinnerungen an die eigene Kindheit schwelgen und die Zeit vergessen.

Begonnen habe ich die Tour im Teklab, genauer gesagt am Stand von Intel, welche in diesem Jahr einer der beiden Hauptsponsoren der Messe waren. Da fand ich auch für mich persönlich die meisten interessanten Produkte.

Wie auch die anderen Hersteller hat Intel nicht eine Werbe Veranstaltung für ihre Produkte gemacht sondern interessante Firmen/Projekte eingeladen, die ihre eigenen Produkte und Ideen präsentieren durften. Gänzlich ungezwungen konnten diese zeigen was das sie begeistert und was genau sie bewegt.

Schiff

Dem Speedsüchtigen Franzosen, François Gabart, hat Intel sein Boot fleissig aufgewertet indem sie seine alten Computer durch Intel NUCs ersetzt haben. Dies brachte ihm nicht nur Performance-Steigerungen sondern vor allem auch weniger Energieverbrauch was sich wieder positiv auf das Schiffsgewicht auswirkte und womit er natürlich schneller unterwegs war.

Flugzeugsimulator

Wenn wir ehrlich sind, ein Spielzimmer wünscht sich doch ein jeder Mann. Egal mit was für einem Inhalt, einem Büro für die Gadgets, eine Modelleisenbahn, oder was auch immer. Pat hat sich ein Kindheitstraum erfüllt und sich seinen eigenen Flugzeugsimulator zusammengebastelt. Nachgebaut hat er eine «P47 Thunderbolt Razorback», ein Bomber aus dem zweiten Weltkrieg.

Ausgestattet mir cooler, aktueller Technik durfte ich ca. 8 Minuten lang über den Wolken schweben. Dank den insgesamt vier Monitoren bekommt man wirklich das Gefühl als wäre man wirklich in dem Flugzeug drin. Dies verstärkten wahrscheinlich die beiden seitlich angebrachten Monitore, welche einem im Blickwinkel die Flügel anzeigten. Bei einer Rolle konnte man da natürlich auch die auch die Erde schnell näher kommen sehen. Bei solchen Manövern geht der Blick automatisch nach oben und da entdeckt man den letzten, der vier Monitore.

Wenn ihr einmal die Möglichkeit habt und der P47 von Pat steht an einer Messe vor euch, schaut ihn euch unbedingt genau an. Total Detailverliebt und sehr realistisches fliegen im Simulator, so macht das spass.

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Spielkonsole

Ein weiterer Bastler war am gleichen Stand zu Hause und hat aus einem handelsüblichen Intel NUC eine Gaming Konsole gebastelt die es mit den aktuellen grossen auf dem Markt aufnehmen könnte. Hier würde ein Kickstarter Projekt perfekt hinpassen um das ganze in Serie zu bringen.

Damit zeigt er was fürs eine Power in den kleinen Kisten von Intel stecken und er hat mich gleichzeitig auch etwas ermutigt etwas mehr als nur ein Media-Center aus meiner NUC zu basteln.

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bluebee – Bluetooth Dongle

Ihr sucht immer wieder verzweifelt kurz vor dem ausser Haus gehen eure Schlüssel? Das Portemonnaie war doch vorher gerade noch…
Wem das bekannt vorkommt der könnte in den Bluetooth Dongles von bluebee eine Lösung finden. Das coole daran umso mehr solche Nutzer in deiner Umgebung sind umso einfacher wird die Suche, denn dann seid ihr nicht mehr auf den Umgebungsradius vom Bluetooth Signal angewiesen.

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3D-Stift

Vor nicht allzu langer Zeit stiess ich auf ein äusserst interessantes Gadget an dem auch meine beiden Mädels ihren beiden Spass hätten. Ein Stift mit dem sich nicht nur eindimensional zeichnen liess, sondern auch in die Höhe und breit, also im dreidimensionalen Raum.
Leider aber habe ich da die Unterstützer-Zeit verpasst und irgendwie ist das Gadget dann aus meinem Horizont verschwunden. Ein Déjà-vu hatte ich dann am Intelstand als ein solcher Stift plötzlich vor mir lag.
Ich hoffe doch bald den Stift selber ausprobieren zu können und euch dann hier oder auf dem GadgetPlaza Blog einen Bericht dazu liefern zu können.
Am gleichen Stand war auch noch ein 3D Drucker aufgestellt, diesen habe ich aber leider etwas verpasst.

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cHTeMeLe – Spielkarten fürs erlernen von HTML

Ein weiteres kleines, aber sehr feines Spiel fand ich anschliessend auch noch auf einem benachbarten Tisch.
Das Spiel brauchte weder Strom noch LED noch sonnst etwas technisches, ausser dem Wissen über eine Sprache die nicht für die normale Kommunikation gedacht ist. Einfach gesagt es geht um ein Spiel dass den Kinder HTML etwas näher bringen soll.
Das finde ich unglaublich wichtig, dass vor allem Kinder und Jugendliche auch lernen wie eine Programmiersprache funktioniert und auf was sie achten müssen.
Heutzutage bekommen sie einfach ein Tablet/Computer/Smarpthone in die Finger gedrückt und wissen nicht das dahinter steckt und wie so etwas funktioniert. Sollte es mal nicht mehr so sein, wird es einfach weg geworfen und ein neues angeschafft.

Mit cHTeMeLe.org erlernen die kleinen ganz einfach und ohne Vorwissen wie das eine Programmiersprache aufgebaut ist und wie sie funktioniert. Für die kleineren wird erst mal nur anhand der Farben unterschieden sobald eure Kinder etwas älter werden, kommt dann die eigentliche Sprache dazu.

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MaKeyMaKey

Ein weiteres kleines aber nicht minder interessantes Gadget war der MaKeyMaKey. Die kleine «Platine» entstand auch aus einem Kickstarter Projekt. Damit könnt ihr euch einfach und ohne grossen Aufwand z.B. ein Eingabegerät basteln. Sei dies für ein Computerspiel mit Bleistift oder über verschiedene Gemüse. Klingt jetzt wahrscheinlich etwas verwirrend, ging mir am Anfang auch so. Das waren aber nur zwei der unzähligen Möglichkeiten den MaKeyMaKey zu nutzen.

Für mehr Informationen dazu am besten gleich bei MaKeyMaKey vorbeischauen und wir schauen uns das ganze auch mal etwas genauer an. Auf der Seite schaut euch am besten gleich mal das Video dazu an. Auch hier wieder etwas ganz spezielles womit ihr euren Kindern vermitteln könnt wie das ein Computer so tickt und funktioniert.

Geekopolis - Frankreichs etwas andere Geek-Messe

Mein Fazit

Die Geekopolis Ausstellung ist verrückt – und das ist auch gut so. Hier können Fans der jeweiligen Generes ihre Leidenschaft unter gleichgesinnten ausleben. Aber auch als aussenstehender bekommt man einen guten Einblick sowie einen schnellen Draht zu den Menschen.
Dabei lernt man unglaublich viel über die einzelnen Teilbereiche wenn man sich darauf einlässt. Auch wenn ein grober überblick der Messe in einem Tag ohne Problem zu machen ist, empfehle ich schon den zwei Tagespass. Dann könnt ihr euch wirklich von Stand zu stand bewegen und alles genau erforschen. Und noch viel wichtiger ihr könnt euch am Stand mit den Herstellern und vor allem auch mit anderen Fans direkt austauschen.
Wenn die Möglichkeit besteht werde ich im nächsten Jahr wieder mit dabei sein und dann sehr wahrscheinlich mit meiner grösseren, kleinen Tochter den für die könnte das auch sehr interessant sein.

Was mir besonders gut gefallen hat, war dass es nicht eine Messe wie jede andere war, an der ich an jedem Quadratmeter etwas hätte kaufen hätte können/oder fast schön hätte müssen. Es herrschte eine sehr interessante Stimmung und ich habe viel lernen dürfen. Auch hat mir sehr gut die Auswahl von den zusätzlichen Ständen auf der Intel-Insel gefallen. Kleine aber feine Gadgets die meist mit viel eigeneinsatz und Fantasie genutzt werden können.

1 Kommentar zu „Geekopolis – Frankreichs etwas andere Geek-Messe“

  1. Pingback: #gt4814 Onkel Sansung hat den Stecker gezogen » #GeekTalk Podcast

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