FRITZ!Failsafe vorgestellt: Kommt mit FRITZ!OS 8.20

FRITZ!Failsafe Genialer Ausfallschutz kommt mit FRITZ!OS 8.20 auch auf deinen Router

Mit FRITZ!OS 8.20 kommt eine neue, sehr coole, wenn auch schon altbekannte Funktion auf deine FRITZ!Box. Mit FRITZ!Failsafe kannst du dir dein eigenes Backup anlegen. Wie das funktioniert, hat FRITZ auf der IFA 2025 vorgestellt, und ich beschreibe es dir hier bereits schon mal. Sobald ich das Update auf meiner FRITZ!Box habe, werde ich die Funktion natürlich zeitnah testen und mehr darüber berichten.

Was ist FRITZ!Failsafe?

Backups sind super wichtig, darüber schreibe ich hier im Blog immer wieder. Deshalb solltest du dich auch immer wieder mit dem Thema beschäftigen und regelmässig welche erstellen. Doch wie ist das mit dem Internet? Das kommt aus der Wand raus und die wenigsten machen sich Gedanken, was passiert, wenn dieses nicht mehr funktioniert. Allein schon beim Thema Smart Home, wo so viele sich keine Gedanken machen und Dienste/Produkte nutzen, welche über die Cloud miteinander kommunizieren. Allein schon deshalb solltest du dir dazu Gedanken machen (oder noch besser auf lokale Lösungen hinarbeiten).

Doch was kannst du tun, wenn das Internet nicht mehr funktioniert, wie komme ich wieder ins Internet? Da kann in der Zukunft dir FRITZ!Failsafe eine einfache Lösung anbieten. Doch zuerst schauen wir uns doch mal kurz und knapp an, was die Funktion genau kann.

FRITZ!Failsafe ist eine Backup-Lösung für deinen Internetzugang. Egal, ob du DSL, Glasfaser, 4G oder 5G als Basis für deinen Internetzugang nutzt, auch bei deinem Provider kann es mal einen Unterbruch geben. Es muss nicht mal unbedingt der Provider sein, es kann ja auch einfach mal der Strom ausgehen in deinem Quartier.

Sobald die Leitung zu dir unterbrochen ist, greift FRITZ auf einen alternativen Zugang zu und geht dann über diesen Online.

Ein Beispiel für dein Zuhause

Du gehst über DSL oder Glasfaser ins Internet und nutzt als Basis hierfür deine FRITZ!Box. Sobald das Internet von draussen nicht mehr zu deiner FRITZ!Box gelangt, kann es sein, dass du aufgeschmissen bist. Was tust du dann? Ich habe bis anhin jeweils mein Smartphone hervorgeholt und mich dann über Tethering mit diesem verbunden. Das ist natürlich eine einfache Lösung, wenn du nur einen Computer/Tablet hast, an dem du arbeitest.

Aber heute haben immer mehr Menschen Smart Home Komponenten im Haushalt, den Fernseher, welcher auch über die Cloud geht, und so weiter. Da ist das Einbinden über das Smartphone nicht wirklich zielführend. Vor allem aber musst du hierfür auch noch erst aktiv werden und die einzelnen Geräte erst händisch damit verbringen. Das ist mühsam und zeitraubend, und meist wünscht man sich einfach, ungestört weiterzuarbeiten und im Idealfall davon gar nichts mitzubekommen.

Was benötigst du für FRITZ!Failsafe?

Um auf die Bequemlichkeit von FRITZ!Failsafe zurückgreifen zu können, benötigst du neben deiner Haupt-Fritz!Box einen bestehenden Internet-Vertrag. Zusätzlich benötigst du noch einen zweiten Internetzugang. Dieser kann in verschiedenen Formen daher kommen:

  • ein LTE-/5G-USB-Sticks
  • einer zweiten FRITZ!Box
  • oder auch eine einfache Provider-Box eines anderen Telekomanbieters
  • Natürlich dürfen die beiden Netzwerke sich nicht im selben IP-Range befinden (und werden per LAN miteinander verbunden)

Hier geht es darum, eine Leitung zu haben, die budgetmässig für dich kein Problem ist, um im Falle eines Ausfalles darauf zurückgreifen zu können. Wichtig: Diese muss natürlich dauerhaft im Hintergrund laufen und sollte somit auch ein eher stromsparendes Modell sein.

Für wen ist FRITZ!Failsafe?

Sicherlich nicht für jedermann.
Klar, ein jeder von uns möchte die Garantie haben, permanent auf das Internet zugreifen zu können. Doch das muss man sich auch erst einmal leisten können. Neben dem monatlichen Vertrag, für den zweiten Zugang, kommen da auch noch die Stromkosten auf dich zu, und wenn man so etwas richtig angehen möchte, sollte man sich auch gleich noch darüber Gedanken machen, wie es im Falle eines Stromausfalles weitergehen kann.

Somit ist schon mal klar: Beim Thema Failsafe kommen hier vor allem Firmenkunden auf die Liste. Arztpraxen, Anwaltsbüros und kleinere KMUs zum Tragen. Aber auch ein jeder, der sein Smart Home auf ein neues Level heben möchte. Auch wenn ein richtiges Smart Home vor allem und zwingend lokal funktionieren muss, möchte man dennoch auch von aussen auf seine ganzen Sensoren und die Kameras zugreifen können.

FRITZ!Failsafe: Aber halt, das gab es doch schon?

Seit vielen Jahren gibt es schon die Möglichkeit, mit einem alten Smartphone (Android) oder auch einem LTE-/5G-Stick die FRITZ!Box zu betreiben. Dies ist schon seit vielen, vielen Jahren der Weg, den ein jeder FRITZ!Box Benutzer geht, wenn ihm das Internet ausgeht (und er/sie einen genügend grossen Datenplan sein Eigen nennt). Zumindest wenn man ihn bereits kannte.

Ich kenne einige Menschen in meinem grösseren Umfeld, welche diesen Weg während Corona gewählt hatten, um das Home Office vom heimischen WLAN zu trennen und/oder um mehr Datendurchsatz zu bekommen. Dies war vor allem in Familien so, in denen die Kinder während der Zeit auch daheim ihre Zeit verbrachten und viel über Videocalls machen mussten.

Wenn du dies aber als «Ausfallschutz» genutzt hattest, dann musstest du dies immer erst aktivieren, im Falle eines Falles und wie so oft spielt hier Murphy auch seine Rolle. Meist ist dann die Person, welche das aufgesetzt hat, nicht hier, oder das Smartphone, welches genügend Datenplan hat, ist gerade nicht vor Ort etc.

Dies ist aber bei FRITZ!Failsafe anders: Hier wird automatisch (nach einer vorher definierten Zeit) der Ausfallschutz aktiviert und es geht auch wieder zurück auf die Hauptleitung, sobald diese (nach einer vorher definierten Zeit) wieder stabil läuft.
Beim zweiten Wert ist es sicherlich nicht verkehrt, wenn du da einen grösseren Wert einträgst. Vor allem bei DSL-Leitungen geht es doch immer einen längeren Moment, bis dieser wieder stabil zurückgekehrt ist. Bei Glasfaser darf die Dauer natürlich knapper ausfallen, denn das Netz kommt deutlich schneller zurück.

Erstes Fazit zu FRITZ!Failsafe

Wie oben beschrieben: Die Ausfalllösung als solche gibt es schon länger bei FRITZ!. Doch mit dem FRITZ!Failsafe funktioniert das Ganze, direkt im System hinterlegt und vollautomatisiert. So wie du es seit Jahren von deiner FRITZ!Box gewohnt bist, es tut einfach und das ist auch gut so.

Als Backup-Lösung eignet sich im Übrigen die ganze 68er-Reihe:

Diese benötigt ausschliesslich eine SIM-Karte und schon bist du damit im Netz . Bei anderen Lösungen musst du, im Idealfall erst einmal einen Vertrag mit einem anderen Telekomanbieter angehen, nach Möglichkeit mit einer anderen Technologie als der Hauptvertrag, und die FRITZ!Box in Position stellen und scharf schalten.

Ich freue mich auf jeden Fall auf das Update und bin gespannt auf die ersten Tests damit.

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