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xXx – Die Rückkehr des Xander Cage

xXx – Die Rückkehr des Xander Cage

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Auf der einen Seite – Xander Cage. Ein anarchistisch veranlagter Extremsportler, für den Gesetze eher nur grobe Handlungsempfehlungen darstellen und Autorität etwas Verachtenswertes ist. Auf der anderen Seite die NSA, eine militärisch-staatliche Organisation voller Profis. Doch manchmal muss Feuer mit Feuer bekämpft werden. So wurde Xander Cage bereits einmal zur Geheimwaffe der USA, jetzt steht sein zweiter Einsatz bevor.

xXx – Die Rückkehr des Xander Cage

Nach dem erfolgreichen ersten Teil 2002 folgte eine eher lieblose und (finanziell) nicht sonderlich erfolgreiche Fortsetzung 2005. Der Protagonist des ersten Teils, Xander Cage, wurde von Vin Diesel (Fast and Furios, Riddick) gemimt, während im zweiten Teil der Rapper Ice Cube (Hart am Limit, 21 Jump Street) die Hauptrolle übernahm. Im dritten Teil nun besinnt man sich wieder den Anfängen und erneut darf, wie der Titel nahe legt kehrt Vin Diesel wieder zurück. Ebenfalls mit an Board ist wieder Samuel L Jackson (Avengers, Django Unchained), er spielt erneut den Leiter der Operation. Zusätzlich gibt es einige neue, bekannte, Namen im Cast – wie die sehr charmante Nina Dobrev (Vampire Diaries) oder Hollywood Profi Toni Colette (About a Boy, Sixth Sense). Dank einer Kooperation mit einigen fernöstlichen Studios gibt es auch ein paar asiatische Schauspieler, wie beispielsweise Donnie Yen (Rogue One, Hero), der den gelungenen Side-Kick von Xander Cage darstellt, oder Kris Wu.

Geheimagenten unter sich
Geheimagenten unter sich

In Sachen Handlung dürfen wir gleich mit einem Spoiler eröffnen – den allerdings der Film Titel schon nahelegt: Xander Cage ist nicht tot. Stattdessen ist er untergetaucht und fristet seinen vorläufigen Ruhestand, mit viel Extremsporteinlagen, in Brasilien. Natürlich fehlt es auch nicht an einer charmanten und hübschen Partnerin. Nichtsdestotrotz befindet sich der muskulöse Anarchist anscheinend auf der Flucht – ehe er von der NSA erneut aufgespürt wird. Dem amerikanischen Geheimdienst ging «Die Büchse der Pandora» während eines spektakulären Überfalls verloren. Mithilfe des kleinen Computers ist es möglich, Satelliten zu übernehmen und jene als taktische Geschosse einzusetzen. Extreme Vorkommnisse erfordern extreme Massnahmen – also Xander Cage. Ohne Frage, dieser begibt sich natürlich nicht alleine auf seine Mission. Nachdem er sich, wie immer äusserst charmant, einiger Berufssoldaten entledigt hat, stellt er sein eigenes Team zusammen. Doch die Aufgabe wäre viel zu einfach, wenn es da nicht noch eine böse Überraschung und einen Twist gäbe.

Zurück im Sattel
Zurück im Sattel

15 Jahre sind eine lange Zeit – eine sehr lange. Ein paar Details aus dem Jahr 2002: Im Mobilfunkbereich wurde gerade die MMS als Zukunft des Messaging eingeführt. Von Smartphones und Internet noch keine Spur. Der meist gesuchte Mann auf Google war Eminem, die Top Technologie Suche Mp3 und der meist gesuchte Begriff Spiderman. Metalbands wie Limp Bizkit feierten grosse Erfolge in den herkömmlichen Charts der Radiosender und Red Bull schwemmte den Markt, abseits vom eigentlich Hauptprodukt dem Energy Drink, mit Extremsport-Events. «xXx – Triple X“ traf damals den Zahn der Zeit und den Nerv einer kompletten neuen Generation. Heute ist die Welt eine andere, grosse Namen der damaligen Zeit wie Tony Hawk sind mehr oder minder nur verblassende Erinnerungen und im Ruhestand. Extremsport nimmt ab, selbst Red Bull wurde gediegener und besitzt mittlerweile ein Formel 1 Team und – konservativer geht es fast nicht mehr – mehrere Fussballclubs. Eigentlich haben damit auch Filme wie Triple X ausgedient und wirken etwas fehlplatziert. Der Film hat ungefähr den Charme eines jung gebliebenen 60-Jährigen mit gefärbten Haaren, der Wörter wie «Cool», «Hammer» oder «Ober-Affen-Mega-Geil» sagen muss, um sich jugendlich zu fühlen. Extreme Stunts auf grosser Leinwand sind keine Seltenheit mehr. Die Rede ist nicht von tollem CGI sondern von so angestaubten, honorigen, Filmreihen wie «James Bond», die mittlerweile Xander Cage von einst wie einen Hans Wurst wirken lassen. Warum an dieser Stelle «Red Bull» so oft erwähnt wurde? Nein es handelt sich um keine Schleichwerbung, viel mehr gibt der Film selbst diese Referenz im Laufe der Handlung vor.

Actionstar meets Computernerd
Actionstar meets Computernerd

Nichtsdestotrotz – sowohl der Regisseur gab sich sehr Mühe und auch die Autoren gaben ihr bestes, um die Geschichte in ein neues Jahrzehnt zu heben. Grosse Dialoge darf man sich als Zuseher genauso wenig erwarten wie auch nur einen Funken Realismus. Natürlich muss ein moderner Schurke sich digitaler Technik und einem «Superhack» ermächtigen wollen und natürlich können geheime Regierungsorganisationen nicht mehr die wahren Helden sein. Und wie muss ein böser Hacker aussehen? Ganz klar – er braucht eine weisse Maske die, auf einem verpixelten Lifestream, irgendwie wie jene von Guy Fawkes aussieht. Das grosse Plus des Films sind einige gute Schauspieler und eine grosse Menge Humor und Augenzwinkern. Würde der Film sich selbst ernst nehmen, würde er auf keinen Fall funktionieren. Ohne den Anspruch an Realismus wirken auch die unrealistischen Stunts so durchaus unterhaltsam und der Film überzeugt mit hohen Schauwerten, vor allem in IMAX 3D. Die Kooperation mit mehreren fernöstlichen Studios, und die dementsprechend ungewohnt hohe Dichte asiatischer Schauspieler, bringt willkommene Abwechslung – einerseits schauspielerisch, andererseits auch in den vielen Handgemengen.

Jede Menge nackte Haut
Jede Menge nackte Haut

Fazit

«xXx – Die Rückkehr des Xander Cage» bietet 107 Minuten Action, Stunts, Party, Muskeln und nackte Haut mit einer guten Portion Humor. Wer keinen Anspruch an grosse Charakterdarstellungen, Dialoge oder realistische Darstellungen stellt, könnte gut unterhalten werden, wenngleich der Film leider heute nicht mehr so gut den Zeitgeist trifft, wie vor 15 Jahren.

 

Jan Gruber Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler - Unser Geek aus Wien

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