Speisekammer App

Speisekammer App im Test – Zero Foodwaste

Viele Jahre war ich auf der Suche, viele Dienste habe ich getestet und für viele Apps habe ich viel Geld ausgegeben. Leider aber bin ich mit nichts davon glücklich geworden. Ich habe mich auch durch zahlreiche Excel-Lösungen gewunden, um immer wieder festzustellen, dass es einfach nicht klappt.
Wie es aktuell scheint, bin ich mit Speisekammer App endlich fündig geworden.

Unsere Anforderungen – Das Problem

Unser Problem ist, dass wir einiges an Esswaren und Getränke in unserem Keller (unseren Kellern) haben. Wir möchten zu jedem Zeitpunkt und von überall aus die Übersicht haben, was genau wir haben und ob eventuell etwas dem Ablaufdatum zu nahe kommt.

Denn etwas, was wir auf diesem Planeten wirklich nicht noch mehr benötigen können ist Foodwaste, dass noch mehr Esswaren weggeworfen werden, als es sonnst schon wird.

Mit den meisten Lösungen, die wir bis anhin getestet haben, hat das einfach nicht so geklappt, wie wir es uns gewünscht haben.

Die Esswaren möchten wir sauber in einer Liste haben, die Möglichkeit zum Sortieren muss genauso gegeben sein wie die der Warnung, wenn etwas abläuft.

Die Lagerverwaltung muss einfach und intuitiv sein, sodass auch unsere Mädels das ganze handeln können. Im Idealfall auch unsere kleinste, mit ihren sechs Jahren (was ein sehr hochgestecktes Ziel ist).

Wie funktioniert die App?

Generell muss ich sagen mir gefällt die App, nicht vom Design und der Umsetzung her, hier würde ich mir etwas Moderneres und schlichteres wünschen. Was mir gefällt, die App ist sehr strukturiert und funktioniert deshalb nicht nur auf dem Smartphone oder einem Tablet, sie funktioniert auch auf dem Rechner im Browser.

Im Browser ist die App leider nicht im Responsive Design gebaut (das heisst, dass sie sich nicht anpasst bei unterschiedlichen Fenstergrössen), doch am Rechner ist sie sehr gut zu bedienen. Doch am Computer nutze ich sie auch immer in voller Grösse. Vor allem, da es ein paar einzelne Funktionen – vorerst – exklusiv im Browser gibt. Dazu aber etwas weiter unten im Beitrag mehr.

Die Smartphone-/Tablet-App ist in drei Bereiche unterteilt:

  • Übersicht
  • Artikel
  • Konto

Bereich: Konto

Speisekammer - Konto
Speisekammer – Konto

Im letzteren findet ihr unter anderem die Einstellungen. Diese sind recht eingeschränkt, eine für uns aber wichtige ist, der Zeitraum bei einer Warnung vor dem MHD (Mindesthaltbarkeitsdatums). In unserem Fall haben wir dieses auf 21 Tage hoch gesetzt, damit wir genügend Vorlauf haben.

Wichtig für euch aber zu wissen, dass MHD ist ein grober Richtwert. Bevor ihr Lebensmittel wegschmeisst, solltet ihr diese immer probieren. In vielen Fällen kann man diese nämlich deutlich darüber auch noch konsumieren.

Bereich: Übersicht

Speisekammer - Übersicht
Speisekammer – Übersicht

In der Übersicht findet ihr praktische Informationen zu euren im Lager befindlichen Lebensmitteln. So zum Beispiel einer Übersicht den Lebensmitteln und dessen MHD.

Wer sich jetzt wundert, warum, in unserem Fall es hier einige abgelaufene Artikel drin hat. Das ist kein Problem, wie oben erwähnt, gibt es einige Artikel, die deutlich über dem normalen Datum gehalten werden können. Was aber wichtig ist, die gelben, bald ablaufenden Produkte. Denn diese gehören in den kommenden zwei Wochen auf den Speiseplan.

Nun folgt die Nährwertstatistik. Wer Lebensmittel an Lager hat, sollte diese ausgewogen halten. Bei uns stimmt das Verhältnis nicht. Noch nicht, um genau zu sein, vor gut zwei Wochen haben wir es endlich geschafft uns unsere grossen Gestelle im Keller montiert.

Unser neues Gestell im Keller
Unser neues Gestell im Keller

Mit dem neuen Gestell haben wir neue Möglichkeiten für das richtige Aufbewahren der Esswaren. In der letzten Woche habe ich, zusammen mit meiner kleinsten Tochter, all die Artikel in die Datenbank eingepflegt. Nun haben wir etwas über 600 Artikel bei uns an Lager und sobald die Datenbank etwas bereinigt ist, geht es an die Planung für die weiteren Einkäufe.

Weiter unten in der Übersicht findet ihr die Lagerorte. Je nachdem wir ihr aufgestellt seid, gibt es deren einen oder mehrere. Natürlich könnt ihr damit nicht nur die Esswaren im Keller zusammentragen.
Ihr könnt auch Esswaren in eurem Vorratsraum erfassen oder solche in der Küche im «Chuchichäschtli». Für einen jeden Lagerort legt ihr am besten einen separaten «Lagerort» an. Damit lassen sich Esswaren sauber getrennt verwalten.

Wie ihr auf dem Foto oben sehen könnt, haben wir drei Gestelle aneinander gemacht. Bei jedem Produkt könnt ihr zusätzlich zum Lagerort auch noch ein «Regal/Fach» festlegen. Damit findet ihr, bei solch grossen Gestellen eure Produkte schneller wieder.

Unten im rechten Ecken findet ihr ein weisses Plus in blauem Kreis und ein grösserer, gelber Kreis mit einem Barcode-Symbol. Über den Ersten legt ihr ein neues Produkt (ohne Barcode) an. Über den zweiten Button startet ihr den Barcode-Scanner um ein neues Produkt ins Lager einzutragen.

Bereich: Artikel

Speisekammer - Artikel
Speisekammer – Artikel

Hier findet ihr eure ganzen Produkte, welche ihr in den einzelnen Lagerorten eingebunkert habt. Schön sortiert, nach Alphabet. Oben rechts, über das Sortier-Icon, könnt ihr die Reihenfolge abändern. Dazu stehen euch die folgenden Kriterien zur Verfügung:

  • Name
  • Marke
  • Datum
  • Anzahl
  • Änderungsdatum

Je nachdem, was ihr gerade mit der Liste anstellen möchtet, ist das extrem praktisch. Unterhalb des Suchfeldes, oben an der LIste, findet ihr noch weiter Möglichkeiten, wie:

  • Ablaufdatum
  • Läuft bald ab
  • Haltbar
  • Kein Datum
  • Alle
  • Leer
Speisekammer - Artikel bearbeiten
Speisekammer – Artikel bearbeiten

Einzelne Einträge in der Liste der Artikel könnt ihr natürlich auch bearbeiten. Einmal darauf gedrückt bekommt ihr fünf Bearbeitungs-Icons angezeigt: Bearbeiten, Information, Eintrag hinzufügen, Lagerort verschieben und löschen.

Speisekammer - Artikel hinzufügen
Speisekammer – Artikel hinzufügen

Mit dem Icon «Artikel hinzufügen» bekommt ihr eine einfache Ansicht fürs schnelle hinzufügen von einem oder mehreren Einheiten. Natürlich funktioniert dies auch in die andere Richtung, wenn ihr ein oder mehrere Produkte dem Lager entnehmt.

Speisekammer - Artikel bearbeiten
Speisekammer – Artikel bearbeiten

Wenn etwas an einem Artikel nicht passt, könnt ihr dies abändern. Hier am Smartphone sind dies ein paar Werte, die ihr anpassen könnt. Am Desktop, im Browser, sind dies ein paar Werte mehr. So zum Beispiel findet ihr darin den Datensatz «Regal/Fach», um etwas mehr Ordnung in den Lagerort zu bekommen.
Auch könnt ihr da drin eine Mindestmenge festlegen (dazu komme ich etwas weiter unten nochmals) und ihr könnt selber ein Foto vom Produkt hinterlegen. Das ist einer der grossen Minuspunkte, wie ich finde an der Datenquelle.

Cool ist, die ganzen Daten, wie die Nährwerte, die Grössen und die Namen kommen aus einer öffentlichen Datenbank, wo ein jeder mitwirken kann. So ist es leider auch bei den Fotos. Es hat nicht ein jeder den gleichen Anspruch an ein Produktfoto. Doch bei einigen Produkten lässt sich kaum erkennen, was es genau darstellen soll.

Deshalb werde ich mich da nächstens dahinter-klemmen und schöne Fotos machen.

Mindestbestand verwalten

In unseren beiden Lagern haben wir die grundlegenden Nahrungsmittel eingelagert. Damit können wir, im schlimmsten Fall der Fälle einige Zeit auskommen, sollten wir mal nicht einkaufen gehen können. Keine Angst, wir haben nicht Angst vor der nächsten Corona-Welle, es sind mehr die Zombies, von denen ich mich fürchte. Ja, glaubt mir, eines Tages kommt sie, die Zombie Apokalypse.

Lassen wir die Scherze, wir fühlen uns einfach besser, wenn wir einen gewissen Buffer haben.

Eine gewisse Automation ist immer gut, so sollte es beim Lager auch sein, wenn mir etwas ausgeht, dann möchte ich gewarnt werden. In der Speisekammer App könnt ihr bei jedem Produkt ein «Mindestbestand» definieren.
Beim Reis möchten wir zum Beispiel immer mindestens acht Packungen an Vorrat haben. Ist das einmal hinterlegt, warnt die App uns immer, dass wir wieder nachkaufen sollen.

Die Information zum fehlenden Artikel findet ihr in der Liste in der Spalte «Bestand». Natürlich lässt sich die ganze Liste auch nach genau dieser Spalte sortieren, so findet ihr noch schneller die Fehlstände heraus.

Neben der Darstellung, dass Produkte fehlen, findet ihr auch (jeweils in Klammer), die Information, wenn ihr von einem Produkt zu viele an Lager habt.

App und Web, die Unterschiede

Wie einleitend geschrieben funktioniert die App nicht nur unter Android und iOS, ihr könnt sie auch im Browser eurer Wahl einsetzten. Wie ihr, beim Durchlesen des Textes oben sicherlich schon mitbekommen habt, gibt es einige Funktionen, die noch nicht in der App verfügbar sind. Zwei davon sind in der Planung und werden nächstens umgesetzt.

FunktionWebAndroid / iOS
Andere Nutzer in deine Gemeinschaft einladenJaGeplant
Gemeinschaft auswechselnJaJa
Vorbereitungs InformationenJaJa
VorratsstatistikNeinJa
EchtzeitsynchronisationJaJa
Barcode scannenNeinKamera
Externen Barcode Scanner verwendenJaGeplant
NährwertstatistikJaJa
Offline verwendenNeinJa
Lagerort anlegenJaJa
Lagerort anpassenJaJa
Lagervorrat ausdruckenJaNein
Swipe actionNeinJa
Upload von eigenen ProduktfotosJaGeplant

Was ich mir jetzt noch wünsche

Cool wäre eine Anbindung an den Sprachassistenten meines geringsten Misstrauens. Ich würde gerne Siri sagen, dass ich im Begriff bin, zwei Tuben Tomatenpüree aus dem Gestell zu nehmen. Auch möchte ich sie fragen, ob wir noch rote Bohnen haben.
Natürlich wäre auch die umgekehrte Richtung praktisch. Ein schnelles, «Hey Siri, in Speisekammer fünf Flaschen Olivenöl im Gestell 2 einpflegen».

Einleitend habe ich geschrieben, dass mir das gut strukturierte Design sehr gut gefällt. Ich würde mir aber wünschen, die Entwickler der App einen neuen Anstrich verpassen würden. Ein etwas einheitlicheres Design würde der App super stehen.

Noch tue ich mir etwas schwierig mit Artikeln, die unterschiedliche Ablaufdaten haben. Hier haben mir die Entwickler eine Anleitung zur Lösung gesandt. Damit sollte ich anschliessend nicht mehr drei gleiche Produkte in der Liste vorfinden.

Was folgt als Nächstes

Wie oben schon beschrieben, wird unser Lager bald noch etwas erweitert.
Auch wird es nächstens einen neuen Lagerort geben, unsere beiden Tiefkühler. Auch dessen Inhalt möchten wir natürilch im System erfasst wissen.

Wie im Video angesprochen, haben wir einen kleinen Mini-Barcode-Scanner bestellt. Wir sind gespannt, wie das dieser funktionieren wird und ob es unsere Arbeit erleichtert. Leider habe ich erst, nach der Bestellung gesehen, dass dieser nicht mit der Android oder iOS App kompatibel ist. Aber laut der Entwickler soll eine solche Integration bald folgen.

1 Kommentar zu „Speisekammer App im Test – Zero Foodwaste“

  1. Genau das was ich schon lange gesucht habe. Ein grosser Kritikpunkt und gleichzeitig eine kleine Warnung für alle Interessierten…wenn man schreibt 100 Artikel gratis, die Mehrfacheingabe des selben „Artikels“ aber einzeln gezählt wird, sollte man lieber schreiben 100 einzelne Lebensmittel mehrfach Nennungen werden mitgezählt☝🏻…so fühle ich mich ein wenig verschaukelt, auch wenn 29 Währungseinheiten nicht zu viel sind. Ansonsten kann ich Martin bei allen anderen Anmerkungen hier nur recht geben. Der Preis für die App ist fair, noch eine kleine Anmerkung die Preise auf https://speisekammer.app/preise/ sind nicht die, welche im App-Store aufgerufen werden, wieso und warum weiss nur der Anbieter der App.

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