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Fastmail Test – Wie ich meine E-Mails verwalte

Fastmail Test – Wie ich meine E-Mails verwalte

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Das Medium E-Mail ist ein sehr altes. In der digitalen Zeit gemessen ein uraltes, fast schon prähistorisches. Dennoch, eine von mir sehr geschätzte Art und Weise mich auszutauschen.
In den letzten drei Monaten hab ich Fastmail für mich ausprobiert und bin damit so weit glücklich geworden, dass ich all meine Mail-Kommunikation jetzt über den kostenpflichtigen Dienst erledige. Was mich dazu bewogen hat und warum ich den Dienst mag, das könnt ihr hier im Beitrag nachlesen.

Lasst euch nicht abschrecken bei der etwas einfachen Optik des Web-Mail-Clients. Ihr könnt das ganze auch in eurem präferieren Mail-Client nutzen.

Gmail ohne die neugierigen Augen von Google

Wer Fastmail auch einmal ausprobieren möchte*, darf das gerne über diesen Link tun und im ersten Jahr 10 Prozent an Kosten sparen. Ich bekomme dafür auch etwas auf meinem Konto gut geschrieben. Somit haben wir beide etwas davon.
Dieser Beitrag ist nicht aufgrund des Referral Links oben entstanden, es ist eine Weiterführung meiner Beitragsreihe zu Android-, iOS-, macOS-, Windows– und auch Web-Mail (Browser)-Clients, hier im Blog.

Meine E-Mail Geschichte

Begonnen hat meine Reise damals mit meinem bluewin-Konto, ging aber dann sehr schnell über in ein selbst-gehortetes E-Mail. Natürlich hab ich auch bei Google, Microsoft und Apple ein Konto, diese nutze ich aber jeweils nur direkt mit den dazugehörigen Diensten (wenn überhaupt) und nur als Weiterleitungen an meine eigenen Mails.

Die Idee und die Funktionen von Gmail haben mir immer schon gefallen, die neugierigen Blicke von Google auf meine geschriebenen Worte aber nicht. Deshalb stand eine Nutzung von Gmail für mich nie infrage. Im letzten Jahr hab ich von meinem Geschäftspartner den Tipp für Fastmail erhalten und das hab ich über die letzten drei Monate für mich ausgiebig getestet.


Warum Fastmail?

Ich teste regelmässig neue Smartphones, Tablets oder auch Computer. Etwas was mich jedes Mal ziemlich viel Zeit frisst, das Einrichten der knapp 32 Mail Adressen die ich täglich nutze.

Das hab ich nun nicht mehr, egal ob am Smartphone oder an einem neuen Computer, ich muss einmal mein Fastmail Konto einrichten. Das funktioniert mit einem App-Basierten Einzelpasswort und schon hab ich all meine Unterordner, meine ganzen E-Maileingängen etc. im neuen Mail Client. Das ist eine Riesen-Erleichterung und spart mir extrem viel Zeit.


Was kostet Fastmail?

Das Wichtigste an Fastmail ist sicherlich, das der Hersteller sich an erste Stelle dem Motto Privacy-first verschrieben hat. Das heisst, dass E-Mails versenden über Fastmail nicht nur sicher ist, ihr könnt auch davon profitieren, dass ihr kein Produkt seid. Heisst bei Google und Co. wo ihr die Mail-Accounts kostenlos nutzt verdient der Hersteller an euren Daten. Die Mails werden «ausgelesen» und ihr bekommt entsprechend Werbung in dem Kontext dargestellt.

Fastmail ist Werbe- und Tracking-Frei. Das ist auch der Grund, warum ihr für den Diest schon in der kleinsten Ausbaustufe bezahlt.

Fastmail - Preise
Fastmail – Preise

Das beginnt bei schmalen USD 3.- und geht bis zu USD 9.- pro Monat. Wenn ihr jährlich bezahlt spart ihr sogar noch. Da ich meine eigenen Domains (E-Mail-Adressen) mit bringe und auch etwas mehr Speicherplatz haben wollte hab ich mich für das «Standard» Paket entschieden.

In einfach gesagt bekommt ihr für:

SpeicherFür monatlichFür jährlich
2 GB SpeicherUSD 3.-*USD 30.-*
30 GB SpeicherUSD 5.-*USD 50.-*
100 GB SpeicherUSD 9.-USD 90.-*

Das tolle, jedes der drei Angebote könnt ihr erst einmal, mit allen Funktionen und Möglichkeiten für 30 Tage testen, bevor ihr dann den jährlichen oder monatlichen Betrag bezahlen müsst.
Für mich war nach den drei Monaten klar, ich werde den Dienst weiter nutzen und somit hab ich gleich für ein Jahr bezahlt.


Was kann Fastmail?

Fastmail als Dienst kann aber noch einiges mehr, als das was ich davon nutze.

Für mich persönlich hab ich erst einmal die Mail-Funktion entdeckt. Im Angebot findet ihr aber auch noch folgende Dienste mit integriert:

  • Kontakte
  • Kalender
  • Notizblock
  • Dateien

Aktuell komm ich nicht wirklich dazu, doch gegen Sommer könnte ich mir dann auch mal die anderen, oben aufgeführten Punkte austesten. Solltet ihr da schon Erfahrungen gesammelt haben, gerne her damit, ich bin sehr gespannt.

E-Mail

Beim Erstellen des Fastmail Kontos legt ihr automatisch eine E-Mail-Adresse ein. Diese könnt ihr dann auch dazu nutzen, um eure E-Mails in Zukunft zu schreiben. Habt ihr aber, so viele Mail Adressen wie ich (oder auch nur zwei, drei) dann könnt ihr diese einfach und schnell hier einrichten.

In den Einstellungen könnt ihr aber dann auch noch all eure anderen E-Mail Adressen die ihr besitzt integrieren. Vom Google- über das bei Apple-, ein Microsoft- oder auch sonstige Mail-Konten könnt ihr hier einbinden.

Neben den E-Mail-Konten könnt ihr auch zusätzliche Sende-Identitäten anlegen. Damit legt ihr, vor dem Versenden von neuen E-Mails fest, von welchem Konto aus diese versendet werden.

Snooze, Suche, Filter oder Benachrichtigungen

Der webbasierte Mail-Client ist nicht unbedingt der schönste, doch er hat einige, sehr nützliche Funktionen. Einige davon möchte ich euch hier kurz raus-picken.

Snooze

Snooze, eine Funktion, die ich schon bei vielen Mail-Clients entdeckt hab, aber nie wirklich einsetzte.

Fastmail - Snooze
Fastmail – Snooze

Einfach gesagt, stellt ihr mit Snooze eine eingegangene E-Mail zurück. Diese wird euch dann, zum vorher definierten Zeitpunkt nochmals ausgeliefert. Dafür bietet euch Fastmail vordefinierte Zeiträume an, oder ihr entscheidet euch für einen Benutzerdefinierten Zeitpunkt.

Das ist dann wichtig, wenn ihr euren Post-Eingang sauber halten möchtet. Alternativ könnt ihr euch so auch, während der Arbeitszeit private E-Mails auf den Feierabend verschieben und sie stören euch im Post-Eingang nicht.

Die globale Suchfunktion

Oben links, direkt neben dem Menü- Button findet ihr immer das Suchfeld. Die in Fastmail integrierte Suche ist sehr mächtig und auch wirklich nützlich.

Fastmail - Die globale Suchfunktion
Fastmail – Die globale Suchfunktion

Da tippt ihr einfach das Suchwort oder der von euch gesuchte Kontakt ein und schon durchsucht Fastmail eure ganzen E-Mails. Dazu gehören diejenigen im Post-Eingang genauso wie in den ganzen Unterordner.

Unten dran könnt ihr auf «Erweiterte Suche…» drücken und dann bekommt ihr die Auswahl, welche ihr oben im eingefügten Screenshot sehen könnt.

Filter-Funktion

Die Filter-Möglichkeiten findet ihr in den Einstellungen. Damit filtert ihr eure E-Mails direkt schon beim Eingang in euren globalen Posteingang.

Fastmail - Filter-Funktion
Fastmail – Filter-Funktion

Die Filterfunktion greift bei einer oder auch mehreren Faktoren. Oben im Screenshot sehr ihr die einzelnen Faktoren, welche Fastmail unterscheiden kann.

Einen Schritt weiter geht es dann darum, zu definieren, was mit den vorab bestimmten E-Mails passiert.

Fastmail - Filter-Funktion
Fastmail – Filter-Funktion

Diese können direkt markiert, oder auch direkt ge-Snoozed werden. Ihr könnt sie in einen Unterordner verschieben oder auch direkt als gelesen markiert und ins Archiv verschoben werden.

Benachrichtigungen 

Bei wichtigen Mails könnt ihr dann auch gleich eine Benachrichtigung dazu ausgeben lassen. In einem modernen Browser passiert das direkt über die Pushfunktion des jeweiligen Browsers.

Diese könnt ihr, mithilfe der oben genannten Filter-Funktionen auf einzelne Personen, Wörter im Header oder auch für ganze E-Mail-Adressen festlegen.


Ist Fastmail sicher?

Um das zu beantworten, müsste ich mehr Ahnung von Sicherheit und Hacking haben. Hier verlasse ich mich auf die Tippgeber, welche mir den Dienst nahegelegt haben. Dazu zählen einige versierte Sicherheits-Menschen und auch ein paar Hacker. Dass der Dienst nicht in den Staaten liegt ist schiedlich nicht verkehrt, dennoch hat der verlängerte Arm der Amerikaner auch Auswirkungen auf Australien (Stichwort Five Eyes).

Es empfiehlt sich auf jeden Fall, dem Dienst ein gutes Passwort zu verpassen (geht ganz einfach mit einem Passwort-Manager) und aktiviert dann auch gleich die zwei-Wege-Authentifizierung (hier findet ihr eine kurze Erklärung zur 2FA).

Zusätzlich legt ihr für einen jeden Mail Client unter Android, iOS, macOS, Windows und natürlich auch Linux ein App-basiertes Passwort.
Wer sich hier ein wenig mehr einlesen möchte, von Fastmail gibt es eine Support-Seite dazu. Auch haben sie im 2016 einen Blogbeitrag geschrieben, warum sie keine PGP-Verschlüsselung anbieten.


Warum und wie nutze ich Fastmail?

Wie einleitend beschrieben, hat alles damit begonnen, dass ich mich jedes Mal beim Smartphone oder Computer wechseln (durch meine ganzen Tests) etwas geärgert hab, dass ich so viele Mail Accounts einrichten musste.

Wie ihr in den oberen Screenshots evtl. schon gesehen habt, habe ich mehrere Unterordner erstellt. Grundlegend sind es deren drei:

  • Eingang
  • Familie
  • Archiv

Im ersten und letzten hab ich für jede meiner E-Mail-Adressen / Projekte einen eigenen Unterordner definiert. Diese befülle ich direkt, mit der Filterfunktion von Fastmail.
Das hat den grossen Vorteil, dass ich so auch viel konzentrierter Arbeiten kann. Wenn ich etwas rund um meine Videos machen möchte, dann schau ich im Unterordner «Videos» nach.

Viele E-Mails gehen über die Filterfunktion direkt, schon als gelesen markiert, in den dazu passenden Archiv Ordner. So muss ich mich damit nicht belasten und hab sie im Notfall dennoch immer griffbereit zur späteren Fehlersuche.


Mein Fazit zu Fastmail

Mittlerweile hab ich mich auch schon an das – sagen wir es mal so – einfache Design der Web-App gewöhnt. Dieses nutze ich am Mac wie auch auf meinen Windows Rechnern allesamt.

Fastmail
Fastmail
Entwickler: Fastmail Pty Ltd
Preis: Kostenlos
‎Fastmail – Email & Calendar
‎Fastmail – Email & Calendar
Entwickler: Fastmail Pty Ltd
Preis: Kostenlos+

Am Smartphone setze ich auf die Android oder iOS App welche Fastmail anbietet. Die Optik der beiden Apps ist optisch schon ein wenig anmächeliger als die Web-App.

Der einzige Nachteil, welchen ich bis anhin ausmachen konnte. Wenn ich dann unbedingt etwas Negatives hier auch noch mit reinbringen muss/darf. Die Server von Fastmail stehen drüben in Australien. Somit kann es passieren, dass eine E-Mail mal ein paar Sekunden (bis zu wenigen Minuten) hat, bis sie über dem Mailserver von Fastmail gehüpft ist.
In einer solch schnellen Welt ist ein bisschen Entschleunigung sicherlich nicht verkehrt.

Wer jetzt anhand von meinem Testbericht hier neugierig geworden ist, der kann den Dienst auch einmal ausprobieren möchte*. Die ersten 30 Tage bezahlt ihr nichts dafür.

*Eventuelle Kauf Links können Spuren von Affiliate enthalten.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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