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Ein Monat yuh im Test – Mein erstes Fazit zur neuen Finanz App

Ein Monat yuh im Test – Mein erstes Fazit zur neuen Finanz App

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Ein Monat yuh – ja ich weiss, ich bin zwei Tage zu früh. Was kann ich euch über die App erzählen, wie läuft der Dienst, was macht sie gut und was muss die Banking-App noch können? Vor knapp einem Monat zeigte die Swissquote und die Postfinance zusammen eine neue App Lösung, welche nach eigenen Angaben den Schweizer Bankenmarkt revolutionieren sollte. Spannend war das erste Feedback, welches ich aus den verschiedenen Bubbles mitbekommen hab.
Im heutigen Blogbeitrag möchte ich euch ein wenig darüber berichten, wie ich die App von yuh nutzen konnte.

Du möchtest die App auch ausprobieren? Mit dem Freundschaftscode: ph4tv9 bekommst du gleich die ersten 500 Swissqoins gutgeschrieben (genauso wie ich).

Zahlen, Sparen und Investieren – Ein Monat yuh

‎Yuh
‎Yuh
Entwickler: Swissquote
Preis: Kostenlos

Gerade erst habe ich hier im Blog berichtet, dass die yuh App nach nicht mal einem Monat schon bei 10'000 Kunden ist. Somit scheint es zu laufen beim neusten Fintech Unternehmen der Schweiz.

Mit der neuen App könnt ihr zahlen, sparen und investieren und das alles in einer App. Das klingt grundsätzlich schon mal gut. Das alles mit der Schweizer Einlagensicherung bis zu CHF 100'000.-.

yuh installieren

Die Installation der yuh App ist einfach gehalten. Hier findest ihr grundsätzlich drei Möglichkeiten. Seid ihr schon Kunde von der Postfinance oder der Swissquote, dann lässt sich das Ganze ein wenig beschleunigen.

Alternativ könnt ihr auch einfach neuer Kunde werden und musst dann einfach noch ein paar weitere Angaben machen. Die zwei-Faktor-Authentifizierung passiert dann via SMS.


yuh Gebühren und Kosten?

Grundlegend ist das Konto, wie auch die Mastercard Debit Kreditkarte kostenlos. Yuh verspricht ihren «Yuhsern», dass es in der App keine versteckten Kosten gibt. Die Preise sind alle transparent ausgewiesen. Die ganzen Details findet ihr auf deren Webseite.

Wie so oft bei neuen Fintech-Lösungen sind diese zu Beginn kostenlos (um möglichst viele Kunden neugierig zu machen) und werden nach einer gewissen Zeit kostenpflichtig. Auch das wird von yuh sauber kommunizert.
Ab 2022 gibt es drei Pakete:

  • FLIRT bleibt weiterhin kostenlos
  • KISS CHF 4.90 im Monat
  • LOVE CHF 7.90 im Monat

Was genau in den Paketen enthalten ist und welche Kündigungsfristen ihr habt, das ist aktuell aber noch nicht bekannt. So könnt ihr euch aber schon einmal darauf einstellen, in welchem Rahmen sich das Konto bei yuh bewegt.

Das Bezahlen mit der yuh Kreditkarte, welche übrigens sehr lange brauchte, bis sie mich erreicht hat, ist kostenlos. Solltet ihr Bargeld abheben, wollen von eurem yuh Konto, dann ist auch dies, einmal in der Woche ohne Kosten mögilch. Alle weiteren Abhebungen werden euch mit CHF 1.90 belastet. Im Ausland schlägt das mit CHF 4.90 zu.


Was kann die Yuh App?

In meinem ersten Blogbeitrag, zur yuh App, habe ich etwas ausführlicher über die Möglichkeiten der App geschrieben.

Mir gefällt der grundlegende Ansatz, dass ich über die App drei Teilbereiche des Geld-Geschäftes erledigen kann. Das Ganze ist optisch schön dargestellt und ist dennoch nicht überfrachtet mit Informationen. Natürlich hier ist noch Luft nach oben, aber dazu komm ich im nächsten Kapitel noch genauer zu sprechen.

yuh App
yuh App

Für die täglichen Ausgaben findet ihr im yuh Umfang eine kostenlose Debit Mastercard. Diese könnt ihr für digitale Einkäufe im Netz aber auch offline in Restaurants, Einkaufsläden etc. nutzen.
Gespart wird mit einzelnen Töpfen, die ihr selber anlegen könnt. Ihr spart auf ein neues Smartphone? Das Auto ist bald mal nach oder für die nächsten Ferien? Diese könnt ihr manuell oder auch automatisiert befüllen.
Beim Investieren habt ihr den Zugang zu ausgewählten: Aktien, Kryptowährungen, Trendthemen, Anlagethemen und ETFs.


Was kann die Yuh App nicht?

Wie schon hier beschrieben, die App ist noch nicht mal ein Monat alt, und somit durfte den meisten klar sein, dass hier noch einiges zu machen gibt. In diesem Kapitel möchte ich die, für mich wichtigen Punkte auszählen, welche ich mir baldmöglichst wünschen würde.

Nachdem es die Postfinance endlich, im eigenen Haus geschafft hat, Apple Pay einzuführen war es natürlich ein wenig unschön, dass die Funktion bei yuh nicht gleich zum Start verfügbar ist. Genauso vermisse ich Samsung Pay und Google Pay für das Bezahlen mit meinem Android Smartphones.
Nicht wirklich vermissen, aber dennoch schade finde ich natürlich auch, dass TWINT nicht mit integriert ist. Hier ist es fast noch etwas tragischer, da Postfinance der Mutterkonzern von TWINT ist.

In der yuh App findet ihr aktuell (Stand 04.06.2021):

  • 111 Aktien
  • 13 Kryptowährungen
  • 11 Trendthemen
  • 5 ETF
  • 2 Anlagethemen

Somit ein sehr überschaubare Anzahl an Investitionsmöglichkeiten. Das wurde – zumindest von versierten Nutzern bemängelt. Um beim Beispiel zu bleiben, wer ein Konto bei der Swissquote sein eigen nennt, kennt hier deutlich mehr Auswahlmöglichkeiten.

Ich denke, mit yuh richtet sich das Angebot eher an junge Menschen und solche die noch nicht viel Erfahrung haben mit dem Investieren. Da ist das «an die Hand nehmen» sicherlich nicht verkehrt, zumindest für den Anfang.
Denn wer einmal Blut geleckt hat, der möchte dann hier doch mehr und ärgert sich dann, wenn er eine «gute» Aktie auf dem Markt entdeckt sie aber über seine Banklösung nicht kaufen kann. Hier müsste yuh sicherlich schnell nachliefern und das Angebot rasch ausbauen.

Um ein gewisses Sparziel zu erreichen, setzt ihr auf Spartöpfe. So können unterschiedliche Ziele unterschiedlich schnell gefüllt werden. Genauso wie das Leben spielt, haben wichtige Ziele Vorrang. Wie das genau funktioniert, das habe ich euch hier im Blogbeitrag etwas genauer beschrieben.
Neben dem manuellen und automatischen befallen wären sicherlich noch weitere Optionen praktisch. Etwas was ich bei Revolut extrem schätze, ist das automatische Aufrunden. Wenn ich im Coop/Migros vor Ort im Laden, oder bei Brack Online etwas kaufe, was mich CHF 14.45 kostet, dann landen CHF 0.55 in einem dafür eingerichteten Vault (Tresor). Da sammelt sich über die Monate schön etwas zusammen.

Wenn wir schon beim Thema Revolut sind, da gibt es mit Revolut Junior die Möglichkeit, Kinderkonten an zulegen. Die Eltern können darüber automatisch den Kindern das monatliche Taschengeld überweisen. Später dazugekommen ist die Möglichkeit den kleinen einen Ansporn bei den wöchentlichen Ämtchen zu bieten.

Revolut Junior
Revolut Junior

Gerne würde ich auch eine App für Huawei Smartphones sehen. Das heisst, dass sich die App auch offiziell über die Huawei AppGallery laden lässt. So könnten auch die Nutzer ohne Google Play Store/-Dienste die App verwenden.

Immer wieder wird mir gesagt, dass digitales Geld böse sei, weil man da kein Verhältnis mehr zum Geld aufbauen kann. Man sähe nicht, wie viel Geld noch im «Portemonnaie» sei. Da muss ich schon seit Jahren widersprechen. Die von uns eingesetzten Lösungen versenden immer gleich, nachdem etwas passiert eine Meldung mit dem Betrag welcher abgebucht wurde und im Idealfall auch gleich wo. So könnt ihr direkt reagieren, wenn ihr das nicht gewesen seid und habt auch gleich einen Blick drauf, wie viel Geld vom Konto gewandert ist.
Mit meist nur wenigen weiteren Klicks seid ihr dann auch gleich in der App und könnt den aktuellen Kontostand überprüfen.

Für mich weniger relevant, aber für den normalen Nutzer sicherlich wichtig zu wissen. Aktuell funktioniert weder eBill noch LSV+ und es können auch noch keine Daueraufträge eingerichtet werden.

Auch diese Funktion bietet euch zum Beispiel die Postfinance in ihrer App schon länger an.

Die Pushmeldungen und die digitale Währung (Apple-, Google- und Samsung-Pay) würde ich mir, von den genannten, am ehesten und schnellsten wünschen.


Swissqoin, was ist das?

Einleitend hab ich darüber geschrieben, dass wenn ihr über den Freundschaftscode: ph4tv9 geht, 500 Swissqoins erhaltet. Doch was ist das genau? Anders als bei anderen Lösungen (wie bei Revolut oder neon) bekommt ihr bei yuh kein «richtiges Geld» für Empfehlungen. Yuh hat sich, als Hype-Bankenlösung, eine eigene Kryptowährung ausgedacht. Damit möchte sich das Unternehmen wohl als innovativ darstellen und auf den Zug des Bitcoin-Hypes aufspringen. Da ich jetzt schon den einen oder anderen Swissqoin mein Eigen nennen darf, hoffe ich natürlich auch darauf, dass sich der Swissqoin in den nächsten 10 Jahren so stark entwickeln wird (lol).

Für alle, die hier etwas tiefer gehen möchten. Grundlegend basiert der Swissqoin (SWQ) auf der Etherum-Blockchain und ist die Basis für das Kundenbindungsprogramm von yuh.

Swissqoin
Swissqoin

Aktuell (Stand 04.06.2021) hat ein Swissqoin einen Wert von CHF 0.01.
Hier kommen jeden Monat 10 Prozent der Abonnementseinnahmen dazu, um den Wert der SWQ zu steigern. Wer  also viele dieser SWQ sein Eigen nennt, der wird sich sicherlich über jeden neuen Kunden freuen.
Aktuell könnt ihr noch nichts mit dem Swissqoins anfangen, später in diesem Jahr könnt ihr sie aber mit anderen Nutzern tauschen.

Wie viele Swissqoins könnt ihr verdienen und wie?

Nicht nur durch Empfehlungen, auch durchs handeln könnt ihr euch solche Swissqoins erarbeiten. Pro Vermittlung eines neuen Kunden, der sich ein Konto einrichtet und mindestens CHF 500.- einzahlt, erhaltet ihr SWQ 500 auf eurem Konto gutgeschrieben. Hier findet ihr alle Möglichkeiten in einer Tabelle aufgelistet.

AktionAnzahl Swissqoins
Erste Einlage über CHF 500.-500 SWQ
Weiterempfehlung500 SWQ
Handel im Investment Bereich10 SWQ
Bezahlen mit der Mastercard2 SWQ

Fazit, nach einem Monat mit yuh

Noch am ersten Tag habe ich mir ein yuh Konto geklickt und somit bin ich jetzt auch ein Yuhser. Ein paar Empfehlungen gingen in den letzten Wochen über meinen Code, und ich habe auch schon etwas investiert, auch wenn nur in einem sehr geringen Rahmen. Ich wollte einfach mal schauen, wie das Ganze funktioniert und wie es umgesetzt wird.

Die Art und Weise, wie die Investitionsmöglichkeiten dargestellt werden könnte man noch etwas optimieren. Zumindest habe ich doch ein Weilchen gebraucht, bis ich alles durchblickt hab. Anschliessend ist es aber dann doch logisch. Jetzt bin ich natürlich gespannt, wie sich meine drei Aktien, die zwei Kryptowährungen und mein einzelnes Anlagethema und nicht zuletzt meine Swissqoins weiterentwickeln werden.

Vor allem würde ich mir wünschen, dass ich einzelne Aktien, ETFs oder sonstige Produkte markieren (Lesezeichen, Sternchen oder was auch immer) könnte. Sodass ich sie später wiederfinden und auch kaufen kann, wenn meine Recherchen durch sind für die nächste Investition.

Gespannt bin ich, wie sich das Produkt weiter entwickeln wird und was die nächsten Punkte sind, an denen yuh arbeitet. Auch wenn sich das Angebot eher an junge Menschen und Investment Einsteiger*innen richtet, würde dem ganzen Paket mehr Aktien, Fonds und Möglichkeiten guttun.
Denn wer einmal Blut geleckt hat, will überall investieren können. Die Möglichkeit ist durch den Mutterkonzern Swissquote ja grundsätzlich gegeben.

Und ja, Apple-, Samsung- und Google-Pay würde dem Angebot sicherlich gut stehen und hier hoffe ich, dass diese innert Wochen Frist und nicht erst nach Monaten oder Jahren dazu kommen werden.

 

Du möchtest die App auch ausprobieren? Mit dem Freundschaftscode: ph4tv9 bekommt ihr gleich die ersten 500 Swissqoins gutgeschrieben (genauso wie ich).
Die Swissqoins gibt es für beide Seiten, nachdem du die ersten CHF 500.- auf dein neues Konto überwiesen hast.

Originalbeitrag: 09. Juni 2021

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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