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BoxToGo App für Android – Die Alternative zu den AVM eigenen Apps?

BoxToGo App für Android – Die Alternative zu den AVM eigenen Apps?

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AVM bietet unter iOS vier und im Android Kosmos gar deren sieben Apps an. Die meisten davon wurden in den letzten Monaten grundlegend überarbeitet. Vor allem haben die Meisten schöne, einfach und vor allem cleane Oberflächen und Aufteilungen erhalten.
Eine FRITZ!Box kauft man sich, weil man eine einfach zu konfigurierende und stabile Box über viele Jahre sein Eigen nennen möchte. Solch ein Kunde bin ich daheim in der Wohnung.
Alternativ kauft man sie sich, weil man doch etwas mehr machen möchte und immer wieder etwas an den Einstellungen schrauben will. Das ist bei mir im Büro der Fall.
Die kleinen Einstellungen wie Anrufbeantworter aktivieren oder eine Nachricht abhören mache ich über die MyFRITZ App. Sobald es tiefer geht, nutze ich direkt die Weboberfläche.
Genau hier, setzt die BoxToGo App an und möchte euch viel mehr Funktionen aufs Smartphone geben.

Die alternative zu den AVM eigenen Apps?

Kategorie Entwickler Software Version
Router almisoft Android Version 3.3.3
BoxToGo Free
BoxToGo Free
Entwickler: almisoft
Preis: Kostenlos
BoxToGo Pro
BoxToGo Pro
Entwickler: almisoft
Preis: CHF 5.90

Einleitend habe ich erwähnt, dass die AVM-Apps strukturiert und clean sind. Von der BoxToGo App könnte man fast vom Gegenteil sprechen. Sie wirkt schon auf den ersten Blick deutlich voller und somit auch umfangreicher. Logischerweise aber dann auch überladen und das Gegenteil von clean.

Das muss ja nicht unbedingt was Schlechtes verheissen. Verspricht der Entwickler der App doch 39 Funktionen in der kostenlosen App Variante und gar 135 in der kostenpflichtigen. Wie unter Android meist üblich könnt ihr von der Kostenlosen App nicht einfach über einen In-App Kauf auf die bezahlte Version wechseln, hier müsst ihr euch die extra dafür eingereichte Bezahlvariante wählen. Wer doch erst Mal etwas rumprobieren möchte, kann das natürlich gut in der Kostenlosen Version tun. Zumindest mit den Funktionen die euch zur Verfügung stehen.
Schon auf dem Startstreeen der App bemerkt, ihr dann, dass die vier letzten Menüpunkte nur der bezahlten Version zur Verfügung steht. Zusätzlich bekommt ihr unten einen doch eher farblich unpassenden Werbebanner angezeigt.

Somit empfehle ich euch, ein paar Tage mit der kostenlosen App aus zu probieren. Wenn ihr dann zufrieden seid schnell auf die kostenpflichtige zu wechseln. Das alleine schon, um den Entwickler ein kleines Dankeschön zukommen zu lassen.

Die Free Version

BoxToGo Free
BoxToGo Free
Entwickler: almisoft
Preis: Kostenlos

Gleich vorneweg, ich habe mir hier für diesen Test die kostenlos verfügbare Version der BoxToGo App etwas genauer angeschaut. Da ich Grundsätzlich mit den Apps von AVM sehr zufrieden bin, hätte ich bis jetzt keinen Need gehabt, die grosse Version zu kaufen.
Das liegt aber auch daran, dass ich im Büro diverse Rechner habe, über die ich mich sofort in die Oberfläche vom Router einwählen kann. In der Wohnung ist genauso schnell das Tablet gezückt und ich bin schon drin. Wer weiss, vielleicht schau ich mir dann die Kostenpflichtige Version doch auch Mal noch an.

Anrufbeantworter
Anrufbeantworter

Die Konfiguration ist ein Kinderspiel. Direkt nach dem Starten der App bekommt ihr alle FRITZ!Box'en in eurem Netzwerk angezeigt und könnt euch dann gleich mit der für euch passenden verbinden.

In der Hauptansicht bekommt ihr die Telefon-Anruf-Liste angezeigt. Im ersten Bereich die Eingänge, gefolgt von den ausgehenden Anrufen, dem Anrufbeantworter, das Adressbuch und ein Bereich, der sich hinter einem Stecker Symbol versteckt. Hinter diesem Symbol sind die ganzen Smart Home Funktionen der FRITZ!Box abgedeckt. Dieser ist ja in der Schweiz ein klein wenig eingeschränkt. Heisst darin finde ich, einzig und allein meinen Herzthermostaten von AVM (der FRITZ!DECT 301).

Die Anrufliste
Die Anrufliste

Über das Hamburgermenü oben links gelangt ihr zu den Einstellungen und weiteren Funktionen. Dazu gehören das direkte ansteuern der Weboberfläche in einem In-App-Browser.
Zwei weitere, äusserst nützliche Punkte, sind sicherlich die Initiierung von einem Neustart der Box oder dem neu verbinden mit dem Internet da draussen.
In der Pro Version gibt es da noch die direkte Möglichkeit zum Versenden eines Fax (ja, ihr habt richtig gehört, ein FAX), oder dem aktivieren eines Weckrufes.

In der Pro Version

BoxToGo Pro
BoxToGo Pro
Entwickler: almisoft
Preis: CHF 5.90

Wie oben beschrieben findet ihr hier ganze 139 Funktionen. Hier ein paar Funktionen, die mir von aussen her direkt aufgefallen sind.
Wenn ihr gezielt das 2.4 GHz oder das 5 GHz WLAN deaktivieren möchtet, könnt ihr das einzeln in der App tun. Das gleiche gilt auch für den Gastzugang. Ihr könnt auf Knopfdruck den QR Code für den Gastzugang anzeigen lassen und von Softwareseite den WPS-Knopf auslösen.

Für Eltern ist sicherlich praktisch, dass Verwalten von erlaubten und gesperrten Internetseiten. Auch die Netzwerk Auslastung könnt ihr in der App ständig im Blick behalten.
Zusätzlich bietet euch die App diverse Widgets um einzelne Funktionen direkt, auch ausserhalb der App, anzeigen könnt.

Ist die BoxToGo App eine Alternative?

Nein und Ja.
So global lässt sich das nicht einfach beantworten. Wer viel mit der Box rumspielt, einzelne Einstellungen schnell aktivieren oder deaktivieren möchte und das ganze über eine App lösen möchte, ja, für den ist sie eine Bereicherung.

Für den normalen Nutzer, dessen FRITZ!Box einfach funktionieren soll und der selten etwas an den Einstellungen schraubt. Evtl. Mal schnell den Telefon Anrufbeantworter deaktivieren oder eben aktivieren möchte. Und vielleicht noch die Telefonfunktion mit «Umleitung» aufs Smarpthone schätzt, für den sind die vertrauten und aufgeräumten Apps von AVM sicherlich der bessere Weg. Denn vor allem beim letzteren Punkt bekommt ihr die Anrufe nicht nur mehr in der App angezeigt, ihr seht diese auch direkt in der Telefon App.

 

Achim Hepp #machen | Achim ist Digitalexperte, Speaker und CDO/Gründer beim Insurtech-Startup Virado. Er veröffentlicht Fachbeiträge in verschiedenen Zeitschriften, sowie hält er Vorträge und Workshops zu seinen Themen. In dieser Funktion ist er im In- und Ausland unterwegs, wobei er immer die Augen nach digitalen Trends aufhält.