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Skylanders – Ein Fazit (so far ,…)

Skylanders – Ein Fazit (so far ,…)

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In fünf Teilen innerhalb dieser Reihe habe ich zum einen versucht auch Skylanders an sich zu erklären, andererseits die letzten vier Spiele vorgestellt. Was in einer interessanten Idee begann ist mittlerweile eine großes Genre mit vielen bekannten Vertretern, zu den Skylanders gesellten sich andere Umsetzungen von beispielsweise Disney, Nintendo oder Lego. Eines ist aber auch nicht von der Hand zu weisen – das Genre besitzt auch einige Kritiker, zu Recht? In diesem Artikel möchte ich versuchen, möglichst sachlich, auf die Hauptkritiken einzugehen – mit einem sehr persönlichen, privaten, Urteil. Ihr als Leser seit natürlich dazu angehalten euch euer eigenes Fazit zurecht zu legen – und auch vielmals darum gebeten dieses in den Kommentaren fest zu halten.

Skylanders – Ein Fazit (so far ,…)

Über fünf Jahre konnte die Entwicklung und Innovation von Skylanders sehr hoch gehalten werden. Es gibt mittlerweile einige Spiele mit jährlichen Itterationen, die aber oft gerade bei diesem Punkt schwächeln. Kritiker sagen nun zurecht – natürlich muss es diese Weiterentwicklung geben – denn nur so können nicht nur neue Spiele, diese sind sicher nur das Nebengeschäft, sondern auch neue Sammelfiguren verkauft werden. Leider lässt sich nirgends eine genaue Anzahl der verfügbaren Figuren oder gar des Zubehörs wie Waffen, Fallen oder Fahrzeuge finden – mittlerweile sind es aber weit über 100. Bei Preisen von rund 10€ UVP, in Aktionen erhält man die Figuren bereits ab 3€, ist hier durchaus Kritik angebracht – die Gesamtkosten für eine komplette Skylanders Sammlung sind extrem hoch. Dies liegt nicht zuletzt auch an limitierten Figuren und Sondereditionen, die mittlerweile nicht mehr produziert werden. Ein regelrechter Gebrauchtmarkt hat sich entwickelt – bei dem teilweise enorme Preise für einzelne Figuren verlangt und auch bezahlt werden.

Skylanders Swap Force (Xbox One)
Skylanders Swap Force (Xbox One)

Story und Setting

Wie ich bereits an anderer Stelle schreib – «Skylanders» war mir lange Zeit, zugegeben nur vor dem Kauf, zu kindisch. Die Grafik ist zwar schön an zu sehen, dennoch ist das Setting eher an Kindern orientiert und ich fühlte mich als Erwachsener nicht angesprochen. Ebenso schreib ich bereits an anderer Stelle, dass man «Skylanders» gut mit Animationsfilmen von Pixar vergleichen könnte – ich möchte diesen Vergleich an dieser Stelle erweitern.

Jeder noch so hart gesottene Spieler hat irgendwann genug – Genug schwere Kost, genug Blut, genug Herausforderung. Letztlich greifen die meisten Gamer hin und wieder auch zu einfacheren Casualspielen, quasi zum Entspannen zwischen durch. Auf dieses Prinzip baut einer der größten Videospielkonzerne auf – Nintendo.

Die Konsolen sind technisch nicht auf dem aktuellsten Stand, die meisten Hausmarken sind eher bunt, schrill und comichaft – das Gameplay sehr casual. Dennoch erfreuen sich aktuell Titel wie «Mario Kart» oder «Smash Bros» dem besten Ruf – und das nicht nur unter Einsteigern, auch viele sogenannte «Core-Gamer» sind große Fans.

Skylanders Giants (Wii U)
Skylanders Giants (Wii U)

So verhält es sich auch bei mir. Ich bin Fan von großen Blockbuster oder liebevollen Indie-Titeln, schweren Spielen mit großer Story und tiefgreifender Stimmung. Dennoch nenne ich eine Wii-U mein eigen und auch die beiden obig genannten Titel. Nebst kleiner Zestreuung nebenbei hat die Konsole für mich einen großen anderer Mehrwert – die Gruppentauglichkeit. Ein verregneter Nachmittag mit meiner Frau, ein lustiger Abend mit Freunden – hier findet eigentlich nur die Wii U ihren Einsatz.

Was hat all dies mit Skylanders zu tun? Das der Ansatz, für Erwachsene, hier meiner Meinung nach genauso ist. Die Reihe eignet sich ideal für einen ruhigen Casual Nachmittag auf der Couch oder auch für kurze Spiele mit Freunden – und machen mir genauso Spaß, im Coop, wie die Titel von Nintendo.

Ich gehe sogar weiter und sage – auch die Entwickler sind sich dieser Kraft bewusst und versuchen diese noch weiter auszubauen. So gibt es in «SuperChargers» die Möglichkeit nur Rennen gegen eure Freunde zu spielen – sehr arcadelastig, wie in «Mario Kart». Beweisführung vorerst abgeschlossen – ich hoffe es gibt noch mehr derartige Referenzen und Zusatzfeatures in kommenden Spielen.

Die Bezahlschranke

Um die Skylandersspiele voll ausnutzen zu können Bedarf es aber, auf jeden Fall, nicht aller Figuren. Die meisten Inhalte sind optional, es ist in jedem Fall mit einem Starter Paket möglich ein Spiel auch durch zu spielen – Und hier ist für mich der große Unterschied zu sonst so beliebten Free2Play spielen, die den Käufer zu weiteren Ausgaben zwingen. Skylanders tut dies nicht. Natürlich wäre es nett auch den alternativen Weg A) oder das neue Gebiet B) spielen zu können – wofür auch neue Skylanders benötigt werden – dennoch ist der Spieler zu keiner Zeit tatsächlich zum Kauf neuer Skylanders gezwungen (sofern das notwendige Starter Pack gekauft wurden). Insofern bleiben alle weiteren Anschaffungen optional – ein großer Vorteil des System aus meiner Sicht.

Skylanders – Konzept - Skylanders 3
Skylanders – Konzept – Skylanders 3

Doch kann man wirklich wiederstehen? Meiner Meinung nach Nein, zumindest ich konnte es nicht. Nach wenigen Spielminuten begann ich bereits geistig mein Minimumset geistig zusammen zu stellen. Mittlerweile besitze ich einige Figuren – und Zubehör – das ich auch separat erstanden habe.

Auch in Sachen Preis möchte ich hier offen mit euch umgehen. Da ist erst mit SuperChargers in Skylanders Einstieg, also nach fünf Jahren, war der Einstieg entsprechend günstig für mich. Frühere Spiele, mit Starterpacket, gibt es mittlerweile sehr günstig und findet man auch immer wieder in einigen Aktions-Wochen bei diversen Onlinehändlern. Auch bei den Figuren gibt es hier gute Angebote.

Das Grundsetup

Mein Grundsetup bei einem ersten Spiel bestand aus weiteren Figuren je Element – also 7 weiteren Figuren potentiell – die ich über drei Dreierpacks nachrüstete. Jedes Pack kostete im Elektronikladen ums Eck 10 Euro. Zusätzlich benötigte ich für SuperChargers noch zwei Fahrzeuge – eines für den Wasserweg, eines für die Luft, diese erhielt ich auch im Angebot für rund 7 Euro je Stück. So sieht, meinem Empfinden nach, auch das notwendige Grundsetup aus – hier komme ich also auf 41 Euro Zusatzkosten. Meiner Meinung nach durchaus vertretbar.

Skylanders – Konzept - Skylanders 2
Skylanders – Konzept – Skylanders 2

Weitere Käufe, Erweiterungen und Sammelwut

Ob es damit genug war? Natürlich nicht, wie ihr auf meinem Bild sehen könnt tummeln sich mittlerweile unzählige andere Skylanders in meiner Wohnung bzw. rund um meine Konsole. Ob ich diese Skylanders auch tatsächlich benötigte? Nein, natürlich nicht. Doch nach einiger Zeit stellt sich natürlich auch die Sammelleidenschaft ein – und das obwohl ich sonst nich besonders zu einem derartigen Verhalten tendiere. Meine Ausgaben bisher? Halten sich, meiner Meinung nach, trotz allem nach wie vor in Grenzen. Ohne auf den Cent genau nach zu rechnen liege ich immer noch unter 100 Euro was meine Ausgaben für Skylanders, abseits der Starterpakete, betrifft. Zum Einen gab es dafür einigen Sammelspaß und viele, viele Stunden Spielspaß. Realistisch betrachtet kostet im Vergleich auch nur ein Abo für ein MMORP im Jahr mehr als ich bisher für Skylanders ausgab. Zum Anderen bietet das Spiel, meinem Empfinden nach, einen gewissen Mehrwert. Die Figuren sind schön anzusehen und fielen bis jetzt jedem Besucher in meiner Wohnung eher positiv auf. Auch ich kann mich immer noch an den Figuren erfreuen, ein optischer, realer Mehrwert den andere Spiele mit reinen InGame Artikeln so im Alltag einfach nicht bieten können.

Positive und Negative Highlights

Positiv muss ich anmerken, dass meiner Meinung nach die Bezahlschranke tendenziell niedriger wird. Vor allem in «SuperChargers» fand ich eigentlich mit der Anschaffung von zwei weiteren Fahrzeugen mein Auslangen. Generell sind die beschränkten Gebiete, meinem subjektiven Empfinden nach, deutlich weniger geworden.

Skylanders – Konzept - Skylanders 5
Skylanders – Konzept – Skylanders 5

Am Negativsten fiel mir persönlich «Trap Team» auf. Grundsätzlich ist es natürlich nicht notwendig alle Gegner auch zu fangen, nichts desto trotz wollte ich dies eigentlich gerne – und hatte auch das Gefühl oft entsprechende Monster aus meinen Fallen zu benötigen. Dementsprechend würde ich 47 Fallen aus 10 verschiedenen Elementen benötigen. Meiner Meinung nach schoss man hier über das Ziel hinaus. Wäre es möglich mehrere Monster in einer Falle eines Typs zu speichern würden nur 10 Fallen, eine je Element, benötigt werden. Auch wenn das wahrscheinlich technisch schwer möglich wäre hätte dies, meiner Meinung nach, ausreichen müssen. Auch bei Freunden stellte sich ein ähnliches Gefühl ein – ein Negativpunkt mit Konsequenzen für den Entwickler – denn viele Spieler fingen bestimmt garnicht erst an Gegner wirklich zu fangen oder sich eben neue Traps zu kaufen. Die Fallen sind mittlerweile auch schwer erhältlich und vergleichsweise teuer.

Skylanders und Kinder

Hier sehe ich persönlich das größte Problem derartiger Spiele. Als Erwachsener kann ich mich selbst zügeln und bin Herr meiner Ausgaben – und schaffe es dennoch oft nicht dem Kauf der einen oder anderen Figur zu wiederstehen. Wie ist es dann bei Kindern?

Ich bin (noch) kein Vater, kann mir aber sehr gut vorstellen dass der Nachwuchs sehr schnell vor einem steht und die Anschaffung neuer Skylanders fordert – nicht nur weil die Sammellogik greift sondern auch aufgrund der integrierten Schranken im Spiel.

Positiv erwähnen muss man hier, dass Activision zumindest entsprechende Informationen für Eltern anbietet, der Publisher ist sich seinem primären Zielpublikum und auch dem Sammelsog gewahr, dennoch ist hier meiner Einschätzung nach viel Erziehungsarbeit notwendig.

Skylanders Giants
Skylanders Giants

Es spricht ja nichts dagegen ein schönes „Dauergeschenk“ zu haben, also die Möglichkeit zu kleinen und großen Anlässen dem Nachwuchs auch einmal einen Skylander zu schenken, wenn permanent der Druck besteht immer alle Figuren zu kaufen wird dies entsprechend schwer – und vor allem teuer.

In Sachen Inhalten selbst habe ich jedoch keine Bedenken. Die Spiele sind in jeder Form zu jeder Zeit eindeutig perfekt für Kinder geeignet. Der Schwierigkeitsgrad ist für unsere jüngsten angemessen, die Rätsel in Ordnung und die Grafik sicher sehr ansprechend.

Fazit

Vom quasi Hasser / Skeptiker zum Fan – in einem Weihnachtssale, vor allem getrieben durch den niedrigen Preis und der Berufsstand gegebenen Neugierde als Spielejournalist, kaufte ich mein erstes Skylanders Starterset. Seit dem hat mich das System gefangen – unzählige Starterpakete auf allen Konsolen und Figuren folgten.

Zugegeben, mittlerweile ist der Einstieg in das System nicht mehr besonders einfach. Es gibt unzählige Spiele auf verschiedenen Systemen und zusätzlich eine enorme Menge an Figuren und Zubehör. Ich hoffe ich konnte euch innerhalb diese Reihe den möglichen Einstieg erleichtern, oder aber auch gerne die mögliche Ablehnung weiter begründen. Mich persönlich konnte das System «Toys to Life» überzeugen. Ich fürchte mich nicht (mehr) vor enormen Folgekosten – vielmehr vor der Anschaffung eines weiteren Systems in diese Richtung von der Konkurrenz – dennoch freue ich über dieses neue Genre innerhalb der Videospielwelt. Im Hinblick auf kommende Trends wie VR sehe ich hier noch weiteres Potential – und ich freue mich, gespannt, auf die ersten Umsetzungen in der Zukunft.

 

Jan Gruber Podcaster, Blogger, Gamer, Switcher, Sportler - Unser Geek aus Wien

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